{"id":1275855,"date":"2026-09-02T13:03:27","date_gmt":"2026-09-02T13:03:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1275855\/"},"modified":"2026-09-02T13:03:27","modified_gmt":"2026-09-02T13:03:27","slug":"eines-der-groessten-raetsel-erster-nachweis-von-dunkler-materie-gelungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1275855\/","title":{"rendered":"Eines der gr\u00f6\u00dften R\u00e4tsel: Erster Nachweis von Dunkler Materie gelungen?"},"content":{"rendered":"<p>Eines der gr\u00f6\u00dften R\u00e4tselErster Nachweis von Dunkler Materie gelungen?02.09.2026, 13:11 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Kai-Stoppel-article15768641.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1788354206_82_image.webp\" alt=\"image\"\/>Von Kai Stoppel<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(05:29 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/299385293.webp\" alt=\"299385293\"\/>In einer ausgedienten Goldmine im US-Bundesstaat South Dakota steht in rund 1500 Meter Tiefe der Dunkle-Materie-Detektor LUX-ZEPLIN &#8211; in seinem Inneren befinden sich zehn Tonnen fl\u00fcssiges Xenon. (Foto: picture alliance \/ ASSOCIATED PRESS)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Seit Jahrzehnten fahnden Forscher nach Dunkler Materie, die 85 Prozent der Masse im Universum ausmachen soll. Ein Detektor tief unter der Erde im US-Bundesstaat South Dakota registriert nun m\u00f6glicherweise ein vielversprechendes Signal. Doch die Messung wirft neue Fragen auf.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Noch ist es kein Durchbruch. Aber es k\u00f6nnte einer werden. Es geht um eines der gr\u00f6\u00dften R\u00e4tsel des Universums: Dunkle Materie. Seit Jahren versuchen Forscher, ihre Existenz direkt nachzuweisen. Und wom\u00f6glich ist es ihnen nun erstmals gelungen. Ein Forschungsteam hat auf einer Konferenz in Japan bekannt gegeben, dass es ein Signal gemessen hat, das vielleicht der erste Beleg f\u00fcr die Existenz eines Dunkle-Materie-Teilchens ist. Aber nur vielleicht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dunkle Materie soll etwa 85 Prozent der Masse im ganzen Universum ausmachen. Bisher macht sie sich nur indirekt bemerkbar. Sie soll ein Ph\u00e4nomen erkl\u00e4ren, das Astronomen seit Jahrzehnten R\u00e4tsel aufgibt: Galaxien rotieren deutlich schneller, als es ihnen m\u00f6glich sein sollte. Nach Newtons Gravitationsgesetz m\u00fcssten sie durch ihre Drehung eigentlich auseinanderfliegen &#8211; tun sie aber nicht. Daher wurde das Konzept der Dunklen Materie entwickelt. Sie soll durch ihre zus\u00e4tzliche Anziehungskraft die Galaxien zusammenhalten. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch lange blieb der direkte Nachweis von Dunkle-Materie-Teilchen erfolglos. Vielleicht bis jetzt. Aber was genau haben die Forscher gemessen?<\/p>\n<p>&#8222;Lediglich ein hochenergetisches Ereignis&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Ganze fand tief unter der Erde statt, in einer ausgedienten Goldmine im US-Bundesstaat South Dakota. Dort steht ein gewaltiger Tank gef\u00fcllt mit dem fl\u00fcssigen Edelgas Xenon: ein Dunkle-Materie-Detektor namens LUX-ZEPLIN (LZ). Die Hoffnung ist, dass irgendwann ein Teilchen Dunkler Materie mit einem Xenon-Atomkern kollidiert und dabei ein winziger Lichtblitz entsteht, der gemessen werden kann.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Und genau das ist nun wom\u00f6glich geschehen, berichtet das LZ-Forschungsteam, das mit dem  Detektor arbeitet. Die Forscher hatten Daten von 220 Messtagen aus dem Zeitraum von M\u00e4rz 2023 bis April 2024 analysiert. Dabei stie\u00dfen sie auf ein einzelnes ungew\u00f6hnliches Ereignis: Ein Xenonkern erhielt einen R\u00fccksto\u00df mit einer Energie von rund 248 Kiloelektronenvolt. Eine \u00fcberzeugende Erkl\u00e4rung durch bekannte Hintergrundeffekte fanden die Forscher bislang nicht.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dies passt zu einer Theorie, wie Dunkle Materie beschaffen sein k\u00f6nnte. Allerdings bleiben die Forscher noch zur\u00fcckhaltend: &#8222;Was wir beobachten, ist lediglich ein hochenergetisches Ereignis&#8220;, betonte Teammitglied Samuel Eriksen gegen\u00fcber der Online-Ausgabe von <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/d41586-026-01985-9\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#8222;Nature&#8220;<\/a>. Er ist Teilchenphysiker an der University of Bristol und hatte das Ergebnis auf der Fachkonferenz TeV Particle Astrophysics in Japan vorgestellt. &#8222;Wir behaupten keineswegs, dass es sich dabei um Dunkle Materie handelt.&#8220;<\/p>\n<p>Die Suche nach dem WIMP<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wonach Eriksen und seine Kollegen suchen &#8211; und vielleicht nun gefunden haben &#8211; sind sogenannte WIMPs. Der Name steht f\u00fcr &#8222;Weakly Interacting Massive Particles&#8220;, zu Deutsch: Schwach wechselwirkende massereiche Teilchen. Dabei soll es sich um sehr schwere Teilchen handeln, die im Prinzip \u00fcberall herumschwirren. Allerdings bekommt man in der Regel nichts davon mit, weil sie nicht mit normaler Materie interagieren, au\u00dfer \u00fcber ihre Gravitation und die schwache Wechselwirkung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Man wei\u00df bisher nicht, ob es WIMPs tats\u00e4chlich gibt &#8211; sie sind nur eine Theorie, was Dunkle Materie sein k\u00f6nnte. Aber das nun gemessene Signal w\u00fcrde zu einem WIMP passen. Allerdings auch wieder nicht so ganz: Denn eigentlich ist der gemessene Energieblitz zu stark. Jedenfalls st\u00e4rker als erwartet. Das k\u00f6nnte daf\u00fcr sprechen, dass es sich um einen sehr schnellen WIMP handelt. Allerdings h\u00e4tten die Forscher dann viele weitere, weniger energiereiche Zusammenst\u00f6\u00dfe erwartet, was aber nicht beobachtet wurde.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Aber das Forschungsteam selbst wei\u00df noch nicht, was es davon halten soll: &#8222;Wie soll man so ein einzelnes Ereignis \u00fcberhaupt einordnen?&#8220;, so der Mitbegr\u00fcnder des LZ-Projekts und Teilchenastrophysiker Tom Shutt gegen\u00fcber dem Magazin <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.science.org\/content\/article\/world-s-biggest-dark-matter-detector-spots-single-weird-particle\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#8222;Science&#8220;<\/a>. &#8222;Wir haben einfach beschlossen, dass wir es ver\u00f6ffentlichen und uns wirklich, wirklich, wirklich intensiv Gedanken dar\u00fcber machen sollten, was dieses Ereignis sein k\u00f6nnte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wenn das wahr ist, wird es sehr schnell gehen&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wie geht es jetzt weiter? Laut &#8222;Science&#8220; hat der LZ-Detektor in den USA bereits etwa dreimal so viele Daten gesammelt, wie f\u00fcr diese Analyse verwendet wurden. Das Team hofft, dort weitere Hinweise auf Zusammenst\u00f6\u00dfe zu finden. Auch die beiden anderen gro\u00dfen Dunkle-Materie-Detektoren XENONnT in Italien und PandaX in China k\u00f6nnen sich nun auf die Suche machen, um den Befund zu best\u00e4tigen oder zu widerlegen. Juan Collar, Physiker und Veteran der direkten Dunkle-Materie-Suche, sagte gegen\u00fcber &#8222;Nature&#8220;, dass eine Best\u00e4tigung bald m\u00f6glich sein sollte: &#8222;Wenn das echt ist, wird es sehr schnell gehen.&#8220; Sollte es sich best\u00e4tigen, dass es sich tats\u00e4chlich um Dunkle Materie handelt, w\u00e4re dies in der Physik wohl eine der gr\u00f6\u00dften Entdeckungen seit Jahrzehnten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Analyse wurde bisher nur als <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/lz.lbl.gov\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2026\/08\/LZ_Preprint_260901_Dark_Matter_EFT_Nuclear_Recoil_Search_at_Higher_Energies.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Preprint<\/a> ver\u00f6ffentlicht, sie ist also noch nicht von unabh\u00e4ngigen Forschern \u00fcberpr\u00fcft worden. Das Forschungsteam will den Artikel nun bei dem Fachmagazin &#8222;Physical Review Letters&#8220; einreichen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eines der gr\u00f6\u00dften R\u00e4tselErster Nachweis von Dunkler Materie gelungen?02.09.2026, 13:11 Uhr Von Kai Stoppel Artikel anh\u00f6ren(05:29 min) In&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1275856,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[752,13,593,14,15,595,12,10,8,9,11,103,10156,1172,104],"class_list":["post-1275855","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-bildung","tag-headlines","tag-kosmologie","tag-nachrichten","tag-news","tag-physik","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-welt","tag-weltall","tag-weltraum","tag-world"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117201590111038747","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1275855","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1275855"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1275855\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1275856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1275855"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1275855"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1275855"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}