{"id":1276052,"date":"2026-09-02T14:59:31","date_gmt":"2026-09-02T14:59:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1276052\/"},"modified":"2026-09-02T14:59:31","modified_gmt":"2026-09-02T14:59:31","slug":"die-ukraine-ist-ein-reallabor-bundeswehr-general-ueber-ki-im-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1276052\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Ukraine ist ein Reallabor&#8220; \u2013 Bundeswehr-General \u00fcber KI im Krieg"},"content":{"rendered":"<p>\nWaffensysteme der Zukunft\n<\/p>\n<p>Aktualisiert am 02.09.2026, 16:34 Uhr\n<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.web.de\/image\/676\/42680676,pd=3.jpg\" data-brain-zone=\".42680618.content.lead.1\" data-component-path=\"content.lead.1\" data-component-name=\"article-image\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/42680676,pd=3,f=responsive169-w950.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"534\"\/><\/p>\n<p><\/a> <\/p>\n<p>\nGeneralleutnant Michael Vetter hofft, dass sich mit KI-gest\u00fctzten Waffensystemen zivile Opfer in Konflikten sogar besser vermeiden lassen. (Archivbild)<br \/>\n\u00a9\u00a0IMAGO\/Bernhard Herrmann\n<\/p>\n<p class=\"content__description\" data-speakable=\"\">Wie viel Entscheidungsgewalt darf K\u00fcnstliche Intelligenz auf dem Schlachtfeld haben? Generalleutnant Michael Vetter zieht klare Grenzen \u2013 macht aber auch deutlich, wo die Maschine dem Menschen \u00fcberlegen ist.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">K\u00fcnstliche Intelligenz spielt in immer mehr Bereichen eine Rolle. Auch das Milit\u00e4r ist davon nicht ausgenommen. In einem Interview mit dem &#8222;<a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42680618.content.textlink_1\" data-component-path=\"content.textlink_1\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/generalleutnant-michael-vetter-im-gesprach-so-zynisch-das-klingt-die-ukraine-ist-im-moment-ein-reallabor-16000606.html\">Tagesspiegel<\/a>&#8220; hat Generalleutnant Michael Vetter nun erkl\u00e4rt, wie die <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42680618.content.textlink_2\" data-component-path=\"content.textlink_2\" href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/thema\/bundeswehr\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundeswehr<\/a> mit der neuen Technologie umgeht. <\/p>\n<p>Mensch steht immer \u00fcber KI<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Vetter, der die Abteilung Innovation und Cyber im Bundesverteidigungsministerium leitet betont dabei: &#8222;In der Bundeswehr wird immer der Mensch die Kontrolle bei der Entscheidung \u00fcber die Anwendung milit\u00e4rischer Gewalt haben.&#8220; <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Was das konkret bedeutet, h\u00e4nge Vetter zufolge aber vom jeweiligen Kontext ab. So seien die entsprechenden Offiziere beispielsweise darin ausgebildet zu verstehen wie das Flugabwehrraketensystem Patriot funktioniere. Ob es sinnig sei, dass sie in den Entscheidungsprozess des Systems eingreifen sollen, h\u00e4nge aber von der konkreten Situation ab. <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Werde beispielsweise eine Fregatte durch Drohnen oder anfliegende Raketen bedroht, sei es sinnvoller das System selbstst\u00e4ndig arbeiten zu lassen, weil es viel schneller reagieren k\u00f6nne. <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Anders verh\u00e4lt es sich in urbanen Gefechtssituationen: Dort m\u00fcsse der Soldat &#8222;die menschliche Kontrolle viel direkter vornehmen&#8220; und in Echtzeit urteilen, um etwa das Leben von Zivilisten zu sch\u00fctzen. &#8222;Ich kann nicht davon ausgehen, dass der Bereich komplett ger\u00e4umt ist&#8220;, so Vetter. <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Deswegen k\u00f6nne man das System nicht autonom schie\u00dfen lassen, &#8222;sondern, ich als Mensch muss unter Beachtung der Einsatzregeln und des Humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts in bewaffneten Konflikten das Feuer freigeben \u2013 oder eben auch nicht.&#8220; <\/p>\n<p>Bundeswehr pr\u00fcft auch KI genau<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Das Verteidigungsministerium pr\u00fcfe deshalb auch jedes Waffensystem darauf, ob es den Anforderungen des V\u00f6lkerrechts gen\u00fcge. &#8222;Diese Pr\u00fcfung umfasst auch die Nutzung von KI&#8220; um sicherzustellen, dass diese letztlich dem &#8222;Aspekt der menschlichen Kontrolle&#8220; unterliege. Dabei werde auch kontrolliert, &#8222;dass die KI genau das tut, was sie soll \u2013 und zwar nach unseren Vorgaben im Einklang mit den Werten unseres Grundgesetzes.&#8220; <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die Frage, was passiert, wenn KI dennoch Fehler macht und etwa Zivilisten dadurch sterben, beantwortet Vetter n\u00fcchtern: &#8222;Wenn das heute Menschen machen, passieren genauso viele Fehler. Wenn nicht sogar mehr.&#8220; <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Der entscheidende Ma\u00dfstab sei nicht, ob Fehler grunds\u00e4tzlich vermeidbar sind, sondern wie deren Risiko minimiert werden kann. Vetters erkl\u00e4rtes Ziel sei: &#8222;Dass wir mit KI zwar einerseits die Verteidigungs- und Abschreckungsf\u00e4higkeit der Bundeswehr steigern, dabei aber auch den Schutz von Zivilbev\u00f6lkerung und ziviler Infrastruktur erh\u00f6hen.&#8220;<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Der Offizier gab dabei auch zu bedenken, dass es Gegner geben werde, die mit der KI in Waffensystemen weniger verantwortungsvoll umgehen werden. Es gebe schlie\u00dflich auch ein &#8222;Chemiewaffenverbot, deswegen wurden trotzdem bereits chemische Waffen eingesetzt.&#8220; Das sich potenzielle Gegner nicht &#8222;an Regeln&#8220; halten k\u00f6nnten, sei aber kein Grund es selbst nicht zu tun. <\/p>\n<p>Bundeswehr lernt aus ukrainischen Gefechten<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Vetter betonte in dem Gespr\u00e4ch auch, dass die Ukraine derzeit ganz praktische Erfahrungen mit KI-gest\u00fctzten Waffensystemen sammle. Dabei \u00fcbermittle sie auch Daten, die mithilfe deutscher R\u00fcstungsg\u00fcter erhoben werden, an Deutschland. <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Diese Informationen seien f\u00fcr die Bundesrepublik &#8222;enorm wichtig&#8220;. Mit den Daten k\u00f6nne man unter anderem die eigenen Systeme trainieren. &#8222;So zynisch das klingt: Die Ukraine ist im Moment ein Reallabor&#8220;, so Vetters Fazit.<\/p>\n<p>Empfohlenes Video<\/p>\n<p>KI: Neues Modell potenziell gef\u00e4hrlich<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/42680160,pd=1,f=responsive169-w950.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"534\"\/><\/p>\n<p>\u00a9 Buzzroom<\/p>\n<p>Wann k\u00e4mpfen Maschinen gegen Maschinen?<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Theoretisch sei es laut dem Milit\u00e4rexperten auch heute schon m\u00f6glich, dass sich Maschinen auf einem Schlachtfeld autonom bek\u00e4mpfen. Zumindest &#8222;in einer abgeschirmten Testumgebung&#8220;. <\/p>\n<p><strong>Empfehlungen der Redaktion<\/strong><\/p>\n<p data-speakable=\"\">Wann es tats\u00e4chlich zu Gefechten komme, an denen Menschen gar nicht mehr beteiligt seien, k\u00f6nne aber &#8222;niemand vorhersagen&#8220;. Vetter gibt dabei aber auch zu bedenken: &#8222;Glaubt jemand ernsthaft, dass der Krieg vorbei ist, wenn die Maschinen der einen Seite die Maschinen der anderen Seite besiegt haben? Oder werden dann nicht in n\u00e4chster Instanz doch die Menschen weiterk\u00e4mpfen?&#8220; (red)<\/p>\n<p>Verwendete Quellen <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Waffensysteme der Zukunft Aktualisiert am 02.09.2026, 16:34 Uhr Generalleutnant Michael Vetter hofft, dass sich mit KI-gest\u00fctzten Waffensystemen zivile&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1276053,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4012],"tags":[331,332,685,263352,13,263351,14,15,12,8635,317],"class_list":["post-1276052","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-ukraine","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-bundeswehr","tag-entscheidungsgewalt","tag-headlines","tag-michael-vetter","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-tagesspiegel","tag-ukraine"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117202046863178022","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1276052","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1276052"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1276052\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1276053"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1276052"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1276052"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1276052"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}