{"id":1276172,"date":"2026-09-02T16:06:16","date_gmt":"2026-09-02T16:06:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1276172\/"},"modified":"2026-09-02T16:06:16","modified_gmt":"2026-09-02T16:06:16","slug":"hohe-kosten-magere-ernte-landwirte-in-braunschweig-schlagen-alarm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1276172\/","title":{"rendered":"Hohe Kosten, magere Ernte: Landwirte in Braunschweig schlagen Alarm"},"content":{"rendered":"<p>Karl-Friedrich Wolff von der Sahl (Vorsitzender Landvolk Braunschweig), J\u00f6rn Cramm (Vorstandsmitglied Landvolk Braunschweig) und Manfred Walkemeyer (Kreislandwirt Braunschweig) (v. li.). | Foto: Nieders\u00e4chsisches Landvolk Braunschweiger Land e. V.<\/p>\n<p class=\"datum\">02.09.2026, 17:40 Uhr<\/p>\n<p><strong>Region. Die Ernte 2026 zeigt deutlich, dass nicht allein das Wetter die Landwirtschaft vor Probleme stellt. Die Hitzeperiode Ende Juni hat insbesondere beim Winterweizen zu einer zu fr\u00fchen und abrupten Abreife gef\u00fchrt. Die Folgen sind regional geringere Ertr\u00e4ge und Qualit\u00e4tseinbu\u00dfen. Die Gerste konnte aufgrund ihrer fr\u00fcheren Reife vielerorts besser mit der Witterung umgehen. So lautet die Erntebilanz des Landvolks Braunschweiger Land f\u00fcr die Region Braunschweig.<br \/><\/strong><br \/>\n<\/p>\n<p>F\u00fcr die Betriebe kommt die schwierige Ernte zu einer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Situation hinzu. Hohe Kosten f\u00fcr Betriebsmittel, Energie, Pachten, Maschinen und Reparaturen treffen auf starke Preisschwankungen und vielfach unzureichende Erzeugerpreise, hei\u00dft es in einer Pressemitteilung des Landvolks. Steigende Lebensmittelpreise im Handel k\u00e4men bei den landwirtschaftlichen Betrieben nur begrenzt an. Bei geringeren Ertr\u00e4gen versch\u00e4rfe sich dieser Kostendruck zus\u00e4tzlich, weil die laufenden Kosten unabh\u00e4ngig von der Erntemenge bestehen blieben.<\/p>\n<p>Anpassungsdruck durch den Klimawandel<\/p>\n<p>Gleichzeitig nehme der Anpassungsdruck durch den Klimawandel zu. Die Betriebe reagierten bereits mit angepassten Sorten, ver\u00e4nderten Bodenbearbeitungsverfahren und einer effizienteren Wassernutzung. Auch die Beregnung gewinne an Bedeutung. Damit solche Anpassungen m\u00f6glich sind, braucht es jedoch Investitionsf\u00e4higkeit und verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen.<\/p>\n<p>\nIm Verbandsgebiet des Landvolks Braunschweiger Land werden auf rund 162.657 Hektar Ackerfl\u00e4che etwa 50 Prozent mit Getreide bestellt. Weizen und Wintergerste geh\u00f6ren zu den wichtigsten Kulturen. Auch in der Region Braunschweig spielt der Getreideanbau eine zentrale Rolle: Von rund 6.897 Hektar Ackerfl\u00e4che entfallen etwa 2.563 Hektar auf Weizen und 549 Hektar auf Wintergerste. Die Auswirkungen der diesj\u00e4hrigen Witterung betreffen damit einen wesentlichen Teil der regionalen Landwirtschaft.<\/p>\n<p>Zunehmende b\u00fcrokratische Anforderungen<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlichen Druck erzeugten politische und internationale Rahmenbedingungen, so das Landvolk. Importierte Agrarprodukte d\u00fcrften nicht zu Wettbewerbsnachteilen f\u00fcr heimische Betriebe f\u00fchren, wenn f\u00fcr deren Produktion in Deutschland deutlich h\u00f6here Standards gelten. Ebenso w\u00fcrden zunehmende b\u00fcrokratische Anforderungen die Betriebe belasten.<\/p>\n<p>Das Landvolk Braunschweiger Land fordert deshalb verl\u00e4ssliche politische Rahmenbedingungen, weniger B\u00fcrokratie und faire Wettbewerbsbedingungen. Die Landwirtschaft kann sich auf Wetterextreme einstellen \u2013 daf\u00fcr m\u00fcssen die wirtschaftlichen Voraussetzungen jedoch gegeben sein. Die Ernte 2026 mache deutlich: &#8222;Das Wetter ist der Ausl\u00f6ser f\u00fcr Ertragseinbu\u00dfen, die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aber entscheiden dar\u00fcber, wie gut die Betriebe solche Jahre verkraften k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Karl-Friedrich Wolff von der Sahl (Vorsitzender Landvolk Braunschweig), J\u00f6rn Cramm (Vorstandsmitglied Landvolk Braunschweig) und Manfred Walkemeyer (Kreislandwirt Braunschweig)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1276173,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1850],"tags":[6429,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,1411,12],"class_list":["post-1276172","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-braunschweig","tag-braunschweig","tag-de","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-germany","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-niedersachsen","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117202307115010008","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1276172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1276172"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1276172\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1276173"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1276172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1276172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1276172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}