{"id":1276765,"date":"2026-09-02T22:29:12","date_gmt":"2026-09-02T22:29:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1276765\/"},"modified":"2026-09-02T22:29:12","modified_gmt":"2026-09-02T22:29:12","slug":"wolfenbuettel-lucklumer-gespraeche-kooperation-und-beteiligung-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1276765\/","title":{"rendered":"Wolfenb\u00fcttel: Lucklumer Gespr\u00e4che \u2013 Kooperation und Beteiligung im Fokus"},"content":{"rendered":"<p>Rund 80 G\u00e4ste aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, Ehrenamt und Zivilgesellschaft nahmen an den Lucklumer Gespr\u00e4chen teil. | Foto: Johannes Giering<\/p>\n<p class=\"datum\">02.09.2026, 21:32 Uhr<\/p>\n<p><strong>Erkerode. &#8222;Kooperation braucht einen klaren gemeinsamen Zweck, sonst bleibt sie reine Schlagwortpolitik. &#8220; \u2013 das schreibt der Landkreis in einer Pressemitteilung, in der er von den 6. Lucklumer Gespr\u00e4chen berichtet, die vor wenigen Tagen auf dem Rittergut Lucklum stattfanden. Unter dem Motto \u201eGemeinsam mehr erreichen: Kooperation als Zukunftsstrategie\u201c hatte der Landkreis rund 80 G\u00e4ste aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, Ehrenamt und Zivilgesellschaft eingeladen, die dar\u00fcber sprachen, wie Zusammenarbeit neue Perspektiven und konkrete Handlungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr l\u00e4ndliche R\u00e4ume er\u00f6ffnen kann.<br \/><\/strong><br \/>\n<\/p>\n<p>Landr\u00e4tin Christiana Steinbr\u00fcgge kn\u00fcpfte an das Leitmotiv der Lucklumer Gespr\u00e4che an: \u201eGemeinsam auf Themen schauen, die uns bewegen.\u201c Dem Begriff \u201eKooperation\u201c komme dabei eine besondere Bedeutung zu. Eine gute Zusammenarbeit beginne nicht mit der Frage, wer was mit wem mache, sondern mit der Frage: Wozu? Gerade in einer Zeit, in der die Herausforderungen gr\u00f6\u00dfer und komplexer werden, seien engagierte Menschen gefragt, die Grenzen zwischen Zust\u00e4ndigkeiten, Institutionen und Fachgebieten \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>\nAls Beispiel nannte sie das Projekt \u201eDenk dein Dorf\u2026 und dar\u00fcber hinaus\u201c, das derzeit <a class=\"redlink\" href=\"https:\/\/regionalheute.de\/wolfenbuettel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Landkreis Wolfenb\u00fcttel<\/a> mit F\u00f6rderung des Bundesprojekts Aller.Land l\u00e4uft. In diesem Rahmen werden Menschen ermutigt, das Zusammenleben in ihrem Dorf selbst mitzugestalten. Hier entstehen Pop-up-Caf\u00e9s, k\u00fcnstlerische Aktionen, Ideenschmieden und Kulturprojekte. Dabei gehe es nicht darum, fertige L\u00f6sungen in die D\u00f6rfer zu bringen. Vielmehr gehe es darum, vorhandene Potenziale sichtbar zu machen und miteinander zu verbinden. \u201eKooperation beginnt dort, wo Menschen miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen\u201c, so Steinbr\u00fcgge.<\/p>\n<p>Historische und wissenschaftliche Perspektiven<\/p>\n<p>Helmut Gockel, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Ritterguts Lucklum, stellte aktuelle Aktivit\u00e4ten des Guts vor und spannte einen historischen Bogen zum Abendthema. Kooperation habe den Deutschen Ritterorden stets ausgezeichnet, erkl\u00e4rte er. Bis 1809 war Lucklum Komturei des Deutschen Ordens \u2013 ein Ort, an dem gemeinschaftliches Handeln Tradition hat. Aus wissenschaftlicher Perspektive und gleichzeitig praxisnah erl\u00e4uterte Professor Dr. Peter Dehne von der Hochschule Neubrandenburg seine These \u201eKeiner schafft\u2018s allein. Warum Zusammenarbeit der Schl\u00fcssel f\u00fcr starke D\u00f6rfer und Regionen ist\u201c.<\/p>\n<p>Im Anschluss stellte Ulrike Oemisch das Projekt \u201eKlimalandschaft Wolfenb\u00fcttel\u201c vor, das als Modell f\u00fcr nachhaltige Landnutzung dient. Dabei st\u00e4rke der Ansatz nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch regionale Wertsch\u00f6pfungsketten und lokale Netzwerke.<\/p>\n<p>DenkDeinDorf-Projekt: Bewerbungen noch m\u00f6glich<\/p>\n<p>Johanna von Anshelm, Abteilungsleiterin Kultur und Medien im Bildungszentrum Landkreis Wolfenb\u00fcttel, gab anschlie\u00dfend einen vertieften Einblick in das Projekt \u201eDenkDeinDorf \u2026 und dar\u00fcber hinaus!\u201c. Sie zeigte auf, was durch die Teilnahme an einem solchen Beteiligungsprozess entstehen kann, wenn Ideen und die Freude, gemeinsam etwas zu bewirken vor Ort weitergetragen werden. Ein Beispiel ist der Ort Schandelah, wo die Projektgruppe \u00fcber den eigentlichen Projektzeitraum hinaus aktiv geblieben sei und sich aktuell der k\u00fcnstlerischen Gestaltung des Bahnhofs annehme. Interessierte D\u00f6rfer k\u00f6nnen sich bis zum 15. Januar bei der Servicestelle Kultur im Bildungszentrum Landkreis Wolfenb\u00fcttel unter dorfkulturzentrale@lk-wf.de melden.<\/p>\n<p>K\u00fcnstlerischer Abschluss<\/p>\n<p>Wie Kooperation praktisch und unmittelbar erfahrbar werden kann, zeigte zum Abschluss die bildende K\u00fcnstlerin Dr. Insa Winkler aus Hude bei Bremen. In ihrem Vortrag \u201eKollaborative Kunst im l\u00e4ndlichen Raum\u201c stellte sie Projekte vor, die sich an den Schnittstellen von Kunst, Landschaft, \u00d6kologie und Gesellschaft entstehen. Im Mittelpunkt stand auch hier die Beteiligung der Menschen vor Ort.<\/p>\n<p>Die Beispiele des Abends h\u00e4tten deutlich gemacht, dass Kooperation mehr sei als ein Instrument f\u00fcr effiziente Zusammenarbeit, so der Landkreis. Sie k\u00f6nne neue Perspektiven er\u00f6ffnen und Menschen einladen, ihre Region aktiv mitzugestalten. Steinbr\u00fcgge sprach in dem Zusammenhang von \u201eM\u00f6glichkeitssinn\u201c, die F\u00e4higkeit sich vorzustellen, dass es auch anders gehen k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund 80 G\u00e4ste aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, Ehrenamt und Zivilgesellschaft nahmen an den Lucklumer Gespr\u00e4chen teil. |&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1276766,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1850],"tags":[6429,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,1411,12],"class_list":["post-1276765","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-braunschweig","tag-braunschweig","tag-de","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-germany","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-niedersachsen","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117203813180705929","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1276765","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1276765"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1276765\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1276766"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1276765"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1276765"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1276765"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}