{"id":1277418,"date":"2026-09-03T05:43:17","date_gmt":"2026-09-03T05:43:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1277418\/"},"modified":"2026-09-03T05:43:17","modified_gmt":"2026-09-03T05:43:17","slug":"bremer-ueberseeinsel-hochregallager-von-kelloggs-wird-abgerissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1277418\/","title":{"rendered":"Bremer \u00dcberseeinsel: Hochregallager von Kellogg&#8217;s wird abgerissen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Das etwa 40 Jahre alte Hochregallager von Kellogg\u2019s auf der \u00dcberseeinsel wird derzeit abgerissen; der Abriss soll bis Ende des Jahres oder Anfang n\u00e4chsten Jahres abgeschlossen sein.<\/li>\n<li>Die Immobilienentwickler planen mehrst\u00f6ckige Wohnh\u00e4user am Weserufer und verhandeln noch mit der Stadt \u00fcber den genauen Bebauungsplan; das Gel\u00e4nde dahinter wurde f\u00fcr eine Schule angeboten.<\/li>\n<li>F\u00fcr die 2024 gegr\u00fcndete Oberschule \u00dcberseestadt wird ein Standort gesucht; das ehemalige Kellogg\u2019s-Gel\u00e4nde k\u00f6nnte inklusive Sporthalle und tempor\u00e4rer Containerklassenzimmer genutzt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>Fast 40 Jahre lang war das Hochregallager des Cornflakes-Konzerns Kellogg\u2019s eine weithin sichtbare Landmarke am Weserufer. Jetzt r\u00fccken die Abrissbagger der alten Lagerhalle zu Leibe. Bis Ende des Jahres soll sie dem Erdboden gleichgemacht werden und Platz f\u00fcr die Neubebauung der \u00dcberseeinsel schaffen. Wie genau die aussieht, ist allerdings noch unklar.<\/p>\n<p>Der knallrote KMC 1000P n\u00e4hert sich dem Abrissobjekt wie ein Tyrannosaurus seiner Beute. Am Ende seines langen Auslegers schwenkt der \u00fcber 100 Tonnen schwere Bagger eine Hydraulikschere hin und her \u2013 \u00e4hnlich dem Kopf eines T-Rex, der sein Opfer neugierig aus allen Richtungen betrachtet, bevor die kr\u00e4ftigen Kiefer zupacken. Ein kurzes Knacken und Knirschen, dann f\u00e4llt scheppernd ein weiterer Regaltr\u00e4ger zu Boden.<\/p>\n<p>Von einem Abrissbagger dieser Gr\u00f6\u00dfe gibt es in Deutschland nur wenige Exemplare. &#8222;Den muss man wochenlang vorbestellen&#8220;, sagt Johannes Aderholz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bremer Immobilienentwicklers Denkmalstadt. Das Unternehmen plant den Umbau der \u00dcberseeinsel, auf der einst das Kellogg\u2019s-Werk stand.<\/p>\n<p>Keine neue Verwendung gefunden<\/p>\n<p>Seit 1964 hatte der US-Konzern in Bremen seine Cornflakes f\u00fcr den deutschen und europ\u00e4ischen Markt produziert. Bis 2018 \u2013 dann war Schluss mit der Cerealien-Herstellung an der Weser.<\/p>\n<p>\n    Das Gel\u00e4nde samt seiner Geb\u00e4ude \u00fcbernahm der Bremer Windparkentwickler und Investor Klaus Meier. F\u00fcr die markanten Getreidesilos fanden seine Architekten <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-walle\/luxus-in-bremen-so-sieht-die-toorn-stuuv-im-john-will-hotel-aus-doc7z4r425f80p7vpie99q\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine aufsehenerregende Zweitverwendung<\/a>: Sie sind heute ein Hotel. F\u00fcr das Hochregallager jedoch fiel den Planern keine praktikable L\u00f6sung ein.\n<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben auch jetzt noch einmal \u00fcberlegt, ob es eine neue Verwendung geben k\u00f6nnte&#8220;, versichert Aderholz. Am Ende aber wurden alle Ideen verworfen: Das Lager kommt weg \u2013 wie bereits im Rahmenplan f\u00fcr das Kellogg\u2019s-Gel\u00e4nde aus dem Jahr 2019 vorgesehen.<\/p>\n<p>Ende der 1980er-Jahre gebaut<\/p>\n<p>Genau genommen sind es sogar mehrere Geb\u00e4ude, die jetzt abgerissen werden: Hinter dem alten Tor 4 des Kellogg\u2019s-Werks bildeten sie das sogenannte Warenverteilzentrum, gebaut in den Jahren 1987 bis 1989. Es bestand aus einem Versand- und einem Palettiergeb\u00e4ude sowie dem alles \u00fcberragenden Hochregallager. Das 135 Meter lange und fast 40 Meter hohe Geb\u00e4ude verf\u00fcgte im Inneren \u00fcber eine vollautomatische Schienenbahn, die die Paletten ein- und auslagerte.<\/p>\n<p>Das Warenverteilzentrum war der letzte Werksteil, den Kellogg\u2019s nach dem Aus f\u00fcr die Fr\u00fchst\u00fccksflocken-Produktion in Bremen noch nutzte. Bis Ende 2025 war das Lager in Betrieb.<\/p>\n<p>Mittlerweile hat der Abrissbagger die Au\u00dfenhaut aus Trapezblechen heruntergerissen und das Innere des Lagers freigelegt \u2013 weithin sichtbar stehen die blauen Regale im Wind, dazwischen gelbe Treppen und rote Leitungen. Strebe f\u00fcr Strebe nimmt der KMC 1000P sie auseinander. Was zu Boden st\u00fcrzt, wird von anderen Baggern umgehend in Mulden verladen und abgefahren. Allein 3500 Tonnen Stahlschrott fallen beim Zerlegen des Palettenlagers an. Das Altmetall gilt als wertvoller Rohstoff: In Stahlwerken kann es eingeschmolzen und zu neuem Stahl verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Standort f\u00fcr eine neue Oberschule?<\/p>\n<p>&#8222;Bis Ende des Jahres oder Anfang n\u00e4chsten Jahres wollen wir mit dem Abriss durch sein&#8220;, sagt Aderholz \u2013 zumindest bis zum Erdboden, den die Ingenieure &#8222;Gel\u00e4ndeoberkante&#8220; nennen. Was an Gr\u00fcndungspf\u00e4hlen f\u00fcr die wuchtigen Hallen noch in der Erde steckt, bleibt erst mal drin, bis der genaue Bebauungsplan feststeht.<\/p>\n<p>\n    \u00dcber den verhandeln die Immobilienentwickler noch mit der Stadt. Fest steht: Ans Weserufer kommen mehrst\u00f6ckige Wohnh\u00e4user mit exklusivem Blick aufs Wasser. Das Gel\u00e4nde dahinter <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/klaus-meier-bietet-schulstandort-auf-ehemaligem-kellogg-gelaende-an-doc82f13huft7pl19rrns5\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hat Investor Klaus Meier der Stadt f\u00fcr den Bau einer Schule angeboten<\/a>. F\u00fcr die 2024 gegr\u00fcndete Oberschule \u00dcberseestadt wird n\u00e4mlich nach wie vor ein Standort gesucht; zurzeit sind die Klassenzimmer provisorisch im Schulzentrum Grenzstra\u00dfe mit untergebracht.\n<\/p>\n<p>Sollte sich die Stadt f\u00fcr das ehemalige Kellogg\u2019s-Gel\u00e4nde entscheiden, w\u00fcrde die Oberschule samt Sporthalle direkt hinter der bereits vorhandenen Grundschule \u00dcberseestadt an der Stephanikirchenweide errichtet werden. Sogar f\u00fcr eine provisorische Unterbringung der Sch\u00fcler in Containerklassenzimmern w\u00e4hrend der Bauzeit w\u00e4re Platz auf dem Gel\u00e4nde vorhanden. Noch sind die Pl\u00e4ne nur vorl\u00e4ufig. Aber die Abrissbagger r\u00e4umen den Weg schon einmal frei.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc87esztdmpbq1dnk34g6v\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/wirtschaft\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das etwa 40 Jahre alte Hochregallager von Kellogg\u2019s auf der \u00dcberseeinsel wird derzeit abgerissen; der Abriss soll bis&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1277419,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":["post-1277418","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bremen","tag-bremen","tag-de","tag-deutschland","tag-germany"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117205519712952843","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1277418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1277418"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1277418\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1277419"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1277418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1277418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1277418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}