{"id":1279355,"date":"2026-09-04T04:09:21","date_gmt":"2026-09-04T04:09:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1279355\/"},"modified":"2026-09-04T04:09:21","modified_gmt":"2026-09-04T04:09:21","slug":"behoerden-ping-pong-streit-um-russische-luxusjacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1279355\/","title":{"rendered":"\u201eBeh\u00f6rden-Ping-Pong\u201c \u2013 Streit um russische Luxusjacht"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\n            Bremen\/Kassel. Die russische Luxusjacht \u201eDilbar\u201c wird noch l\u00e4nger bei der Bremer L\u00fcrssen-Werft liegen. Der Rechtsstreit um das festgesetzte Schiff geht weiter, wie eine Sprecherin des Hessischen Verwaltungsgerichtshof auf Anfrage best\u00e4tigte. Wann sich das Gericht mit dem Fall auseinandersetzt, ist noch unklar. Zuvor hatten der \u201eWeser-Kurier\u201c und andere Medien berichtet. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Warum die Luxusjacht in Bremen feststeckt <\/p>\n<p>Seit vier Jahren bleibt die Werft auf der Jacht sitzen. Das Schiff war gerade zur Inspektion bei L\u00fcrssen, als die Europ\u00e4ische Union 2022 Sanktionen gegen Moskau als Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verh\u00e4ngte. Das Schiff darf seitdem nicht mehr bewegt werden. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Die-Jacht-liegt-auf-dem-Gelaende-der-Luerssen-Werft-1389672.jpg\" title=\"\u201eBeh\u00f6rden-Ping-Pong\u201c \u2013 Streit um russische Luxusjacht \" alt=\"Die Jacht liegt auf dem Gel\u00e4nde der L\u00fcrssen-Werft. (Archivbild)\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p>Die Jacht liegt auf dem Gel\u00e4nde der L\u00fcrssen-Werft. (Archivbild) &#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\tFoto: J\u00f6rn H\u00fcneke\/TNN\/dpa<\/p>\n<p>Das knapp 160 Meter lange Schiff mit \u00fcberdimensionalem Pool braucht nicht nur viel Platz, sondern muss auch regelm\u00e4\u00dfig gewartet und \u00fcberpr\u00fcft werden. \u201eDas bindet dauerhaft Personal und Kapazit\u00e4t\u201c, kritisiert ein Sprecher der Werft. Die Kosten d\u00fcrften inzwischen enorm sein. Zur Summe \u00e4u\u00dfert sich L\u00fcrssen nicht. Nur so viel: \u201eF\u00fcr ein familiengef\u00fchrtes, mittelst\u00e4ndisches Unternehmen ist dieser Zustand untragbar.\u201c Das Schiff z\u00e4hlt mit einem Sch\u00e4tzwert von mehr als 500 Millionen Euro zu den teuersten Jachten der Welt. <\/p>\n<p>Juristisches Tauziehen geht weiter <\/p>\n<p>Die Werft versucht seit Jahren zu kl\u00e4ren, wer nun f\u00fcr das Schiff zust\u00e4ndig ist. Wem die Jacht geh\u00f6rt, ist nicht bekannt. Die Beh\u00f6rden f\u00fchlten sich nicht verantwortlich, kritisiert ein Unternehmenssprecher. \u201eWir sind einem Beh\u00f6rden-Ping-Pong ausgesetzt, das seinesgleichen sucht.\u201c <\/p>\n<p>So streitet die Werft weiter mit dem Bundesamt f\u00fcr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vor Gericht. Zuletzt hatte das Verwaltungsgericht Frankfurt entschieden, dass L\u00fcrssen nicht verpflichtet sei, die Mega-Jacht auf eigene Kosten einzulagern. Es sei nicht zu kl\u00e4ren, wem die \u201eDilbar\u201c geh\u00f6re und ob die Eigent\u00fcmer tats\u00e4chlich auf der Sanktionsliste der Europ\u00e4ischen Union stehen. <\/p>\n<p>Doch das Bundesamt will das nicht so stehen lassen und legte Berufung ein, wie die Sprecherin des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs jetzt mitteilte. Damit geht der juristische Streit erst einmal weiter \u2013 und die Luxusjacht liegt f\u00fcr unbestimmte Zeit im Dock der Bremer Werft. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Bremen\/Kassel. 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