{"id":127973,"date":"2025-05-21T11:47:08","date_gmt":"2025-05-21T11:47:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/127973\/"},"modified":"2025-05-21T11:47:08","modified_gmt":"2025-05-21T11:47:08","slug":"shein-und-temu-eu-temu-im-visier-der-eu-kommt-die-zwei-euro-paketabgabe-fuer-billigimporte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/127973\/","title":{"rendered":"Shein und Temu EU: Temu im Visier der EU: Kommt die Zwei-Euro-Paketabgabe f\u00fcr Billigimporte?"},"content":{"rendered":"<p>Am 31. Oktober 2024 hat die Europ\u00e4ische Kommission ein formelles Verfahren gegen die chinesische Online-Plattform Temu im Rahmen des Digital Services Act (DSA) eingeleitet. Die Untersuchung konzentriert sich auf mehrere potenzielle Verst\u00f6\u00dfe gegen das DSA, darunter den Verkauf illegaler Produkte, die m\u00f6glicherweise suchterzeugende Gestaltung der Plattform, die Transparenz der Empfehlungssysteme sowie den Zugang zu Daten f\u00fcr Forschende.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/industriemagazin.at\/news\/billig-amazon-wie-temu-und-shein-die-luftfracht-kapazitaeten-verstopfen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>&gt;&gt;&gt; Billig-Amazon: Wie Temu und Shein die Luftfracht-Kapazit\u00e4ten verstopfen<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Die Kommission \u00e4u\u00dferte Bedenken, dass Temu nicht ausreichend gegen den Verkauf von nicht konformen Produkten vorgeht und dass gesperrte H\u00e4ndler m\u00f6glicherweise unter neuen Identit\u00e4ten erneut auf der Plattform aktiv werden. Zudem wird untersucht, ob die Gestaltung der Plattform, einschlie\u00dflich spiel\u00e4hnlicher Belohnungsprogramme, Nutzer zu \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Konsumverhalten verleitet. Ein weiterer Fokus liegt auf der Transparenz der Algorithmen, die Nutzern Produkte empfehlen, sowie auf dem Zugang zu Daten f\u00fcr wissenschaftliche Forschung.<\/p>\n<p>Temu wurde im Mai 2024 als \u201esehr gro\u00dfe Online-Plattform\u201c (Very Large Online Platform, VLOP) gem\u00e4\u00df dem DSA eingestuft, da die Plattform mehr als 45 Millionen monatlich aktive Nutzer in der EU verzeichnete. Damit unterliegt Temu den strengsten Verpflichtungen des DSA, einschlie\u00dflich der Bewertung und Minderung systemischer Risiken. Die Kommission betonte, dass die Dauer des Verfahrens von verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngt, darunter die Komplexit\u00e4t des Falls und die Kooperation des Unternehmens.<\/p>\n<p>Temu hat erkl\u00e4rt, die Verpflichtungen des DSA ernst zu nehmen und eng mit den Regulierungsbeh\u00f6rden zusammenzuarbeiten, um ein sicheres und vertrauensw\u00fcrdiges Marktplatzumfeld f\u00fcr Verbraucher zu gew\u00e4hrleisten. Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verst\u00f6\u00dfen kann die EU-Kommission Geldstrafen in H\u00f6he von bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des Unternehmens verh\u00e4ngen. Bei einem Konzern wie Temu, der zum chinesischen Mutterkonzern PDD Holdings geh\u00f6rt, k\u00f6nnten solche Strafen in die hunderten Millionen Euro gehen.<\/p>\n<p>Falls Temu bestimmten Anordnungen der Kommission nicht nachkommt, k\u00f6nnen auch Zwangsgelder verh\u00e4ngt werden \u2013 meist in Form t\u00e4glicher Strafzahlungen, bis die beanstandeten Ma\u00dfnahmen umgesetzt werden. In extremen F\u00e4llen kann die Kommission sogar verlangen, dass bestimmte Dienste vor\u00fcbergehend eingeschr\u00e4nkt oder ausgesetzt werden \u2013 z.\u202fB. der Zugang f\u00fcr EU-Nutzer oder bestimmte Funktionen wie Empfehlungsalgorithmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 31. 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