{"id":1279833,"date":"2026-09-04T09:10:27","date_gmt":"2026-09-04T09:10:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1279833\/"},"modified":"2026-09-04T09:10:27","modified_gmt":"2026-09-04T09:10:27","slug":"radwege-werden-zurueckgebaut-warum-dieser-autor-trotzdem-an-berlin-glaubt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1279833\/","title":{"rendered":"Radwege werden zur\u00fcckgebaut: Warum dieser Autor trotzdem an Berlin glaubt"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Er fuhr in 110 Tagen mehr als 5000 Kilometer mit dem Fahrrad zur Weltklimakonferenz nach Aserbaidschan. Kein Wunder, dass ihn\u00a0 Berliner Radwege nicht erschrecken k\u00f6nnen. Jetzt kommt der Autor und Filmemacher Ingwar Perowanowitsch wieder in die Stadt, in der er mehrere Jahre gelebt hat \u2013 diesmal mit dem Zug. Am Mittwoch stellt er sein neues Buch vor: \u201eCycling Cities. Die leise Revolution der St\u00e4dte&#8220;.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Elf Tage vor der Wahl, ein guter Zeitpunkt. Am 20. September wird in Berlin auch \u00fcber die Verkehrspolitik abgestimmt. W\u00e4hrend die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/autos-raus-das-empfinden-viele-buerger-als-kampfansage-87486\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Debatte zuweilen \u00fcberkocht<\/a>, tr\u00e4gt Perowanowitsch ruhig Argumente f\u00fcr eine Verkehrswende zusammen. Verbote sind nicht sein Ding. In seinem Buch geht es um andere Strategien. Und um gute Beispiele.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Als der Politikwissenschaftler aus seinem Studienort nach Berlin zog, war das eine kalte Dusche. Er realisierte, wie \u201e<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/berlin-ist-voellig-isoliert-martin-aarts-planer-aus-den-niederlanden-kritisiert-verkehrspolitik-manja-schreiner-365465\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">menschenunfreundlich viele St\u00e4dte hierzulande waren,<\/a> wie wenig Wert auf Lebensqualit\u00e4t und Sicherheit gelegt wurde\u201c, schreibt er. In Groningen waren Radwege Einladungen. In Berlin dagegen \u201ein Stein gepflasterte Absagen\u201c.\n            <\/p>\n<p>            In Fahrradst\u00e4dten sind Autostaus die Ausnahme<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Er erlebte, dass es hierzulande einflussreiche Stimmen gibt, die eine autoarme und lebenswerte Stadt f\u00fcr einen Widerspruch halten. Die\u00a0 Fahrradstadt-Konzepte als \u201elinks-gr\u00fcne Ideologie\u201c diffamieren. Ein Kulturkampf tobt. Obwohl auch Kraftfahrer davon profitieren, wenn mehr Menschen Rad statt Auto fahren: \u201eWas in Deutschland Alltag ist, ist in Fahrradst\u00e4dten die absolute Ausnahme: der Autostau.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Von seinem jetzigen Wohnort bei Freiburg im Breisgau beh\u00e4lt Ingwar Perowanowitsch Berlin im Blick. Was er von der CDU-Verkehrspolitik mitbekommt, gef\u00e4llt ihm nicht. In Steglitz wird der Radfahrstreifen Unter den Eichen wieder entfernt. In der Kantstra\u00dfe <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/kantstrasse-pop-up-radweg-soll-vor-berlin-wahl-verschwinden-10222413\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verschwindet der Pop-up-Radweg, der 2020 w\u00e4hrend Corona<\/a> eingerichtet wurde.\n            <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/06d709aa-a18b-4627-a221-17c83860dfc6.jpeg\"   alt=\"Sicher unterwegs. Nachdem ein Radfahrer von einem Auto get\u00f6tet wurde, richtete das Bezirksamt 2020 in der Kantstra\u00dfe einen Pop-Up-Radweg ein. Er soll verschwinden.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Sicher unterwegs. Nachdem ein Radfahrer von einem Auto get\u00f6tet wurde, richtete das Bezirksamt 2020 in der Kantstra\u00dfe einen Pop-Up-Radweg ein. Er soll verschwinden.\" data-source=\"Sabine Gudath\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Sicher unterwegs. Nachdem ein Radfahrer von einem Auto get\u00f6tet wurde, richtete das Bezirksamt 2020 in der Kantstra\u00dfe einen Pop-Up-Radweg ein. Er soll verschwinden.\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 Sabine Gudath<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              2019 bis 2023 lebte der geb\u00fcrtige Badener in Berlin. <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/drei-tage-woche-und-kaum-noch-parkplaetze-das-will-die-klimaliste-berlin-157804\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">2021 kandidierte er\u00a0 f\u00fcr die Klimaliste,<\/a>\u00a0die eine Dreitagewoche und die Aufhebung vieler Parkpl\u00e4tze forderte.\u00a0Damals sei viel Gutes passiert, erinnert er sich. Der Ausbau der Radinfrastruktur beschleunigte sich. Schon damals f\u00fchlte er sich als Radfahrer in Berlin sicherer als in vielen anderen St\u00e4dten.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Stadt geh\u00f6rte zum Spitzenfeld. 2018 trat mit dem Mobilit\u00e4tsgesetz weltweit das erste Gesetz in Kraft, das den klimafreundlichen Fortbewegungsarten Radfahren, Gehen und Nahverkehr bessere Bedingungen verschaffen will. Auch mit dem Radentscheid, einer erfolgreichen Volksabstimmung, mutete Berlin wie Avantgarde an.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/radwege-in-berlin-drastische-kuerzungen-geplant-fast-keine-investitionen-in-radinfrastruktur-2289618\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bis 2023 die Vollbremsung kam.<\/a> \u201eBerlin, lass dir das das Auto nicht verbieten\u201c: Das war einer der Slogans der CDU, die 2023 die Wiederholungswahl mit 28 Prozent der Stimmen gewann. Auf Landesebene ist die Verkehrswende fast zum Stillstand gekommen.\n            <\/p>\n<p>              <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/2253867\" class=\"flex gap-4 items-start group\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1c76a197-b2af-42ed-b398-77038d509c21.jpeg\" alt=\"Rad-Highways und Supergr\u00e4tzl: Wie die Stadt Wien ihre Stra\u00dfen umbaut\" class=\"w-full h-full object-cover aspect-[3\/2]\"\/><\/p>\n<p>                      Rad-Highways und Supergr\u00e4tzl: Wie die Stadt Wien ihre Stra\u00dfen umbaut<\/p>\n<p>              <\/a><\/p>\n<p>            Berliner Wahlplakate gaben den Ansto\u00df<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Doch die Pro-Auto-Plakate der CDU und FDP zur Wiederholungswahl vor drei Jahren hatten zumindest etwas Gutes: Sie motivierten ihn dazu, das Buch zu schreiben, das am kommenden Montag erscheint.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Darin erl\u00e4utert er, warum Deutschland so autozentriert wurde und welche Bedingungen erf\u00fcllt sein m\u00fcssen, damit eine Stadt fahrradgerecht wird. Ein Sieben-S\u00e4ulen-Modell nennt Perowanowitsch das in seinen Vortr\u00e4gen, von denen er seit 2023 \u00fcber hundert gehalten hat. Mit Keynotes vor Vereinen, Parteien und Firmen verdient er sein Geld. Der Film \u201eCycling Cities\u201c, den er nach \u201eCycling to COP29\u201c ver\u00f6ffentlichte, wurde 280.000-mal bei Youtube angeklickt.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ingwar Perowanowitsch ist nicht der Typ, den Rollen r\u00fcckw\u00e4rts wie zuletzt in Berlin verbittern. Portraitbilder zeigen ihn l\u00e4chelnd. Auch hier lie\u00dfe sich die positive Entwicklung, die ins Rollen gekommen ist, nicht mehr ausl\u00f6schen. Die Verkehrswende sei l\u00e4ngst da \u2013 in vielen K\u00f6pfen.\n            <\/p>\n<p>              <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/365465\" class=\"flex gap-4 items-start group\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/a127db9c-3523-4436-89a0-227b15e02ed2.jpeg\" alt=\"Berlin ist \u201ev\u00f6llig isoliert\u201c: Planer aus den Niederlanden kritisiert Verkehrspolitik\" class=\"w-full h-full object-cover aspect-[3\/2]\"\/><\/p>\n<p>                      Berlin ist \u201ev\u00f6llig isoliert\u201c: Planer aus den Niederlanden kritisiert Verkehrspolitik<\/p>\n<p>              <\/a><\/p>\n<p>            Was die \u201eschlummernde Masse\u201c will<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Das Potenzial sei gro\u00df. Viele Menschen w\u00fcssten nicht, dass sie gern Rad fahren w\u00fcrden. Es gebe eine gro\u00dfe \u201eschlummernde Masse\u201c. Leider seien die Verh\u00e4ltnisse vielerorts immer noch so, dass sich B\u00fcrger nicht frei w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Weil das Auto dominiert, und weil die Infrastruktur zu unsicher ist, sich anders als motorisiert auf vier R\u00e4dern zu bewegen.\n            <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/b5a32522-60a9-46e4-96c2-2a1309da5491.jpg\"   alt=\"Fahrrradparadies Utrecht: Die niederl\u00e4ndische Gro\u00dfstadt ist f\u00fcr Ingwar Perowanowitsch ein Vorbild.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Fahrrradparadies Utrecht: Die niederl\u00e4ndische Gro\u00dfstadt ist f\u00fcr Ingwar Perowanowitsch ein Vorbild.\" data-source=\"Peter Neumann\/Berliner Zeitung\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Fahrrradparadies Utrecht: Die niederl\u00e4ndische Gro\u00dfstadt ist f\u00fcr Ingwar Perowanowitsch ein Vorbild.\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 Peter Neumann\/Berliner Zeitung<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Hier kommt das Thema Demokratie ins Spiel, das den Politologen\u00a0 besonders umtreibt. Die aktuellen Verh\u00e4ltnisse auf den Stra\u00dfen seien nicht Ausdruck und Ergebnis demokratischer Entscheidungen, sondern einer autogerechten Planung, sagt er. Einer Politik, die einseitig auf das private Kraftfahrzeug setzt und keine freie Wahl zul\u00e4sst. Menschen sollen wieder selbst entscheiden k\u00f6nnen, wie sie sich fortbewegen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Es ist nicht das erste Buch, das \u00fcber den <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/heinrich-stroessenreuther-warum-ein-berliner-radfahrer-ein-verkehrsbuch-ohne-autohass-schreibt-377615\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">schwierigen Weg zur Verkehrswende<\/a> geschrieben wurde. Manches hat man in dieser oder anderer Form schon mal gelesen. Bemerkenswert ist die aufreizende Gelassenheit, mit der Ingwar Perowanowitsch sein Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine Verkehrswende begr\u00fcndet. In unserer postfaktischen Zeit, in der Emotionen mehr z\u00e4hlen als Argumente, f\u00e4llt so etwas auf.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Der freundliche Blick zur\u00fcck gibt Ingwar Perowanowitsch die Kraft, auch im Get\u00f6se des Kulturkampfs das Ziel im Auge zu behalten. \u201eAnfang der Nullerjahre war das Thema vielerorts am Anfang. Inzwischen ist es im Mainstream angekommen\u201c, stellt er fest. In ganz Europa gab es reale Ver\u00e4nderungen auf den Stra\u00dfen. Fast \u00fcberall werde dar\u00fcber diskutiert, wie der \u00f6ffentliche Raum aufgeteilt werden sollte, sagt er.\n            <\/p>\n<p>              <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/2328561\" class=\"flex gap-4 items-start group\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/b8fb85fa-c81f-463b-89d9-6174dd951d24.jpeg\" alt=\"Radeln auf Berlins Route der Erinnerung: \u201eDas ist wie Schwerter zu Pflugscharen\u201c\" class=\"w-full h-full object-cover aspect-[3\/2]\"\/><\/p>\n<p>                      Radeln auf Berlins Route der Erinnerung: \u201eDas ist wie Schwerter zu Pflugscharen\u201c<\/p>\n<p>              <\/a><\/p>\n<p>            Wie das E-Bike \u00e4ltere Menschen f\u00fcrs Radfahren gewinnt<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Mit dem E-Bike, das von Puristen skeptisch betrachtet und bel\u00e4chelt wird, hat Ingwar Perowanowitsch kein Problem. \u201eMit dem Siegeszug des E-Bikes erschlie\u00dft sich das Fahrrad ganz neue Zielgruppen\u201c, schreibt er. \u201ePl\u00f6tzlich lassen sich \u00e4ltere Menschen f\u00fcr das Fahrrad gewinnen, ebenso viele, denen das \u201anormale\u2018 Fahrrad zu anstrengend ist.\u201c Die Hightech-Ger\u00e4te erh\u00f6hen das Prestige des Fahrrads.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Schlie\u00dflich waren es auch in den Niederlanden nicht nur \u00d6ko- Idealisten, die den Stein ins Rollen brachten. \u201eEs waren ganz normale Menschen, die \u00fcberzeugt waren, dass eine andere Welt m\u00f6glich ist\u201c, h\u00e4lt er in seine Buch fest. In den 1960er-Jahren <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/fahrradparadies-utrecht-warum-berlin-die-velo-hauptstadt-niemals-einholen-wird-2235269\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">demonstrierten B\u00fcrger in dem damaligen Autoland<\/a> gegen den \u201eKindermord\u201c auf den Stra\u00dfen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Auch deshalb sind die Niederlande, wo Perowanowitsch mit <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/fahrradparadies-utrecht-warum-berlin-die-velo-hauptstadt-niemals-einholen-wird-2235269\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Utrecht die beste Fahrradstadt der Welt<\/a> lokalisiert, f\u00fcr ihn ein Vorbild \u2013 obwohl die Niederl\u00e4nder ebenfalls viel Auto fahren. \u201eDort ist das Fahrrad ein ernstzunehmendes Verkehrsmittel, das meist aus pragmatischen Gr\u00fcnden genutzt wird.\u201c Anders als in Deutschland wird es nicht als linksgr\u00fcnes Vehikel abgestempelt oder als Freizeitspa\u00df verniedlicht.\n            <\/p>\n<p>              <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/94227\" class=\"flex gap-4 items-start group\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3ba70d12-b82b-4ae7-9d64-6d0467020095.jpeg\" alt=\"\u201eDas Auto steht \u00fcberall im Weg, auch in Berlin. Man muss es wegr\u00e4umen\u201c\" class=\"w-full h-full object-cover aspect-[3\/2]\"\/><\/p>\n<p>                        Verkehr<\/p>\n<p>                      \u201eDas Auto steht \u00fcberall im Weg, auch in Berlin. Man muss es wegr\u00e4umen\u201c<\/p>\n<p>              <\/a><\/p>\n<p>            \u201eVielleicht sind die jetzigen Probleme nur eine Phase\u201c<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Wahrscheinlich wird auch sein Buch von den meisten verantwortlichen Politikern und Planern nicht gelesen. Herrscher wie Donald Trump in den USA und Wladimir Putin in Russland haben mit der Verkehrswende ebenfalls nichts am Hut. Die F\u00f6rderung fossiler Energien geh\u00f6rt zu ihrem Politik- und Wirtschaftsmodell.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ingwar Perowanowitsch zuckt mit den Schultern. \u201eNat\u00fcrlich bin ich mit der geopolitischen Lage nicht zufrieden. Und auch ich wei\u00df nicht, wohin uns K\u00fcnstliche Intelligenz noch bringen wird. Aber was bringt\u2019s? Wir m\u00fcssen weitermachen\u201c, sagt er. \u201eVielleicht sind die jetzigen Probleme nur eine Phase, die vor\u00fcbergeht.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              W\u00fcrde er noch einmal wie 2024, als er mit dem Rad von Freiburg nach Baku in Aserbaidschan zur Klimakonferenz COP29 fuhr, 5000 Kilometer mit Pedalkraft zur\u00fccklegen? \u201eEher nicht. Ich bin nicht mehr der J\u00fcngste.\u201c F\u00fcr sein n\u00e4chstes Projekt, einen Film \u00fcber die \u00f6kologische Transformation, der 2028 herauskommen soll, plant Perowanowitsch viele Reisen in Europa \u2212 aber vor allem mit der Bahn.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Sein Tipp f\u00fcr die Wahl in Berlin? \u201eWir sollten Politikerinnen und Politiker w\u00e4hlen, die den Mut und die Visionen haben, die Verh\u00e4ltnisse auf den Stra\u00dfen zu \u00e4ndern.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Buchvorstellung am 9. September um 18 Uhr in der Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung, Schumannstra\u00dfe 8 in Mitte. Anmeldung erforderlich, es gibt auch einen Livestream. Das Buch \u201eCycling Cities\u201c erscheint am 7. September bei Leykam (Graz\/Wien). Preis: 25,50 Euro.<\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Er fuhr in 110 Tagen mehr als 5000 Kilometer mit dem Fahrrad zur Weltklimakonferenz nach Aserbaidschan. 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