{"id":1280000,"date":"2026-09-04T10:53:14","date_gmt":"2026-09-04T10:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1280000\/"},"modified":"2026-09-04T10:53:14","modified_gmt":"2026-09-04T10:53:14","slug":"smart-glasses-htc-wirbt-mit-datenschutz-und-baut-trotzdem-eine-kamera-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1280000\/","title":{"rendered":"Smart Glasses: HTC wirbt mit Datenschutz und baut trotzdem eine Kamera ein"},"content":{"rendered":"<p>HTCs smarte Brille kommt nach Europa und wird mit besonderen Datenschutzvorkehrungen beworben. Grundlegende Bedenken d\u00fcrfte die Vive Eagle aber nicht ausr\u00e4umen, da sie wie Metas smarte Brillen \u00fcber eine integrierte Minikamera verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Sowohl HTC als auch Meta setzen auf eine LED-Leuchte, die Umstehenden signalisieren soll, dass eine Aufnahme l\u00e4uft. Wird sie verdeckt oder physisch manipuliert, sperren beide Ger\u00e4te die Aufnahmefunktion.<\/p>\n<p>Vive Eagle passt dar\u00fcber hinaus die Helligkeit der LED automatisch an die Umgebung an. Ob sie dadurch tats\u00e4chlich besser erkennbar ist, m\u00fcssen Tests zeigen. HTC schreibt zudem, dass Umstehende laufende Aufnahmen per Sprachbefehl beenden k\u00f6nnen. Allerdings nur, wenn der Nutzer die Funktion aktiviert hat und sie davon wissen.<\/p>\n<p>Das Grundproblem bleibt bei beiden Ger\u00e4ten bestehen: Viele Menschen wissen gar nicht, dass es Brillen mit Minikamera gibt, oder erkennen Smart Glasses trotz LED nicht als solche. Wenn man Datenschutz gro\u00dfschreibt, w\u00e4re es konsequenter, ganz auf eine Kamera zu verzichten. Smart Glasses wie die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Even-Realities-G2-Neue-Smart-Glasses-mit-groesserem-Display-und-Smart-Ring-11076742.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Even Realities G2<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Smarte-Brille-RayNeo-iO-setzt-auf-Knochenschall-und-KI-Projektion-11414402.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">RayNeo iO<\/a> machen es vor.<\/p>\n<p>Freie Wahl beim KI-Dienst, Nutzung kann teuer werden<\/p>\n<p>Anders als bei Metas Brillen k\u00f6nnen Nutzer der Vive Eagle f\u00fcr KI-Funktionen zwischen verschiedenen KI-Diensten w\u00e4hlen. Zur Auswahl stehen Gemini und ChatGPT. F\u00fcr bestimmte Smartphone-Funktionen greift Vive AI zudem auf Gemini unter Android beziehungsweise Siri unter iOS zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Als Schnittstelle zwischen Nutzer und den KI-Diensten dient HTCs eigener Assistent Vive AI. Er verarbeitet unter anderem Sprach- und Bildanfragen, sucht nach aktuellen oder ortsbezogenen Informationen, \u00fcbersetzt Texte und Gespr\u00e4che und kann Unterhaltungen zusammenfassen. Einige dieser KI-Funktionen sind an ein Abo und Nutzungsguthaben gebunden. Eine \u00dcbersicht \u00fcber Tarife, Funktionsumfang und Guthaben bietet HTC auf seiner <a href=\"https:\/\/www.vive.com\/de\/solution\/vive-ai\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Vive-AI-Webseite<\/a>.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>HTC zufolge werden Nutzerdaten weder verkauft noch zum Training von KI-Modellen verwendet. Anfragen an Gemini oder ChatGPT sollen vor der Weitergabe anonymisiert werden.<\/p>\n<p>Kaum Unterschiede bei der Hardware<\/p>\n<p>Bei den technischen Spezifikationen unterscheiden sich HTCs und Metas Smart Glasses kaum voneinander. Beide setzen auf den bereits 2023 eingef\u00fchrten Snapdragon AR1 Gen 1 und besitzen eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera sowie 32 GByte Speicher. Auch die maximale Fotoaufl\u00f6sung ist mit 3024 \u00d7 4032 Pixeln identisch. Bei Videos erreichen beide Brillen 3K mit 30 Bildern pro Sekunde. Meta bietet zus\u00e4tzlich 1080p mit 60 fps und Zeitraffer.<\/p>\n<p>Beim Akku liegt HTC hinter Meta: HTC nennt bis zu 4,5 Stunden kontinuierliche Musikwiedergabe, Meta f\u00fcr die allgemeine Nutzung fast doppelt so viel. Vive Eagle kommt zwar mit Etui, aber ohne integrierten Akku und Ladefunktion. Stattdessen wird die Brille per Magnetkabel geladen. Optional l\u00e4sst sich eine separat erh\u00e4ltliche magnetische Mini-Powerbank am B\u00fcgel befestigen.<\/p>\n<p>Vive Eagle unterst\u00fctzt Korrekturgl\u00e4ser von -8 bis +4 Dioptrien. HTC empfiehlt die Anpassung durch einen qualifizierten Optiker, Preise und Glasoptionen sollen Nutzer vorab bei einem autorisierten Partner kl\u00e4ren. Die daf\u00fcr verlinkte <a href=\"https:\/\/www.vive.com\/de\/product\/vive-eagle\/stores\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">deutsche H\u00e4ndlerseite<\/a> wurde offenbar noch nicht aktualisiert und f\u00fchrt derzeit ins Leere.<\/p>\n<p>Vive Eagle l\u00e4sst sich seit dem 3. September in Europa vorbestellen und wird ab dem 21. September ausgeliefert. Die Preise beginnen bei 469 Euro.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:Tomislav.Bezmalinovic@heise.de\" title=\"Tomislav Bezmalinovi\u0107\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">tobe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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