{"id":1280319,"date":"2026-09-04T14:22:15","date_gmt":"2026-09-04T14:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1280319\/"},"modified":"2026-09-04T14:22:15","modified_gmt":"2026-09-04T14:22:15","slug":"ai4cancercure-nrw-universitaetsmedizin-muenster-erhaelt-25-millionen-euro-fuer-ki-zentrum-zur-praezisionsonkologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1280319\/","title":{"rendered":"AI4CancerCure.NRW: Universit\u00e4tsmedizin M\u00fcnster erh\u00e4lt 25 Millionen Euro f\u00fcr KI-Zentrum zur Pr\u00e4zisionsonkologie"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnster (ukm\/aw) &#8211; K\u00fcnstliche Intelligenz bietet gro\u00dfe Chancen, Krebserkrankungen pr\u00e4ziser zu diagnostizieren und Behandlungen st\u00e4rker auf die individuellen Voraussetzungen der Patientinnen und Patienten abzustimmen. Die <a href=\"https:\/\/www.land.nrw\/pressemitteilung\/nordrhein-westfalen-plan-200-millionen-euro-fuer-das-netzwerk-ai4cancercurenrw-zur\" target=\"_blank\" class=\"ext\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Initiative AI4CancerCure.NRW<\/a> soll deshalb die Kompetenzen verschiedener Standorte in Nordrhein-Westfalen in der Onkologie und KI-Forschung b\u00fcndeln. Die Universit\u00e4tsmedizin M\u00fcnster, bestehend aus dem Universit\u00e4tsklinikum M\u00fcnster (UKM) und der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t M\u00fcnster, plant unter Beteiligung weiterer Bereiche der Universit\u00e4t, im Rahmen des Gesamtprojekts f\u00fcr rund 25 Millionen Euro den Aufbau eines \u201ePRECISION.AI Oncology-Zentrums\u201c. Es soll die Expertise aus Krankenversorgung, Forschung und Lehre verbinden und die Entwicklung einer KI-gest\u00fctzten Pr\u00e4zisionsonkologie vorantreiben.<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt des Zentrums liegt auf der Entwicklung und Anwendung innovativer KI-Methoden. Dazu sollen Medizin, Informatik, Mathematik und Datenwissenschaft eng zusammenarbeiten, um wissenschaftliche Erkenntnisse in die klinische Anwendung zu \u00fcberf\u00fchren. \u201eDer wissenschaftliche Fortschritt entsteht heute vielfach an den Schnittstellen unterschiedlicher Fachgebiete. Wenn medizinische Expertise, leistungsf\u00e4hige Datenwissenschaft, Mathematik und Informatik systematisch zusammenwirken, k\u00f6nnen daraus neue Ans\u00e4tze f\u00fcr eine pr\u00e4zisere Krebsmedizin entstehen. M\u00fcnster bietet mit der engen Verbindung von Universit\u00e4tsklinikum und Medizinischer Fakult\u00e4t sehr gute Voraussetzungen, um diese interdisziplin\u00e4re Forschung zu st\u00e4rken und ihre Ergebnisse in die Versorgung zu \u00fcbertragen\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Frank M\u00fcller, Dekan der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t M\u00fcnster.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Krankenversorgung stellt sich die Frage, wie medizinische Daten mithilfe moderner KI-Methoden ausgewertet werden k\u00f6nnen, um Krebspatientinnen und -patienten individueller und zielgerichteter zu behandeln. \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz er\u00f6ffnet der Medizin neue M\u00f6glichkeiten, gro\u00dfe, hochrelevante und komplexe Datenmengen f\u00fcr Pr\u00e4zisionsdiagnostik und Therapie zu nutzen. Entscheidend ist, diese M\u00f6glichkeiten unter Ber\u00fccksichtigung von Qualit\u00e4tskriterien verantwortungsvoll zu entwickeln und konsequent auf einen konkreten Nutzen f\u00fcr die Patientinnen und Patienten auszurichten. Mit dem geplanten Zentrum wollen wir in M\u00fcnster die daf\u00fcr notwendige medizinische, wissenschaftliche und technische Expertise an einem Ort zusammenbringen und unsere Mitarbeitenden qualifizieren, AI in ihrem beruflichen Alltag zu verwenden\u201c, sagt Prof. Alex W. Friedrich, \u00c4rztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4zisionsonkologie richtet Krebsbehandlungen an den biologischen Eigenschaften der Erkrankung und den individuellen Voraussetzungen der Betroffenen aus. Daf\u00fcr m\u00fcssen Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammengef\u00fchrt werden. KI kann helfen, komplexe Zusammenh\u00e4nge zu erkennen und umfangreiche Daten medizinisch zu bewerten. Sie soll \u00e4rztliche Entscheidungen nicht ersetzen, sondern durch zus\u00e4tzliche Erkenntnisse unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Neben der technologischen Entwicklung sind AI Literacy und Trustworthy AI zentrale Bestandteile des Zentrums. Der erstgenannte Begriff bezeichnet die F\u00e4higkeit, Funktionsweise, M\u00f6glichkeiten und Grenzen von KI-Systemen zu verstehen und ihre Ergebnisse sachgerecht einzuordnen. Besch\u00e4ftigte im Gesundheitswesen m\u00fcssen nachvollziehen k\u00f6nnen, wie KI-Anwendungen eingesetzt werden, welche Aussagekraft ihre Ergebnisse haben und wann eine kritische Bewertung notwendig ist. \u201eTrustworthy AI steht f\u00fcr vertrauensw\u00fcrdige und nachvollziehbare Verfahren, eine hohe Qualit\u00e4t der zugrunde liegenden Daten und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ergebnissen. In M\u00fcnster wollen wir neue KI-Methoden entwickeln, die auf einem starken mathematischen und informatischen Fundament stehen und zugleich konsequent von den konkreten Herausforderungen der Krebsmedizin ausgehen. Das PRECISION.AI Oncology-Zentrum wird der Ort sein, an dem methodische Innovation, medizinische Expertise, klinische Translation und AI Literacy zusammenwirken\u201d, erl\u00e4utert der KI-Forscher Prof. Benjamin Risse, Direktor des Instituts f\u00fcr Geoinformatik der Universit\u00e4t M\u00fcnster und mitverantwortlich f\u00fcr universit\u00e4tsweite Aktivit\u00e4ten im Bereich KI.<\/p>\n<p>Prof. Annalen Bleckmann, Direktorin des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) M\u00fcnster, sieht in dem Zentrum die Chance, die Pr\u00e4zisionsonkologie zum Wohl der Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln: \u201eF\u00fcr uns in der Onkologie liegt die gro\u00dfe Chance darin, klinische, bildgebende und molekulare Daten mit neuen Methoden auszuwerten und darin Zusammenh\u00e4nge und Muster zu erkennen, die mit bisherigen Verfahren nur schwer zug\u00e4nglich sind. Das kann helfen, Krebserkrankungen fr\u00fcher zu erkennen, Therapien noch gezielter auf einzelne Patientinnen und Patienten abzustimmen und neue therapeutische Ans\u00e4tze zu identifizieren und zu entwickeln. Entscheidend ist, dass wir diese M\u00f6glichkeiten schnell und verantwortungsvoll in die klinische Forschung und Versorgung \u00fcbertragen \u2013 damit aus technologischer Innovation ein konkreter Fortschritt f\u00fcr unsere Patientinnen und Patienten wird.\u201c<\/p>\n<p>AI4CancerCure.NRW b\u00fcndelt die Kompetenzen der beteiligten Standorte in Nordrhein-Westfalen und soll gemeinsame Entwicklungen erm\u00f6glichen. Das Land Nordrhein-Westfalen will durch die Gro\u00dfinvestition die universit\u00e4ren Zentren im Land k\u00fcnftig im Bereich der Pr\u00e4zisionsonkologie noch exzellenter positionieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnster (ukm\/aw) &#8211; K\u00fcnstliche Intelligenz bietet gro\u00dfe Chancen, Krebserkrankungen pr\u00e4ziser zu diagnostizieren und Behandlungen st\u00e4rker auf die individuellen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":916398,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1843],"tags":[3364,29,66388,30,2782,200641,8970,1209,5162,37960],"class_list":["post-1280319","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenster","tag-de","tag-deutschland","tag-fakultaet","tag-germany","tag-medizinische","tag-medizinische-fakultaet","tag-muenster","tag-nordrhein-westfalen","tag-universitaet","tag-universitaet-muenster"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117213223017095253","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1280319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1280319"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1280319\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/916398"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1280319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1280319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1280319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}