{"id":1281542,"date":"2026-09-05T04:32:15","date_gmt":"2026-09-05T04:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1281542\/"},"modified":"2026-09-05T04:32:15","modified_gmt":"2026-09-05T04:32:15","slug":"jedes-fuenfte-unternehmen-spuert-hybride-bedrohung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1281542\/","title":{"rendered":"Jedes f\u00fcnfte Unternehmen sp\u00fcrt hybride Bedrohung"},"content":{"rendered":"<p>Jedes f\u00fcnfte Unternehmen in Deutschland sp\u00fcrt nach eigenen Angaben Auswirkungen sogenannter hybrider Bedrohungen aus dem Ausland. Darunter fallen unter anderem Cyberangriffe, Desinformation, Spionage und Sabotage, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Unternehmen sind dadurch etwa veranlasst, den Werkschutz zu verbessern, oder sie sind durch Vorf\u00e4lle eingeschr\u00e4nkt im operativen Gesch\u00e4ft.\u00a0 <\/p>\n<p>Das Institut hatte 1.041 Unternehmen befragt. Besonders die gr\u00f6\u00dferen mit mehr als 250 Besch\u00e4ftigten sp\u00fcren demnach die hybride Bedrohung. Nach Branchen betrachtet nehmen Information und Kommunikation die gr\u00f6\u00dften Risiken wahr, gefolgt von Energie- und Wasserversorgung sowie Entsorgung.\u00a0<\/p>\n<p>Unter hybriden Angriffen versteht man eine Kombination aus milit\u00e4rischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln. Dazu z\u00e4hlen auch Cyberattacken und Desinformationskampagnen, um die \u00f6ffentliche Meinung etwa vor Wahlen zu beeinflussen.\u00a0 <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Operationsplan gefordert\u00a0 <\/p>\n<p>Siemens-Energy-Chef Christian Bruch hatte j\u00fcngst der Deutschen Presse-Agentur gesagt, die Bedrohungslage habe \u00fcber die letzten 12 bis 18 Monate deutlich zugenommen. Er fordert einen zivilen Operationsplan, um auf Krisenf\u00e4lle reagieren zu k\u00f6nnen \u2013 zum Schutz der Strom- oder der Wasserinfrastruktur sowie der Versorgung mit Lebensmitteln.\u00a0 <\/p>\n<p>Die Wirtschaftsforscher des IW folgern aus ihren Befunden: \u201eDies erfordert eine neue Abwehrbereitschaft.\u201c Zwar h\u00e4tten viele Unternehmen die Investitionen in die IT-Sicherheit und die digitale Infrastruktur erh\u00f6ht. Doch nur ein kleiner Teil habe seine Energieversorgung besser abgesichert oder Notfallpl\u00e4ne f\u00fcr den Ausfall kritischer Infrastruktur angelegt.\u00a0 <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Warnung vor Destabilisierung\u00a0 <\/p>\n<p>Es fehle an Austausch mit den Sicherheitsbeh\u00f6rden und vielfach auch an einem wirksamen Werkschutz. Die Regelungen seien uneinheitlich und Abstimmungswege diffus. Ein im M\u00e4rz f\u00fcr einen besseren Schutz in Kraft getretenes Kritis-Dachgesetz bleibe noch hinter den Anforderungen zur\u00fcck.\u00a0 <\/p>\n<p>Das IW warnt: \u201eDie mangelnde Vorbereitung hat eine destabilisierende Wirkung auf die Funktionsf\u00e4higkeit von Wirtschaft und Gesellschaft.\u201c Angriffe verursachten erhebliche Kosten, erh\u00f6hten die Unsicherheit und k\u00f6nnten zu Produktionsausf\u00e4llen f\u00fchren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jedes f\u00fcnfte Unternehmen in Deutschland sp\u00fcrt nach eigenen Angaben Auswirkungen sogenannter hybrider Bedrohungen aus dem Ausland. 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