{"id":1281711,"date":"2026-09-05T06:31:17","date_gmt":"2026-09-05T06:31:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1281711\/"},"modified":"2026-09-05T06:31:17","modified_gmt":"2026-09-05T06:31:17","slug":"makro-magie-und-geometrie-die-bilder-der-woche-36","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1281711\/","title":{"rendered":"Makro, Magie und Geometrie: Die Bilder der Woche 36"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Makro, Magie und Geometrie: Die Bilder der Woche 36<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Macro-magic-and-geometry-The-pictures-of-week-36-11441458.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Ein Insekt in extremer Nahsicht, ein Mond \u00fcber D\u00fcsseldorf, brennendes Eis \u2013 die sieben Bilder dieser Woche haben eines gemeinsam: Sie zeigen Vertrautes auf ungewohnte Weise. Ob Natur, Stadt oder Stillleben \u2013 jede Aufnahme setzt einen eigenen Akzent und erz\u00e4hlt auf ihre Art davon, wie Fotografie den Blick sch\u00e4rfen kann.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist dabei auch die Freude am Kontrast: W\u00e4rme trifft auf K\u00fchle, Farbe auf reduziertes Schwarz-Wei\u00df, organische Formen auf grafische Strenge. Mal entfaltet sich die Wirkung eines Bildes durch einen einzigen Farbakzent oder einen geschwungenen Riss, mal durch Symmetrie, Fluchtlinien und geometrische Fl\u00e4chen. Die Aufnahmen dieser Woche zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich Fotografinnen und Fotografen ein Motiv interpretieren k\u00f6nnen und welche Ausdruckskraft in einem einzigen, pr\u00e4zise beobachteten Moment steckt.<\/p>\n<p><strong>Die Fliege von khan<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/9\/0\/1\/0\/2908_Die-Fliege-fe5894a42f293ae7.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2514\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3333 \/ 2514; object-fit: cover;\" width=\"3333\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Die Fliege<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/khan-93569\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">khan<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Diese Makroaufnahme r\u00fcckt eine Fliege auf einem vertrockneten Pflanzenzweig in beeindruckende Nahsicht und offenbart feinste Strukturen von Borsten, Facettenaugen und transparenten Fl\u00fcgeln. Der warme, cremig-orangefarbene Hintergrund erzeugt eine gleichm\u00e4\u00dfige Negativfl\u00e4che, die das Insekt als dunkle Silhouette kontrastreich hervorhebt \u2013 ein klassisches Mittel der Makrofotografie, um das Motiv vom Umfeld zu isolieren. Das r\u00f6tlich schimmernde Facettenauge setzt einen subtilen Farbakzent und bildet den visuellen Ankerpunkt der gesamten Komposition.<\/p>\n<p><strong>Im Mondschein von christof (1)<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/9\/0\/1\/0\/3008_Im-Mondschein-7cbf1375bd241647.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2778\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1892 \/ 2778; object-fit: cover;\" width=\"1892\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Im Mondschein<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/christof-1-649477\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">christof (1)<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Der D\u00fcsseldorfer Rheinturm dominiert hier die rechte Bildh\u00e4lfte, er zieht eine markante Vertikale vom unteren Bildrand bis fast zur Oberkante. Links davon schwebt der Mond als heller Kreis im gleichm\u00e4\u00dfig grauen Himmel und bildet ein visuelles Gegengewicht zum massiven Turm \u2013 ein klassisches Spiel der asymmetrischen Balance. Der schmale Horizont mit Hochhaus, Baukran und einer einzelnen menschlichen Silhouette verankert das Bild im unteren F\u00fcnftel und betont die vertikale Weite. Gerade diese winzige Figur liefert den entscheidenden Ma\u00dfstab und verwandelt die Aufnahme in eine stille Studie \u00fcber Proportion und urbane Einsamkeit.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><strong>Tropfen auf zerbrechlichem Grund von CR09<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/9\/0\/1\/0\/3108_Tropfen-auf-zerbrechlichem-Grund-03de8f30afd0776f.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2200\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3333 \/ 2200; object-fit: cover;\" width=\"3333\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Tropfen auf zerbrechlichem Grund<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/CR09-1612259\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">CR09<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Blatt f\u00fcllt die gesamte Bildfl\u00e4che aus und wird so zur minimalistischen B\u00fchne f\u00fcr ein Spiel aus Formen und Strukturen. Der zentrale, gro\u00dfe, flache und linsenf\u00f6rmige Wassertropfen erzeugt visuelles Gewicht im oberen Bilddrittel, w\u00e4hrend zahlreiche kleinere Tropfen wie Perlen \u00fcber die Fl\u00e4che verteilt f\u00fcr eine rhythmische Wiederholung sorgen. Ein dunkler Riss zieht sich geschwungen durch das rechte Bildfeld und durchbricht die gleichm\u00e4\u00dfige Gr\u00fcnfl\u00e4che mit einer beinahe kalligrafischen Linie. Hier verschmelzen Makrofotografie und Fine-Art-\u00c4sthetik zu einer Komposition, die Verg\u00e4nglichkeit und Sch\u00f6nheit in einem einzigen Detail verdichtet.<\/p>\n<p><strong>der klassische Blick von Bernd Seibel<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/9\/0\/1\/0\/0109_der-klassische-Blick-030ee16cb0e4013d.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2225\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3333 \/ 2225; object-fit: cover;\" width=\"3333\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>der klassische Blick<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/Bernd-Seibel-538432\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Bernd Seibel<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Vom Markusplatz aus reihen sich mehrere abgedeckte Gondeln an ihren Anlegepf\u00e4hlen auf. Dahinter erstreckt sich die Lagune mit der Insel San Giorgio Maggiore. Der markante Campanile und die Kuppel der gleichnamigen Kirche zeichnen sich als helle Silhouette gegen den Himmel ab. M\u00e4chtige Wolkent\u00fcrme dominieren die obere Bildh\u00e4lfte und werden von einzelnen Sonnenstrahlen durchbrochen, die auf das Wasser treffen. Eine Laterne am linken Bildrand und ein Holzsteg erg\u00e4nzen die Szenerie. Durch die Schwarz-Wei\u00df-Bearbeitung wird die dramatische Lichtstimmung betont und dem vertrauten Venedig-Motiv eine zeitlose Wirkung verliehen.<\/p>\n<p><strong>Feuer und Eis von Tenno61<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/9\/0\/1\/0\/0209_Feuer-und-Eis-6ad468bc7e57ce50.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2778\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2083 \/ 2778; object-fit: cover;\" width=\"2083\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Feuer und Eis<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/Tenno61-1490596\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Tenno61<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Kann ein Eisw\u00fcrfel brennen? Offensichtlich ja, und dabei sieht es auch noch spektakul\u00e4r aus. Lodernde Flammen tanzen auf einem Eisblock, der auf einer spiegelnden Fl\u00e4che thront und sein feuriges Abbild nach unten wirft. Inspiriert von Willy Bogners Sportfilmen aus den 1980er-Jahren bringt dieses Experiment zwei Gegens\u00e4tze in einem Bild zusammen, die eigentlich nicht zusammengeh\u00f6ren. Das Ergebnis ist pures visuelles Drama vor pechschwarzem Hintergrund.<\/p>\n<p><strong>Pool von NilsSch<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/9\/0\/1\/0\/0309_Pool-d11c03c6a9655082.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2222\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3333 \/ 2222; object-fit: cover;\" width=\"3333\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Pool<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/NilsSch-430420\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">NilsSch<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Aus der Vogelperspektive zeigt dieses Bild die Ecke eines Swimmingpools mit t\u00fcrkisfarben gefliesten W\u00e4nden und kristallklarem Wasser. Dicht beieinander treiben vier gestreifte Schwimmreifen Wei\u00df an der Poolkante. Daneben erstreckt sich eine breite Einfassung aus hellem Granit, die links von einem sattgr\u00fcnen Rasenstreifen begrenzt wird. Die abstrakte Aufteilung in Farbfl\u00e4chen \u2013 Gr\u00fcn, Grau und T\u00fcrkis \u2013 verleiht der sommerlichen Szene eine grafische Ruhe. Es sind keine Menschen zu sehen, der Fokus liegt ganz auf Geometrie, Struktur und den kreisf\u00f6rmigen Mustern der Reifen.<\/p>\n<p><strong>Weg von Beauce69<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/9\/0\/1\/0\/0409_Weg-e4bbdbcbab4c9065.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2778\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1564 \/ 2778; object-fit: cover;\" width=\"1564\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Weg<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/Beauce69-1874623\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Beauce69<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Ein einges\u00e4umter Weg zieht sich in strenger Zentralperspektive \u00fcber den Sand und leitet den Blick unaufhaltsam zu den D\u00fcnen am Horizont. Die symmetrisch angeordneten Pfosten erzeugen Fluchtlinien und strukturieren das Bild. Die harten Schatten der Pfosten betonen die Textur und Plastizit\u00e4t des nassen Sandes und erzeugen einen kraftvollen Kontrast zwischen Licht und Dunkelheit. Durch den Verzicht auf Farbe wird die Szene auf Formen, Tonwerte und Linien reduziert. Auf diese Weise erh\u00e4lt die weite Strandlandschaft eine grafische Strenge und der schlichte Weg wird zu einem visuellen Sog in die Tiefe.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:vat@heise.de\" title=\" Hendrik Vatheuer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">vat<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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