{"id":1281726,"date":"2026-09-05T06:41:19","date_gmt":"2026-09-05T06:41:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1281726\/"},"modified":"2026-09-05T06:41:19","modified_gmt":"2026-09-05T06:41:19","slug":"genetische-analysen-abstammung-ausgestorbener-grosskatze-geklaert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1281726\/","title":{"rendered":"Genetische Analysen: Abstammung ausgestorbener Gro\u00dfkatze gekl\u00e4rt"},"content":{"rendered":"<p>Genetische AnalysenAbstammung ausgestorbener Gro\u00dfkatze gekl\u00e4rt<\/p>\n<p>05.09.2026, 07:25 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(03:23 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Gepard oder Puma_ Analyse kl\u00e4rt Abstammung von amerikanischer Gro.webp\" alt=\"Gepard oder Puma_ Analyse kl\u00e4rt Abstammung von amerikanischer Gro\"\/>So k\u00f6nnte die Gro\u00dfkatze vor langer Zeit bei der Jagd nach einer Antilope ausgesehen haben. (Foto: By Velizar Simeonovski)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Vor Tausenden Jahren lebte eine Gro\u00dfkatze namens Miracinonyx trumani im heutigen Nordamerika. Durch eine Analyse der Gene kann nun nicht nur deren Abstammung, sondern auch deren Lebensraum und die Art ihrer Ern\u00e4hrung gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Gepard oder Puma? Lange Zeit galt die schon seit Jahrtausenden ausgestorbene nordamerikanische Gro\u00dfkatze Miracinonyx trumani als amerikanischer Gepard. Nun kl\u00e4rt eine genetische Analyse die tats\u00e4chliche Abstammung: Demnach ist die Art eng mit dem Puma verwandt, mit dem Gepard dagegen nur sehr entfernt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Es ist sehr schwer, sich eine pr\u00e4historische Art vorzustellen, die wir noch nie gesehen haben, ohne sie mit etwas Bekanntem zu vergleichen&#8220;, sagt Erstautorin Molly Cassatt-Johnstone von der University of California in Santa Cruz. &#8222;Doch dieser Ansatz kann unser Verst\u00e4ndnis von der Komplexit\u00e4t, der besonderen Evolutionsgeschichte und dem Verhalten altert\u00fcmlicher Tiere begrenzen.&#8220;<\/p>\n<p>Miracinonyx trumani lebte bis vor etwa 16.000 Jahren<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Etliche fossile Funde zeigen, dass M. trumani \u00fcber Millionen Jahre durch das nordamerikanische Grasland streifte &#8211; von vor etwa 2,5 Millionen Jahren bis vor etwa 16.000 Jahren, als die letzte Kaltzeit endete. Die Tiere wurden demnach etwa 70 Kilogramm schwer, bei einer Schulterh\u00f6he von knapp einem Meter und einer Gesamtl\u00e4nge &#8211; also bis zur Schwanzspitze &#8211; von fast zweieinhalb Metern.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die bisherige Interpretation st\u00fctzte sich auf das Erscheinungsbild des Tiers, das mit einem sehr schlanken Rumpf, langen Vorderl\u00e4ufen und gro\u00dfen Nasenh\u00f6hlen auff\u00e4llig dem Gepard (Acinonyx jubatus) glich, dessen urspr\u00fcngliche Verbreitungsgebiete allerdings nur Afrika sowie Vorder- und Teile S\u00fcdasiens waren. Zudem wurden \u00dcberreste des ausgestorbenen J\u00e4gers zusammen mit Knochen von Gabelb\u00f6cken gefunden, die afrikanischen Antilopen \u00e4hneln.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Forschungsteam analysierte nun das Erbgut von vier Tieren, die im US-Bundesstaat Wyoming sowie im Yukon-Territorium im Norden von Kanada gefunden wurden und die vor 23.000 bis 31.000 Jahren lebten. Die im <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.cell.com\/current-biology\/fulltext\/S0960-9822(26)01003-1\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Fachjournal &#8222;Current Biology&#8220; <\/a>ver\u00f6ffentlichte Untersuchung ergab \u00fcberraschenderweise zun\u00e4chst, dass alle vier Tiere derselben Art angeh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Die im Norden lebenden Tiere fra\u00dfen fast ausschlie\u00dflich Fisch<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Damit erstreckte sich der Lebensraum von M. trumani also viel weiter &#8211; gut 2.000 Kilometer &#8211; nach Norden als bislang bekannt. Zudem ergab der DNA-Abgleich mit neun anderen Arten aus der Familie der Katzen (Felidae), dass der letzte gemeinsame Ahne von M. trumani und heutigen Geparden vor etwa 4,7 Millionen Jahren lebte. Der n\u00e4chste Verwandte der Gro\u00dfkatze ist demnach der in ganz Amerika verbreitete Puma (Puma concolor). Der letzte gemeinsame Vorfahre dieser beiden Arten lebte demnach vor etwa 2,6 Millionen Jahren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Anhand von Untersuchungen von Stickstoff-Isotopen schloss das Team auch auf die damalige Ern\u00e4hrung der Tiere &#8211; mit \u00fcberraschendem Resultat. W\u00e4hrend das in Wyoming gefundene Tier sich vom Fleisch von Pflanzenfressern ern\u00e4hrte, jagten die drei weiter n\u00f6rdlich gefundenen Tiere fast ausschlie\u00dflich Fische wie etwa Lachse. Durch diese extreme Anpassungsf\u00e4higkeit konnten die Tiere in unterschiedlichsten Lebensr\u00e4umen von den Subtropen &#8211; im heutigen US-Bundesstaat Florida &#8211; bis in die Arktis \u00fcberleben.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Walter Willems, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Genetische AnalysenAbstammung ausgestorbener Gro\u00dfkatze gekl\u00e4rt 05.09.2026, 07:25 Uhr Artikel anh\u00f6ren(03:23 min) So k\u00f6nnte die Gro\u00dfkatze vor langer Zeit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1281727,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[6425,752,26270,65617,65618,13,14,15,12,1886,10,8,9,11,103,104],"class_list":["post-1281726","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-archaeologie","tag-bildung","tag-dna","tag-fossilien","tag-fundsache","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-tiere","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-welt","tag-world"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117217073110054844","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1281726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1281726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1281726\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1281727"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1281726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1281726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1281726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}