{"id":1282150,"date":"2026-09-05T11:24:33","date_gmt":"2026-09-05T11:24:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1282150\/"},"modified":"2026-09-05T11:24:33","modified_gmt":"2026-09-05T11:24:33","slug":"die-mieten-wahnsinnig-was-die-menschen-in-tempelhof-von-der-berlin-wahl-erwarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1282150\/","title":{"rendered":"\u201eDie Mieten \u2013 wahnsinnig\u201c: Was die Menschen in Tempelhof von der Berlin-Wahl erwarten"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Wer vom n\u00f6rdlichen Sch\u00f6neberg\u00a0 nach Lichtenrade f\u00e4hrt, durchquert einen Bezirk, der sich nur schwer auf einen gemeinsamen Nenner bringen l\u00e4sst. Im Norden dicht bebaute Gr\u00fcnderzeitviertel und Gro\u00dfstadtverkehr, weiter s\u00fcdlich Kleing\u00e4rten, Einfamilienh\u00e4user und ruhigere Stra\u00dfen. Dazwischen liegt Tempelhof mit dem ehemaligen Flughafen und einer Freifl\u00e4che, um die Berlin seit Jahren streitet.\n            <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/cad7494a-289b-4373-8a3a-08c5ff21139b.jpg\"   alt=\"Am Tag der Sonnenfinsternis Mitte August flanieren Menschenmassen \u00fcber das (noch) unbebaute Tempelhofer Feld.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Am Tag der Sonnenfinsternis Mitte August flanieren Menschenmassen \u00fcber das (noch) unbebaute Tempelhofer Feld.\" data-source=\"dts Nachrichtenagentur\/imago\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Am Tag der Sonnenfinsternis Mitte August flanieren Menschenmassen \u00fcber das (noch) unbebaute Tempelhofer Feld.\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 dts Nachrichtenagentur\/imago<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Rund 358.000 Menschen waren Ende Juni 2026 in Tempelhof-Sch\u00f6neberg gemeldet. Auch politisch liegen hier unterschiedliche Berliner Milieus nah beieinander: Bei der Abgeordnetenhauswahl 2023 gewannen Gr\u00fcne und SPD die drei n\u00f6rdlichen Wahlkreise, die CDU s\u00e4mtliche vier Wahlkreise von Tempelhof s\u00fcdw\u00e4rts.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Am 20. September w\u00e4hlt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Die Berliner Zeitung will wissen, was die Menschen kurz vor der Wahl besch\u00e4ftigt. Was funktioniert in der Stadt, was nicht, und was erwarten sie von der n\u00e4chsten Regierung? Und, weil es fast schon zum Kiez geh\u00f6rt: Wie stehen sie zum Tempelhofer Feld\u00a0\u2013 bebauen oder nicht bebauen?\n            <\/p>\n<p>            \u201eEine gro\u00dfe Katastrophe f\u00fcr das Zusammenwohnen\u201c<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              \u201eBitte nur kurz, ich habe nicht viel Zeit\u201c, sagt Mira Schleimig. Sie ist 32 Jahre alt, Kommunikationsdesignerin und lebt eigentlich in Neuk\u00f6lln. In Tempelhof arbeitet sie. Wie jeden Werktag ist sie auch an jenem Dienstag w\u00e4hrend ihrer Mittagspause unterwegs. Viel Zeit braucht sie nicht, um zu sagen, was aus ihrer Sicht in Berlin schiefl\u00e4uft. Als Erstes nennt sie nicht die Mieten und nicht den Verkehr, sondern die Kultur.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              \u201eDer Abbau von Kulturunterst\u00fctzung und Kultureinrichtungen, die Etatk\u00fcrzungen bei kulturellen Einrichtungen und der Kulturf\u00f6rderung ist eine gro\u00dfe Katastrophe f\u00fcr das Zusammenwohnen\u201c, sagt sie. Dazu k\u00e4men Einschnitte bei der Infrastruktur. In Neuk\u00f6lln bemerke sie das etwa bei der Stra\u00dfenreinigung. Und dann sei da nat\u00fcrlich \u201edas gro\u00dfe Thema Wohnen\u201c.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Tempelhof selbst erlebt sie anders als ihren Heimatkiez. Ruhiger, vielleicht auch etwas g\u00fcnstiger, gleichzeitig fehlten ihr Restaurants und Orte, an denen man sich gerne l\u00e4nger aufh\u00e4lt. Berlin kennt sie seit vier Jahren, urspr\u00fcnglich kommt sie aus S\u00fcdhessen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Von der n\u00e4chsten Landesregierung erwartet sie vor allem einen anderen Kurs beim Klima\u00a0\u2013 besonders die Verkehrspolitik der CDU st\u00f6rt sie. Die starke Betonung des Autos passe f\u00fcr sie nicht zu einer dicht besiedelten Stadt und schon gar nicht zum Ziel der Klimaneutralit\u00e4t.\n            <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3285f543-7b03-4471-bf49-2c04d81fdf86.jpg\"   alt=\"Mira Schleimig ist jung, hip und kulturafin.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Mira Schleimig ist jung, hip und kulturafin.\" data-source=\"Benjamin Pritzkuleit\/Berliner Zeitung\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Mira Schleimig ist jung, hip und kulturafin.\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 Benjamin Pritzkuleit\/Berliner Zeitung<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Vom Letzteren kommt sie schnell auf das wohl wichtigste Streitthema nicht nur im Kiez, sondern in ganz Berlin zu sprechen: das Tempelhofer Feld. Ihre Haltung ist eindeutig: \u201eNicht bebauen! Es ist einfach total sch\u00f6n, in so einer eng besiedelten Stadt so eine gro\u00dfe Naturfl\u00e4che zu haben.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Auch eine Bebauung nur am Rand w\u00fcrde sie nicht \u00fcberzeugen. Es finge\u00a0 vielleicht mit wenigen H\u00e4usern an, sagt sie, doch dabei werde es nicht bleiben. Am Ende w\u00fcrde man \u201ealles einrei\u00dfen, was das Feld ausmacht\u201c und dort \u201ewieder diese hasenschartenartigen Luxuspenthouses hinstellen, die keiner haben m\u00f6chte, die v\u00f6llig totgebaut sind\u201c.\n            <\/p>\n<p>            Ein Feld und die Wohnungsfrage<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Das Tempelhofer Feld ist Sportplatz, Fahrradstrecke, Liegewiese und Treffpunkt und zugleich eine riesige freie Fl\u00e4che mitten in einer Stadt, in der Wohnraum knapp und teuer ist.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Im Wahlkampf ist das Feld, das Tempelhofer Freiheit genannt wurde, deshalb erneut zum Politikum geworden. Der CDU-Spitzenkandidat <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/freiheit-statt-islamismus-wie-rechts-und-konservativ-ist-berlin-10264795\" bis_size=\"{&quot;x&quot;:161,&quot;y&quot;:2411,&quot;w&quot;:85,&quot;h&quot;:18,&quot;abs_x&quot;:161,&quot;abs_y&quot;:2525}\" rel=\"nofollow noopener\">Stefan Evers<\/a> will eine Randbebauung mit mehr als 20.000 Wohnungen erm\u00f6glichen. Der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach lehnt eine Bebauung dagegen ab. Berlin brauche die Fl\u00e4che als \u201egr\u00fcne Lunge\u201c, erkl\u00e4rte er im Juli. Damit verl\u00e4uft die Front sogar innerhalb der noch regierenden schwarz-roten Koalition\u00a0\u2013 eine Regierung, mit der so mancher Berliner zufrieden ist.\n            <\/p>\n<p>            \u201eGanzes Leben schon in Tempelhof\u201c<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              \u201eIhr Mann war mal mein Chef vor 30 Jahren\u201c, witzelt Peter Kinzel, 72, der mit seiner Bekannten Matis Karen, 86, unterwegs ist, als die Berliner Zeitung den ehemaligen Maler auf die Berlin-Wahl anspricht. Beide Rentner sind treue CDU-W\u00e4hler. \u201eDie letzte Regierung war doch ganz gut eigentlich\u201c, meint Karen. Die Gr\u00fcnen findet sie auch \u201eganz gut\u201c, nur: \u201eWas sollen sie machen? Noch mehr B\u00e4ume pflanzen?\u201c Sie lacht.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Als es um die Natur geht, sprechen die Rentner auch \u00fcber das Tempelhofer Feld. Anders als Schleimig sagen Kinzel und Karen: \u201eBebauen! Unbedingt bebauen!\u201c Karen lebt ihr Leben lang im Kiez. Sie meint: \u201e\u00dcberall ist Wohnungsnot. Den Rand k\u00f6nnen die doch bebauen. In der Mitte dann Spielpl\u00e4tze, Parkanlage.\u201c Kinzel ist derselben Auffassung.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Kinzel und Karen haben das Tempelhofer Feld in all seinen Ver\u00e4nderungen erlebt. Als sie Kinder waren, war der Flughafen noch St\u00fctzpunkt der Amerikaner und f\u00fcr viele West-Berliner das Tor in den Westen. Karen etwa war 21, als 1961 die Mauer gebaut wurde, und 49, als sie fiel.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Beide Rentner erlebten die Wiedervereinigung, den Abzug der Amerikaner und schlie\u00dflich 2008 die Schlie\u00dfung des Flughafens. Vielleicht sind sie deshalb offener f\u00fcr die Ver\u00e4nderung des ehemaligen Flughafens, weil ihnen alles, was Ver\u00e4nderung bedeutet, vertraut zu sein scheint \u2013 vertrauter als anderen Berlinern. Mit dieser Haltung sind die beiden in den Gespr\u00e4chen allerdings ziemlich allein.\n            <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6d156c06-da32-4bd8-9fc0-f4df6caf9e0f.jpg\"   alt=\"Keine Zugezogenen: Matis Karen und Peter Kinzel sind Urberliner.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Keine Zugezogenen: Matis Karen und Peter Kinzel sind Urberliner.\" data-source=\"Benjamin Pritzkuleit\/Berliner Zeitung\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Keine Zugezogenen: Matis Karen und Peter Kinzel sind Urberliner.\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 Benjamin Pritzkuleit\/Berliner Zeitung<\/p>\n<p>            Mit dieser Haltung sind die beiden allein<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Juliane Meinhold ist 49 Jahre alt und arbeitet f\u00fcr einen Wohlfahrtsverband. Auch sie nennt zun\u00e4chst zwei Themen, die aus ihrer Sicht \u201eauf der Hand liegen\u201c: Mieten und Verkehr. Politisch sei in den vergangenen Jahren \u201eviel zu wenig progressiv\u201c gehandelt worden.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Beim Tempelhofer Feld muss Meinhold ebenfalls nicht lange \u00fcberlegen: \u201eAuf keinen Fall bebauen\u201c, denn es sei \u201eein absoluter Gewinn f\u00fcr Berlin\u201c. Die Fl\u00e4che habe nicht nur einen gesellschaftlichen und sozialen Wert, sondern sei auch f\u00fcr das Stadtklima wichtig, und auch f\u00fcr \u201eFreizeit und Erholung\u201c. Wohnungsbau brauche Berlin trotzdem \u2013 nur eben an anderer Stelle.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Meinhold nennt Flachbauten, die sich m\u00f6glicherweise aufstocken lie\u00dfen, h\u00f6heres Bauen. Es gebe \u201eBrachen in Berlin, die man sinnvoll bebauen kann\u201c und andere Fl\u00e4chen, die f\u00fcr Neubauten genutzt werden k\u00f6nnen, sagt Meinhold, die seit 30 Jahren in Berlin lebt, voller \u00dcberzeugung. Ihre grunds\u00e4tzliche \u00dcberzeugung steht fest: \u201eEs gibt genug jenseits des <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/bebauung-des-tempelhofer-feldes-werden-die-anwohner-verlieren-und-gewinnt-berlin-10038460\" rel=\"nofollow noopener\">Tempelhofer Feldes<\/a>.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Debatte d\u00fcrfte auch nach der Wahl weitergehen. Zu dem Feld l\u00e4uft das Beteiligungsverfahren, parallel werden Nutzung, Naturschutz und eine m\u00f6gliche Entwicklung diskutiert.\n            <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3bb5484c-98cc-4c2f-ad9c-30ed613d52c9.jpg\"   alt=\"Juliane Meinhold flaniert in ihrer Mittagspause in Alt-Tempelhof.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Juliane Meinhold flaniert in ihrer Mittagspause in Alt-Tempelhof.\" data-source=\"Benjamin Pritzkuleit\/Berliner Ze\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Juliane Meinhold flaniert in ihrer Mittagspause in Alt-Tempelhof.\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 Benjamin Pritzkuleit\/Berliner Ze<\/p>\n<p>            Ein Bezirk, zwei politische Welten<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Dass gerade hier so grunds\u00e4tzlich \u00fcber die Zukunft einer Fl\u00e4che gestritten wird, passt zu Tempelhof-Sch\u00f6neberg. Politisch besteht der Bezirk fast aus zwei Welten.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Bei der Wiederholungswahl 2023 holten die Gr\u00fcnen die Direktmandate in Sch\u00f6neberg-Nord und Sch\u00f6neberg-S\u00fcd, die SPD gewann Friedenau. Ab Tempelhof \u00e4nderte sich das Bild: Dort setzte sich die CDU durch, ebenso in Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade. Im s\u00fcdlichsten Wahlkreis erreichte der CDU-Kandidat Christian Zander 49,6 Prozent der Erststimmen. Bezirksweit war die CDU mit 31,1 Prozent der Zweitstimmen st\u00e4rkste Kraft, vor den Gr\u00fcnen mit 21,7 und der SPD mit 19,9 Prozent.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Dass sich die Mehrheiten verschieben k\u00f6nnen, zeigte die Bundestagswahl 2025. CDU, Gr\u00fcne, SPD und Linke lagen im Bezirk relativ dicht beieinander. Besonders knapp fiel das Rennen um das Direktmandat aus: Moritz Heuberger von den Gr\u00fcnen gewann mit 24,7 Prozent vor dem CDU-Kandidaten Jan-Marco Luczak mit 24,6 Prozent. Gerade einmal 66 Stimmen trennten beide.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Bei der <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/weniger-parteien-bei-der-berliner-wahl-nur-21-listen-eingereicht-fuer-das-abgeordnetenhaus-10202500\" bis_size=\"{&quot;x&quot;:96,&quot;y&quot;:4591,&quot;w&quot;:86,&quot;h&quot;:18,&quot;abs_x&quot;:96,&quot;abs_y&quot;:4705}\" rel=\"nofollow noopener\">Berlin-Wahl<\/a> geht es nun wieder um andere Mehrheiten. 2023 verlief die politische Trennlinie ziemlich genau zwischen dem Norden und dem S\u00fcden des Bezirks. Ob sie am 20. September noch genauso verl\u00e4uft, wird sich zeigen. Auf der Stra\u00dfe spielen solche parteipolitischen Unterschiede allerdings eine geringere Rolle.\n            <\/p>\n<p>            \u201eDas ist materielles \u00dcberleben\u201c<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Bei Juliane Meinhold l\u00e4uft vieles auf eine soziale Frage hinaus. Was sollte eine neue Regierung zuerst tun? Ihre Antwort f\u00e4llt deutlich aus: Sie m\u00fcsse sich \u201eder existenziellen Problematiken von Menschen annehmen\u201c.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              \u201eDas ist materielles \u00dcberleben. Das ist Wohnen, das ist sozialer Zusammenhalt und soziale Absicherung\u201c, sagt Meinhold. \u201eIch denke, das sind die wichtigsten Themen. Die sollten Priorit\u00e4t haben.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Wohnen wird damit zu mehr als der Frage, ob am Rand des Tempelhofer Feldes H\u00e4user stehen sollen. Es geht auch um die Menschen, die l\u00e4ngst eine Wohnung haben und zunehmend Schwierigkeiten haben, sie zu bezahlen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Das erleben Susanne und Robin Steege. Beide sind in ihren 60ern und kommen regelm\u00e4\u00dfig nach Berlin. \u201eWir haben hier unseren Zweitwohnsitz und ich bin geb\u00fcrtiger Berliner\u201c, sagt Steege, der vor seiner Rente im IT-Bereich t\u00e4tig war.\n            <\/p>\n<p>            Berlin\u00a0\u2013 eine tolle Stadt<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              \u201eWir lieben Berlin!\u201c An der Hauptstadt sch\u00e4tzen die beiden vor allem die Menschen. Sie seien \u201eoffen und freundlich\u201c. Sie m\u00f6gen, \u201ewie sie sind, wie sie aufeinander zugehen\u201c. Doch auch sie kommen schnell auf Dinge zu sprechen, die ihnen Sorgen machen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Wie schon Mira Schleimig nennen sie die K\u00fcrzungen im Kulturbereich. \u201eDas ist das, was Berlin unter den Hauptst\u00e4dten in Europa, glaube ich, wirklich herausragend macht\u201c, sagen die beiden \u00fcber die Kultur. \u201eSchade, wenn es weg ist oder zur\u00fcckgefahren wird.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Und dann sind da wieder die Mieten. \u00dcber ihre Tochter bekommen sie mit, wie stark sie gestiegen seien. \u201e<a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/neuvertragsmieten-vdp-berlin-wohnungsmarkt-mieten-immobilienpreise-10277841\" bis_size=\"{&quot;x&quot;:228,&quot;y&quot;:6218,&quot;w&quot;:74,&quot;h&quot;:18,&quot;abs_x&quot;:228,&quot;abs_y&quot;:6332}\" rel=\"nofollow noopener\">Die Mieten<\/a> \u2013 wahnsinnig\u201c, sagt sie. \u201eIch finde das einfach nicht angebracht.\u201c\n            <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/da907f6a-fe9e-4e87-ac53-08f1eed912fa.jpg\"   alt=\"Aus Mainz, doch viel lieber in Berlin: Susanne und Robin Steege\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Aus Mainz, doch viel lieber in Berlin: Susanne und Robin Steege\" data-source=\"Benjamin Pritzkuleit\/Berliner Zeitung\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Aus Mainz, doch viel lieber in Berlin: Susanne und Robin Steege\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 Benjamin Pritzkuleit\/Berliner Zeitung<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Von der n\u00e4chsten Regierung w\u00fcnschen sie sich ein Berlin, in dem Arm und Reich weiterhin zusammenleben k\u00f6nnen und Menschen mit wenig Geld nicht an den Rand gedr\u00e4ngt werden. Gleichzeitig m\u00fcsse die Stadt gr\u00fcner werden, Naturschutz und Wohnqualit\u00e4t m\u00fcssten st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Bei der kommenden Berlin-Wahl entscheiden die W\u00e4hler nicht unmittelbar \u00fcber die Zukunft des Tempelhofer Feldes. Sie entscheiden aber dar\u00fcber, wer k\u00fcnftig \u00fcber Wohnungsbau, Kultur, Verkehr und soziale Ausgaben in Berlin bestimmt.<\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer vom n\u00f6rdlichen Sch\u00f6neberg\u00a0 nach Lichtenrade f\u00e4hrt, durchquert einen Bezirk, der sich nur schwer auf einen gemeinsamen Nenner&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1282151,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[264235,296,22535,31,29,30,184,4846,16811],"class_list":["post-1282150","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-benjamin-pritzkuleit","tag-berlin","tag-berliner-zeitung","tag-cdu","tag-deutschland","tag-germany","tag-spd","tag-tempelhof","tag-tempelhofer-feld"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117218185809965967","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1282150","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1282150"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1282150\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1282151"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1282150"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1282150"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1282150"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}