{"id":1282292,"date":"2026-09-05T13:02:22","date_gmt":"2026-09-05T13:02:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1282292\/"},"modified":"2026-09-05T13:02:22","modified_gmt":"2026-09-05T13:02:22","slug":"hackerangriff-vorsaetzlich-geheimschutz-vorgaben-nicht-eingehalten-it-experte-wirft-berlin-fahrlaessigkeit-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1282292\/","title":{"rendered":"Hackerangriff: \u201eVors\u00e4tzlich Geheimschutz-Vorgaben nicht eingehalten\u201c \u2013 IT-Experte wirft Berlin Fahrl\u00e4ssigkeit vor"},"content":{"rendered":"<p>Bereits im vergangenen Jahr hatte IT-Experte Manuel Atug als Sachverst\u00e4ndiger im Berliner Innenausschuss vor eklatanten Sicherheitsl\u00fccken gewarnt. Das Land habe grob fahrl\u00e4ssig gehandelt, r\u00fcgt er.<\/p>\n<p class=\"c-inline-alert__description\">Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der IT-Experte Manuel Atug macht dem Land Berlin nach dem Hackerangriff und dem Abfluss gro\u00dfer Datenmengen schwere Vorw\u00fcrfe. \u201eDas Land Berlin hat grob fahrl\u00e4ssig gehandelt und vors\u00e4tzlich die Geheimschutz-Vorgaben nicht eingehalten\u201c, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. \u201eIch bin dar\u00fcber wirklich schockiert und sprachlos.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die Speicherung und Verarbeitung geheimer Verschlusssachen gebe es sehr strenge und genaue Vorschriften sowie mehrere Sicherheitsstufen. Offenbar seien diese nicht ausreichend angewandt worden.<\/p>\n<p>Atug ist Gr\u00fcnder und Sprecher der AG Kritis, einer unabh\u00e4ngigen Arbeitsgruppe, die sich mit kritischen Infrastrukturen besch\u00e4ftigt. Er arbeitet als Sicherheitsberater f\u00fcr kritische Infrastruktur. Unter kritischer Infrastruktur versteht man all jene Bereiche, deren Beeintr\u00e4chtigung oder Ausfall zu Versorgungsengp\u00e4ssen, St\u00f6rungen der \u00f6ffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen f\u00fchren kann. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise Energie, Informationstechnik, Transport, Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ern\u00e4hrung, Finanz- und Versicherungswesen, Staat und Verwaltung sowie Medien.<\/p>\n<p>Atug sagte, er sei zweimal als Sachverst\u00e4ndiger in den Berliner Innenausschuss geladen worden, einmal im Jahr 2023 und einmal 2025. Damals habe er die Zust\u00e4ndigen auf eklatante Sicherheitsl\u00fccken hingewiesen: \u201eIhr betreibt desolate Cybersicherheit. Ihr m\u00fcsst euch dringend um eure Sicherheitsprozesse k\u00fcmmern.\u201c Er habe gewarnt, dass eine Vernachl\u00e4ssigung der Sicherheit schwere Konsequenzen haben werde. \u201eGenau das ist jetzt eingetreten.\u201c<\/p>\n<p>Nach einem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung wurden am Freitag rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von 5,8 Terabyte im Darknet ver\u00f6ffentlicht. Die kriminelle Hackergruppe Rhysida hatte die Daten Mitte August unbemerkt abgezogen und ein L\u00f6segeld von 30 Bitcoin \u2013 umgerechnet rund zwei Millionen Euro \u2013 gefordert. Der Senat zahlte das L\u00f6segeld nicht.<\/p>\n<p>dpa\/jm<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bereits im vergangenen Jahr hatte IT-Experte Manuel Atug als Sachverst\u00e4ndiger im Berliner Innenausschuss vor eklatanten Sicherheitsl\u00fccken gewarnt. 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