{"id":128264,"date":"2025-05-21T14:22:15","date_gmt":"2025-05-21T14:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/128264\/"},"modified":"2025-05-21T14:22:15","modified_gmt":"2025-05-21T14:22:15","slug":"usa-legen-gegen-china-nach-deutschland-geraet-im-chip-streit-zwischen-die-fronten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/128264\/","title":{"rendered":"USA legen gegen China nach: Deutschland ger\u00e4t im Chip-Streit zwischen die Fronten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die USA versch\u00e4rfen ihren Kurs gegen Huawei-Chips und drohen auch Drittstaaten mit harten Strafen. IW-Experte J\u00fcrgen Matthes warnt vor erheblichen Folgen dieser Eskalation auch f\u00fcr deutsche Unternehmen. China spricht von &#8222;Mobbing&#8220; und k\u00f6nnte Vergeltung \u00fcben.<\/strong><\/p>\n<p>Gerade erst haben die USA und China ihre Handelsstreitigkeiten in Genf ausgesetzt und erhobene Z\u00f6lle zumindest f\u00fcr den Zeitraum von 90 Tagen reduziert. Die Frist soll genutzt werden, um weiterzuverhandeln. Doch anstatt Schritte aufeinander zuzugehen, droht bereits die n\u00e4chste Eskalation. Die USA haben diesmal den Handel mit KI-Chips im Visier. Die Administration von US-Pr\u00e4sident Donald Trump warnt Drittstaaten, keine fortschrittlichen Chips des chinesischen Tech-Konzerns Huawei zu kaufen.<\/p>\n<p>Der Schritt zielt laut IW-Experte J\u00fcrgen Matthes darauf ab, die Ums\u00e4tze, Gewinne und damit auch Investitions- und Innovationsm\u00f6glichkeiten des Unternehmens zu beschr\u00e4nken. &#8222;Huwaei ist Kernbestandteil des chinesischen Aufholkurses bei moderner Chip-Technologie &#8211; und hat zuletzt dem Vernehmen nach erhebliche Fortschritte erzielt&#8220;, sagt Matthes auf Anfrage von ntv.de. Die bisherigen US-Exportkontrollen, die genau das verhindern sollen, &#8222;drohen anscheinend ins Leere zu laufen.&#8220; Mit den neuen US-Vorgaben k\u00f6nnte es f\u00fcr Huawei jedoch schwieriger werden, seine Chips in Drittstaaten zu verkaufen.<\/p>\n<p>Sollten die USA ihre Vorschrift strikt anwenden, hat das nicht nur Konsequenzen f\u00fcr die KI-Industrie in China. Auch deutsche Unternehmen d\u00fcrfte das Matthes zufolge in eine schwierige Lage bringen. &#8222;Zwar gibt es f\u00fcr Bauteile f\u00fcr eigene Produkte gen\u00fcgend andere Chip-Anbieter. Doch vor allem, wenn die deutschen Firmen im f\u00fcr viele wichtigen chinesischen Markt Cloud-Dienste oder andere externe IT-Technik nutzen, kommen sie an der indirekten Nutzung von Huawei-Chips nicht vorbei.&#8220;<\/p>\n<p>Peking: &#8222;Einseitiges Mobbing und Protektionismus&#8220;<\/p>\n<p>Die US-Regierung k\u00f6nnte deutsche Firmen f\u00fcr die Nutzung von Huawei-Chips hart bestrafen. Laut Matthes ist alles vom Verbot gesch\u00e4ftlicher Aktivit\u00e4ten in den USA \u00fcber hohe Geldstrafen bis hin zu Haftstrafen denkbar. Noch ist unklar, wie genau die neue Vorschrift angewendet werden soll. Doch genau darin liege f\u00fcr wichtige Teile der deutschen Wirtschaft die Gefahr. Unsicherheit ist Matthes zufolge Gift f\u00fcr das Anspringen der Investitionen hierzulande. &#8222;Hinzu kommt noch, dass China vermutlich Vergeltungsma\u00dfnahmen ergreift, die m\u00f6glicherweise auch deutsche Firmen indirekt zu sp\u00fcren bekommen.&#8220;<\/p>\n<p>Das chinesische Handelsministerium bezeichnete die US-Richtlinie als &#8222;einseitiges Mobbing und Protektionismus&#8220;, das die globale Halbleiterindustrie und Lieferketten ernsthaft beeintr\u00e4chtige. Das Handelsministerium in Peking warf den USA vor, anderen L\u00e4ndern das Recht auf Entwicklung in Schl\u00fcsselbereichen wie K\u00fcnstlicher Intelligenz und Hochtechnologie zu verwehren. Wer die US-Ma\u00dfnahmen durchsetze oder dabei helfe, k\u00f6nne gegen chinesisches Recht versto\u00dfen, erkl\u00e4rte das Ministerium weiter. <\/p>\n<p>Die USA haben den Markt f\u00fcr moderne Hochleistungschips genau im Blick. Die US-Administration versucht etwa, schon l\u00e4nger zu verhindern, dass fortschrittliche Chips des US-Konzerns Nvidia auf den chinesischen Markt gelangen. Die US-Regierung hatte unter Biden aus Sorge um die nationale Sicherheit eine Reihe von Ma\u00dfnahmen eingef\u00fchrt, um den Verkauf modernster Chips, Halbleiterausr\u00fcstung und Technologien von US-Unternehmen an China zu unterbinden. <\/p>\n<p> Nvidia-Chef kritisiert US-Exportkontrollen<\/p>\n<p>Auf der Computermesse Computex in Taiwan \u00e4u\u00dfert sich Nvidia-Chef Jensen Huang jetzt kritisch zu den US-Exportkontrollen f\u00fcr KI-Chips nach China. Der Marktanteil von Nvidia in der Volksrepublik sei von 95 Prozent zu Beginn der Amtszeit des ehemaligen US-Pr\u00e4sidenten Joe Biden auf 50 Prozent gefallen. &#8222;Alles in allem war die Exportkontrolle ein Fehlschlag&#8220;, erkl\u00e4rte Huang vor Publikum auf der Messe. Wegen der erneut versch\u00e4rften US-Exportbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Hochtechnologie nach China hatte Nvidia unl\u00e4ngst vor Abschreibungen im Volumen von 5,5 Milliarden Dollar gewarnt.<\/p>\n<p>Das US-Verkaufsverbot f\u00fcr fortschrittliche KI-Chips an China hat die dortigen Unternehmen gezwungen, Halbleiter von chinesischen Entwicklern wie Huawei zu kaufen, und China gleichzeitig dazu veranlasst, aggressiv in den Aufbau einer Lieferkette zu investieren, die nicht von Herstellern au\u00dferhalb des Landes abh\u00e4ngig ist. &#8222;Die lokalen Unternehmen sind sehr, sehr talentiert und sehr entschlossen, und die Exportkontrolle gab ihnen den Geist, die Energie und die Unterst\u00fctzung der Regierung, um ihre Entwicklung zu beschleunigen&#8220;, so Huang.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die USA versch\u00e4rfen ihren Kurs gegen Huawei-Chips und drohen auch Drittstaaten mit harten Strafen. 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