{"id":1282732,"date":"2026-09-05T17:58:24","date_gmt":"2026-09-05T17:58:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1282732\/"},"modified":"2026-09-05T17:58:24","modified_gmt":"2026-09-05T17:58:24","slug":"mega-daten-klau-in-berlin-was-kann-ich-als-betroffener-jetzt-tun-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1282732\/","title":{"rendered":"Mega Daten-Klau in Berlin! Was kann ich als Betroffener jetzt tun? | News"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p>Berlin \u2013 <b>Gigantisches Datenleck in der Hauptstadt: Hacker haben rund 5,8 Terabyte sensibler Daten aus den IT-Systemen des Berliner Senats gestohlen. Nachdem der Senat sich nicht erpressen lie\u00df und kein L\u00f6segeld an die Cyberverbrecher zahlte, luden die Hacker die Daten ins Darknet.<\/b><\/p>\n<p>Nun sind <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/inland\/daten-schock-in-berlin-hacker-machen-drohung-nach-ultimatum-um-wahr-6a9ab64cb3e0470a1975bad7\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sensible Daten von Millionen Menschen frei einsehbar<\/a> \u2013 auch f\u00fcr andere Cybergangster. Unklar bislang, wer betroffen ist. <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/inland\/der-hacker-gau-von-berlin-dimension-des-daten-leaks-sprengt-vorstellungskraft-6a9ba919240b302c8a839e33\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Das komplette Ausma\u00df des Schadens ist jetzt noch nicht zu \u00fcberblicken<\/a>, zu gro\u00df ist die Menge an geklauten Daten.<\/p>\n<p>Schadensersatzanspr\u00fcche m\u00f6glich<\/p>\n<p>Rechtsanw\u00e4ltin Nicole Mutschke erkl\u00e4rt, was man als Betroffener des Angriffs durch <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/specials\/hacker\/news-fotos-videos-20406360.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hacker<\/a> tun kann. Grundlage daf\u00fcr ist die <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/specials\/datenschutz\/news-fotos-videos-cmIZiIBLKOqkfqYdxjhP\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Datenschutz<\/a>-Grundverordnung (DSGVO). Die DSGVO gilt auch f\u00fcr Beh\u00f6rden. Gegen \u00f6ffentliche Stellen des Landes <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/berlin-regional\/home-15823246.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> werden zwar keine DSGVO-Bu\u00dfgelder verh\u00e4ngt. Schadensersatzanspr\u00fcche der Betroffenen sind aber durchaus m\u00f6glich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"1178\" alt=\"Rechtsanw\u00e4ltin Nicole Mutschke\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/9c209248b07312708efa3846fef2166e,7bbad0c7.jpeg\"   class=\"portrait\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Rechtsanw\u00e4ltin Nicole Mutschke<\/p>\n<p>Foto: Privat<\/p>\n<p>Was kann ich als Betroffener jetzt tun?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst sollte man kl\u00e4ren, ob die eigenen Daten \u00fcberhaupt betroffen sind und welche Daten konkret abgeflossen oder ver\u00f6ffentlicht worden sind. Berlin wertet die ver\u00f6ffentlichten Daten derzeit aus und will identifizierte Betroffene informieren.<\/p>\n<p>Wird eine meldepflichtige Datenschutzverletzung entdeckt, muss der Verantwortliche sie innerhalb von 72 Stunden der Datenschutzaufsicht anzeigen. Die betroffenen B\u00fcrger m\u00fcssen bei einem hohen Risiko \u201eunverz\u00fcglich\u201c informiert werden. Daf\u00fcr gibt es aber keine feste 48- oder 72-Stunden-Frist.<\/p>\n<p>Es kann aber sinnvoller sein, nicht nur darauf zu warten, sondern selbst bei der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde Auskunft zu verlangen. Denn die <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/themen-uebersicht\/behoerden\/themenuebersicht-behoerden-aemter-ministerien-37957278.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beh\u00f6rde<\/a> muss Betroffene von sich aus nur dann individuell \u00fcber das Datenleck informieren, wenn f\u00fcr sie voraussichtlich ein hohes Risiko besteht. <\/p>\n<p>Mehr zum ThemaAuskunft \u00fcber eigene Daten verlangen<\/p>\n<p>Wer selbst nachfragt, hat im Idealfall eine schriftliche Grundlage \u2013 wichtig, falls man sp\u00e4ter Schadensersatz fordern will. Dabei sollte man ausdr\u00fccklich fragen, ob die eigenen Daten von dem Hackerangriff betroffen sind, welche Daten es konkret sind und ob sie nach bisherigem Stand abgeflossen oder ver\u00f6ffentlicht worden sind.<\/p>\n<p>Sinnvoll ist au\u00dferdem, danach zu fragen, wie die Daten vor dem Angriff gesch\u00fctzt waren. F\u00fcr einen sp\u00e4teren Schadensersatzprozess kann gerade die Frage nach den Sicherheitsma\u00dfnahmen wichtig werden.<\/p>\n<p>Wann macht eine Schadensersatzklage Sinn?<\/p>\n<p>Erste Voraussetzung ist, dass tats\u00e4chlich die eigenen personenbezogenen Daten betroffen waren. Das muss der B\u00fcrger darlegen und gegebenenfalls beweisen k\u00f6nnen. Gerade deshalb ist es sinnvoll, eine schriftliche Auskunft einzuholen.<\/p>\n<p>Dann kommt es darauf an, ob Berlin gegen die Datenschutzvorgaben versto\u00dfen hat. Ein erfolgreicher Hackerangriff allein reicht daf\u00fcr nicht aus. Die DSGVO verlangt keinen perfekten und absolut un\u00fcberwindbaren Schutz. Auch ein ausreichend gesch\u00fctztes System kann gehackt werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"So bieten die Hacker die Daten im Darknet an. Unten steht: \u201eAlle Daten wurden der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. Viel Spa\u00df damit, Datenj\u00e4ger\u201c\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/6b242253117d6feb399b9a740343fcd1,fe52dfe5.jpeg\"   class=\"landscape\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">So bieten die Hacker die Daten im Darknet an. Unten steht: \u201eAlle Daten wurden der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. Viel Spa\u00df damit, Datenj\u00e4ger\u201c<\/p>\n<p>Foto: Berlin.de<\/p>\n<p>Entscheidend ist, ob Berlin angesichts des konkreten Risikos angemessene technische und organisatorische Sicherheitsma\u00dfnahmen getroffen hatte. Der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) hat hierzu klargestellt: Der B\u00fcrger muss nicht selbst technisch nachweisen, welche konkrete Sicherheitsl\u00fccke bestand. Die verantwortliche Beh\u00f6rde muss im Streitfall darlegen und beweisen, dass ihre Schutzma\u00dfnahmen angemessen waren. Kann Berlin das nachweisen, kann ein Schadensersatzanspruch trotz des Datenlecks ausscheiden.<\/p>\n<p>Schadensersatz auch ohne Geldverlust m\u00f6glich<\/p>\n<p>Liegt dagegen ein Datenschutzversto\u00df vor, muss der B\u00fcrger zus\u00e4tzlich darlegen, dass ihm dadurch ein Schaden entstanden ist und dieser auf dem Datenschutzversto\u00df beruht. Die Gerichte urteilen inzwischen recht freundlich f\u00fcr Betroffene. Nach EuGH und Bundesgerichtshof (BGH) kann bereits der tats\u00e4chliche Verlust der Kontrolle \u00fcber die eigenen Daten einen immateriellen Schaden darstellen. Man muss also nicht erst Geld verloren haben oder Opfer eines Identit\u00e4tsdiebstahls geworden sein.<\/p>\n<p>Wie hoch ein m\u00f6glicher Schadensersatz ausf\u00e4llt, l\u00e4sst sich derzeit kaum seri\u00f6s sagen. Der BGH hat beim blo\u00dfen Kontrollverlust durch ein Datenleck bei Facebook eine Gr\u00f6\u00dfenordnung von etwa 100 Euro f\u00fcr vertretbar gehalten. Das ist aber keine feste Pauschale f\u00fcr jedes Datenleck. Bei besonders sensiblen Daten, etwa Gesundheits-, Bank-, Steuer- oder Personaldaten, einer dauerhaften Ver\u00f6ffentlichung oder einem tats\u00e4chlichen Missbrauch kann auch eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung in Betracht kommen.<\/p>\n<p>Rechtsanw\u00e4ltin Nicole Mutschke unterrichtete nach ihrem Jurastudium als wissenschaftliche Mitarbeiterin deutsches Recht an einer spanischen Universit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Berlin \u2013 Gigantisches Datenleck in der Hauptstadt: Hacker haben rund 5,8 Terabyte sensibler Daten aus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1282733,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,27948,3257,1743,29,30,15646,31791,138370],"class_list":["post-1282732","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-computerkriminalitaet","tag-cyberkriminalitaet","tag-datenschutz","tag-deutschland","tag-germany","tag-hacker","tag-hacker-angriff","tag-team-first"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117219737706664899","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1282732","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1282732"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1282732\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1282733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1282732"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1282732"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1282732"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}