{"id":128320,"date":"2025-05-21T14:52:10","date_gmt":"2025-05-21T14:52:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/128320\/"},"modified":"2025-05-21T14:52:10","modified_gmt":"2025-05-21T14:52:10","slug":"lsg-stuttgart-bekraeftigt-gkv-leistungspflicht-nur-bei-alternativlosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/128320\/","title":{"rendered":"LSG Stuttgart bekr\u00e4ftigt GKV-Leistungspflicht nur bei Alternativlosigkeit"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\n            Stuttgart. Cannabisbl\u00fcten k\u00f6nnen in der GKV nicht zur Behandlung einer Depression verordnet werden. Hierf\u00fcr gibt es ausreichend anerkannte, medikament\u00f6se Optionen, wie das Landessozialgericht Stuttgart in einem am Mittwoch (21. Mai) ver\u00f6ffentlichten Urteil betont. F\u00fcr eine Ausnahme muss danach der verordnende Arzt nachweisen, dass konkret benannte Antidepressiva m\u00f6glichst s\u00e4mtlicher Wirkstoff-Klassen bereits ohne Erfolg erprobt wurden.<\/p>\n<p>Damit wies das LSG einen Mann aus Ulm ab. Er leidet an einer angstbesetzten chronischen Depression mit Antriebsst\u00f6rung, Stimmungsschwankungen und sozialem R\u00fcckzug. Er behauptet, dass sich unter konventionellen Antidepressiva sein Zustand nur verschlechtert habe. Sein Neurologe bef\u00fcrworte daher die THC-Therapie. Die Inhalation von zun\u00e4chst einem, privat verordneten Gramm t\u00e4glich habe zu einer deutlichen Besserung gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>          Regul\u00e4res Spektrum nicht ausgesch\u00f6pft<\/p>\n<p>Die Krankenkasse lehnte eine Kosten\u00fcbernahme jedoch ab \u2013 zu Recht, wie nach dem Sozialgericht Ulm nun auch das LSG entschied. Zwar liege hier eine schwerwiegende Erkrankung vor. Weitere sozialrechtliche Voraussetzung sei aber, \u201edass eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung entweder nicht zur Verf\u00fcgung steht oder im Einzelfall nach der begr\u00fcndeten Einsch\u00e4tzung des behandelnden Vertragsarztes nicht zur Anwendung kommen kann\u201c. Beides sei hier nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>So sehe die S3-Leitlinie \u201eNationale Versorgungsleitlinie Unipolare Depression\u201c bei einer mittelgradigen bis schweren Depression psychotherapeutische und pharmakotherapeutische Ans\u00e4tze vor. Hierf\u00fcr gebe es reichlich zugelassene Medikamente. Dass hier bereits s\u00e4mtliche Wirkstoff-Klassen bereits erfolglos erprobt wurden, sei nicht zu erkennen. <\/p>\n<p>Der Verweis des Arztes, \u201ezahlreiche Antidepressiva\u201c seien bereits erfolglos zum Einsatz gekommen, reiche nicht aus, betonten die Stuttgarter Richter. Dass die Behandlung mit selbstbeschafftem Cannabis zwischenzeitlich einen Erfolg gebracht haben soll, sei f\u00fcr die Leistungspflicht der gesetzlichen Kasse \u201enicht von Bedeutung\u201c. (mwo)<\/p>\n<p>Landessozialgericht Baden-W\u00fcrttemberg, <b>Az.: L 4 KR 3545\/22<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Stuttgart. Cannabisbl\u00fcten k\u00f6nnen in der GKV nicht zur Behandlung einer Depression verordnet werden. Hierf\u00fcr gibt es ausreichend&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4805,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[47952,1634,3364,29,1081,27507,47954,30,47953,3693,1441],"class_list":{"0":"post-128320","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-abrechnung","9":"tag-baden-wuerttemberg","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-digitalisierung","13":"tag-e-health","14":"tag-edv","15":"tag-germany","16":"tag-medizinstudium","17":"tag-praxis","18":"tag-stuttgart"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114546392707657891","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=128320"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128320\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=128320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=128320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}