{"id":1283910,"date":"2026-09-06T08:22:16","date_gmt":"2026-09-06T08:22:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1283910\/"},"modified":"2026-09-06T08:22:16","modified_gmt":"2026-09-06T08:22:16","slug":"verfahren-wegen-marktmissbrauchs-vodafone-erleidet-rueckschlag-im-kartellstreit-mit-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1283910\/","title":{"rendered":"Verfahren wegen Marktmissbrauchs: Vodafone erleidet R\u00fcckschlag im Kartellstreit mit 1&#038;1"},"content":{"rendered":"<p>Verfahren wegen MarktmissbrauchsVodafone erleidet R\u00fcckschlag im Kartellstreit mit 1&amp;1<\/p>\n<p>06.09.2026, 09:32 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(05:26 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/605052851.webp\" alt=\"605052851\"\/>1&amp;1 hat 2019 erstmals eigene Mobilfunk-Frequenzen ersteigert. (Foto: picture alliance \/ SNS)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Seit 2023 mischt 1&amp;1 als vierter deutscher Netzbetreiber auf dem Mobilfunkmarkt mit. Der Start ist holprig &#8211; wegen Vodafone, sagt das Unternehmen aus Montabaur. Missbraucht der Konkurrent seine Macht und bremst 1&amp;1 aus? Das Kartellamt darf diesem Verdacht nun nachgehen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Streit mit dem Wettbewerber 1&amp;1 hat der Handynetz-Betreiber Vodafone einen D\u00e4mpfer hinnehmen m\u00fcssen. Vodafone war im vergangenen Herbst vor das Oberlandesgericht (OLG) D\u00fcsseldorf gezogen, um Vorw\u00fcrfen des Marktmissbrauchs gegen sich einen Riegel vorzuschieben. Es wollte das Bundeskartellamt f\u00fcr parteiisch und befangen erkl\u00e4ren lassen, wodurch Vodafone in der Auseinandersetzung mit 1&amp;1 bessere Karten gehabt h\u00e4tte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch das OLG lehnte einen Vodafone-Eilantrag ab, wie das Gericht auf Anfrage mitteilte. Damit kommt es nicht zu einem sogenannten vorbeugenden Rechtsschutz. Nun darf das Kartellamt im separaten Bonner Marktmissbrauchsverfahren eine Entscheidung f\u00e4llen &#8211; genau das hatte Vodafone verhindern wollen.<\/p>\n<p>Worum es in dem Wettbewerber-Clinch geht<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Hintergrund des Streits ist der Markteinstieg des Wettbewerbers 1&amp;1, der 2019 erstmals eigene Mobilfunk-Frequenzen ersteigerte und in den Jahren danach mit dem Aufbau eines eigenen Netzes begann. Mit den etablierten Netzbetreibern Deutsche Telekom, O2 und Vodafone wollte er auf Augenh\u00f6he kommen. Doch 1&amp;1 kam nur im Schneckentempo voran. Anfang 2023 verfehlte die Firma aus Montabaur eine staatliche Ausbaupflicht deutlich: Statt 1000 betrieb 1&amp;1 nur f\u00fcnf Handynetz-Standorte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das lag gro\u00dfteils daran, dass der Infrastruktur-Betreiber Vantage Towers seinem Kunden 1&amp;1 viel weniger Standorte zur Verf\u00fcgung stellte als vertraglich vereinbart. Bei Vantage Towers geht es um die fr\u00fchere Funkturm-Sparte von Vodafone, die abgespalten wurde &#8211; es kamen andere Investoren an Bord, Vodafone blieb aber der gr\u00f6\u00dfte Anteilseigner des Unternehmens.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">1&amp;1 mutma\u00dfte, dass Vodafone Vantage Towers beeinflusst habe, damit die Firma dem l\u00e4stigen Mobilfunk-Konkurrenten 1&amp;1 weniger Standorte \u00fcbergab und dessen Handynetz-Ausbau dadurch abgebremst wurde. Vodafone und Vantage Towers bestritten das.<\/p>\n<p>Kartellamt \u00e4u\u00dfert herbe Kritik an Vodafone<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Kartellamt ging dem Verdacht von 1&amp;1 nach und leitete 2023 ein Verfahren wegen Marktmissbrauchs gegen Vodafone ein. Sp\u00e4ter kamen die Wettbewerbsh\u00fcter zu der vorl\u00e4ufigen Einsch\u00e4tzung, dass an dem Vorwurf etwas dran gewesen sei. Die verz\u00f6gerte Bereitstellung der Standorte sei als kartellrechtswidrige Behinderung von 1&amp;1 zu werten, erkl\u00e4rte Beh\u00f6rdenchef Andreas Mundt im Fr\u00fchjahr 2025.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das brachte Vodafone auf die Palme. Die Firma zog alle juristischen Register und wollte die finale Entscheidung des Kartellamts verhindern, indem es die Bundesbeh\u00f6rde f\u00fcr befangen erkl\u00e4rte &#8211; aus dem Plan wurde aber nichts, wie die D\u00fcsseldorfer OLG-Entscheidung zeigt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein Vodafone-Sprecher sagte, die Frage der Befangenheit sei nicht entschieden. Vielmehr habe das Gericht nur den Sonderweg abgelehnt, den Rechtsschutz noch vor einer Kartellamtsentscheidung festzustellen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Wir sind weiterhin der Auffassung, dass das Bundeskartellamt wesentliche Verfahrensvorschriften missachtet hat&#8220;, so der Vodafone-Sprecher. &#8222;W\u00e4hrend des gesamten Verfahrens hat die Beh\u00f6rde nach unserer Einsch\u00e4tzung mit deutlicher Voreingenommenheit zugunsten von 1&amp;1 gehandelt, was aus unserer Sicht auch durch die uns vorliegenden Akten belegt wird.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Allein die Verfahrensverst\u00f6\u00dfe w\u00fcrden jede Entscheidung der Beh\u00f6rde rechtswidrig machen. Sollte die Entscheidung dennoch negativ ausfallen, werde Vodafone alle erforderlichen rechtlichen Schritte einleiten. Das Kartellamt weist die Vorw\u00fcrfe von Vodafone entschieden zur\u00fcck.<\/p>\n<p>1&amp;1 macht Fortschritte<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Und was sagt 1&amp;1 zu der Entwicklung des Rechtsstreits? &#8222;Wir begr\u00fc\u00dfen, dass das Kartellamt seine Arbeit fortsetzen und den Fall nun entscheiden kann&#8220;, teilte das Unternehmen aus Montabaur auf Anfrage mit. Der schleppend begonnene Handynetz-Ausbau von 1&amp;1 hat inzwischen Fahrt aufgenommen, am Ende des zweiten Quartals 2026 erreichte die Firma mit ihren Antennen knapp ein Drittel der deutschen Haushalte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Da, wo sie es nicht tut &#8211; also bei den anderen zwei Dritteln der deutschen Haushalte -, werden die 1&amp;1-Kunden mit einem anderen Handynetz verbunden, und zwar dem Vodafone-Netz. Denn trotz des Vantage-Towers-Streits haben die beiden Mobilfunker inzwischen eine Partnerschaft geschlossen, der zufolge 1&amp;1 das Vodafone-Netz mitnutzen darf und daf\u00fcr Miete zahlt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, chr\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Verfahren wegen MarktmissbrauchsVodafone erleidet R\u00fcckschlag im Kartellstreit mit 1&amp;1 06.09.2026, 09:32 Uhr Artikel anh\u00f6ren(05:26 min) 1&amp;1 hat 2019&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1283911,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[18208,175,170,169,11437,29,30,4683,171,174,15640,38053,173,172,18098,55],"class_list":["post-1283910","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-bundeskartellamt","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutsche-telekom","tag-deutschland","tag-germany","tag-kartellrecht","tag-markets","tag-maerkte","tag-mobilfunk","tag-o2","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte","tag-vodafone","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117223134142529506","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1283910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1283910"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1283910\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1283911"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1283910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1283910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1283910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}