{"id":1284026,"date":"2026-09-06T09:47:18","date_gmt":"2026-09-06T09:47:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1284026\/"},"modified":"2026-09-06T09:47:18","modified_gmt":"2026-09-06T09:47:18","slug":"nach-hackerangriff-auf-berlin-us-experte-es-kann-alles-noch-viel-schlimmer-sein-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1284026\/","title":{"rendered":"Nach Hackerangriff auf Berlin: US-Experte: Es kann alles noch viel schlimmer sein! | Politik"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p>Berlin \u2013 <b>Der Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung k\u00f6nnte weit gr\u00f6\u00dfere Folgen haben als bislang bekannt. Der US-Cybersicherheits-Experte Professor Max Kilger (72), einer der Top-Experten auf diesem Gebiet, warnt im Gespr\u00e4ch mit BILD davor, dass \u00fcber Verbindungen der Berliner IT auch Systeme anderer deutscher Beh\u00f6rden gef\u00e4hrdet sein k\u00f6nnten. Kilger, au\u00dferordentlicher Professor f\u00fcr Cybersicherheit an der University of Texas in San Antonio, zu BILD: \u201eM\u00f6glicherweise bestehen erhebliche Netzwerkverbindungen zwischen den angegriffenen Berliner Systemen und anderen Systemen der deutschen Bundesregierung.\u201c Dann k\u00f6nne es sich um einen \u201eschwerwiegenderen Vorfall\u201c handeln, als derzeit erkennbar.<\/b><\/p>\n<p>Besonders brisant: Bei dem Angriff wurden offenbar auch Passwortdateien erbeutet. Kilger warnt deshalb vor sogenanntem \u201eCredential Stuffing\u201c: Gestohlene Berliner Zugangsdaten k\u00f6nnten von den Angreifern auch bei anderen staatlichen Systemen ausprobiert werden \u2013 falls dort dieselben Passw\u00f6rter verwendet wurden. Dadurch k\u00f6nnten weitere Regierungsnetze kompromittiert werden.<\/p>\n<p><b>\u201eCredential Stuffing\u201c <\/b>ist der Generalschl\u00fcssel-Trick der Hacker. Kriminelle nutzen gestohlene E-Mail-Adressen und Passw\u00f6rter aus Datenlecks und probieren sie automatisch bei Tausenden anderen Konten aus. Wer \u00fcberall dasselbe Passwort nutzt, macht es den Betr\u00fcgern leicht. Ein geknackter Login kann so Zugang zu E-Mail, Online-Shopping oder sogar dem Bankkonto verschaffen.<\/p>\n<p>Wie lange die Hacker bereits in den Berliner Systemen waren, ist nach Einsch\u00e4tzung Kilgers bislang unklar. Aus anderen F\u00e4llen sei bekannt, dass Angreifer \u201ebis zu mehrere Wochen unentdeckt\u201c in Netzwerken bleiben k\u00f6nnen. Diese Zeit k\u00f6nnten sie nutzen, um weitere angebundene Systeme aufzusp\u00fcren und zus\u00e4tzliche Daten abzugreifen.<\/p>\n<p>Auch was genau bei dem Angriff geschah, ist noch offen. Nach Kilgers Einsch\u00e4tzung ist bislang nicht bekannt, ob Daten tats\u00e4chlich verschl\u00fcsselt wurden. M\u00f6glich sei auch, dass die T\u00e4ter Systeme knackten, Daten absaugten und anschlie\u00dfend Geld daf\u00fcr verlangten, sie nicht zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"854\" alt=\"Bef\u00fcrchtet, dass der Hackerangriff auf die Hauptstadt gr\u00f6\u00dfer ist als gedacht: Prof. Max Kilger (72)\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2901c4656fa486b2a90513ee5cc5a4ac,42483d.jpeg\"   class=\"dynamic\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Bef\u00fcrchtet, dass der Hackerangriff auf die Hauptstadt gr\u00f6\u00dfer ist als gedacht: Max Kilger (72) ist au\u00dferordentlicher Professor f\u00fcr Cybersicherheit an der University of Texas in San Antonio (USA). Er gilt weltweit als einer der Top-Experten auf dem Gebiet, lehrt und ver\u00f6ffentlicht bis heute<\/p>\n<p>Foto: The University of Texas at San Antonio<\/p>\n<p>Ob hinter dem Angriff ausschlie\u00dflich kriminelle Motive stehen oder auch ausl\u00e4ndische Geheimdienste profitieren, ist ebenfalls unklar. F\u00fcr eine direkte Beteiligung fremder Dienste gebe es bislang keine \u00f6ffentlichen Belege, betont Kilger. Allerdings gebe es Hinweise darauf, dass die Ransomware-Gruppe Rhysida aus Russland oder einem GUS-Staat stammen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Brisant: Kilger h\u00e4lt es f\u00fcr wahrscheinlich, dass die Regierung des Landes, in dem die Gruppe sitzt, deren Angriffe auf westliche Organisationen zumindest duldet. Zudem sei denkbar, dass ein ausl\u00e4ndischer Staat Druck auf Rhysida ausge\u00fcbt habe, um einen \u201eersten Einblick\u201c in die gestohlenen Daten zu bekommen und nach Material von nachrichtendienstlichem Interesse zu suchen.<\/p>\n<p>Dass Berlin offenbar kein L\u00f6segeld gezahlt hat, h\u00e4lt der Experte f\u00fcr richtig. Es gebe keinerlei Garantie, dass Kriminelle nach einer Zahlung die Daten tats\u00e4chlich zur\u00fcckgeben oder nicht trotzdem verkaufen oder ver\u00f6ffentlichen. Rhysida habe gestohlene Daten in der Vergangenheit bereits privat oder \u00f6ffentlich versteigert. Kilger: \u201eDaher hat Berlin wahrscheinlich richtig gehandelt, das L\u00f6segeld nicht zu zahlen.\u201c<\/p>\n<p>Hinter Rhysida steht laut Kilger ein regelrechtes Gesch\u00e4ftsmodell: Die Kerngruppe stellt Schadsoftware und technische Infrastruktur bereit, andere Kriminelle f\u00fchren damit die Angriffe aus. Kommt L\u00f6segeld herein, wird es zwischen ihnen aufgeteilt. Fachleute sprechen von \u201eRansomware as a Service\u201c \u2013 Erpressungssoftware als Dienstleistung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Berlin \u2013 Der Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung k\u00f6nnte weit gr\u00f6\u00dfere Folgen haben als bislang&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1284027,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,27948,3257,7225,29,30,15646,31791,307,64],"class_list":["post-1284026","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-computerkriminalitaet","tag-cyberkriminalitaet","tag-cyberwar","tag-deutschland","tag-germany","tag-hacker","tag-hacker-angriff","tag-russland","tag-usa"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117223467915448880","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1284026","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1284026"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1284026\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1284027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1284026"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1284026"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1284026"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}