{"id":1284384,"date":"2026-09-06T13:34:13","date_gmt":"2026-09-06T13:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1284384\/"},"modified":"2026-09-06T13:34:13","modified_gmt":"2026-09-06T13:34:13","slug":"ich-male-was-meine-seele-beruehrt-barbara-huenecke-stellt-im-forstmanns-aus-ruhrkanalnews","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1284384\/","title":{"rendered":"\u201eIch male, was meine Seele ber\u00fchrt\u201c \u2013 Barbara H\u00fcnecke stellt im Forstmanns aus \u2013 RuhrkanalNews\u00ae"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hattingen \u2013<\/strong>\u00a0Drau\u00dfen Tulpenmarkt, Sonnenschein und ein gut besuchter Marktplatz, drinnen Farben, Formen, Linien und die Frage: Was sehe eigentlich ich darin? Im Forstmanns in Blankenstein wurde am Sonntag (6. September 2026) die Ausstellung von Barbara H\u00fcnecke er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Unter dem Titel \u201eIch male, was meine Seele ber\u00fchrt\u201c zeigt die Hattinger K\u00fcnstlerin Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensphasen. Mehr als 30 Jahre k\u00fcnstlerischer Arbeit liegen hinter ihr. Einen Eindruck davon vermittelt auch ein Bildband, der zur Ausstellung ausliegt und deutlich macht: Den einen Stil, an dem sich Barbara H\u00fcnecke sofort erkennen l\u00e4sst, gibt es nicht.<\/p>\n<p>Vielleicht ist gerade das die Konstante.<\/p>\n<p>Da wird gesucht, ausprobiert, verworfen, wieder aufgenommen und manchmal schlicht geschehen gelassen. H\u00fcnecke arbeitet mit Pigmenten, Tusche, Acryl- und \u00d6lfarbe, Marmormehl, Seidenpapier, Stiften oder Lein\u00f6l, auf Papier ebenso wie auf Leinwand, Pappe und Holz. Mal entstehen kr\u00e4ftige Fl\u00e4chen, mal Linien und Strukturen, mal wird gesch\u00fcttet, gespachtelt oder Material eingearbeitet.<\/p>\n<p>Selbst Haare finden sich in neueren Arbeiten. Die Idee dazu entstand bei einem Friseurbesuch. Aus gesammelten Haaren entwickelte sich ein Projekt, das sp\u00e4ter mit dem Thema Gold zusammenfloss. Was daraus zu lesen ist, m\u00f6chte H\u00fcnecke dem Betrachter nicht vorgeben.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt spielt das fertige Ergebnis bei ihrer Arbeit zun\u00e4chst offenbar eine erstaunlich kleine Rolle. Viel wichtiger ist der Weg dorthin. H\u00fcnecke beschreibt ihre Arbeitsweise als meditativ und prozessorientiert. Manchmal tanzt sie, bevor sie mit der Arbeit beginnt, manchmal zeichnet oder sch\u00fcttet sie Farbe mit geschlossenen Augen. Nicht der Kopf soll bestimmen, wohin eine Linie l\u00e4uft oder welche Farbe als N\u00e4chstes kommt.<\/p>\n<p class=\"has-small-font-size\">Barbara H\u00fcnecke (Fotos: Holger Grosz, RuhrkanalNEWS)<\/p>\n<p>Der Tanz begleitet sie dabei schon seit ihrer Kindheit. Sp\u00e4ter kamen Meditation und die Besch\u00e4ftigung mit der Wirkung von Formen hinzu. Kreis, Dreieck und Quadrat wurden zu wiederkehrenden Ausgangspunkten ihrer Arbeit. Andere Werke entstanden aus pers\u00f6nlichen Erfahrungen, aus N\u00e4he und Distanz, Ver\u00e4nderung, Beziehungen oder Verlust \u2013 allerdings nicht unbedingt mit einem vorher festgelegten Thema.<\/p>\n<p>Das erkl\u00e4rte H\u00fcnecke bei der Ausstellungser\u00f6ffnung in einem ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4ch mit einer Freundin. Und manchmal widersprach sie dabei auch deren Interpretation der eigenen Bilder. Fast beil\u00e4ufig wurde damit deutlich, worum es H\u00fcnecke geht: Ein Bild muss nicht f\u00fcr jeden dasselbe bedeuten.<\/p>\n<p>\u201eMeine Erkl\u00e4rung gar nicht so wichtig nehmen\u201c, gab sie den Besuchern sinngem\u00e4\u00df mit auf den Weg. Vielmehr sollten sie selbst vor den Arbeiten stehen, schauen und sp\u00fcren, was ein Bild bei ihnen ausl\u00f6st.<\/p>\n<p>Und genau das taten die Besucher. Es wurde aufmerksam betrachtet, diskutiert, nachgefragt und miteinander gesprochen. Die sehr unterschiedlichen Arbeiten boten daf\u00fcr reichlich Anlass. Wer durch die Ausstellung geht, bekommt keine chronologisch sauber erz\u00e4hlte Entwicklung und keine eindeutige Stilrichtung pr\u00e4sentiert. Zu sehen sind vielmehr Stationen eines langen k\u00fcnstlerischen Suchens und Experimentierens.<\/p>\n<p>Zur Er\u00f6ffnung begr\u00fc\u00dfte Otti im Namen des Kulturvereins Artemedes die G\u00e4ste und erinnerte daran, dass das Forstmanns l\u00e4ngst mehr als ein Veranstaltungsraum f\u00fcr Live-Musik ist. Ausstellungen und Diskussionsabende geh\u00f6ren ebenso zum Programm. Gemeinsam mit dem Butterbrotmarkt und dem Magazin \u201eDer Blankensteiner\u201c bildet das Kulturforum eine der drei S\u00e4ulen der Vereinsarbeit.<\/p>\n<p>F\u00fcr den musikalischen Rahmen der Vernissage sorgte Regina Poppel mit Klaviermusik und schuf damit eine Verbindung, die durchaus zur K\u00fcnstlerin passte. Denn bevor Farbe, Pigmente und Leinwand kamen, waren Bewegung und Musik bereits da.<\/p>\n<p>Barbara H\u00fcnecke, Jahrgang 1961, lebt in Hattingen und bezeichnet sich als Autodidaktin. Sie besuchte unter anderem die Kunstschulen von Erika Wobser in Oberhausen und Gabriele Musebrink in Essen und ordnet ihre Arbeiten der freien, informellen und gestischen Malerei zu.<\/p>\n<p>Die Ausstellung im Forstmanns l\u00e4uft bis zum 30. Oktober 2026. An mehreren Tagen ist Barbara H\u00fcnecke selbst vor Ort und steht f\u00fcr Gespr\u00e4che \u00fcber ihre Arbeiten zur Verf\u00fcgung. Die Finissage findet am 30. Oktober um 18 Uhr statt.<\/p>\n<p>Und vielleicht braucht es bei dieser Ausstellung tats\u00e4chlich genau das, wozu die K\u00fcnstlerin ihre Besucher eingeladen hat: nicht nach einer Erkl\u00e4rung f\u00fcr jedes Bild zu suchen. Sondern davor stehenzubleiben, hinzusehen \u2013 und herauszufinden, ob etwas passiert.\n<\/p>\n<p>Gef\u00e4llt mir:<\/p>\n<p>Gef\u00e4llt mir Wird geladen\u00a0\u2026<\/p>\n<p><a class=\"sd-link-color\"\/>\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hattingen \u2013\u00a0Drau\u00dfen Tulpenmarkt, Sonnenschein und ein gut besuchter Marktplatz, drinnen Farben, Formen, Linien und die Frage: Was sehe&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1284385,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1839],"tags":[7507,3364,29,30,1209],"class_list":["post-1284384","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bochum","tag-bochum","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-nordrhein-westfalen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117224358881773108","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1284384","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1284384"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1284384\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1284385"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1284384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1284384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1284384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}