{"id":128439,"date":"2025-05-21T15:58:09","date_gmt":"2025-05-21T15:58:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/128439\/"},"modified":"2025-05-21T15:58:09","modified_gmt":"2025-05-21T15:58:09","slug":"duisburg-eugen-onegin-in-dieser-oper-kommt-die-liebe-zu-spaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/128439\/","title":{"rendered":"Duisburg: Eugen Onegin &#8211; in dieser Oper kommt die Liebe zu sp\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">  Zugrunde liegt der gleichnamige Versroman von Alexander Puschkin. Es geht darin um die Unbedingtheit der Jugend, aber auch um Bindungsangst.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Kurz zur Handlung: Als Eugen Onegin in Tatjanas geordnetes Leben tritt, erscheint er ihr wie eine Gestalt aus ihren Romanen. Hals \u00fcber Kopf verliebt sich die junge, unerfahrene Frau in den weltgewandten Lebemann. Doch dieser wehrt ihre Zuneigung ab \u2013 sein rastloser Lebensstil eigne sich nicht f\u00fcr eine langfristige Bindung. Jahre sp\u00e4ter begegnen sich die beiden erneut: Die gereifte Tatjana ist eine Vernunftehe eingegangen und eine wohlhabende Frau geworden. Ersch\u00fcttert erkennt Onegin, dass Tatjana f\u00fcr ihn die Richtige gewesen w\u00e4re. Doch jetzt ist sie es, die seine leidenschaftlichen Bekenntnisse zur\u00fcckweist.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Komponist nannte dieses Werk bewusst nicht \u201eOper&#8220;, sondern \u201eLyrische Szenen&#8220; und konzentrierte sich auf die tiefen Emotionen vor allem von Tatjana. Er distanzierte sich damit ausdr\u00fccklich von den protzigen historischen Opern seiner italienischen und russischen Zeitgenossen, sp\u00fcrte lieber den unerf\u00fcllten Sehns\u00fcchten einer sich selbst \u00fcberdr\u00fcssig gewordenen Gesellschaft nach.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der erste der drei Akte zeigt die Geschichte aus der Sicht von Tatjana, mit ihrer ber\u00fchmten Briefszene. Im zweiten Akt geht es um den jungen Dichter Lenski, der von Onegin im Duell get\u00f6tet wird, weil dieser mit Lenskis Verlobten Olga getanzt hatte, das ist Tatjanas lebenslustige j\u00fcngere Schwester.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der dritte Akt dauert nur eine halbe Stunde, also halb so lang wie jeweils die beiden vorhergehenden, und nimmt nun die Perspektive des Titelhelden ein. Wir wissen nicht, ob seine Gef\u00fchle f\u00fcr Tatjana jetzt aufrichtig sind \u2013 jedenfalls verleiht ihm Tschaikowsky nun weitgehend die Musik von Tatjana aus dem ersten Akt. Wie von Komponisten gew\u00fcnscht, wurde die Urauff\u00fchrung dieser Oper 1879 in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/st-petersburg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">St. Petersburg<\/a> von Studierenden gestaltet \u2013 was ein Misserfolg war, auch weil das Publikum irritiert war, auf der B\u00fchne Menschen in Alltagskleidung zu sehen. \u201eEugen Onegin&#8220; ist eine \u201eNicht-Oper&#8220; ohne \u00e4u\u00dferliche Effekte, aber l\u00e4ngst Tschaikowskys weltweit beliebteste Komposition.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">An der Rheinoper l\u00e4uft jetzt die Inszenierung von Michael Thalheimer, das ist schon die vierte Arbeit dieses Star-Regisseurs hier (die RP berichtete). Weil auch das B\u00fchnenbild von Henrik <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ahr\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ahr<\/a> sehr reduziert erscheint &#8211; die einzigen Requisiten sind die Pistolen der beiden Herren \u2013. k\u00f6nnen sich sowohl die Ausf\u00fchrenden als auch das Publikum ganz auf Spiel, Gesang und Musik konzentrieren. In diesen Tagen studiert der neue Rheinopern-Chefdirigent (nicht Generalmusikdirektor) Vitali Alekseenok die aktuelle Produktion mit anderen Singenden als zuvor in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/duesseldorf\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">D\u00fcsseldorf<\/a> und mit den Duisburger Philharmonikern ganz neu ein. Besonders gespannt sein kann man auf das Rollendeb\u00fct als Tatjana der erstklassigen Sopranistin Luiza Fatyol.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Vorstellungen sind empfohlen ab 14 Jahren, dauern drei Stunden und enthalten eine Pause (nach dem zweiten Akt, also nach zwei Stunden). F\u00fcr die \u00dcbernahmepremiere gibt es noch Karten in allen Kategorien, nebst weiteren Informationen am einfachsten im Internet unter <a href=\"https:\/\/cas5-0-urlprotect.trendmicro.com\/wis\/clicktime\/v1\/query?url=http%3a%2f%2fwww.operamrhein.de&amp;umid=cd361921-5293-432e-a9dc-9c4544f9f835&amp;rct=1747818371&amp;auth=f8c1baceba2a490369a2d3c8736469ec61ded91a-ba517611eb0b065ccf9df0842c387fb76eaba934\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">www.operamrhein.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zugrunde liegt der gleichnamige Versroman von Alexander Puschkin. 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