{"id":1284433,"date":"2026-09-06T14:09:22","date_gmt":"2026-09-06T14:09:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1284433\/"},"modified":"2026-09-06T14:09:22","modified_gmt":"2026-09-06T14:09:22","slug":"der-stadtrat-tagte-eine-neue-patenschaft-fuer-seenotrettung-im-mittelmeer-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1284433\/","title":{"rendered":"Der Stadtrat tagte: Eine neue Patenschaft f\u00fcr Seenotrettung im Mittelmeer \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Leipzig bleibt Pate f\u00fcr Seenotrettung im Mittelmeer. Weil das Rettungsschiff, f\u00fcr das bisher eine Patenschaft bestanden hatte, nicht mehr im Einsatz ist, wurde die Patenschaft \u00fcbertragen: auf die \u201eLifeline SAR\u201c der Hilfsorganisation \u201eMission Lifeline\u201c. Versuche, die Patenschaft zu beenden, scheiterten hingegen im Stadtrat.<\/p>\n<p>Eine Petition der Leipziger \u201eSeebr\u00fccke\u201c hatte gefordert, dass Leipzig jenes Schiff j\u00e4hrlich mit 20.000 Euro unterst\u00fctzt. Vor dem Neuen Rathaus waren Oberb\u00fcrgermeister Burkhard Jung (SPD) mehr als 1.000 Unterschriften \u00fcbergeben worden. Diese Forderung hatte der Petitionsausschuss aber etwas entsch\u00e4rft.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2c53334a8111485c985b4d6c2f96e03d.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/><\/p>\n<p>Stattdessen soll die Stadt nun mindestens einmal im Jahr im Rahmen geeigneter Veranstaltungen zu Spenden aufrufen beziehungsweise Spenden sammeln \u2013 und pr\u00fcfen, ob sie Spenden bis zu einer H\u00f6he von insgesamt maximal 20.000 Euro verdoppeln kann. Sie soll sich au\u00dferdem bei der Bundesregierung daf\u00fcr einsetzen, dass Seenotrettung entkriminalisiert wird.<\/p>\n<p>Es gehe darum, ein klares Zeichen zu setzen, sagte Linken-Stadtr\u00e4tin Juliane Nagel in der Ratsversammlung \u2013 ein Zeichen gegen die aus ihrer Sicht migrationsfeindliche EU-Politik. Seitens der Verwaltung habe sie aber wenig Empathie bei dem Thema wahrgenommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/flucht1.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-669585\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/flucht1-698x465.jpg\" alt=\"\" width=\"698\" height=\"465\"  \/><\/a>Oberb\u00fcrgermeister Jung und Stadtr\u00e4tin Ehms (Linke) bei einer Kundgebung vor dem Rathaus. Foto: Thomas K\u00f6hler<\/p>\n<p>Gr\u00fcnen-Stadtr\u00e4tin Anne Vollerthun wies darauf hin, dass Seenotrettung humanit\u00e4re Pflicht sei. Das, was beschlossen werden soll, sei f\u00fcr eine Stadt wie Leipzig gut und niedrigschwellig umsetzbar.<\/p>\n<p>Andere Fraktionen im Rat sahen das jedoch ganz anders. Aus der AfD hie\u00df es, dass es keine Aufgabe von Kommunen sei. \u00c4hnlich sah es Sven Morlok aus der Freien Fraktion, wenngleich er auf die schwierige Lage der Fl\u00fcchtenden hinwies. In seiner Fraktion gab es bei dem Thema aber ebenso wenig Einigkeit wie in der BSW-Fraktion.<\/p>\n<p>Letztlich konnten sich die Skeptiker*innen nicht durchsetzen. Der AfD-Antrag, im Prinzip das Gegenteil von dem zu machen, was Linke und Gr\u00fcne beantragt hatten, wurde nur von der CDU und einzelnen anderen Stadtr\u00e4t*innen unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Der Antrag von Linken und Gr\u00fcnen hingegen fand vor allem dank der SPD eine Mehrheit. Leipzig steht also \u2013 zumindest auf dem Papier \u2013 weiter an der Seite jener, die auf der Flucht ihr Leben riskieren, und jener, die diese Leben retten wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig bleibt Pate f\u00fcr Seenotrettung im Mittelmeer. 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