{"id":1284615,"date":"2026-09-06T16:12:32","date_gmt":"2026-09-06T16:12:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1284615\/"},"modified":"2026-09-06T16:12:32","modified_gmt":"2026-09-06T16:12:32","slug":"daten-zu-wasserwerken-im-darknet-it-sachverstaendiger-berlin-ignorierte-sicherheitsluecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1284615\/","title":{"rendered":"Daten zu Wasserwerken im Darknet: IT-Sachverst\u00e4ndiger: Berlin ignorierte Sicherheitsl\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p>Daten zu Wasserwerken im DarknetIT-Sachverst\u00e4ndiger: Berlin ignorierte Sicherheitsl\u00fccken<\/p>\n<p>06.09.2026, 17:41 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:06 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/496014272.webp\" alt=\"496014272\"\/>In der Hauptstadt ziehen dunkle Wolken \u00fcber dem Roten Rathaus und Fernsehturm auf. (Foto: picture alliance\/dpa)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Rund 1,44 Millionen Dateien der Berliner Verwaltung stehen im Darknet &#8211; darunter sensible Hauptstadt-Unterlagen zu Umspannwerken, Gef\u00e4ngnissen und der Bundeswehr. Mehrere IT-Experten machen den Beh\u00f6rden schwere Vorw\u00fcrfe.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Hackerangriff auf Teile der Berliner Verwaltung k\u00f6nnte viel weitreichendere Folgen haben als zun\u00e4chst bekannt &#8211; weit \u00fcber die Hauptstadt hinaus. Seit Freitag sind rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von 5,8 Terabyte im Darknet ver\u00f6ffentlicht. Ein Terabyte entspricht rund 1.000 Gigabyte. Der IT-Experte Manuel Atug machte nun \u00f6ffentlich, dass er nach eigener Aussage bereits 2023 und 2025 als Sachverst\u00e4ndiger in den Berliner Innenausschuss geladen worden sei. Demnach habe er schon vor Jahren auf &#8222;eklatante Sicherheitsl\u00fccken&#8220; hingewiesen. &#8222;Das Land Berlin hat grob fahrl\u00e4ssig gehandelt und vors\u00e4tzlich die Geheimschutz-Vorgaben nicht eingehalten&#8220;, sagte der IT-Experte. Er sei &#8222;wirklich schockiert und sprachlos.&#8220; <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zun\u00e4chst schienen nur personenbezogene Daten betroffen zu sein &#8211; darunter gescannte Reisep\u00e4sse, Arbeitsvertr\u00e4ge, Bewerbungsunterlagen und Krankmeldungen von Staatsbediensteten. Laut mehreren Medienberichten und der Einsch\u00e4tzung von IT-Experten k\u00f6nnten allerdings auch hochsensible Daten geleakt worden sein, die f\u00fcr den Schutz kritischer Infrastruktur und die Sicherheit von Bund und L\u00e4ndern relevant sind. Dabei geht es etwa um den Zivilschutz oder R\u00fcstungsunternehmen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Von einem &#8222;echten Daten-Super-GAU&#8220; sprach der Gr\u00fcnen-Fraktionsvize Konstantin von Notz im &#8222;Handelsblatt&#8220;. &#8222;Sollte sich herausstellen, dass Schutzmechanismen bewusst nicht eingehalten wurden und der dringend notwendige Geheimschutz nicht gew\u00e4hrleistet war, w\u00e4ren auch personelle Konsequenzen unausweichlich&#8220;, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker der Zeitung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Gr\u00fcnen-Politiker warf der Bundesregierung &#8222;massive Vers\u00e4umnisse&#8220; vor. Seiner Einsch\u00e4tzung nach k\u00f6nnte es sich um den schwersten bislang bekanntgewordenen IT-Sicherheitsfall auf Landesebene handeln &#8211; mit m\u00f6glicherweise erheblichen finanziellen Folgen, so von Notz: &#8222;Der j\u00fcngste Fall in Berlin wird die Steuerzahler Millionen kosten. Die Bundesregierung trifft eine direkte Mitschuld.&#8220; CDU-Au\u00dfenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220;: &#8222;Dieser Datenabfluss ist von gravierendem Ausma\u00df und gef\u00e4hrdet unsere nationale Sicherheit.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Hacker hatten sich vom 7. bis zum 12. August unbemerkt Zugang zu Teilen des Berliner Landesnetzes verschafft und Daten abgesch\u00f6pft. Betroffen waren die Senatsverwaltungen f\u00fcr Bauen und Verkehr. Die Verwaltung bemerkte den Angriff am 14. August und machte ihn drei Tage sp\u00e4ter \u00f6ffentlich. Die Hacker-Gruppe Rhysida forderte 30 Bitcoin, was umgerechnet rund zwei Millionen Euro entspricht. Der Senat zahlte nicht und die T\u00e4ter ver\u00f6ffentlichten die Daten nach Ablauf ihres Ultimatums. Ein Sprecher des Innenministeriums betonte, die Gruppierung habe aus finanziellen Gr\u00fcnden gehandelt. Unbekannte Dritte k\u00f6nnten die im Darknet ver\u00f6ffentlichten Daten nun aber f\u00fcr weitere kriminelle Zwecke missbrauchen. <\/p>\n<p>Chaos Computer Club findet sensible Datens\u00e4tze<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein vollst\u00e4ndiger \u00dcberblick \u00fcber die geleakten Daten ist wegen der gewaltigen Menge bislang kaum m\u00f6glich. Au\u00dferdem k\u00f6nne der Datensatz nicht nach bestimmten Begriffen durchsucht werden, erkl\u00e4rte Jochim Selzer, Sprecher des Chaos Computer Clubs. Seinen Recherchen zufolge sind unter den Dateien neben personenbezogenen Daten auch sensible Informationen \u00fcber die Berliner Wasserversorgung zu finden. Dem &#8222;Tagesspiegel&#8220; zufolge sollen sich darunter zudem Daten zu Heizkraftwerken, Tanklagern, Notstromanlagen, Umspannwerken, Gef\u00e4ngnissen, Wasserwerken sowie R\u00fcstungsunternehmen und der Bundeswehr befinden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr Betroffene besteht die Gefahr von Identit\u00e4tsdiebstahl und gezielten Phishing-Angriffen, wie das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte. Sicherheitsrelevante Informationen k\u00f6nnten zudem von fremden M\u00e4chten oder Terroristen missbraucht werden. Das BSI teilte mit, dass Angaben zu kritischen Infrastrukturen, Unternehmen und Organisationen je nach Sensibilit\u00e4t die Bedrohungslage erh\u00f6hen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Berlin koordiniert inzwischen eine zus\u00e4tzliche Steuerungseinheit die Sichtung und Bewertung der Daten. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind auch das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz (BfV) an der Aufarbeitung beteiligt. Im Gemeinsamen Cyberabwehrzentrum w\u00fcrden alle Erkenntnisse zusammengetragen und geteilt.<\/p>\n<p>Sicherheitsma\u00dfnahmen werden erh\u00f6ht<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Betroffene B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, Besch\u00e4ftigte und Unternehmen sollen nach Angaben der Senatskanzlei risikobasiert per Brief oder E-Mail kontaktiert und beraten werden. Konkrete Angaben dazu, welche Daten genau ver\u00f6ffentlicht wurden, machte die Senatskanzlei zun\u00e4chst nicht. Die forensischen Untersuchungen und Ermittlungen dauern an. Die Bundeswehr k\u00fcndigte an, nach der Analyse m\u00f6glicher Sicherheitsrisiken Ma\u00dfnahmen zum Schutz der milit\u00e4rischen Sicherheit einzuleiten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auch die Berliner Landesregierung hat die Sicherheitsma\u00dfnahmen nach eigenen Angaben erh\u00f6ht. In zwei Wochen wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gew\u00e4hlt. Die Wahlumgebung sei nach derzeitigem Stand nicht betroffen, sagte Landeswahlleiter Stephan Br\u00f6chler.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, bho\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Daten zu Wasserwerken im DarknetIT-Sachverst\u00e4ndiger: Berlin ignorierte Sicherheitsl\u00fccken 06.09.2026, 17:41 Uhr Artikel anh\u00f6ren(06:06 min) In der Hauptstadt ziehen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1284616,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[5968,296,3257,3888,29,30,15646,10036,16],"class_list":["post-1284615","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-kritische-infrastruktur","tag-berlin","tag-cyberkriminalitaet","tag-darknet","tag-deutschland","tag-germany","tag-hacker","tag-hybrider-krieg","tag-politik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117224980324068336","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1284615","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1284615"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1284615\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1284616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1284615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1284615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1284615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}