{"id":1284822,"date":"2026-09-06T18:42:34","date_gmt":"2026-09-06T18:42:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1284822\/"},"modified":"2026-09-06T18:42:34","modified_gmt":"2026-09-06T18:42:34","slug":"diplomatie-trumps-gesandte-in-moskau-und-kiew-kein-erkennbarer-erfolg-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1284822\/","title":{"rendered":"Diplomatie &#8211; Trumps Gesandte in Moskau und Kiew &#8211; kein erkennbarer Erfolg &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kiew\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kiew<\/a> (dpa) &#8211; Im Ringen um ein Ende des <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ukraine\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a>-Kriegs haben sich nach Gespr\u00e4chen der US-Unterh\u00e4ndler Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew keine unmittelbaren Fortschritte gezeigt. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj sprach zwar von \u201e\u00e4u\u00dferst inhaltsvollen\u201c Gespr\u00e4chen, machte aber deutlich, dass unter dem Strich wenig stand. Nach Abschluss der Unterredungen zeigte er sich wenig optimistisch: \u201eSollte sich der Krieg bis zum Winter ziehen, und danach sieht es aktuell aus, brauchen wir ein &#8222;Winterpaket&#8220;\u201c, wurde er von den ukrainischen Medien zitiert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Trumps Gesandte Witkoff und Kushner haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, waren f\u00fcr ihre Vermittlungsbem\u00fchungen aber noch nie zuvor in Kiew &#8211; f\u00fcr die Ukraine ein Beweis mehr f\u00fcr den drastischen Kurswechsel der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> unter Trump im Umgang mit dem russischen Angriffskrieg, der seit mehr als viereinhalb Jahren andauert. Bevor Witkoff und Kushner am Sonntag dann erstmals in der ukrainischen Hauptstadt eintrafen, sa\u00dfen sie am Samstagabend fast drei Stunden mit Kremlchef Wladimir Putin zusammen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Trumps Schwiegersohn Kushner sprach sich f\u00fcr die Wiederaufnahme trilateraler Gespr\u00e4che der Ukraine und Russlands unter US-Vermittlung aus. \u201eHoffentlich sehen wir da sehr bald Fortschritte\u201c, wurde er von CNN mit Blick auf die j\u00fcngsten Gespr\u00e4che in Kiew und Moskau zitiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fd13219f-859f-4781-8783-bd6a84402972.jpg\"   alt=\"Selenskyj zeigte seinen G\u00e4sten die mittelalterliche Sophien-Kathedrale, ein Sinnbild der historischen Tradition der Ukraine.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Selenskyj zeigte seinen G\u00e4sten die mittelalterliche Sophien-Kathedrale, ein Sinnbild der historischen Tradition der Ukraine.<\/p>\n<p>Uncredited\/Ukrainian Presidential Press Office via AP\/dpa\u201eBesser als Flugabwehrsysteme\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im Scherz meinte Selenskyj, die Anwesenheit Witkoffs und Kushners habe \u201ebesser funktioniert als die Patriot-Flugabwehrsysteme\u201c. Die beiden Emiss\u00e4re von US-Pr\u00e4sident Donald Trump sollten \u00f6fter nach Kiew kommen, um den Bewohnern eine Chance zu geben, ohne die st\u00e4ndigen russischen Angriffe ein wenig Luft zu holen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kremlchef Putin hatte f\u00fcr die Dauer des Besuchs der US-Unterh\u00e4ndler eine dreit\u00e4gige Pause in den Angriffen auf Kiew verk\u00fcndet, die Ukraine verzichtete daf\u00fcr in dieser Zeit auf Angriffe gegen Moskau. Die Ukraine beklagt einen Mangel an Patriot-Raketen, dem einzigen Abwehrmittel gegen russische Raketen.<\/p>\n<p>Selenskyjs Verb\u00fcndete mit am Tisch<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">An den Verhandlungen in Kiew nahmen auch die Sicherheitsberater der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien teil. \u201eWir haben vereinbart, dass sich die Ukraine, Europa und Amerika in K\u00fcrze treffen werden\u201c, sagte Selenskyj im Anschluss. Einen konkreten Termin nannte er nicht. Selenskyj bekr\u00e4ftigte zu guter Letzt die Ansicht, dass zur L\u00f6sung der wichtigsten Fragen im Ukraine-Konflikt, wie etwa der territorialen Aufteilung, ein Treffen auf h\u00f6chster Ebene n\u00f6tig sei. Putin hat bisher ein direktes Treffen mit Selenskyj an einem neutralen Ort kategorisch abgelehnt. Stattdessen forderte er Selenskyj auf, zu Gespr\u00e4chen nach Moskau zu kommen. Dies wiederum lehnte der ukrainische Staatschef ab.<\/p>\n<p>Putin nennt Zusammenarbeit mit USA \u201ekomfortabel\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Witkoff und Kushner hatten bei Selenskyj f\u00fcr Unmut damit gesorgt, dass sie Kiew bei ihren Vermittlungsbem\u00fchungen bislang ausgelassen hatten. Im April kritisierte er, es sei respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen. Trotz der Visite d\u00fcrften auch die j\u00fcngsten Eindr\u00fccke aus Moskau in Kiew nicht gut angekommen sein. Putin erkl\u00e4rte, dass Witkoff und Kushner inzwischen das Vertrauen der russischen Seite h\u00e4tten. \u201eF\u00fcr uns ist die Zusammenarbeit mit ihnen komfortabel\u201c, sagte der Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ce6c5477-589d-40a6-ad62-973327466e97.jpg\"   alt=\"Bereits mehrfach waren die US-Unterh\u00e4ndler Steve Witkoff und Jared Kushner zu Gespr\u00e4chen in Moskau.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Bereits mehrfach waren die US-Unterh\u00e4ndler Steve Witkoff und Jared Kushner zu Gespr\u00e4chen in Moskau.<\/p>\n<p>Uncredited\/Pool Sputnik Kremlin\/AP\/dpa<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Putin habe seine Einsch\u00e4tzung der Lage abgegeben, berichtete dessen au\u00dfenpolitischer Berater Juri Uschakow. \u201eInsbesondere wurden die tats\u00e4chlichen Erfolge der russischen Armee beim Vormarsch im Einsatzgebiet hervorgehoben\u201c, sagte er. Allerdings geben Experten \u00fcber die vermeintlichen und realen Fortschritte der Kriegsparteien im Frontgebiet unterschiedliche Einsch\u00e4tzungen ab. Immer wieder gibt es Zweifel, ob Putin von seinem Generalstab wahrheitsgem\u00e4\u00df \u00fcber die Lage informiert wird.<\/p>\n<p>Anreise mit der Bahn aus Polen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach dem Treffen in Moskau flogen die US-Unterh\u00e4ndler zur\u00fcck auf EU-Gebiet und landeten in Rzeszow in Ostpolen. Von dort nahmen sie wie andere ausl\u00e4ndische Politiker den Zug f\u00fcr den Besuch in Kiew. Vorher hatte es \u00dcberlegungen \u00fcber eine Anreise mit dem Flugzeug gegeben. Allerdings ruht der zivile Flugverkehr \u00fcber der Ukraine seit Kriegsbeginn 2022. Selenskyj warf <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> vor, vor dem Besuch gezielt die Kiewer Flugh\u00e4fen Schuljany und Boryspil beschossen zu haben, um die US-Vermittler abzuschrecken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/dacaa483-b030-471e-b5ae-7d21e900439f.jpg\"   alt=\"Die US-Vermittler reisten wie andere ausl\u00e4ndische G\u00e4ste mit der Bahn an.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Die US-Vermittler reisten wie andere ausl\u00e4ndische G\u00e4ste mit der Bahn an.<\/p>\n<p>Francisco Seco\/AP\/dpaZeichen stehen auf Eskalation\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei direkten Gespr\u00e4chen Moskaus und Kiews in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Februar in Genf sa\u00df Washington als Vermittler mit am Tisch. Zuletzt lagen die Verhandlungen auf Eis \u2013 auch weil die USA durch ihren eigenen Krieg im Iran abgelenkt waren. Vor Witkoffs und Kushners Reise hatte Trump gesagt: \u201eWir haben sie dorthin geschickt, um zu pr\u00fcfen, ob wir etwas erreichen k\u00f6nnen.\u201c Er zeigte sich erneut optimistisch, dass dies gelingen k\u00f6nne. Bisher haben die Bem\u00fchungen der USA aber noch keinen Durchbruch gebracht &#8211; und im Krieg stehen die Zeichen derzeit eher auf Eskalation. An der Front gibt es kaum Bewegung, gleichzeitig haben beide Seiten ihren Luft- und Seekrieg intensiviert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260906-930-641323\/5<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kiew (dpa) &#8211; Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs haben sich nach Gespr\u00e4chen der US-Unterh\u00e4ndler Steve Witkoff&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1284823,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4012],"tags":[331,332,147,508,13,5793,8221,4046,14,15,16,307,12,149,317,64],"class_list":["post-1284822","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-ukraine","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-ausland","tag-diplomatie","tag-headlines","tag-kiew","tag-konflikte","tag-krieg","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-ukraine","tag-usa"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117225573246014047","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1284822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1284822"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1284822\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1284823"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1284822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1284822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1284822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}