{"id":1285468,"date":"2026-09-07T02:17:21","date_gmt":"2026-09-07T02:17:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1285468\/"},"modified":"2026-09-07T02:17:21","modified_gmt":"2026-09-07T02:17:21","slug":"schellmann-art-muenchen-warhol-haring-der-spirit-of-pop-art","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1285468\/","title":{"rendered":"Schellmann Art M\u00fcnchen: Warhol, Haring &#038; der Spirit of Pop Art"},"content":{"rendered":"<p>J\u00f6rg Schellmann arbeitete mit einigen der gr\u00f6\u00dften Namen der Pop Art. Heute f\u00fchrt die n\u00e4chste Generation die Geschichte in M\u00fcnchen weiter. In Schwabing zeigt Schellmann Art mit \u201eThe Spirit of Pop Art\u201c, warum Warhol &amp; Co. erstaunlich gut ins Instagram-Zeitalter passen.<\/p>\n<p>New York in den 1980er-Jahren. Nach Galerie-Openings trifft sich die internationale Kunstszene im legend\u00e4ren Palladium. Andy Warhol ist da, Keith Haring, Jean-Michel Basquiat. Mittendrin: <strong>J\u00f6rg Schellmann<\/strong>, Galerist und Verleger aus M\u00fcnchen.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-72735 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Schellmann-Art-Muenchen.jpeg\" alt=\"Schellmann Art\" width=\"1350\" height=\"1030\"  \/>J\u00f6rg, Pauline und Basile Schellmann bringen den \u201eSpirit of Pop Art\u201c nach M\u00fcnchen: Am 15. September er\u00f6ffnet ihre neue Ausstellung, die diesen Herbst in Schwabing zu sehen ist.<\/p>\n<p>Mehr als vier Jahrzehnte sp\u00e4ter ist diese Geschichte noch immer Teil von Schellmann Art. Inzwischen f\u00fchrt die n\u00e4chste Generation die Galerie weiter. <strong>Basile und Pauline Schellmann<\/strong> sind mit einer Kunstwelt aufgewachsen, zu der Besuche bei der Art Basel ebenso geh\u00f6rten wie Reisen nach New York und Begegnungen mit K\u00fcnstlern wie Christo oder Jeff Koons.<\/p>\n<p>Genau darum geht es auch in der aktuellen Ausstellung <strong>\u201eThe Spirit of Pop Art\u201c<\/strong>. Historische Arbeiten stehen neben j\u00fcngeren und zeitgen\u00f6ssischen Positionen. <strong>Und pl\u00f6tzlich wirkt Pop Art erstaunlich aktuell: Was ist von ihrem Geist im digitalen Zeitalter geblieben?<\/strong><\/p>\n<p>Als Warhol und Haring in New York feierten<\/p>\n<p>Eine Erinnerung ist J\u00f6rg Schellmann besonders geblieben.<\/p>\n<p>Sie haben mit K\u00fcnstlern wie Andy Warhol und Keith Haring direkt zusammengearbeitet. Welche pers\u00f6nlichen Erinnerungen aus dieser Zeit haben Sie besonders gepr\u00e4gt?<\/p>\n<p><strong>J\u00f6rg Schellmann:<\/strong><br \/>\u201eIn den 1980er Jahren gab es eine neue, von dem japanischen Architekten Arata Isozaki entworfene Diskothek, das Palladium, die das Coolste war, was New York zu dieser Zeit zu bieten hatte. In den R\u00e4umen gab es riesige Wandbilder und Installationen von David Salle, Francesco Clemente, Jean-Michel Basquiat und Keith Haring \u2013 nicht zuf\u00e4llig alles K\u00fcnstler, mit denen ich gearbeitet habe.<\/p>\n<p>Die Galerien luden nach ihren Openings h\u00e4ufig exklusiv ins Palladium ein, wo man an einem Abend von Andy Warhol bis Keith Haring auf alle traf, die in der New Yorker Kunstszene Bedeutung hatten.\u201c<\/p>\n<p>Heute liest sich die G\u00e4steliste eines solchen Abends beinahe wie ein <strong data-start=\"279\" data-end=\"313\">Who\u2019s Who der Kunstgeschichte<\/strong>. Auch Basile und Pauline Schellmann kamen fr\u00fch mit der internationalen Kunstszene in Ber\u00fchrung. <strong>Basile Schellmann<\/strong> erinnert sich daran, den Vater schon fr\u00fch zur Art Basel und nach New York begleitet und K\u00fcnstler wie Christo oder Jeff Koons in ihren Studios besucht zu haben.<\/p>\n<p>Heute wollen Basile und Pauline Schellmann die Galerie weiterentwickeln \u2013 und auch Menschen f\u00fcr Kunst interessieren, die bisher selten eine Galerie betreten haben.<\/p>\n<p>Was Pop Art mit Instagram und TikTok zu tun hat<\/p>\n<p>Was haben Warhol &amp; Co. mit Instagram und TikTok zu tun? Mehr, als man zun\u00e4chst vermuten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Pop Art entstand in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs und des Konsumbooms. Welche Relevanz hat der \u201eSpirit of Pop Art\u201c in der heutigen digitalen Welt?<\/p>\n<p><strong>Pauline Schellmann:<\/strong><br \/>\u201ePop Art war vermutlich eine der letzten gro\u00dfen Kunststr\u00f6mungen, deren Bildsprache weit \u00fcber die Kunstwelt hinaus in die Gesellschaft hineingewirkt hat. Werbung, Mode, Musik, Design und unsere gesamte visuelle Kultur wurden davon beeinflusst.<\/p>\n<p>Gerade in den letzten Jahren erscheinen uns diese Themen wieder besonders aktuell. Pop Art besch\u00e4ftigte sich mit Konsum, Werbung, Marken, Massenmedien, Wiederholung und der Produktion von Ikonen. Heute begegnen uns dieselben Mechanismen in noch extremerer Form auf Instagram, TikTok und in der digitalen Aufmerksamkeits\u00f6konomie. Bilder werden permanent produziert, vervielf\u00e4ltigt, ver\u00e4ndert und konsumiert.<\/p>\n<p>Deshalb verstehen wir \u201eThe Spirit of Pop Art\u201c auch nicht als nostalgischen R\u00fcckblick auf die 1960er Jahre. Uns interessiert vielmehr, wie erstaunlich gegenw\u00e4rtig viele dieser Ideen heute noch sind.\u201c<\/p>\n<p>Wenn Andy Warhol auf Damien Hirst trifft<\/p>\n<p>In der Ausstellung l\u00e4sst sich das an Warhol und Damien Hirst konkret sehen. Ein Beispiel ist die Gegen\u00fcberstellung von <strong>Andy Warhols \u201eFlowers\u201c und Damien Hirsts \u201eFruitful\u201c<\/strong>.<\/p>\n<p>Beide Arbeiten greifen ein \u00e4hnliches Motiv auf und arbeiten mit intensiver Farbe, Wiederholung und einer unmittelbar zug\u00e4nglichen Bildsprache \u2013 obwohl sie aus unterschiedlichen K\u00fcnstlergenerationen stammen.<\/p>\n<p>Die Schellmanns konnten dabei aus rund 1.000 Editionen von Ende der 1960er-Jahre bis heute ausw\u00e4hlen. In \u201eThe Spirit of Pop Art\u201c sind deshalb nicht nur die bekannten Namen vertreten. Auch fr\u00fche und heute weniger pr\u00e4sente Positionen sind Teil der Ausstellung.<\/p>\n<p>Warum Pop Art nach Schwabing passt<\/p>\n<p>Schwabing hat sich seit seiner gro\u00dfen Zeit als M\u00fcnchner K\u00fcnstler- und Boh\u00e8meviertel erheblich ver\u00e4ndert. Trotzdem sieht die Familie Schellmann gerade darin einen passenden Standort f\u00fcr ihre Galerie.<\/p>\n<p>Warum passt gerade Schwabing zum Geist der Pop Art?<\/p>\n<p><strong>Basile Schellmann:<\/strong><br \/>\u201eSchwabing hat eine lange Geschichte als K\u00fcnstler- und Kulturviertel und war immer ein Ort, an dem unterschiedliche kreative Disziplinen aufeinandergetroffen sind. Genau diese Offenheit passt f\u00fcr uns sehr gut zur Pop Art, die ebenfalls die Grenzen zwischen sogenannter Hochkultur und Alltagskultur bewusst infrage gestellt hat.<\/p>\n<p>Heute hat sich Schwabing nat\u00fcrlich ver\u00e4ndert, aber gerade die Mischung aus kultureller Tradition, urbanem Leben, Gastronomie, Design und einem sehr unterschiedlichen Publikum finden wir f\u00fcr unsere Galerie spannend. Wir befinden uns hier nicht in einem abgeschlossenen Kunstbezirk.<\/p>\n<p>Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Gr\u00fcnden ins Viertel und begegnen dabei vielleicht auch unerwartet der Kunst.\u201c<\/p>\n<p>Und damit landet man am Ende wieder bei Andy Warhol: \u201ePop Art is for everyone.\u201c<\/p>\n<p><strong>Interview: Andrea Vodermayr<\/strong> | Redaktion: Exklusiv M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Schellmann Art M\u00fcnchen<\/p>\n<p><strong>Ausstellung:<\/strong> \u201eThe Spirit of Pop Art\u201c<br \/><strong>Er\u00f6ffnung:<\/strong> 15. September 2026<br \/><strong>Adresse:<\/strong> Ainmillerstra\u00dfe 25, R\u00fcckgeb\u00e4ude, 80801 M\u00fcnchen<br \/><strong>\u00d6ffnungszeiten:<\/strong> Dienstag\u2013Freitag, 10\u201318 Uhr<br \/><strong>Telefon:<\/strong> +49 89 38666080<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"J\u00f6rg Schellmann arbeitete mit einigen der gr\u00f6\u00dften Namen der Pop Art. 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