{"id":128669,"date":"2025-05-21T18:08:08","date_gmt":"2025-05-21T18:08:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/128669\/"},"modified":"2025-05-21T18:08:08","modified_gmt":"2025-05-21T18:08:08","slug":"warum-sollte-ich-nicht-trump-regierung-nimmt-geschenkten-katar-jumbojet-offiziell-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/128669\/","title":{"rendered":"&#8222;Warum sollte ich nicht?&#8220;: Trump-Regierung nimmt geschenkten Katar-Jumbojet offiziell an"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Warum sollte ich nicht?&#8220;<br \/>\n                Trump-Regierung nimmt geschenkten Katar-Jumbojet offiziell an<\/p>\n<p>\t\t\t\t              21.05.2025, 19:32 Uhr<\/p>\n<p><strong>Die Demokraten schimpfen \u00fcber &#8222;blanke Korruption&#8220;, der US-Pr\u00e4sident sieht das anders: Die Regierung von Trump nimmt das teure Geschenk der katarischen F\u00fchrung nun doch an. Das Pentagon teilt mit, dass die Maschine vom Typ Boeing 747 zum Regierungsflieger Air Force One aufger\u00fcstet werden soll.<\/strong><\/p>\n<p>Trotz scharfer Kritik nimmt die Regierung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump ein teures Flugzeug als Geschenk von der F\u00fchrung in Katar an. Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, es akzeptiere in \u00dcbereinstimmung mit allen Regeln und Vorschriften eine Maschine vom Typ Boeing 747, die f\u00fcr Trump zum Regierungsflieger Air Force One aufger\u00fcstet werden soll. Bei der Nachr\u00fcstung des Jumbojets w\u00fcrden angemessene Sicherheitsvorkehrungen f\u00fcr den Transport des US-Pr\u00e4sidenten sichergestellt.<\/p>\n<p>Berichten zufolge hat das Flugzeug einen Wert von etwa 400 Millionen US-Dollar (derzeit 355 Millionen Euro). Das teure Geschenk eines ausl\u00e4ndischen Partners wirft rechtliche und ethische Fragen auf. Demokraten sprechen von &#8222;blanker Korruption&#8220; und haben mit Protestaktionen im US-Parlament gedroht.<\/p>\n<p>Die Pl\u00e4ne waren bereits vor Tagen publik geworden &#8211; kurz vor einer Reise des Pr\u00e4sidenten nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Idee des geschenkten Fliegers sorgte f\u00fcr gro\u00dfe Emp\u00f6rung. W\u00e4hrend die katarische Seite zun\u00e4chst l\u00e4nger schwieg, sprach Trump ganz unverbl\u00fcmt \u00fcber das Vorhaben und verteidigte dies vehement. \u00dcber mehrere Tage argumentierte er, es w\u00e4re unsinnig und gar &#8222;dumm&#8220;, ein solches Angebot f\u00fcr ein &#8222;kostenloses, sehr teures Flugzeug&#8220; auszuschlagen &#8211; schlie\u00dflich spare es den amerikanischen Steuerzahlern nur Geld.<\/p>\n<p>Trump: &#8222;Wir sollten das beeindruckendste Flugzeug haben&#8220;<\/p>\n<p>Der US-Pr\u00e4sident hatte w\u00e4hrend seiner Nahost-Reise auch beklagt, der aktuelle Regierungsflieger der USA sei schon sehr alt. Die Staaten der Golfregion h\u00e4tten dagegen neue Boeings. Die Regierungsmaschine der USA sehe daneben &#8222;viel kleiner&#8220; und &#8222;weniger beeindruckend&#8220; aus. &#8222;Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika, ich glaube, dass wir das beeindruckendste Flugzeug haben sollten&#8220;, sagte er: &#8222;Warum sollte ich das Geschenk nicht annehmen?&#8220;<\/p>\n<p>Auch Katars Regierung hatte Kritik zur\u00fcckgewiesen. Es handele sich um ein &#8222;ganz einfaches Gesch\u00e4ft von Regierung zu Regierung&#8220;, sagte Katars Ministerpr\u00e4sident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani dem Sender CNN. Es sei eine normale &#8222;Transaktion&#8220;. Die vielen Diskussionen um das Thema verstehe er nicht.<\/p>\n<p>Experten zufolge d\u00fcrfte der Umbau des Jumbojets zum neuen Regierungsflieger wegen der hohen Sicherheitsanforderungen sehr kostspielig werden und sehr langwierig sein. Die US-Regierung hat bei Boeing bereits neue Flieger bestellt, deren Auslieferung verz\u00f6gert sich jedoch.<\/p>\n<p>Korruptionsvorw\u00fcrfe von den Demokraten<\/p>\n<p>Kritiker haben gro\u00dfe Einw\u00e4nde. Sie verweisen auf die Verfassung und den Anspruch, sich als Regierung nicht in die Schuld anderer Staaten zu begeben, sich nicht durch Geschenke oder Gef\u00e4lligkeiten abh\u00e4ngig zu machen. Die US-Verfassung verbietet es Regierungsvertretern, Geschenke, Titel oder \u00c4hnliches &#8222;von einem K\u00f6nig, Prinzen oder ausl\u00e4ndischen Staat&#8220; ohne Zustimmung des US-Kongresses anzunehmen. Trump will diese Anti-Korruptions-Klausel durch die Schenkung an das Pentagon umgehen.<\/p>\n<p>In US-Medien war zudem davon die Rede, dass das Flugzeug nach dem Ende von Trumps zweiter Amtszeit nicht weiter im Dienst der Regierung stehen soll, sondern bei ihm verbleiben k\u00f6nnte. Dazu gibt es aber keine gesicherten Informationen.<\/p>\n<p>Der demokratische Minderheitsf\u00fchrer im US-Senat, Chuck Schumer, sprach von &#8222;blanker Korruption&#8220; und einer &#8222;ernsten Bedrohung der nationalen Sicherheit&#8220;. Das m\u00f6gliche Geschenk sei &#8222;so korrupt, dass selbst (Kremlchef Wladimir) Putin sich die Augen reiben w\u00fcrde&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Als Konsequenz k\u00fcndigte Schumer an, alle politischen Nominierungen f\u00fcr das Justizministerium im Senat zu blockieren. Hintergrund sind Berichte, wonach Justizministerin Pam Bondi dem umstrittenen Deal pers\u00f6nlich zugestimmt haben soll. Schumer forderte, Bondi m\u00fcsse darlegen, warum das Vorhaben nicht gegen Ethikregeln versto\u00dfe. Laut US-Medien war Bondi vor ihrer Ernennung zur Ministerin als registrierte Lobbyistin f\u00fcr die katarische Regierung t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Zwar k\u00f6nnen die Demokraten im Senat Trumps Personalien nicht dauerhaft verhindern &#8211; die Republikaner haben die Mehrheit in der Kongresskammer. Allerdings k\u00f6nnen sie die Verfahren mit parlamentarischen Winkelz\u00fcgen deutlich verlangsamen.<\/p>\n<p>&#8222;Nur die Spitze des Eisbergs&#8220;?<\/p>\n<p>Schumer kritisierte zugleich, dieser Fall sei &#8222;nur die Spitze des Eisbergs&#8220;. Katar und andere Golfstaaten h\u00e4tten bereits seit Monaten Milliarden in Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit Trumps Firmen investiert &#8211; offenbar, um politischen Einfluss zu gewinnen. Er spielte damit auf verschiedene Gesch\u00e4fte der Trump-Familie in der Golfregion an. Trumps Immobilienkonzern, den die S\u00f6hne Eric und Don Junior leiten, ist dort sehr aktiv.<\/p>\n<p>Kurz vor der Nahost-Reise des Pr\u00e4sidenten hatte die Trump Organization neue Projekte in der Golfregion angek\u00fcndigt: das erste Trump-Hotel in Dubai, einen Golfclub in Katar. F\u00fcr die saudische Hafenstadt Dschidda wurde bereits im vergangenen Jahr der Bau eines Trump-Wolkenkratzers verk\u00fcndet.<\/p>\n<p>Auch beim Thema Kryptow\u00e4hrungen machten Trumps S\u00f6hne und deren Gesch\u00e4ftspartner &#8211; darunter der Sohn von Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff &#8211; erst kurz vor dem Pr\u00e4sidententrip eine Kooperation im Nahen Osten \u00f6ffentlich, bei dem auch ein staatlich gest\u00fctzter Fonds der Emirate mitmischt. Trump behauptete w\u00e4hrend seiner Reise auf Nachfrage, von dem Krypto-Projekt wisse er gar nichts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Warum sollte ich nicht?&#8220; Trump-Regierung nimmt geschenkten Katar-Jumbojet offiziell an 21.05.2025, 19:32 Uhr Die Demokraten schimpfen \u00fcber &#8222;blanke&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":128670,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[106,13,579,14,15,16,12,10,8,9,11,64,103,104],"class_list":{"0":"post-128669","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-donald-trump","9":"tag-headlines","10":"tag-katar","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-politik","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-usa","20":"tag-welt","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114547163578094992","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128669","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=128669"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128669\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/128670"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128669"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=128669"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=128669"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}