{"id":1287048,"date":"2026-09-07T19:47:19","date_gmt":"2026-09-07T19:47:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1287048\/"},"modified":"2026-09-07T19:47:19","modified_gmt":"2026-09-07T19:47:19","slug":"lz-klima-tv-folge-1-mit-meteorologe-dr-karsten-haustein-was-passiert-wenn-die-klimakrise-nicht-mehr-abstrakt-ist-sondern-unseren-alltag-erreicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1287048\/","title":{"rendered":"LZ-Klima-TV, Folge 1 mit Meteorologe Dr. Karsten Haustein: Was passiert, wenn die Klimakrise nicht mehr abstrakt ist, sondern unseren Alltag erreicht?"},"content":{"rendered":"<p>In unserer LZ-Klimareihe fragen wir: Wer muss schon heute mit den Folgen der Klimakrise umgehen? Wie ver\u00e4ndert sie Arbeit und Alltag \u2013 und wen haben wir dabei bislang zu wenig im Blick? Daf\u00fcr sprechen wir mit Menschen aus Leipzig und der Region, die Ver\u00e4nderungen unmittelbar erleben \u2013 und mit Fachleuten, die erforschen, was auf uns zukommt und wie wir damit umgehen k\u00f6nnen. Den Anfang macht der Meteorologe und Klimawissenschaftler Dr. Karsten Haustein vom Institut f\u00fcr Meteorologie der Universit\u00e4t Leipzig. Er forscht unter anderem zum menschlichen Einfluss auf Extremwetter.<\/p>\n<p>Folge 1: Gesellschaftliche Kipppunkte<\/p>\n<p>Was bedeutet der Klimawandel konkret f\u00fcr unsere Region? F\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.uni-leipzig.de\/personenprofil\/mitarbeiter\/dr-karsten-haustein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Dr. Karsten Haustein<\/a> ist klar: Wir m\u00fcssen uns auf h\u00e4ufiger auftretende und l\u00e4nger anhaltende Hitze- und Trockenperioden einstellen. Besonders Ostdeutschland ist davon betroffen. Die Region erh\u00e4lt ohnehin weniger Niederschlag als viele westlichere Teile Deutschlands. Gleichzeitig k\u00f6nnen l\u00e4ngere Hitzeperioden die B\u00f6den weiter austrocknen und den Wasserhaushalt zus\u00e4tzlich belasten.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/7566052f7cd8485aa6adef303c380738.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/><\/p>\n<p>Dabei geht es nicht darum, jedes einzelne Extremwetterereignis vorschnell dem Klimawandel zuzuschreiben. Entscheidend ist die Ver\u00e4nderung der Wahrscheinlichkeit und H\u00e4ufigkeit bestimmter Wetterextreme. Mit steigenden Temperaturen ver\u00e4ndern sich auch die Bedingungen, unter denen Hitze, D\u00fcrre und Starkregen auftreten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Klimakrise stellt uns damit nicht nur vor eine naturwissenschaftliche Herausforderung. Sie ist auch eine gesellschaftliche und politische Frage: Wie reagieren wir auf Risiken, deren Folgen sich \u00fcber Jahrzehnte entwickeln? Wie schaffen wir Vorsorge? Und wie bleibt Klimaschutz handlungsf\u00e4hig, wenn Gesellschaften zunehmend polarisiert sind?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Klima-Institut-Meterologie-Karsten_Haustein-00006415.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-669759\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Klima-Institut-Meterologie-Karsten_Haustein-00006415-698x465.jpg\" alt=\"\" width=\"698\" height=\"465\"  \/><\/a>Dr. Karsten Haustein vom Leipziger Institut f\u00fcr Meteorologie (LIM) der Universit\u00e4t Leipzig. Foto: Jan Kaefer<\/p>\n<p>Haustein hat sich in Leipzig auch mit dem Zusammenhang von Klimaschutz und Demokratie besch\u00e4ftigt. Klimapolitik findet nicht im luftleeren Raum statt. Sie ist darauf angewiesen, dass demokratische Gesellschaften wissenschaftliche Erkenntnisse ernst nehmen, unterschiedliche Interessen aushandeln und langfristige Entscheidungen treffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gerade angesichts zunehmender Polarisierung stellt sich deshalb eine grunds\u00e4tzliche Frage: Was passiert, wenn Klimaschutz selbst zum gesellschaftlichen Konfliktfeld wird \u2013 und notwendige Ver\u00e4nderungen politisch wieder infrage gestellt werden?<\/p>\n<p>F\u00fcr Haustein ist dabei auch entscheidend, wie \u00fcber die Klimakrise gesprochen wird. Wissenschaft m\u00fcsse Unsicherheiten transparent machen, ohne daraus eine falsche Gleichg\u00fcltigkeit abzuleiten. Denn Unsicherheit bedeutet nicht, dass wir nichts wissen. Im Gegenteil: Bei vielen Entwicklungen ist die Richtung eindeutig \u2013 und damit auch die Notwendigkeit, Vorsorge zu treffen und Handlungsm\u00f6glichkeiten zu schaffen.<\/p>\n<p>Es geht also nicht nur um die Frage, wie hei\u00df unsere Sommer k\u00fcnftig werden. Es geht darum, wie wir als Gesellschaft mit den Ver\u00e4nderungen umgehen, wer die Folgen tr\u00e4gt und ob wir rechtzeitig handeln.<\/p>\n<p>Wir haben Dr. Karsten Haustein gefragt: Vor welchen Entwicklungen m\u00fcssen wir uns besonders f\u00fcrchten \u2013 und welche gesellschaftlichen Entscheidungen brauchen wir jetzt?<\/p>\n<p>Dieses Gespr\u00e4ch ist Teil der LZ-Klimareihe mit Unterst\u00fctzung des KuGel e.V. In den kommenden Wochen erz\u00e4hlen weitere Menschen, wie die Klimakrise ihre Arbeit und ihren Alltag ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Wir finden: Solche Gespr\u00e4che geh\u00f6ren in die \u00d6ffentlichkeit. Deshalb machen wir sie. Wenn ihr sie lesenswert findet, gebt ihnen die Reichweite, die guter Journalismus verdient.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In unserer LZ-Klimareihe fragen wir: Wer muss schon heute mit den Folgen der Klimakrise umgehen? 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