{"id":1288098,"date":"2026-09-08T08:10:16","date_gmt":"2026-09-08T08:10:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1288098\/"},"modified":"2026-09-08T08:10:16","modified_gmt":"2026-09-08T08:10:16","slug":"markus-lanz-das-finde-ich-unverschaemt-wagenknecht-reagiert-wuetend-auf-fragen-des-zdf-moderators-zur-afd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1288098\/","title":{"rendered":"Markus Lanz: \u201eDas finde ich unversch\u00e4mt\u201c \u2013 Wagenknecht reagiert w\u00fctend auf Fragen des ZDF-Moderators zur AfD"},"content":{"rendered":"<p>Bei \u201eMarkus Lanz\u201c ger\u00e4t Sahra Wagenknecht wegen des BSW-Kurses gegen\u00fcber der AfD unter Druck. Als Lanz sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und als \u201eSteigb\u00fcgelhalter\u201c bezeichnet, ist Wagenknecht emp\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"c-inline-alert__description\">Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">In der ZDF-Talkshow \u201eMarkus Lanz\u201c ist BSW-Gr\u00fcnderin Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit dem Moderator aneinandergeraten. Ausl\u00f6ser war der Vorwurf von Lanz, das BSW mache sich mit seinem Kurs in Sachsen-Anhalt zum \u201eSteigb\u00fcgelhalter\u201c f\u00fcr einen AfD-Ministerpr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article6a99365d7cdc6e46442b5a3e\/markus-lanz-ich-erlebe-oft-dass-man-afd-politikern-nicht-einmal-die-hand-gibt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article6a99365d7cdc6e46442b5a3e\/markus-lanz-ich-erlebe-oft-dass-man-afd-politikern-nicht-einmal-die-hand-gibt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lanz<\/a> konfrontierte Wagenknecht zun\u00e4chst mit ihrer politischen Vergangenheit. Sie sei einst Vorsitzende der Kommunistischen Plattform gewesen, habe in den 90ern gepredigt, dass <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/walter-ulbricht\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/walter-ulbricht\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Walter Ulbrichts<\/a> DDR das bessere Deutschland gewesen sei. Hier wollte ihn Wagenknecht schon nicht ausreden lassen. \u201eJetzt kommen Sie damit. Ich war eine junge Frau von 20 Jahren!\u201c<\/p>\n<p><b>Alle Entwicklungen nach <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a9555d4ec27d32fb526a8ea\/wahl-in-sachsen-anhalt-merz-droht-afd-mit-massnahmen-afd-bietet-allen-parteien-sondierungen-an-liveticker.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a9555d4ec27d32fb526a8ea\/wahl-in-sachsen-anhalt-merz-droht-afd-mit-massnahmen-afd-bietet-allen-parteien-sondierungen-an-liveticker.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Liveticker<\/b><\/a><b>.<\/b><\/p>\n<p>Lanz fuhr fort: Wagenknecht habe sich sp\u00e4ter als entschiedene Antifaschistin dargestellt. \u201eUnd jetzt das. K\u00f6nnen Sie mir einmal erkl\u00e4ren, was da passiert ist?\u201c Lanz meinte damit die Ank\u00fcndigung des BSW, sich in einem dritten Wahlgang zu enthalten \u2013\u00a0so w\u00e4re ein AfD-Ministerpr\u00e4sident m\u00f6glich. <\/p>\n<p>\u201eAuf dem Niveau bringt die Debatte nichts\u201c, entgegnete Wagenknecht. <\/p>\n<p>\u201eIch w\u00fcrde gerne wissen, was passiert ist, dass Sie sich jetzt pl\u00f6tzlich zum Steigb\u00fcgelhalter f\u00fcr die AfD machen?\u201c, hakte Lanz nach. <\/p>\n<p>\u201eDas finde ich unversch\u00e4mt\u201c, entgegnete Wagenknecht. Nach der Logik des Moderators sei jeder Helfer der AfD, der die CDU und das \u201eAltparteienkartell\u201c nicht unterst\u00fctze. Dies w\u00fcrde jedoch genau jene Politik verl\u00e4ngern, die aus ihrer Sicht f\u00fcr den Aufstieg der AfD verantwortlich sei. \u201eWas ist das f\u00fcr eine Logik?\u201c<\/p>\n<p>Wagenknecht: \u201eDiese Art Politik macht die Demokratie kaputt\u201c<\/p>\n<p>Wagenknecht f\u00fchrte das Ergebnis von 44 Prozent f\u00fcr die AfD vor allem auf die Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz und der Bundesregierung zur\u00fcck. Die bisherige Brandmauer-Strategie bezeichnete sie als \u201eIdiotie\u201c. Sie habe der AfD genutzt, weil die Partei hinter der Brandmauer immer st\u00e4rker geworden sei. Das BSW habe von Anfang an daf\u00fcr gestanden, \u201ein der Sache\u201c abzustimmen. Politische Vorhaben abzulehnen, nur weil die AfD sie auch unterst\u00fctze, sei genau die Art Politik, die Deutschland und die Demokratie kaputtmache, sagte Wagenknecht. \u201eMan kann das beliebig weitermachen. Dann wird die AfD irgendwann die absolute Mehrheit haben.\u201c<\/p>\n<p>Die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte die Landtagswahl am Sonntag mit deutlichem Abstand gewonnen und strebt an, die Regierung zu \u00fcbernehmen. Doch ihre 43,8 Prozent reichen nicht f\u00fcr eine Alleinregierung. Das B\u00fcndnis <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/sahra-wagenknecht\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/sahra-wagenknecht\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sahra Wagenknecht<\/a> (BSW) schaffte es mit gut f\u00fcnf Prozent knapp in den Landtag. Zusammen h\u00e4tten beide Parteien eine Mehrheit. Das BSW zeigt sich offen f\u00fcr eine Zusammenarbeit mit der AfD \u2013 allerdings will die Wagenknecht-Partei einen \u201e\u00fcberparteilichen Ministerpr\u00e4sidenten\u201c ins Amt bringen. <\/p>\n<p>Wagenknecht bekr\u00e4ftigte bei \u201eLanz\u201c den Vorschlag ihrer Partei: \u201eWir halten es immer noch f\u00fcr sinnvoll, dass wir mit den Parteien\u00a0\u2013 und die Einladung gilt auch f\u00fcr die AfD\u00a0\u2013 ins Gespr\u00e4ch kommen f\u00fcr einen \u00fcberparteilichen Ministerpr\u00e4sidenten, der \u00fcber Parteigrenzen hinaus respektiert wird, der f\u00fcr einen politischen Neubeginn steht.\u201c<\/p>\n<p>Diesem Modell erteilte AfD-Chef Tino Chrupalla, der auch bei \u201eLanz\u201c zu Gast war, prompt eine Absage. F\u00fcr die AfD k\u00f6nne es \u201enur einen Ministerpr\u00e4sidenten Ulrich Siegmund geben\u201c, sagte Chrupalla. \u201eUnd davon werden wir auch nicht ablassen. Warum sollten wir jetzt einem Personenwechsel in irgendeiner Weise zustimmen oder in irgendeiner Weise einer Knapp-Sechs-Prozent-Partei dort hinterherlaufen?\u201c<\/p>\n<p>Er sagte auch: \u201eWir brauchen nat\u00fcrlich eine stabile Mehrheit. Und das geht auch nicht mit wechselnden Mehrheiten. Auf solche Modelle lassen wir uns nicht ein.\u201c<\/p>\n<p>Eine Wahl des AfD-Spitzenkandidaten Siegmund zum Ministerpr\u00e4sidenten schloss Wagenknecht in der Sendung aus. Das BSW k\u00f6nnte ihn allerdings ins Amt bringen, wenn sich die Fraktion im dritten Wahlgang enthalten w\u00fcrde. Dann reicht im sachsen-anhaltischen Landtag eine einfache Mehrheit. <\/p>\n<p>Auf diese Option sprach Lanz die BSW-Gr\u00fcnderin immer wieder an, wenn sie sich den Vorwurf verbat, \u201egemeinsame Sache mit rechts\u201c zu machen. Wahrscheinlich bekomme Siegmund seine Stimmen von der CDU, sagte Wagenknecht. \u201eAktuell ist es so, dass es 39 zu 39 steht. Sie sollten z\u00e4hlen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>In der Ukraine-Politik zeigten sich deutliche Schnittmengen zwischen Wagenknecht und AfD-Chef <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/tino-chrupalla\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/tino-chrupalla\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tino Chrupalla<\/a>. Chrupalla forderte einen Stopp der Waffenlieferungen und ein Ende der \u201eSanktionsspirale\u201c gegen Russland, humanit\u00e4re Hilfe solle aber fortgesetzt werden. Wagenknecht sprach sich ebenfalls gegen die Sanktionen aus, die aus ihrer Sicht der deutschen Industrie schadeten, und verlangte eine Verhandlungsl\u00f6sung. Zugleich verwies sie auf unterschiedliche Positionen innerhalb der AfD zur Aufr\u00fcstung und zur Unterst\u00fctzung der Ukraine.<\/p>\n<p>\u201eNebelkerze, Nebelkerze, Nebelkerze\u201c, ruft Lanz<\/p>\n<p>Als die Sendung sich fast dem Ende n\u00e4herte, wollte Lanz von Wagenknecht wissen, ob sie denn kein Problem mit <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus6a8c16d06d71b45dbda0f64f\/afd-in-sachsen-anhalt-ulrich-siegmund-und-seine-hintermaenner.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus6a8c16d06d71b45dbda0f64f\/afd-in-sachsen-anhalt-ulrich-siegmund-und-seine-hintermaenner.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dem v\u00f6lkischen Denken in der AfD<\/a> habe. \u201eNat\u00fcrlich habe ich damit ein Problem\u201c, antwortete sie. \u201eIch wei\u00df, dass es in der AfD Leute gibt, die man fr\u00fcher eher in der NPD getroffen h\u00e4tte und die Ansichten haben, die ich f\u00fcr gef\u00e4hrlich halte. Trotzdem wird die AfD von 44 Prozent gew\u00e4hlt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs st\u00f6rt Sie ein bisschen, aber nicht richtig genug\u201c, fasste Lanz das zusammen. Er warf ihr vor, erst der \u201eMove\u201c, die Brandmauer infragezustellen und eine Kooperation mit der AfD anzudeuten, habe ihre Partei wiederbelebt. <\/p>\n<p>Wagenknecht betonte, sie wolle dar\u00fcber sprechen, was die Anliegen der W\u00e4hler der AfD seien. \u201eDas sind keine Nazis, das sind keine Rassisten. Das sind Menschen, die haben berechtigte Anliegen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNebelkerze, Nebelkerze, Nebelkerze\u201c, warf Lanz ein. Niemand habe das in Abrede gestellt oder W\u00e4hler der AfD beschimpft. Es gehe um Wagenknecht und um ihre Haltung als Antifaschistin. \u201eDann erleben wir jetzt den Opportunismus, den Ihnen andere h\u00e4ufig unterstellen\u201c, sagte Lanz. \u201eSie wettern so viel \u00fcber die fehlende Glaubw\u00fcrdigkeit in der Politik, Frau Wagenknecht. Das untergr\u00e4bt die Glaubw\u00fcrdigkeit von Politik.\u201c<\/p>\n<p>Das wollte die BSW-Gr\u00fcnderin so nicht stehen lassen. \u201eDie Glaubw\u00fcrdigkeit wird untergraben, wenn sich Leute w\u00e4hlen lassen \u2013 das haben wir leider zum Beispiel in Th\u00fcringen auch gemacht \u2013 von Menschen, die sich Ver\u00e4nderungen w\u00fcnschen und die dann eine Koalition unterst\u00fctzen, wo die Leute das Gef\u00fchl haben: Es geht alles weiter wie bisher.\u201c <\/p>\n<p>Hier begannen alle G\u00e4ste wieder, einzuschreiten. Die Sendung endete mit Stimmengewirr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei \u201eMarkus Lanz\u201c ger\u00e4t Sahra Wagenknecht wegen des BSW-Kurses gegen\u00fcber der AfD unter Druck. 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