{"id":1288611,"date":"2026-09-08T13:59:25","date_gmt":"2026-09-08T13:59:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1288611\/"},"modified":"2026-09-08T13:59:25","modified_gmt":"2026-09-08T13:59:25","slug":"was-die-spielzeit-2026-27-an-den-bayerischen-theatern-bietet-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1288611\/","title":{"rendered":"Was die Spielzeit 2026\/27 an den bayerischen Theatern bietet &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr die Schauspielsparte in N\u00fcrnberg hei\u00dft das f\u00fcr die Saison 2026\/27 konkret: 14 Premiere in den drei Spielst\u00e4tten, dem Schauspielhaus, den Kammerspielen und der digitalen B\u00fchne XRT. Schauspieldirektorin Lene Gr\u00f6sch holt vier gro\u00dfe Titel ins Programm \u2013 Kafkas \u201eDer Prozess\u201c, Shakespeares \u201eDas Winterm\u00e4rchen\u201c, Gogols \u201eDer Revisor\u201c und B\u00fcchners \u201eWoyzeck\u201c\u00a0\u2013, der Rest ist eine mutige Entscheidung f\u00fcr Gegenwartsliteratur. Und die muss nicht als Drama daherkommen, Lene Gr\u00f6sch hat schon in der vorhergehenden Spielzeit bewiesen, dass es ihr um die Stoffe geht, die durchaus auch als Experiment auf die B\u00fchne kommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Maximal d\u00fcrfte in N\u00fcrnberg jedenfalls die Dichte der Urauff\u00fchrungen sein. Mit sieben St\u00fccken stellen sie die H\u00e4lfte des Schauspielprogramms. Noch im Oktober gibt es zwei davon: \u201eDeut\u015fland\u201c, ein Liederabend, der als Dankesgeste an die Generation der sogenannten Gastarbeiter gedacht ist, und \u201eDie Erfindung der Schuhe\u201c, eine \u201eSportkom\u00f6die\u201c des in N\u00fcrnberg gut bekannten Autors Philipp L\u00f6hle \u00fcber die beiden Gr\u00fcnder von Adidas und Puma.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Thematisch ist das Schauspielprogramm also hier schon weit gefasst und \u00f6ffnet sich immer mehr, etwa mit einer \u201eSchaueroper\u201c von Hausautorin Raphaela Bardutzky \u00fcber \u201eMiet-Horror\u201c mit \u201eGeistergrusel\u201c. Die scharfz\u00fcngige, schottische Autorin A. L. Kennedy schrieb das Auftragswerk \u201eJenny mit den Eisenz\u00e4hnen\u201c, eine Gesellschaftsanalyse als Horrorgeschichte mit Humor. Und ebenfalls im N\u00fcrnberger Auftrag hat das Duo aus Wilke Weermann und Nils Corte mit \u201eParasocial Activity\u201c ein St\u00fcck \u00fcber den digitalen Wandel, pers\u00f6nliche Roboter-Assistenten und schwindende Sozialbeziehungen geschrieben. \u201eMaximale Programmvielfalt\u201c scheint also nicht zu viel versprochen.<\/p>\n<p>Staatstheater Augsburg<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/47d8e4b2-ec8f-4cd3-b40a-65f7412e9126.jpg\"   alt=\"\u201eDie Dreigroschenoper\u201c in der Inszenierung von Sapir Heller wird im Staatstheater Augsburg weiterhin im Spielplan stehen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>\u201eDie Dreigroschenoper\u201c in der Inszenierung von Sapir Heller wird im Staatstheater Augsburg weiterhin im Spielplan stehen.<\/p>\n<p>Foto: Jan-Pieter Fuhr<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Immer noch muss das Publikum des Augsburger Staatsschauspiels in die Ersatzspielst\u00e4tten fahren, um Oper, Schauspiel, Tanz, Konzerte zu erleben. Die Sanierung des Gro\u00dfen Hauses wird sich voraussichtlich noch \u00fcber die kommenden drei Spielzeiten ziehen. Der Theaterliebe in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Augsburg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Augsburg<\/a> hat das bislang keinen Abbruch getan, Staatsintendant Andr\u00e9 B\u00fccker hat die Spielpl\u00e4ne geschickt ausbalanciert, Klassiker, Romanadaptionen, Gegenwartstexte einbezogen. Die solide Mischung funktioniert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auch f\u00fcr die kommende Spielzeit ist das der Plan in der Schauspielsparte. Zu den zehn Wiederaufnahmen kommen neun Premieren dazu. Zum Auftakt hat sich das Haus f\u00fcr Gegenwartsdramatik entschieden, n\u00e4mlich f\u00fcr Dea Lohers Drama \u201eFrau Yamamoto ist noch da\u201c, ein sanftes Gewebe aus Alltagsbegegnungen, das im Kern die gro\u00dfen Themen wie Liebe, Tod, Einsamkeit verhandelt. Danach folgt Heinrich B\u00f6lls ber\u00fchmtes St\u00fcck \u201eDie verlorene Ehre der Katharina Blum\u201c \u00fcber eine Pressehetzjagd, die Regisseur Tom K\u00fchnel f\u00fcr die B\u00fchne adaptiert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Fest verankert in den Augsburger Spielzeiten ist ein Beitrag des Theaters zum allj\u00e4hrlichen Brechtfestival. Einige der Werke des in Augsburg geborenen Schriftstellers sind nun endlich gemeinfrei. Das Staatstheater probiert deshalb aus, ein Lehrst\u00fcck nach Bertolt Brecht zu entwickeln. Ebenfalls ein Ankerpunkt in Augsburg sind die Inszenierungen von Nicole Schneiderbauer, die sich oft f\u00fcr andere Kunstformen \u00f6ffnen und den Blick auf die Gegenwart, teils auch auf Augsburger Themen lenken. Diesmal liefert Sarah Kilter mit \u201eClean\u201c den Urauff\u00fchrungstext, der sich mit Drogenkonsum und auch der Debatte um einen Raum daf\u00fcr in Augsburg-Oberhausen auseinandersetzt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Eine weitere Urauff\u00fchrung wird \u201eHalli Gall (eine Show ohne Hans Rosenthal)\u201c sein, die sich mit dem Leben des Showmasters befasst, Felix Krakau schrieb das Auftragswerk. Schlie\u00dflich kommen mit \u201eDer Zauberer von Oz\u201c als Familienst\u00fcck zur Weihnachtszeit und der Shakespeare-Trag\u00f6die \u201eMacbeth\u201c auch zwei Blockbuster ins Programm.<\/p>\n<p>Staatstheater Regensburg<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/f463aef4-cfd1-404b-a2f3-e62830d3d9e1.jpg\"   alt=\"Im gro\u00dfen Haus am Bismarckplatz in Regensburg wird im M\u00e4rz \u201eKleiner Mann \u2013 was nun?\u201c zu sehen sein.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Im gro\u00dfen Haus am Bismarckplatz in Regensburg wird im M\u00e4rz \u201eKleiner Mann \u2013 was nun?\u201c zu sehen sein.<\/p>\n<p>Foto: Pawel Sosnowski<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Seit Mai ist das <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Theater\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Theater<\/a> in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Regensburg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Regensburg<\/a> nun auch Staatstheater, das sechste in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Bayern\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bayern<\/a>. Nach M\u00fcnchen, N\u00fcrnberg und Augsburg gibt es nun also auch ein Haus in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Oberpfalz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oberpfalz<\/a>, das diesen prestigetr\u00e4chtigen Titel tr\u00e4gt und sich auf finanzielle F\u00f6rderung von Stadt und Freistaat zu gleichen Teilen st\u00fctzen kann. 24 Premieren in Oper, Schauspiel und Tanz sowie 24 Konzerte soll es in der kommenden Spielzeit geben, die unter dem Motto \u201eFreiheiten\u201c steht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Erstmals ist dabei Barbara Bily f\u00fcr die Leitung der Schauspielsparte verantwortlich. Sie sieht die thematische Verbindung der Premieren darin, dass es stets um Krisen und Umbr\u00fcche, und \u201eauch um das \u00dcbernehmen von Verantwortung, um den Umgang mit Machtstrukturen und um Haltung \u2013 f\u00fcr die Figuren und f\u00fcr uns\u201c geht. Ihr Premierenplan umfasst neun Produktionen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Als eine Art Gegen\u00fcberstellung von Freiheitsperspektiven in der deutsch-deutschen Geschichte ist dabei der Einstieg in die Saison gedacht: Rainer Werner Fassbinder blickt in seinem Film \u201eDie Ehe der Maria Braun\u201c auf den Wiederaufbau der Nachkriegs-BRD, Christa Wolf in ihrem Roman \u201eDer geteilte Himmel\u201c auf die Teilung Deutschlands in West und Ost. Beide Stoffe, die zudem Geschichten einer sukzessiv scheiternden Beziehung sind, werden f\u00fcr die Regensburger B\u00fchne adaptiert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kontrapunktisch, wenn man so will, funktionieren auch die beiden ber\u00fchmten Texte \u201eKleiner Mann\u00a0\u2013 was nun?\u201c von Hans Fallada und \u201eDer aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui\u201c von Bertolt Brecht sowie Elfriede Jelineks \u201eUlrike Maria Stuart\u201c in Gegen\u00fcberstellung zu zwei Urauff\u00fchrungen: Svenja Viola Bungarten hat mit \u201eBad Women with Long Hair\u201c einen \u201equeer-feministischen Horrorabend \u00fcber drei monstr\u00f6se Frauenfiguren\u201c geschrieben. Und Annika Henrich thematisiert mit \u201eAm Sonnenweg. Wenn Liebe dich findet in der Gerontopsychiatrie\u201c das deutsche Pflegesystem.<\/p>\n<p>E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/c18f2b36-d2c0-4b18-bc64-7b5f5e6a078e.jpg\"   alt=\"Susanne Wolff (rechts) ist zusammen mit Felix Kramer in der Netflix-Serie \u201eUnfamiliar\u201c zu sehen. Anfang der Saison steht sie in Bamberg auf der B\u00fchne in einem Ibsen-St\u00fcck.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Susanne Wolff (rechts) ist zusammen mit Felix Kramer in der Netflix-Serie \u201eUnfamiliar\u201c zu sehen. Anfang der Saison steht sie in Bamberg auf der B\u00fchne in einem Ibsen-St\u00fcck.<\/p>\n<p>Foto: Sasha Ostrov\/Courtesy of Netflix<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es ist eine unglaublich sch\u00f6ne Geste, die am Ende jeder Premiere im E.T.A.-Hoffmann-Theater in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Bamberg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bamberg<\/a> zu sehen ist. Zum Schlussapplaus kommen nicht nur das Ensemble und das Regieteam auf die B\u00fchne, sondern auch all jene, die sonst nie gesehen werden: die Menschen hinter der B\u00fchne, die das Licht und den Ton fahren, die Umbauten \u00fcbernehmen, die Inspizienz. John von D\u00fcffel, seit Herbst 2025 Intendant in Bamberg, begreift ganz offensichtlich sein Theater als ein gro\u00dfes Wir.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Etwas Warmherziges, den Menschen Zugewandtes geht auch von den Inszenierungen aus, die das Bamberger Publikum offensichtlich zu goutieren wei\u00df. Auf der Homepage des Theaters ist ein gro\u00dfer Dank ans Publikum gerichtet \u201ef\u00fcr diese rauschende erste Spielzeit, den \u00fcberw\u00e4ltigenden Zuspruch und die offenen Herzen! Alle Beteiligten auf, vor und hinter der B\u00fchne m\u00f6chten sich auf diesem Weg bedanken bei den zus\u00e4tzlichen 21 500 Zuschauer*innen, die uns in der Saison 25\/26 mehr besucht haben.\u201c Was f\u00fcr ein Erfolg.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">An diesen gilt es nun in der kommenden Spielzeit anzukn\u00fcpfen. Mit zw\u00f6lf Premieren geht das Theater an den Start\u00a0\u2013 und gleich mit viel Aufgebot. John von D\u00fcffel hat Henrik Ibsens \u201eJohn Gabriel Borkmann\u201c \u00fcberarbeitet. \u201eBorkmann\u201c hei\u00dft es jetzt und erz\u00e4hlt weniger von dem Bankdirektor, der nach einem Finanzskandal ruiniert ist, sondern vielmehr von den Frauen in dem St\u00fcck. Das sind Borkmanns Gattin Gerhild und ihre Schwester Ella. F\u00fcr \u201eBorkmann\u201c hat D\u00fcffel Susanne Wolff als Gast-Star gewinnen k\u00f6nnen. Sie war unter anderem die Elisabeth in Frauke Finsterwalders Film \u201eSisi &amp; ich\u201c, spielte die Hauptrolle in der Netflix-Serie \u201eUnfamiliar\u201c und wird im Oktober in Volker Schl\u00f6ndorffs Film \u201eHeimsuchung\u201c zu sehen sein. Ein Coup also f\u00fcr Bamberg.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Spielplan bleibt aber unabh\u00e4ngig von Stars spannend. Etwa mit der gleich darauf folgenden Mensch-Roboter-KI-Kom\u00f6die \u201eSophia\u201c von Moritz Rinke. Oder damit, dass Walter Jens\u2019 \u201eVerteidigungsrede des Judas Ischariot\u201c auf die B\u00fchne kommt. Die gro\u00dfen Titel kommen mit Dickens\u2019 \u201eDer Weihnachtsgeschichte\u201c, Orwells \u201e1984\u201c, B\u00fcchners \u201eWoyzeck\u201c und Shakespeares \u201eViel L\u00e4rm um nichts\u201c dazu. Gegenpol ist die einzige Urauff\u00fchrung, in der sich Lea Mantel Ulrike von Kleist, der Halbschwester von Heinrich von Kleist, widmet. Und das Ensemble darf sich in diesem gro\u00dfen Bamberger Wir selbstverst\u00e4ndlich auch einbringen: Schauspieler Daniel Seniuk konzipiert und inszeniert die \u201eETA Show: Gro\u00dfe Geister.\u201c<\/p>\n<p>Schauspiel Erlangen<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/0bd96828-37b4-4c53-9ddf-80c43a93474e.jpg\"   alt=\"\u201eBrauner Schnee Schauspiel Erlangen\u201c \u00fcber den antisemitisch motivierten Doppelmord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke hatte \u00fcberw\u00e4ltigende Resonanz. Es wird wohl erst in einem Jahr auf den Spielplan kommen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>\u201eBrauner Schnee Schauspiel Erlangen\u201c \u00fcber den antisemitisch motivierten Doppelmord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke hatte \u00fcberw\u00e4ltigende Resonanz. Es wird wohl erst in einem Jahr auf den Spielplan kommen.<\/p>\n<p>Foto: Martin Kaufhold<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr das Schauspiel <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Erlangen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Erlangen<\/a> bedeutet die kommende Spielzeit ein Jonglieren. Die Stadt muss Sparen, Geld f\u00fcr die Kultur wird immer weniger. Die Verwaltung des Theaters ist schon in andere R\u00e4ume umgezogen, es gibt neue Kooperationen mit freien K\u00fcnstlern, die Anzahl der Premieren nimmt ab, der neue Spielplan 2026\/27 steht unter Vorbehalt. \u201eWir haben angesichts der st\u00e4dtischen Haushaltssituation keine Sicherheit, alle Produktionen wie angek\u00fcndigt durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen\u201c, l\u00e4sst Intendant Jonas Knecht in der Pressemitteilung zur neuen Saison mitteilen. St\u00fcckentwicklungen wie das thematisch wichtige <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/shlomo-lewin-frida-poeschke-schauspiel-erlangen-theater-premiere-mord-li.3385793\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eBrauner Schnee \u00fcber Franken\u201c<\/a> aus der vergangenen Spielzeit sind schwierig oder gar nicht zu bewerkstelligen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Trotzdem gibt es sie nat\u00fcrlich, die Pl\u00e4ne f\u00fcr 2026\/27. Zeitgen\u00f6ssisches mischt sich mit ber\u00fchmten Werken der Literatur. In eines f\u00e4llt das gleich zu Beginn ineinander, wenn Tomas Schweigen \u201eOpen Call: Oklahoma\u201c nach dem Naturtheater-Kapitel aus Kafkas \u201eAmerika\u201c-Roman bearbeitet. Gegenwartsdramatik kommt mit Texten von Branden Jacobs-Jenkins, Caren Je\u00df sowie Yael Ronen und Itai Reicher auf die B\u00fchne, eine \u201eFaust\u201c-Bearbeitung, eine \u00dcberschreibung von \u201eSalome\u201c von Oscar Wilde und Richard Strauss und D\u00fcrrenmatts \u201eDer Besuch der alten Dame\u201c integrieren die B\u00fchnenklassiker. Und Theater f\u00fcr Kinder bleibt Erlangen (hoffentlich) auch erhalten mit den gut gelaunten Titeln \u201eDisco!\u201c, \u201ePeter Pan\u201c und \u201eBuddeln\u201c.<\/p>\n<p>Stadttheater Ingolstadt<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/952a5e6b-62f3-4337-ace8-fcd0fc12df03.jpg\"   alt=\"Im Januar wurde der 60. Geburtstag des H\u00e4mer-Buro-Baus gefeiert. Kurz danach war Schluss mit Theater in diesem Geb\u00e4ude.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Im Januar wurde der 60. Geburtstag des H\u00e4mer-Buro-Baus gefeiert. Kurz danach war Schluss mit Theater in diesem Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Foto: pop<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ingolstadt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ingolstadt<\/a> ist die f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte Kommune in Bayern\u00a0\u2013 und gleichzeitig die Stadt, die keine gro\u00dfe B\u00fchne mehr hat. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/ingolstadt-theater-haemer-bau-schliessung-kulturkuerzung-li.3432391\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der H\u00e4mer-Buro-Bau steht f\u00fcr Theaterauff\u00fchrungen seit dem 1. Juni nicht mehr zur Verf\u00fcgung<\/a>, jetzt gibt es nur noch das Holzbau-Interim \u201eTheater am Glacis\u201c, das Studio im Herzogskasten und die Spielst\u00e4tte am Turm Bauer. Damit muss Intendant Oliver Brunner umgehen, auch mit Blick auf ein schrumpfendes Budget. Denn bei den Ausgaben entscheidet f\u00fcr Ingolstadt mittlerweile die Regierung von <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Oberbayern\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oberbayern<\/a>, gerade die Mittel f\u00fcr die Kultur sind stark gesunken.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Blickt man auf die Saisonplanung 2026\/27 schaut das im Theater nach einem sehr beherzten Umgang mit der Situation aus: Zehn Premieren im Schauspiel, sechs Premieren im Jungen Theater \u2013 hier wird mit Energie und Erfindungsgeist daran gearbeitet, dem Publikum weiterhin einiges zu bieten, wenn auch auf beschr\u00e4nkterem Raum und mit schwierigeren Abl\u00e4ufen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Vertraut machen k\u00f6nnen sich die Ingolst\u00e4dter Zuschauer mit der Spielst\u00e4tte am Glacis mit namhaften St\u00fccken und Romanadaptionen wie \u201eTod eines Handlungsreisenden\u201c von Arthur Miller, \u201eDer Diener zweier Herren\u201c von Carlo Goldoni, Isabel Allendes \u201eGeisterhaus\u201c oder auch Astrid Lindgrens \u201eRonja R\u00e4ubertochter\u201c. Marieluise Flei\u00dfer bekommt mit \u201eDer Tiefseefisch\u201c einen Platz, Oberspielleiterin Mirja Biel adaptiert T.C. Boyles Roman \u201eBlue Skies\u201c, ebenso wie die d\u00e4nische Politserie \u201eBorgen \u2013 Gef\u00e4hrliche Seilschaften\u201c, die auf Netflix lief. Und Fragen nach Identit\u00e4t und Zugeh\u00f6rigkeit stellt \u201eKanak Kids\u201c nach dem Roman von Anna Dimitrova.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zum Programm geh\u00f6rt auch ein Ensemble-Liederabend und Jane Austens \u201eSinn und Sinnlichkeit\u201c als Sommertheater am Turm Bauer. Der Spielzeitplanung f\u00fcr Ingolstadt merkt man den Druck, unter dem das Theater steht, nicht an. Und das allein ist schon eine Kunst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr die Schauspielsparte in N\u00fcrnberg hei\u00dft das f\u00fcr die Saison 2026\/27 konkret: 14 Premiere in den drei Spielst\u00e4tten,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1288612,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1837],"tags":[680,5705,772,3364,29,4346,30,11148,20530,26031,4156,1268,3783,2339,4157,9465,12946,7727,149,94],"class_list":["post-1288611","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nuernberg","tag-augsburg","tag-bamberg","tag-bayern","tag-de","tag-deutschland","tag-erlangen","tag-germany","tag-ingolstadt","tag-kultur-in-bayern","tag-landkreis-erlangen-hoechstadt","tag-mittelfranken","tag-muenchen","tag-nuernberg","tag-oberbayern","tag-oberfranken","tag-oberpfalz","tag-regensburg","tag-schwaben","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-theater"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117235785163591049","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1288611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1288611"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1288611\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1288612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1288611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1288611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1288611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}