{"id":1288983,"date":"2026-09-08T18:26:26","date_gmt":"2026-09-08T18:26:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1288983\/"},"modified":"2026-09-08T18:26:26","modified_gmt":"2026-09-08T18:26:26","slug":"smart-city-ranking-warum-stuttgart-deutschlands-digitalste-stadt-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1288983\/","title":{"rendered":"Smart-City-Ranking: Warum Stuttgart Deutschlands digitalste Stadt ist"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/stuttgart-fernsehturm-104.jpg\" alt=\"Der Stuttgarter Fernsehturm.\" title=\"Der Stuttgarter Fernsehturm. | Bernd Wei\u00dfbrod\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 08.09.2026 \u2022 19:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Der Digitalverband Bitkom hat die Digitalisierung in 83 deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten unter die Lupe genommen. Stuttgart liegt nun auf Platz eins &#8211; und hat damit nach Jahren M\u00fcnchen und Hamburg von der Spitze verdr\u00e4ngt. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/siegel-104.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Fabian Siegel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/siegel-102.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Damit h\u00e4tte Sandra Baumholz nicht gerechnet. &#8222;Ich habe es vor einer Minute erfahren. Ich kann es gar nicht glauben, dass wir Platz 1 sind&#8220;, sagt die Leiterin der Stabsstelle &#8222;Strategische Planung, digitale Transformation und Innovation&#8220; der Stadt Stuttgart.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sie k\u00e4mpft dabei mit Tr\u00e4nen. In keinem st\u00e4dtischen Bereich ist der Druck so hoch wie bei der Digitalisierung. Auch in Stuttgart k\u00e4mpfen sie mit veralteten Systemen und Fachkr\u00e4ftemangel. Die Folge: oft lange Schlangen vor den \u00c4mtern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Lange schienen vor allem die deutschen Millionenst\u00e4dte vorbildlich &#8211; zumindest nach dem Branchenverband Bitkom. Der fertigt einmal im Jahr seinen Smart City Index an, vergleicht 83 deutsche Gro\u00dfst\u00e4dte in verschiedenen Digitalisierungs-Kategorien wie Verwaltung, Mobilit\u00e4t, Bildung oder Gesellschaft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den vergangenen drei Jahren war es immer dasselbe: M\u00fcnchen Erster, Hamburg Zweiter. &#8222;Lange hie\u00df es, die beiden St\u00e4dte spielen ihre eigene Liga, was Digitalisierung angeht&#8220;, sagt Sven Wagner, Bereichsleiter Smart City bei Bitkom. &#8222;Aber Stuttgart hat bewiesen, man kann sich durch konsequentes Digitalisieren auch an die Spitze heben.&#8220;<\/p>\n<p>    Gewerbeanmeldung per Videotermin<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Beispiel: Die Verwaltung wird zunehmend digitaler. Ausgew\u00e4hlte Beh\u00f6rdeng\u00e4nge k\u00f6nnen inzwischen auch per Videotermin erledigt werden &#8211; etwa die Anmeldung eines Gewerbes.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die Kunden sind entspannter, weil sie sich direkt von zu Hause verbinden k\u00f6nnen&#8220;, erz\u00e4hlt Amtsmitarbeiterin Marzena Dolata-Kosiol, die mit Headset und Webcam direkt an ihrem Schreibtisch mit den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern in Kontakt kommt. &#8222;Sie brauchen nicht in ein Auto einzusteigen, stehen also auch nicht im Stau oder warten dann noch in der Schlange auf dem Amt.&#8220; Nach einer Pilotphase ist das digitale Angebot seit Anfang 2026 dauerhaft im Einsatz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Stabstellenleiterin Sandra Baumholz sieht das \u00e4hnlich: &#8222;Also ich denke, es ist eine Win-win-Situation f\u00fcr beide Seiten.&#8220; Denn durch neue Techniken, zum Beispiel auch KI-Chatbots, die gerade in ausgew\u00e4hlten Bereichen f\u00fcr den Erstkontakt mit B\u00fcrgern ausprobiert werden, k\u00f6nne auch das ohnehin knappe Personal entlastet werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch nicht nur die Verwaltung profitiert: Stuttgart misst die Wasserqualit\u00e4t in Seen mittlerweile \u00fcber digital vernetzte Sensoren. Digitale Wegweiser leiten die Menschen durch die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone und k\u00f6nnen auch tagesaktuelle Veranstaltungen anzeigen. Ein &#8222;digitaler Zwilling&#8220; der Stadt b\u00fcndelt Daten aus zahlreichen \u00c4mtern und kann damit etwa Verkehrsentwicklungen in Echtzeit abbilden und verschiedene Szenarien simulieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ausschlaggebend f\u00fcr den ersten Platz ist, dass die Digitalisierung in Stuttgart wirklich in der Breite angegangen wird&#8220;, sagt Sven Wagner von Bitkom. In allen f\u00fcnf Kategorien geh\u00f6re Stuttgart zu den Top Ten &#8211; das schaffe keine andere Stadt.<\/p>\n<p>    &#8222;Rad l\u00e4sst sich nicht zur\u00fcckdrehen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch in der Unterkategorie Bildung &#8211; hier steht Stuttgart auf Platz sieben. &#8222;F\u00fcr uns nat\u00fcrlich eine Best\u00e4tigung, dass das, was wir tun als Stadt auch ankommt und andererseits wir damit die Grundlage legen f\u00fcr eine digitale Gesellschaft&#8220;, sagt Dennis Richter, der das &#8222;IT-Kompetenzcenter Schulen&#8220; in der Stadtverwaltung leitet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Er erf\u00e4hrt vom Spitzenplatz in einem Gymnasium im Stadtteil M\u00f6hringen. Noch sind hier Ferien &#8211; aber im Computerraum laufen schon die Vorbereitungen auf den Schulstart kommende Woche. Sch\u00fcler-Tablets laden, eine Videoecke ist eingerichtet, in der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler eigene Aufnahmen f\u00fcr Video-Podcasts machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein weiterer gro\u00dfer Schwerpunkt: Der richtige Umgang mit K\u00fcnstlicher Intelligenz in der Schule. &#8222;Der richtige Umgang mit KI steht beim Kultusministerium ab Klasse f\u00fcnf auf der Agenda. Konkret hei\u00dft das: Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollen den richtigen Umgang mit Chatbots lernen &#8211; ohne blind auf sie zu vertrauen. Denn, so Dennis Richter &#8211; zur\u00fcckdrehen k\u00f6nne man das Rad nicht mehr, aber den jungen Menschen den richtigen Umgang beibringen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Alles rosig also in Sachen Digitalisierung in der baden-w\u00fcrttembergischen Landeshauptstadt? Luft nach oben gebe es immer, sagt der Branchenverband Bitkom. &#8222;Digitalisierung ist sicherlich ein Prozess und kein Zustand&#8220;, sagt Sven Wagner. So selbstkritisch sind sie auch in der Stadtverwaltung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei vielen Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen m\u00fcsse man allerdings weiterhin pers\u00f6nlich erscheinen. Gerade bei wichtigen Dokumenten wie dem Personalausweis seien die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr vollst\u00e4ndig digitale Verfahren noch begrenzt. Daf\u00fcr brauche es teilweise auch \u00c4nderungen auf Bundesebene. &#8222;Aber auch da hat man, glaube ich, erkannt, dass etwas passieren muss&#8220;, sagt Sandra Baumholz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.09.2026 \u2022 19:00 Uhr Der Digitalverband Bitkom hat die Digitalisierung in 83 deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten unter die Lupe&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1288984,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[13,14,15,12,52361,1441,10,8,9,11,17075],"class_list":["post-1288983","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-smart-city","tag-stuttgart","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-verwaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117236834823927422","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1288983","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1288983"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1288983\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1288984"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1288983"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1288983"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1288983"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}