{"id":1289174,"date":"2026-09-08T20:37:31","date_gmt":"2026-09-08T20:37:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1289174\/"},"modified":"2026-09-08T20:37:31","modified_gmt":"2026-09-08T20:37:31","slug":"neuer-dacia-spring-made-in-europe-fuer-unter-18-000-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1289174\/","title":{"rendered":"Neuer Dacia Spring: \u201eMade in Europe\u201c f\u00fcr unter 18.000 Euro"},"content":{"rendered":"<p>Der  <a href=\"https:\/\/www.auto-motor-und-sport.de\/marken-modelle\/dacia\/spring\/\" matomotrackbrand=\"true\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dacia Spring<\/a>  ist eine Erfolgsgeschichte, die selbst f\u00fcr die rum\u00e4nische Renault-Tochter wohl \u00fcberraschend kam. Dacia f\u00fchrte den Dongfeng-Zwilling aus China 2021 in Europa ein \u2013 als g\u00fcnstigstes Elektroauto auf dem Markt. Ganz klar auf Basismobilit\u00e4t, Stadtverkehr und kurze Strecken ausgelegt, ging das Konzept auf: Rund 210.000 Fahrzeuge wurden seit 2021 in Europa verkauft. Zu Zeiten des alten Umweltbonus war der Spring sogar das meistverkaufte Elektroauto bei uns.<\/p>\n<p>Jetzt steht die zweite Generation an \u2013 und mit ihr ein komplett ge\u00e4ndertes Rezept. Plattform, Karosserie, Innenraum und Antrieb sind komplett neu. Vor allem aber wird der Spring k\u00fcnftig in Europa gebaut. Die Produktion erfolgt gemeinsam mit dem Renault Twingo im slowenischen Novo Mesto. Aus dem g\u00fcnstigen China-Stromer wird damit ein europ\u00e4isches Elektroauto. Vom bisherigen Spring \u00fcbernimmt Dacia nach eigenen Angaben nur noch den Namen.<\/p>\n<p>Der erste von vier Dacia-Stromern<\/p>\n<p>Der neue Spring ist \u00fcbrigens der Auftakt f\u00fcr eine \u2013 f\u00fcr Dacia-Verh\u00e4ltnisse \u2013 gr\u00f6\u00dfere Elektro-Offensive. Die rum\u00e4nische Renault-Tochter plant bis 2030 insgesamt vier neue reine Elektromodelle. Nach dem Spring d\u00fcrfte <a href=\"https:\/\/www.auto-motor-und-sport.de\/neuheiten\/neuer-dacia-sandero-benzin-und-strom-ab-2028\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">der elektrische Sandero<\/a> folgen, ein Duster-Ableger gilt ebenfalls als wahrscheinlich.<br \/>Gleichzeitig ist der Spring das erste Dacia-Modell, das von neuen Entwicklungsprogrammen des Renault-Konzerns profitiert. Mit der RG-EV-Kleinplattform erh\u00e4lt er Zugriff auf aktuelle Elektro-Technologien der Renault Group \u2013 in diesem Fall die Technik <a href=\"https:\/\/www.auto-motor-und-sport.de\/test\/elektro-revolution-fuer-unter-20-000-euro-der-neue-renault-twingo-im-test\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">des brandneuen Renault Twingo<\/a>.<\/p>\n<p>Im Detail: Der neue Dacia Spring<\/p>\n<p>Ziel f\u00fcr die Renault-Dacia-Zukunft ist es, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen, die Entwicklungszeit auf weniger als zwei Jahre zu verk\u00fcrzen und gleichzeitig die Kosten zu reduzieren. Denn nicht nur beim Auto selbst, sondern auch bei der Entwicklung soll die Komplexit\u00e4t verringert werden. Und so kann der neue Spring sein niedriges Preisniveau halten, obwohl er komplett in Europa entwickelt wurde und gebaut wird.<\/p>\n<p>Der Spring bleibt ein Elektro-Mini<\/p>\n<p>Trotz des technischen Neustarts h\u00e4lt Dacia am Grundprinzip fest. Immer wieder betonen die Verantwortlichen bei der Weltpremiere: &#8222;Ein typischer Spring-Fahrer legt im Durchschnitt nur etwa 34 Kilometer am Tag zur\u00fcck \u2013 bei 34 km\/h Durchschnittsgeschwindigkeit&#8220;. Deshalb bekommt der neue Spring keine besonders gro\u00dfe Batterie und auch keinen besonders leistungsstarken Antrieb. Stattdessen soll er m\u00f6glichst leicht, sparsam und g\u00fcnstig bleiben.<\/p>\n<p>Der neue Spring basiert auf der Konzernplattform RGEV SMALL beziehungsweise AmpR Small. Mit 3,85 Metern L\u00e4nge, 1,74 Metern Breite und 1,52 Metern H\u00f6he ist er deutlich gr\u00f6\u00dfer und vor allem wesentlich breiter als sein Vorg\u00e4nger. Der Radstand betr\u00e4gt 2,49 Meter. Gegen\u00fcber dem alten Spring w\u00e4chst die Breite um 18 Zentimeter, was f\u00fcr einen deutlich satteren und erwachseneren Auftritt sorgt. Dass er eng verwandt mit dem k\u00fcrzlich pr\u00e4sentierten Renault Twingo ist, sieht man ihm vor allem im Profil an. Trotzdem steht er h\u00f6her und aufrechter auf der Stra\u00dfe, eher wie ein Mini-SUV. Und der neue Spring ist rund sechs Zentimeter l\u00e4nger als der Renault Twingo. Die h\u00f6here Fronthaube und die unlackierten Kunststofffl\u00e4chen an den Sto\u00dff\u00e4ngern sollen den typisch robusten Dacia-Look erzeugen.<\/p>\n<p>Vier Farben sagen viel \u00fcbers Design<\/p>\n<p>Immer wieder erkl\u00e4rt uns Chef-Designer David Durand w\u00e4hrend der Premiere, worauf es ihm ankam: &#8222;Klare Formen, wenig \u00fcberfl\u00fcssige Details und eine Gestaltung, die vor allem funktional bleibt.&#8220; Tats\u00e4chlich ist die Karosserie viel geometrischer und strukturierter gezeichnet als beim Vorg\u00e4nger. Und so wirkt der Kleinwagen deutlich eigenst\u00e4ndiger und moderner. Ein pr\u00e4gendes Element sind die schwarzen Designelemente, die vorn die Scheinwerfer und hinten die R\u00fcckleuchten optisch miteinander verbinden. Sie sollen die Breite des Autos betonen und dazu die Lichtsignatur aufgreifen, die vom Dacia-Logo inspiriert ist.<\/p>\n<p>Dazu setzen weitere schwarze Elemente Kontraste. Ein schwarzer Streifen trennt das Dach optisch von der Karosserie und findet sich mit seinem geometrischen Muster auch im Innenraum wieder. Damit greift Dacia ein Gestaltungselement au\u00dfen wie innen auf und sorgt f\u00fcr eine einheitliche Optik. Auch bei den Farben bleibt Dacia zur\u00fcckhaltend. F\u00fcr den neuen Spring stehen vier Lackierungen zur Wahl: Agave (gr\u00fcnblau), Schiste Grey, Diamond Black und Glacier White. Passend zum satten Auftritt gibt es jetzt stattlichere 15- oder 16-Zoll-R\u00e4der. Der bisherige Spring rollt meist auf 14-Zoll-R\u00e4dern.<\/p>\n<p>Deutlich mehr Platz als fr\u00fcher<\/p>\n<p>Nicht nur \u00e4u\u00dferlich merkt man dem Spring seinen Gr\u00f6\u00dfenzuwachs an. Auch die erste Sitzprobe f\u00e4llt \u00fcberraschend luftig aus. Sitz und Lenkrad lassen sich ausreichend in alle Richtungen verstellen, und die Bewegungsfreiheit ist f\u00fcr zwei Erwachsene viel besser als im bisherigen Spring. Das Cockpit des Neuen ist horizontal gestaltet und mit \u00fcberraschend edlen Softtouch-Elementen auf dem Armaturentr\u00e4ger versehen. Je nach Ausstattung gibt es ein 7-Zoll-Fahrerdisplay und einen 10-Zoll-Bildschirm in der Mitte. Vor allem beim Platzangebot macht die zweite Generation einen deutlichen Schritt. Im Fond steht mehr Kniefreiheit zur Verf\u00fcgung. Selbst wenn in der ersten Reihe gro\u00dfe Passagiere sitzen, bleibt hinten noch eine Handbreit Luft f\u00fcr die Knie.<\/p>\n<p>Der Kofferraum fasst 337 Liter und kann bei umgelegter R\u00fcckbank bis zu 1.283 Liter aufnehmen. Damit bietet der Spring mehr Stauraum als der Twingo, allerdings ohne dessen verschiebbare R\u00fcckbank. Unter der Fronthaube befindet sich daf\u00fcr zus\u00e4tzlich ein 18 Liter gro\u00dfes Staufach \u2013 etwa f\u00fcrs mitgelieferte Ladekabel (Mode-3). Einen solchen Frunk bietet der Twingo nicht. Weitere 20 Liter will Dacia in Ablagen und F\u00e4chern im Innenraum versteckt haben. Und ja \u2013 endlich gibt es auch das Dacia-eigene YouClip-System im Spring, das die Befestigung verschiedener Zubeh\u00f6rteile an unterschiedlichen Stellen im Auto erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Konnektivit\u00e4t ohne gro\u00dfen Aufwand<\/p>\n<p>Auch beim Infotainment verfolgt Dacia einen m\u00f6glichst einfachen Ansatz. Bereits in der Ausstattung Expression geh\u00f6rt Media Control zum Serienumfang. Das System l\u00e4sst sich \u00fcber Tasten am Lenkrad bedienen und zeigt unter anderem Medieninformationen und Telefonanrufe im digitalen Fahrer-Display an. \u00dcber die kostenlose Dacia-Media-Control-App wird das eigene Smartphone zum eigentlichen Zentrum des Systems. Radio und Medien lassen sich dar\u00fcber steuern, weitere Funktionen werden direkt \u00fcber das Smartphone genutzt. Daf\u00fcr befindet sich mittig oben auf dem Armaturenbrett eine Smartphone-Halterung. Beim neuen Spring kann das Smartphone dabei auch hochkant eingesetzt werden.<\/p>\n<p>In der Ausstattung Journey kommt serienm\u00e4\u00dfig Media Nav Live zum Einsatz. Das System nutzt einen 10,1 Zoll gro\u00dfen Touchscreen und unterst\u00fctzt die drahtlose Verbindung mit Apple Carplay und Android Auto. Hinzu kommen acht Jahre vernetzte Navigation mit Echtzeit-Verkehrsinformationen und regelm\u00e4\u00dfig aktualisierten Europakarten. \u00dcber die vernetzten Dienste lassen sich au\u00dferdem Funktionen wie Ladeplanung und die Vorkonditionierung des Innenraums nutzen. Auch Fahrzeugortung und weitere Online-Funktionen sind integriert. Damit bietet der Spring je nach Ausstattung entweder eine kosteng\u00fcnstige smartphonebasierte L\u00f6sung oder ein umfangreicheres fest installiertes Infotainment-System.<\/p>\n<p>Praktische L\u00f6sungen f\u00fcr den Alltag<\/p>\n<p>Der kleine Spring profitiert \u2013 wie schon erw\u00e4hnt \u2013 erstmals auch vom YouClip-System. Serienm\u00e4\u00dfig gibt es drei Befestigungspunkte: einen an der vorderen Mittelkonsole auf der Beifahrerseite und zwei im Kofferraum. Zwei weitere Punkte an den Kopfst\u00fctzen sind optional erh\u00e4ltlich. An den Befestigungen lassen sich verschiedene Zubeh\u00f6rteile anbringen \u2013 etwa eine Smartphone-Halterung mit Kabelorganisation, ein Brillenetui, eine faltbare Einkaufstasche oder eine Kombination aus Getr\u00e4nkehalter, Taschenhaken und kleiner Taschenlampe.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend bietet Dacia weiteres Zubeh\u00f6r f\u00fcr Innenraum und Kofferraum an. Dazu geh\u00f6ren unter anderem ein Organizer f\u00fcr die Mittelkonsole, rutschfeste Matten, eine gepolsterte Mittelarmlehne mit Stauraum sowie variable Trennw\u00e4nde f\u00fcr die Mittelkonsole. F\u00fcr den Kofferraum sind unter anderem Matten aus 50 Prozent recyceltem Gummi und ein modulares Easyflex-System erh\u00e4ltlich. Auch T\u00fcrschutzleisten und Schmutzf\u00e4nger geh\u00f6ren zum Programm.<\/p>\n<p>27,5 kWh reichen f\u00fcr rund 250 Kilometer<\/p>\n<p>Beim Antrieb bleibt Dacia bewusst zur\u00fcckhaltend. Der neue Spring kommt mit einem 60 kW starken Elektromotor und einer 27,5 kWh gro\u00dfen LFP-Batterie. Die rund 80 PS und maximal 175 Newtonmeter Drehmoment reichen \u00fcbrigens, um den Kleinen in 12,1 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen \u2013 und f\u00fcr eine H\u00f6chstgeschwindigkeit von 130 km\/h. Zum Vergleich: Seit Ende 2025 leistet der bisherige Spring 102 PS, die ausgelaufene Einstiegsvariante brachte es auf nur 45 PS \u2013 bei gut 200 Kilometern Reichweite.<\/p>\n<p>Die Reichweite des Neuen soll nun bei rund 250 Kilometern nach WLTP liegen. Das immer noch geringe Batterievolumen ist Teil des Konzepts. Dacia strebt ein Fahrzeuggewicht von lediglich 1.212 Kilogramm an und gibt einen Verbrauch von 12,7 kWh\/100 km an. Damit soll der Spring vor allem im Stadtverkehr und im Umland effizient unterwegs sein. F\u00fcr lange Autobahnfahrten ist die Kombination dagegen weniger interessant. Die St\u00e4rke des Spring liegt dort, wo Dacia sie von Anfang an gesehen hat: bei kurzen t\u00e4glichen Wegen mit m\u00f6glichst wenig Fahrzeug- und Batteriemasse. Und im Normalfall wird er nachts \u00fcber eine normale (gut abgesicherte) Haushaltssteckdose geladen. Potentere Lade-Extras f\u00fcr Reisewillige kosten Aufpreis.<\/p>\n<p>Jetzt auch mit 50-kW-Schnellladen<\/p>\n<p>Beim Laden wird der neue Spring damit deutlich vielseitiger. Serienm\u00e4\u00dfig ist ein einphasiger 6,6-kW-AC-Lader an Bord, ein passendes Mode-3-Kabel geh\u00f6rt \u2013 wie schon erw\u00e4hnt \u2013 zum Serienumfang. Allerdings sind normale SchuKo-Dosen mit 16 Ampere abgesichert \u2013 was eine Ladeleistung von h\u00f6chstens 3,7 kW erm\u00f6glicht. Damit dauert eine Ladung von 0 auf 100 schon mal neun Stunden, was immerhin in einer Nacht m\u00f6glich ist. F\u00fcr die volle einphasige Power ben\u00f6tigt man dagegen eine gr\u00f6\u00dfere blaue CEE-Dose, die f\u00fcr 32 Ampere ausgelegt <a href=\"http:\/\/ist.damit\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ist.<\/a> Damit schafft der Spring dann die 6,6 kW und halbiert die Ladezeit.<\/p>\n<p>Optional gibt es ein Ladepaket mit 11 kW dreiphasiger AC-Ladeleistung und 50 kW DC-Schnellladen. Damit soll sich die Batterie an einer geeigneten AC-Lades\u00e4ule in weniger als zwei Stunden laden lassen. Am Schnelllader dauert der Sprung von 10 auf 80 Prozent rund 30 Minuten. Ebenfalls verf\u00fcgbar ist bidirektionales Laden. \u00dcber V2L kann der Spring Energie an externe Ger\u00e4te abgeben, w\u00e4hrend V2G perspektivisch auch die R\u00fcckspeisung ins Stromnetz erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Basispreis unter 18.000 Euro<\/p>\n<p>Trotz des technischen Neustarts bleibt der Spring preislich auf seinem bisherigen Terrain. Die Ausstattung Expression soll in Deutschland f\u00fcr weniger als 18.000 Euro starten. Serienm\u00e4\u00dfig sind unter anderem Klimaanlage, elektrische Parkbremse und das Media-Control-System an Bord, bei dem das eigene Smartphone einen Teil der Infotainment-Funktionen \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>Sogar die deutlich besser ausgestattete und edlere Journey-Variante bleibt unter 20.000 Euro. Sie bietet unter anderem Keyless Go, Media Nav Live mit 10-Zoll-Touchscreen, Connected Services einschlie\u00dflich Standklimatisierung und eine R\u00fcckfahrkamera. Hintere Einparksensoren geh\u00f6ren \u00fcbrigens bei allen Varianten zum Standard. Schon ab 15. September 2026 l\u00e4sst sich der neue Dacia Spring bestellen. Die Markteinf\u00fchrung soll im Dezember folgen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Dacia Spring ist eine Erfolgsgeschichte, die selbst f\u00fcr die rum\u00e4nische Renault-Tochter wohl \u00fcberraschend kam. 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