{"id":128933,"date":"2025-05-21T20:28:11","date_gmt":"2025-05-21T20:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/128933\/"},"modified":"2025-05-21T20:28:11","modified_gmt":"2025-05-21T20:28:11","slug":"italien-rueckt-naeher-neue-hochgeschwindigkeitsverbindung-fuer-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/128933\/","title":{"rendered":"Italien r\u00fcckt n\u00e4her \u2013 neue Hochgeschwindigkeitsverbindung f\u00fcr M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p>Die Pfingstferien stehen bald an, und dann werden wieder viele M\u00fcnchner in Richtung eines ihrer Lieblingsreiseziele str\u00f6men \u2013 Italien. Ab Ende n\u00e4chsten Jahres soll das noch einfacher und komfortabler gelingen.<\/p>\n<p>Die Pl\u00e4ne, den Frecciarossa-Schnellzug der italienischen Eisenbahngesellschaft Trenitalia auf der Strecke M\u00fcnchen\u2013Mailand und M\u00fcnchen\u2013Rom und damit erstmals in Deutschland einzusetzen, sind schon l\u00e4nger bekannt. An diesem Mittwoch haben Trenitalia, die \u00d6BB und die Deutsche Bahn in M\u00fcnchen offiziell die gemeinsamen Pl\u00e4ne bekannt gegeben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/muc_silhouette_short.svg.svg+xml\"\/><\/p>\n<p>Ab Dezember 2026: Direktverbindung von M\u00fcnchen bis Rom<\/p>\n<p>Das ist geplant: Gem\u00e4\u00df den drei Bahnunternehmen sollen die roten Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge zum Fahrplanwechsel ab Dezember 2026 fahren. M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner k\u00f6nnen dann ohne Umstieg bis nach Mailand oder Rom reisen.<\/p>\n<p>Die Strecke M\u00fcnchen\u2013Mailand soll in 6,5 Stunden zur\u00fcckgelegt werden. (S\u00fcd-)Tirol-Liebhaber d\u00fcrfen sich auf Zwischenhalte in Innsbruck und Bozen freuen. Auch ein Stopp in Verona ist geplant. Mit zwei Stunden mehr Fahrtzeit k\u00f6nnen M\u00fcnchner mit einer weiteren Verbindung bis nach Rom reisen \u2013 mit Stopps in Bologna und Florenz.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1565051_artikelbild-75proz_1Ebu2a_CcXlkb.jpg\" alt=\"Ab 2026 sollen Z\u00fcge von M\u00fcnchen bis Rom fahren, sp\u00e4ter sogar ab Berlin und bis Neapel. Die Strecke soll mit dem Frecciarossa 1000 zur\u00fcckgelegt werden.\" title=\"Ab 2026 sollen Z\u00fcge von M\u00fcnchen bis Rom fahren, sp\u00e4ter sogar ab Berlin und bis Neapel. Die Strecke soll mit dem Frecciarossa 1000 zur\u00fcckgelegt werden.\" width=\"524\" height=\"765\"\/><\/p>\n<p>      Ab 2026 sollen Z\u00fcge von M\u00fcnchen bis Rom fahren, sp\u00e4ter sogar ab Berlin und bis Neapel. Die Strecke soll mit dem Frecciarossa 1000 zur\u00fcckgelegt werden.<br \/>\n      \u00a9 Grafik: Deutsche Bahn AG<\/p>\n<p>    Ab 2026 sollen Z\u00fcge von M\u00fcnchen bis Rom fahren, sp\u00e4ter sogar ab Berlin und bis Neapel. Die Strecke soll mit dem Frecciarossa 1000 zur\u00fcckgelegt werden.<\/p>\n<p>von Grafik: Deutsche Bahn AG <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Damit w\u00fcrden Europa-Reisende im Vergleich zur aktuellen Fahrtzeit samt Umstiegen auf dem Weg nach Mailand rund 75 Minuten sparen, sagt eine Bahnsprecherin. Nach Rom werde die Fahrt 45 Minuten k\u00fcrzer. Zu Beginn sollen die Direktverbindungen einmal t\u00e4glich angeboten werden.<\/p>\n<p>Verl\u00e4ngerung bis Berlin und Neapel ab Ende 2028<\/p>\n<p>Perspektivisch sollen t\u00e4glich f\u00fcnf Zugpaare zwischen Deutschland, \u00d6sterreich und Italien verkehren. Ab Ende 2028 soll die Strecke dann bis Neapel erweitert werden und in Deutschland bereits in Berlin beginnen. Als Fahrzeug kommt der Frecciarossa 1000 zum Einsatz, der seit 2015 in Italien auf den Gleisen f\u00e4hrt. Die 200 Meter langen Schnellz\u00fcge k\u00f6nnen eine Geschwindigkeit von bis zu 300 Kilometern pro Stunde erreichen, sind also in etwa auf ICE-Niveau.<\/p>\n<p>In den Z\u00fcgen gibt es vier Klassen: Standard, Premium, Business und die luxuri\u00f6se \u201eExecutive Class\u201c. Letztere zeichnet sich durch \u00fcberdimensionierte Ledersitze und ein italienisches Gourmet-Men\u00fc aus. Preise stehen noch nicht fest, sagt ein Bahnsprecher der AZ. Buchbar seien Tickets jedoch mit dem gewohnten DB-Preissystem aus Spar- und Flexpreisen.<\/p>\n<p>Der Frecciarossa \u00fcberquert schon jetzt die Alpen von Mailand nach Paris, hebt Gianpiero Strisciuglio, CEO von Trenitalia, bei der Vorstellung hervor. Der Zug sei also ge\u00fcbt darin, Hindernisse zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Realistischer Start? &#8222;Eine ehrgeizige Zeitplanung&#8220;<\/p>\n<p>Und Hindernisse gibt es noch einige, bis die Direktverbindung an den Start gehen kann. Experten sehen den Start 2026 als sehr ambitioniert. Die Verkehrsunternehmen selbst stellen den Termin unter Vorbehalt, sagt Andreas Barth, Sprecher des Fahrgastverbands Pro Bahn im Gespr\u00e4ch mit der AZ.<\/p>\n<p>&#8222;In den drei L\u00e4ndern haben wir verschiedene Zulassungsbeh\u00f6rden, Stromsysteme und Signaltechnik&#8220;, erkl\u00e4rt der Bahnexperte. All das m\u00fcsse erst noch angegangen werden. &#8222;Das braucht seine Zeit \u2013 und deswegen ist das eine ehrgeizige Zeitplanung.&#8220;<\/p>\n<p>Mit der Ausweitung der Verbindungen bis Berlin ab 2028 k\u00e4men noch weitere H\u00fcrden hinzu. Hier m\u00fcsse sich vor allem hinsichtlich der Kapazit\u00e4ten noch etwas tun. 2032 steht die f\u00fcr die Strecke sehr wichtige Er\u00f6ffnung des Brenner-Basistunnels an. Gelingt diese, werden sich die Fahrzeiten jeweils um eine Stunde verringern.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1565052_milan-italy-frecciarossa-milano-centrale-and-paris-presentation_artikelbild_1Ebu39_AVADZ1.jp.jpeg\" alt=\"Trenitalia-CEO Gianpiero Strisciuglio reiste f\u00fcr die Vorstellung der Pl\u00e4ne extra nach M\u00fcnchen an.\" title=\"Trenitalia-CEO Gianpiero Strisciuglio reiste f\u00fcr die Vorstellung der Pl\u00e4ne extra nach M\u00fcnchen an.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      Trenitalia-CEO Gianpiero Strisciuglio reiste f\u00fcr die Vorstellung der Pl\u00e4ne extra nach M\u00fcnchen an.<br \/>\n      \u00a9 IMAGO\/Nick Zonna<\/p>\n<p>    Trenitalia-CEO Gianpiero Strisciuglio reiste f\u00fcr die Vorstellung der Pl\u00e4ne extra nach M\u00fcnchen an.<\/p>\n<p>von IMAGO\/Nick Zonna <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Die Kooperation der drei Verkehrsunternehmen macht die Planung zumindest einfacher. &#8222;Keiner von uns h\u00e4tte diese Verbindungen alleine auf die Schiene bringen k\u00f6nnen&#8220;, sagt Sabine Stock, Vorst\u00e4ndin des \u00d6BB-Personenverkehrs. Die \u00d6BB habe etwa Erfahrungen durch ihre im letzten Jahr gestartete Nachtzugverbindung von M\u00fcnchen nach Rom einbringen k\u00f6nnen, sagt Stock.<\/p>\n<p>Zusammenarbeit der Verkehrsunternehmen:\u00a0 &#8222;Starkes Symbol f\u00fcr ein zusammenwachsendes Europa&#8220;<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit und das Projekt seien &#8222;ein starkes Symbol f\u00fcr ein zusammenwachsendes Europa&#8220;, sagt der DB-Vorstand f\u00fcr Personenverkehr, Michael Peterson. F\u00fcr die neue Direktverbindung erwarte man starke Fahrgastzahlen, sagt Sabine Stock. Denn: &#8222;Die Kombination aus diesem sch\u00f6nen Zug, attraktiven Fahrzeiten und wundersch\u00f6nen Tourismusdestinationen ist unschlagbar.&#8220;<\/p>\n<p>Einer, der sich besonders auf die neue Verbindung freut, ist Sergio Maffettone, italienischer Generalkonsul in M\u00fcnchen. &#8222;Ich fahre oft mit dem Zug nach Italien&#8220;, sagt Maffettone der AZ. Eine Besonderheit der Frecciarossa-Z\u00fcge sei das gute Essen. Bei Fernstrecken k\u00f6nne man wunderbar einen Teller Pasta genie\u00dfen.<\/p>\n<p>&#8222;Und nat\u00fcrlich vom Fenster aus das sch\u00f6ne Panorama&#8220;, so der Generalkonsul. Nicht zuletzt durch Goethes Reisen sei die Beziehung zwischen Italienern und Deutschen etwas ganz Besonderes, so Maffettone. Mit der neuen Verbindung wird diese vielleicht noch enger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Pfingstferien stehen bald an, und dann werden wieder viele M\u00fcnchner in Richtung eines ihrer Lieblingsreiseziele str\u00f6men \u2013&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":128934,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,355,12305,1268,21058,2036],"class_list":{"0":"post-128933","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-italien","12":"tag-mailand","13":"tag-muenchen","14":"tag-rom","15":"tag-zug"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114547713994180750","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128933","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=128933"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128933\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/128934"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128933"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=128933"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=128933"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}