{"id":1290632,"date":"2026-09-09T13:15:20","date_gmt":"2026-09-09T13:15:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1290632\/"},"modified":"2026-09-09T13:15:20","modified_gmt":"2026-09-09T13:15:20","slug":"eu-initiative-will-orca-umzuege-wie-in-den-loro-parque-auf-teneriffa-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1290632\/","title":{"rendered":"EU-Initiative will Orca-Umz\u00fcge wie in den Loro Parque auf Teneriffa verhindern"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Orcas aus Frankreich sollen in den Loro Parque auf Teneriffa umziehen. Wikie und Keijo sind damit indirekt zum Ausl\u00f6ser f\u00fcr einen Vorsto\u00df aus Deutschland geworden. Die beiden Schwertwale sollen per Flugzeug aus dem Marineland an der C\u00f4te d\u2019Azur in den Tiergarten in <a class=\"tn-il\" data-tn-il-t=\"3\" href=\"https:\/\/www.teneriffa-news.com\/puerto-de-la-cruz\/reisefuehrer-puerto-de-la-cruz_772.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Puerto de la Cruz<\/a> umziehen. Der Grund: Frankreichs Tierschutz erlaubt keine <a class=\"tn-il\" data-tn-il-t=\"4\" href=\"https:\/\/www.teneriffa-news.com\/sport-aktiv\/whale-watching-wale-beobachten_1449.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Wale<\/a> in Gefangenschaft mehr. In Spanien und damit auch auf Teneriffa gibt es eine solche Beschr\u00e4nkung nicht.<\/p>\n<p>Zwei private Initiativen nehmen das zum Anlass, eine Alternative zum Verlegen gefangener Tiere zwischen verschiedenen Zoos zu entwickeln. Auch wenn Wikie und Keijo selbst nichts mehr davon haben werden, m\u00f6chten die Organisationen ein europ\u00e4isches Meeresrefugium bauen, in dem neben Orcas auch Delfine und Belugas betreut werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Konzept ist nicht fertig, doch das Grundger\u00fcst steht. Verantwortlich ist die Initiative \u00abMarine Life Guardians\u00bb, die aus einer Vorg\u00e4ngerorganisation mit dem Namen \u00abFriends for Hope and Animals\u00bb hervorgeht. Die Tierschutz- und Aufkl\u00e4rungsinitiative wird von Janett Manitzki geleitet. Gemeinsam mit dem Kommunikationspartner \u00abOcean Voices Germany\u00bb soll das Gro\u00dfprojekt vorangetrieben werden. <a class=\"tn-il\" data-tn-il-t=\"89\" href=\"https:\/\/www.teneriffa-news.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Teneriffa News<\/a> sagte Manitzki, dass das Vorhaben ma\u00dfgeblich von der Meldung rund um die Orca-Verlegung aus Frankreich in den Loro Parque motiviert wurde.<\/p>\n<p>Tierschutz-Organisation aus Deutschland will Walschutz-Refugium bauen<\/p>\n<p>Das Engagement f\u00fcr Meeress\u00e4uger f\u00fchrt die Initiative selbst auf den Fall des Buckelwals \u00abTimmy\u00bb, zur\u00fcck. Das Wal-Weibchen war am 3. M\u00e4rz erstmals im Hafen von Wismar gesichtet worden. Mehrere Strandungen und Rettungsversuche f\u00fchrten zu einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Medienhype.<\/p>\n<p>Nach zahlreichen gescheiterten Befreiungsversuchen, einer aufwendigen Verlegung in eine Transportbarge und dem Schleppversuch Richtung Nordsee verendete das Tier im Mai vor der d\u00e4nischen Insel Anholt. Die Rettungsaktion blieb umstritten, eine Umfrage in Mecklenburg-Vorpommern ergab im Juni eine mehrheitlich kritische Bewertung des Vorgehens.<\/p>\n<p>Walsch\u00fctzer wollen Orca-Versorgung ohne Vergn\u00fcgungspark-Charakter<\/p>\n<p>Die Initiative plant jetzt das \u00abEuropean Seaside Sanctuary for Marine Mammals\u00bb. Es werde ausdr\u00fccklich nicht als Schau- oder Zooeinrichtung gegr\u00fcndet: \u00abUnser Ziel ist ein naturnahes Meeresrefugium f\u00fcr nicht auswilderbare Meeress\u00e4uger. Es soll keine Showeinrichtung, kein Delfinarium und keine Zuchtanlage werden\u00bb, sagt Manitzki. Das Konzept der Initiative folge dem Leitsatz: \u00abWir pr\u00e4sentieren keinen Protest. Wir entwickeln eine belastbare L\u00f6sung.\u00bb<\/p>\n<p>Als Grundprinzip gilt dort au\u00dferdem, dass das \u00abTierwohl \u00fcber \u00f6ffentlicher Darstellung und wirtschaftlicher Nutzung\u00bb stehe. Argumente f\u00fcr eine Aufnahme k\u00f6nnten sein, dass eine R\u00fcckkehr in freie Wildbahn fachlich nicht vertretbar sei. Jede Aufnahme werde individuell von Medizinern und Juristen gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Erste Entw\u00fcrfe zeigen, wie sich die Initiative die Anlage vorstellt. Geplant sind demnach mehrere getrennte und naturnahe Lagunen, statt eines gemeinsamen Beckens. Au\u00dferdem soll es eine gro\u00dfe Orca-Lagune geben, mindestens zwei Delfin-Lagunen, eine eigenst\u00e4ndige Beluga-Lagune und separate Bereiche f\u00fcr Quarant\u00e4ne, Eingew\u00f6hnung und medizinische Versorgung.<\/p>\n<p>Delfin- und Wal-Rettung steht noch am Anfang<\/p>\n<p>Ankommende Tiere sollen \u00fcber einen separaten \u00abServicehafen\u00bb und ein Schleusensystem eingeliefert werden. Auf diese Weise k\u00f6nne verhindert werden, dass Boote direkt in die Tierbereiche einfahren. All das sei aktuell jedoch ausdr\u00fccklich ein Konzept: Ma\u00dfe, Standort, Statik und Netzdimensionierung seien noch offen und m\u00fcssten von Meeresbiologen, Veterin\u00e4rmedizinern und Beh\u00f6rden gepr\u00fcft werden, berichtet Manitzki.<\/p>\n<p>Das gesamte Projekt befindet sich in einer fr\u00fchen Machbarkeits- und Entwicklungsphase. Es gebe ausdr\u00fccklich keine genehmigte Anlage und keine Standortzusage. Was feststeht: \u00abUnser Sanctuary-Projekt ist f\u00fcr das Ausland bestimmt\u00bb, sagt Manitzki und erg\u00e4nzt, dass die Finanzierung ebenfalls noch nicht gesichert sei.<\/p>\n<p>Man wolle \u00abkeine falschen Versprechen machen\u00bb. Der im Konzept skizzierte Fahrplan sieht als n\u00e4chsten Schritt einen Funktionsplan vor, gefolgt von einem Standort-Screening, einer Vor-Machbarkeitsstudie und erst danach die eigentliche Genehmigungs- und Bauphase.<\/p>\n<p>Orca-Lieferung an Loro Parque auf Teneriffa werde nicht verhindert<\/p>\n<p>Die \u00abMarine Life Guardians\u00bb sehen das Lagunen-Projekt nicht als Konkurrenz zu bereits bestehenden Refugien. F\u00fcr die beiden Orcas Wikie und Keijo war urspr\u00fcnglich das \u00abWhale Sanctuary Project\u00bb in Kanada als L\u00f6sung angedacht. Es wurde aufgrund der zu kalten Gew\u00e4sser vor Nova Scotia jedoch wieder verworfen. Man wolle statt eines Konkurrenzdenkens lieber eine zus\u00e4tzliche europ\u00e4ische Perspektive entwickeln, sagt die Leiterin.<\/p>\n<p>F\u00fcr Wikie und Keijo d\u00fcrfte das Projekt in seinem jetzigen Stadium keine praktische Bedeutung mehr haben. Ihr Transfer nach Teneriffa gilt als weitgehend beschlossen. Immerhin sind die beiden Meeress\u00e4uger noch vor ihrer Ankunft im Loro Parque auf Teneriffa die Ideengeber f\u00fcr das Projekt.<\/p>\n<p>Ob das \u00abEuropean Seaside Sanctuary\u00bb jemals gebaut wird, h\u00e4ngt laut Initiative von Standortsuche, Genehmigungen und Finanzierung ab. Einen konkreten Zeitplan daf\u00fcr gibt es laut den \u00abMarine Life Guardians\u00bb aktuell nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zwei Orcas aus Frankreich sollen in den Loro Parque auf Teneriffa umziehen. 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