{"id":1290797,"date":"2026-09-09T15:02:20","date_gmt":"2026-09-09T15:02:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1290797\/"},"modified":"2026-09-09T15:02:20","modified_gmt":"2026-09-09T15:02:20","slug":"tod-des-verdaechtigen-ministerium-weist-versaeumnisse-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1290797\/","title":{"rendered":"Tod des Verd\u00e4chtigen &#8211; Ministerium weist Vers\u00e4umnisse zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Ein Mann soll sechs Menschen erschossen haben, dann stirbt er selbst im Gef\u00e4ngnis. Niedersachsens Justizministerium weist Vers\u00e4umnisse zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Das nieders\u00e4chsische Justizministerium hat im Zuge der Gewalttat mit sechs Toten in Stade auf die umfangreiche medizinische Untersuchung des Verd\u00e4chtigen vor seinem Tod hingewiesen. Die Beurteilung des psychischen Zustandes des 45-J\u00e4hrigen habe auf einer Gesamtbewertung in der JVA Bremerv\u00f6rde beruht, hie\u00df es in einer Kleinen Anfrage der CDU.<\/p>\n<p>Sieben Gespr\u00e4che seien in wechselnder Besetzung von zwei Psychologinnen gef\u00fchrt worden. Zudem sei der Gefangene bei vier Terminen im Juli beim Medizinischen Dienst sowie zweimal beim Anstaltspsychiater vorstellig geworden. Letzterer stellte dabei keine Hinweise auf Suizidalit\u00e4t fest, wie es weiter hie\u00df.<\/p>\n<p>Die nieders\u00e4chsische Justizministerin Kathrin Wahlmann hatte zuvor bereits Fehler im Umgang mit dem Mann zur\u00fcckgewiesen. Eine Pr\u00fcfung habe keine Hinweise auf M\u00e4ngel ergeben, sagte die SPD-Politikerin im Unterausschuss Justizvollzug des Landtags. Sie betonte, bei allen Anstrengungen d\u00fcrften sich Suizide im Vollzug nie ganz verhindern lassen. Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt hatte den mutma\u00dflichen Sch\u00fctzen am 21. Juli leblos in seiner Zelle gefunden.<\/p>\n<p>Ministerium: Keine Schwachstellen bei Suizidpr\u00e4vention<\/p>\n<p>Ein Notarzt stellte den Tod des Gefangenen durch Strangulation fest. Der 45-J\u00e4hrige soll Ende Juni in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade sechs Menschen get\u00f6tet haben, darunter jeweils drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes Hannover und der Einrichtung. Hintergrund soll ein Sorgerechtsstreit um die zur Tatzeit drei Monate alte Tochter des mutma\u00dflichen Sch\u00fctzen gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen wegen Mordes ein, ein Verfahren gegen Tote ist in Deutschland nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Mann seien im Gef\u00e4ngnis besondere Sicherungsma\u00dfnahmen angeordnet und fortlaufend \u00fcberpr\u00fcft worden. Der mutma\u00dfliche T\u00e4ter habe im Gef\u00e4ngnis unter besonderer Beobachtung gestanden, nach und nach seien die Ma\u00dfnahmen gelockert worden, hie\u00df es aus dem Ministerium. Der Verd\u00e4chtige war am 30. Juni in Untersuchungshaft in eine kamera\u00fcberwachte Zelle der JVA Bremerv\u00f6rde gekommen. Nach und nach seien die \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen gelockert und am 20. Juli v\u00f6llig aufgehoben worden.<\/p>\n<p>Im bisherigen Jahresverlauf habe es bis zum 19. August in den nieders\u00e4chsischen Justizvollzugseinrichtungen f\u00fcnf Suizide gegeben, so das Ministerium. Im Jahr 2022 habe es acht, 2023 vier, 2024 zwei und im Jahr 2025 f\u00fcnf Suizide gegeben. Schwachstellen bei der Suizidpr\u00e4vention in den Einrichtungen des Justizvollzuges seien nicht festgestellt worden.<\/p>\n<p>dpa-infocom GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Mann soll sechs Menschen erschossen haben, dann stirbt er selbst im Gef\u00e4ngnis. 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