{"id":129116,"date":"2025-05-21T22:08:13","date_gmt":"2025-05-21T22:08:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/129116\/"},"modified":"2025-05-21T22:08:13","modified_gmt":"2025-05-21T22:08:13","slug":"washington-d-c-donald-trump-wirft-suedafrikas-praesidenten-im-oval-office-genozid-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/129116\/","title":{"rendered":"Washington, D.C.: Donald Trump wirft S\u00fcdafrikas Pr\u00e4sidenten im Oval Office &#8222;Genozid&#8220; vor"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Der Besuch von <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/suedafrika\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S\u00fcdafrikas<\/a> Pr\u00e4sidenten Cyril Ramaphosa im Wei\u00dfen Haus ist mit einer \u00f6ffentlichen Vorf\u00fchrung zu Ende gegangen. US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> warf seinem Amtskollegen vor der Presse vor, S\u00fcdafrika begehe einen angeblichen &#8222;Genozid&#8220; an wei\u00dfen Landwirten. Dazu \u00fcbersch\u00fcttete Trump seinen Gast mit angeblichen Belegen wie Videos und ausgedruckten Artikeln.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die abgespielten Videoaufnahmen zeigten Gr\u00e4ber am Rande einer Stra\u00dfe. Der Ort und der Zeitpunkt der Aufnahme ist unbekannt. Der s\u00fcdafrikanische Pr\u00e4sident fragte Trump, ob er w\u00fcsste, wo diese Aufnahmen gemacht worden seien und sagte, dass er sie noch nie gesehen habe. Er werde dem jedoch nachgehen.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zudem zeigte Trump Ramaphosa ausgedruckte Artikel \u00fcber angebliche<br \/>\nGewalt an wei\u00dfen Landwirten, ging die Seiten einzeln durch und<br \/>\nkommentierte sie mit &#8222;Tod, Tod, Tod&#8220;, bevor er sie seinem Amtskollegen<br \/>\n\u00fcbergab. Die Sache m\u00fcsse &#8222;gel\u00f6st werden&#8220;, dann seien die Aussichten f\u00fcr<br \/>\ndas Verh\u00e4ltnis zu S\u00fcdafrika &#8222;fantastisch&#8220;, sagte Trump. <\/p>\n<p>        Verschw\u00f6rungstheorie aus rechtsextremen Kreisen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Verschw\u00f6rungstheorie eines angeblichen <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/genozid\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">V\u00f6lkermords<\/a> an Wei\u00dfen S\u00fcdafrikanern wird schon seit dem Ende der Apartheid 1994 verbreitet. In den vergangenen Jahren hat sie sich in rechtsextremen Kreise weltweit ausgebreitet \u2013 unterst\u00fctzt auch von dem in S\u00fcdafrika geborenen Teslachef und Trump-Unterst\u00fctzer Elon Musk.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Anh\u00e4nger der Theorie behaupten, dass Wei\u00dfe Landwirte in abgelegenen Gegenden Opfer ethnischer S\u00e4uberungen w\u00fcrden \u2013 und dass die \u00fcberwiegend aus Schwarzen bestehende Regierung des Landes dies unterst\u00fctze. Hierf\u00fcr gibt es keinerlei objektiven Beleg. S\u00fcdafrika hat mit durchschnittlich 72 Morden am Tag eine der h\u00f6chsten Mordraten der Welt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 26.000 Morde gez\u00e4hlt, der Gro\u00dfteil der Opfer sind Schwarze. 44 Morde geschahen 2024 in einem landwirtschaftlichen Kontext, in acht dieser F\u00e4lle wurden tats\u00e4chlich Landwirte ermordet.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                    Newsletter<\/p>\n<p>                    Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags den US-Sonderletter &#8222;Was jetzt, America?&#8220; sowie das digitale Magazin ZEIT am Wochenende.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Trump beklagt regelm\u00e4\u00dfig die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-05\/asyl-suedafrikaner-weiss-donald-trump-usa\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">angebliche Diskriminierung wei\u00dfer Minderheiten<\/a><br \/>\n in dem afrikanischen Land. Vor allem die sogenannten Afrikaaner, die<br \/>\nNachfahren niederl\u00e4ndischer Kolonialisten, seien davon betroffen, sagte<br \/>\nTrump und sprach bereits fr\u00fcher von einem angeblichen &#8222;Genozid&#8220; an<br \/>\nihnen. S\u00fcdafrika hatte dies schon vor Ramaphosas Besuch entschieden<br \/>\nzur\u00fcckgewiesen.\n<\/p>\n<p>        Ramaphosa bem\u00fcht sich um Deeskalation        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ramaphosa zeigte sich dennoch bem\u00fcht, den US-Pr\u00e4sidenten zu beschwichtigen. Er signalisierte die Bereitschaft, \u00fcber etwaige Differenzen zu sprechen \u2013 ohne die Anwesenheit von Reportern. Zuvor hatte er Trump ein Buch \u00fcber die Golfpl\u00e4tze S\u00fcdafrikas mitgebracht und lud ihn zu einem Staatsbesuch in sein Land ein. <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zum Ende des Gespr\u00e4chs behielt es sich Trump vor, im November am G20-Gipfel in S\u00fcdafrika teilzunehmen. Im April hatte Trump angedeutet, das Treffen wom\u00f6glich zu boykottieren. US-Au\u00dfenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent haben bereits <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-02\/g20-aussenminister-treffen-ohne-rubio-usa\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vorbereitende Treffen mit ihren G20-Amtskollegen in S\u00fcdafrika bereits abgesagt.<\/a>\u00a0\n<\/p>\n<p>        Gesetz zu Landenteignungen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bereits der Natives Land Act von 1913 hinderte schwarze Menschen daran, Land zu kaufen oder zu besitzen, es sei denn, sie waren Angestellte von wei\u00dfen Kolonialisten. Am Ende besa\u00df die schwarze Mehrheit nur 7 Prozent des Landes, die wei\u00dfe Minderheit 87 Prozent. Auch nach dem Ende des rassistischen <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/apartheid\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apartheid<\/a>-Regimes in den 1990er Jahren wirkt die systematische Diskriminierung weiter.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein neues Gesetz soll Landenteignungen im \u00f6ffentlichen Interesse erlauben, um die damals entstanden Ungerechtigkeiten auszugleichen. Enteignungen d\u00fcrfen<br \/>\ndemnach nur erfolgen, wenn vorherige Erwerbsverhandlungen erfolglos<br \/>\nverlaufen sind.<br \/>\nDie US-Regierung reagierte auf das Gesetz mit einem <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-02\/suedafrika-landpolitik-donald-trump-sanktionen\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stopp der US-Hilfen f\u00fcr das Land.<\/a>\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2024\/19\/kampf-gegen-apartheid-musik-kunst-suedafrika\" data-ct-label=\"Kampf gegen die Apartheid: Schmerz, Stolz und Jazz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (registrierungspflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Kampf gegen die Apartheid:<br \/>\n                        Schmerz, Stolz und Jazz<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-05\/suedafrika-demokratie-30-jahre-fotografie-born-free-ilvy-njiokiktjien\" data-ct-label=\"S\u00fcdafrika: Sie hoffen nicht auf den Staat, sie helfen sich selbst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        S\u00fcdafrika:<br \/>\n                        Sie hoffen nicht auf den Staat, sie helfen sich selbst<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Besuch von S\u00fcdafrikas Pr\u00e4sidenten Cyril Ramaphosa im Wei\u00dfen Haus ist mit einer \u00f6ffentlichen Vorf\u00fchrung zu Ende gegangen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":129117,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[33208,26720,6387,106,7047,13,14,15,16,12,7116,10,8,9,11,64,320,103,104],"class_list":{"0":"post-129116","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-anschuldigung","9":"tag-cyril-ramaphosa","10":"tag-d-c","11":"tag-donald-trump","12":"tag-genozid","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-politik","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-suedafrika","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews","23":"tag-usa","24":"tag-washington","25":"tag-welt","26":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114548107282364456","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/129116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=129116"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/129116\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/129117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=129116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=129116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=129116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}