{"id":130821,"date":"2025-05-22T13:41:12","date_gmt":"2025-05-22T13:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/130821\/"},"modified":"2025-05-22T13:41:12","modified_gmt":"2025-05-22T13:41:12","slug":"pint-of-science-in-duesseldorf-wissenschaft-trifft-auf-kneipe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/130821\/","title":{"rendered":"Pint of Science in D\u00fcsseldorf: Wissenschaft trifft auf Kneipe"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ausdr\u00fccke wie \u201eTranslationale Diffusion\u201c oder \u201eElizitation\u201c tauchen in der Regel eher selten in abendlichen Kneipengespr\u00e4chen auf. Genau das war aber in der Flinger Bar \u201eKonvex\u201c der Fall: Im Rahmen des \u201ePint of Science Festivals\u201c konnten sich Interessierte dort Vortr\u00e4ge von Forschenden der D\u00fcsseldorfer Heinrich-Heine-Universit\u00e4t zu verschiedensten wissenschaftlichen Themen anh\u00f6ren \u2013 unterhaltsam und auch f\u00fcr Laien verst\u00e4ndlich aufbereitet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das internationale Festival, das erstmals 2013 in Gro\u00dfbritannien stattfand, ist mittlerweile auf 450 St\u00e4dte weltweit ausgeweitet worden. Thematisch reicht das Spektrum dabei von klassischen Naturwissenschaften bis zu Linguistik oder \u00d6konomie: Nachdem am Montag im Caf\u00e9 \u201eDie Fliese\u201c Zuh\u00f6rer mehr zur Pflanzenforschung, dem Einfluss von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/alkohol\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alkohol<\/a> auf Sprache oder dem Rhythmusgef\u00fchl von Affen erfahren konnten, besch\u00e4ftigten sich die Vortr\u00e4ge am Dienstag mit den Auswirkungen des 9-Euro-Tickets, Membranen in der Schwerelosigkeit sowie Sprachen und Dialekten in D\u00fcsseldorf. Fragen k\u00f6nnen zwischengerufen werden, sowohl die Referenten als auch das Publikum sind gr\u00f6\u00dftenteils mit Bier oder Limonade in der Hand anzutreffen. \u201ePint of Science\u201c soll \u201eeine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Alltag\u201c bieten, sagt C\u00e9line H\u00f6nl, die Koordinatorin des Festivals in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das zeigt bereits das Thema der ersten Pr\u00e4sentation, das \u00d6konom Phil-Adrian Klotz vorstellt: das Neun-Euro-Ticket. Obwohl in dem Zeitraum, in dem das Ticket galt, eine Verbesserung der Luftqualit\u00e4t festzustellen gewesen sei, habe es die Bev\u00f6lkerung laut Forschungsergebnisse insgesamt kaum dazu bewogen, vom Auto auf den \u00d6PNV umzusteigen. Insofern seien vor allem Investitionen in die Infrastruktur der \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel von Bedeutung f\u00fcr die Verkehrswende.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Physikstudentin Paulina Blair durfte auf einer Forschungsreise in Nordschweden ein Experiment zur Viskosit\u00e4t von Membranen w\u00e4hrend eines Raketenstarts durchf\u00fchren lassen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Studentin lobte das Format der Veranstaltung, wies aber auch darauf hin, dass Forschung zus\u00e4tzlich auf andere Weise f\u00fcr ein breiteres Publikum zug\u00e4nglich gemacht werden m\u00fcsse: \u201eWissenschaft geh\u00f6rt an die Schulen\u201c, sagte Blair. Dabei sei nicht nur eine reine Wissensvermittlung, sondern das Wecken von Interesse bei jungen Menschen notwendig. \u201eDas ist letztendlich auch Verantwortung der Wissenschaftler\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Linguist Niklas Wiskandt betonte die Bedeutung von Veranstaltungen wie \u201ePint of Science\u201c und nannte dabei vor allem zwei Gr\u00fcnde: Zum einen habe die Bev\u00f6lkerung grunds\u00e4tzlich Anrecht auf Forschungsergebnisse, da diese durch Steuergelder finanziert w\u00fcrden. \u201eZum anderen ist die Linguistik im Vergleich zu anderen Disziplinen relativ unsichtbar\u201c, so Wiskandt. Dementsprechend gefalle es ihm, Forschungsergebnisse an Laien zu vermitteln, zumal diese auch stark mit dem gesellschaftlichen Alltag in Verbindung st\u00fcnden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In seinem Vortrag ging er beispielsweise auf die gro\u00dfe Vielfalt an verschiedenen Sprachen in D\u00fcsseldorf ein: Hier w\u00fcrden nicht nur gesch\u00e4tzt etwa 300 Sprachen gesprochen, teilweise seien auch unerwartet Muttersprachler bedrohter Sprachen in der Landeshauptstadt zu finden. Feste Zahlen und Statistiken gebe es allerdings kaum, auch da viele Menschen dazu neigen w\u00fcrden, ihre eigenen sprachlichen F\u00e4higkeiten zu verschweigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ausdr\u00fccke wie \u201eTranslationale Diffusion\u201c oder \u201eElizitation\u201c tauchen in der Regel eher selten in abendlichen Kneipengespr\u00e4chen auf. 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