{"id":131771,"date":"2025-05-22T22:12:11","date_gmt":"2025-05-22T22:12:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/131771\/"},"modified":"2025-05-22T22:12:11","modified_gmt":"2025-05-22T22:12:11","slug":"umstrittener-deal-fuer-stuetzpunkt-briten-treten-inseln-im-indischen-ozean-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/131771\/","title":{"rendered":"Umstrittener Deal f\u00fcr St\u00fctzpunkt: Briten treten Inseln im Indischen Ozean ab"},"content":{"rendered":"<p>                    Umstrittener Deal f\u00fcr St\u00fctzpunkt<br \/>\n                Briten treten Inseln im Indischen Ozean ab<\/p>\n<p>\t\t\t\t              22.05.2025, 21:33 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Ein jahrzehntelanger Streit ist Geschichte: Gro\u00dfbritannien gibt die unter seiner Kolonialherrschaft erlangten Chagos-Inseln an Mauritius zur\u00fcck. Der juristische Versuch, den Deal in letzter Sekunde zu stoppen, misslingt. Aus der Region zur\u00fcckziehen werden sich die Briten indes nicht. Das hat milit\u00e4rische Gr\u00fcnde.<\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien gibt die Chagos-Inseln im Indischen Ozean an Mauritius zur\u00fcck. Der britische Premierminister Keir Starmer unterzeichnete das Abkommen zur R\u00fcckgabe des Archipels, nachdem ein Richter den Weg daf\u00fcr frei gemacht hatte. Das Abkommen sei &#8222;der einzige Weg&#8220;, den Zugang Gro\u00dfbritanniens und der USA zum wichtigen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt auf der gr\u00f6\u00dften Insel des Archipels, Diego Garcia, aufrecht zu erhalten.<\/p>\n<p>Das Abkommen sieht vor, dass Mauritius den St\u00fctzpunkt f\u00fcr mindestens 99 Jahre weiter zur Nutzung an London und Washington verpachtet. Gro\u00dfbritannien soll seiner ehemaligen Kolonie daf\u00fcr j\u00e4hrlich 101 Millionen Pfund (rund 120 Millionen Euro) zahlen. Es gebe keine andere Alternative, &#8222;als im nationalen Interesse Gro\u00dfbritanniens zu handeln und diesem Deal zuzustimmen&#8220;, sagte Starmer und f\u00fcgte hinzu, dass die wichtigsten Verb\u00fcndeten Gro\u00dfbritanniens &#8211; darunter auch die USA &#8211; das Abkommen unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>Zu den &#8222;einzigartigen und unverzichtbaren&#8220; F\u00e4higkeiten, die der Standort auf Diego Garcia biete, geh\u00f6ren demnach ein Flugplatz- und Tiefwasserhafen sowie Einrichtungen, die den weltweiten Betrieb des Satellitennavigationssystems GPS unterst\u00fctzen und die \u00dcberwachung von Objekten im Erdorbit erm\u00f6glichen. Au\u00dferdem sei dort Ausr\u00fcstung zur \u00dcberwachung des Verbots von Nuklearversuchen, so Starmer.<\/p>\n<p>Konservative Politiker kritisierten die Pl\u00e4ne im Vorfeld als Ausverkauf strategischer britischer Interessen und warnten, man laufe Gefahr, das Gebiet chinesischem Einfluss zu \u00fcberlassen. Starmer verteidigte den Deal, der nach seinen Angaben unter dem Strich rund 3,4 Milliarden Pfund (etwa 4 Milliarden Euro) kosten soll. Die Vereinbarung sei der einzige Weg, die Milit\u00e4rbasis auf lange Sicht zu erhalten.<\/p>\n<p>Klage vor dem Internationalen Gerichtshof<\/p>\n<p>Am Morgen hatte eine kurzfristig vom Londoner High Court anberaumte Verhandlung zu einer Verz\u00f6gerung der Unterzeichnung gef\u00fchrt. Zwei vom Chagos-Archipel stammende Frauen hatten eine einstweilige Verf\u00fcgung erwirkt. Die Labour-Regierung Starmers legte daraufhin Berufung ein. Am Mittag hob Richter Martin Chamberlain die einstweilige Verf\u00fcgung auf und entschied, dass &#8222;sehr starke Argumente&#8220; daf\u00fcr spr\u00e4chen, dass eine weitere Verz\u00f6gerung &#8222;dem nationalen Interesse und dem \u00f6ffentlichen Interesse des Vereinigten K\u00f6nigreichs schaden&#8220; w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien hatte sich im Oktober nach jahrzehntelangem Streit bereit erkl\u00e4rt, die Chagos-Inseln zur\u00fcckzugeben, wenn es weiterhin Zugang auf den auch von den USA genutzten Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt erhalte. Mauritius war fr\u00fcher britische Kolonie und wurde gemeinsam mit den Chagos-Inseln verwaltet. Bevor die britischen Kolonialherren Mauritius 1968 in die Unabh\u00e4ngigkeit entlie\u00dfen, trennten sie die Chagos-Inseln administrativ ab und belie\u00dfen sie unter britischer Kontrolle.<\/p>\n<p>Dagegen hatte Mauritius vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) geklagt und 2019 Recht bekommen. Der St\u00fctzpunkt auf Diego Garcia war w\u00e4hrend des Kalten Krieges von zentraler strategischer Bedeutung, in den vergangenen Jahren wurde er f\u00fcr US-Luftwaffeneins\u00e4tze in Afghanistan und im Irak genutzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Umstrittener Deal f\u00fcr St\u00fctzpunkt Briten treten Inseln im Indischen Ozean ab 22.05.2025, 21:33 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":131772,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[551,13,498,5554,48888,48887,451,14,15,24024,16,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-131771","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-grossbritannien","9":"tag-headlines","10":"tag-internationaler-strafgerichtshof","11":"tag-keir-starmer","12":"tag-kolonialherrschaft","13":"tag-mauritius","14":"tag-militaer","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-ozeane","18":"tag-politik","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-top-news","21":"tag-top-meldungen","22":"tag-topmeldungen","23":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114553785116068154","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131771","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=131771"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131771\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/131772"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=131771"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=131771"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=131771"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}