{"id":132679,"date":"2025-05-23T06:52:16","date_gmt":"2025-05-23T06:52:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/132679\/"},"modified":"2025-05-23T06:52:16","modified_gmt":"2025-05-23T06:52:16","slug":"china-und-europa-sind-partner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/132679\/","title":{"rendered":"China und Europa sind Partner"},"content":{"rendered":"<p><strong>W\u00e4hrend die Welt als Ganzes zunehmend von Unsicherheiten gepr\u00e4gt ist, hat sich die Zusammenarbeit zwischen Europa und China mittlerweile zu einem wichtigen Stabilit\u00e4tsanker entwickelt. Im 50. Jahr der diplomatischen Beziehungen bietet es sich an, Bilanz zu ziehen und gleichzeitig den Blick in die Zukunft zu richten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/117891666_ae1e319d-c176-40f7-887c-c2b639fb06f4.jpg\" style=\"max-width: 100%;\" class=\"picture-illustrating\" data-toggle=\"tooltip\" placement=\"bottom\" trigger=\"hover focus\" html=\"true\" data-original-title=\"Fahrzeuge laufen im BMW Brilliance Werk Shenyang Tiexi in der nordostchinesischen Provinz Liaoning vom Band. (Foto: Yang Qing\/ Xinhua)\" \/><\/p>\n<p>50 Jahre ist es nun her, dass die Europ\u00e4ische Wirtschaftsgemeinschaft, der Vorg\u00e4nger der heutigen Europ\u00e4ischen Union (EU), und China diplomatische Beziehungen aufgenommen haben. Zur W\u00fcrdigung dieses wichtigen Meilensteins tauschten beide Seiten am 6. Mai Gl\u00fcckw\u00fcnsche aus, aus denen hervorgeht, wie wichtig die sino-europ\u00e4ischen Beziehungen in unserer heutigen Welt sind. Pr\u00e4sident Xi Jinping bezeichnete die beiden als &#8222;umfassende strategische Partner sowie \u00a0zwei wichtige Kr\u00e4fte zur F\u00f6rderung der \u00a0Multipolarit\u00e4t, zwei Schl\u00fcsselm\u00e4rkte zur Unterst\u00fctzung der Globalisierung und zwei gro\u00dfe Zivilisationen zur Ankurbelung der Vielfalt.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Fels in der Brandung<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 2025 blicken China und die Europ\u00e4ische Union auf ein halbes Jahrhundert diplomatischer Beziehungen zur\u00fcck. Seit der Aufnahme offizieller Kontakte im Jahr 1975 haben sich die Beziehungen stetig weiterentwickelt \u2013 von vorsichtigen Ann\u00e4herungen \u00fcber strategische Partnerschaften bis hin zu einer umfassenden und fruchtbaren Zusammenarbeit in einer sich wandelnden Weltordnung. Angesichts des von den USA entfachten Handelschaos betonte EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen j\u00fcngst gegen\u00fcber Ministerpr\u00e4sident Li Qiang die Verantwortung Europas und Chinas. Sie machte auch klar, \u00a0ein faires und freies multilaterales Handelssystem mit der WTO im Kern zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Besonders in den letzten Jahren hat sich gezeigt, wie wichtig ein stabiler und offener Dialog zwischen China und der EU ist \u2013 trotz geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und unterschiedlicher politischer Systeme. In einer Welt, die zunehmend von Multipolarit\u00e4t und globalen Herausforderungen wie Klimawandel und Digitalisierung gepr\u00e4gt ist, hat sich die EU-China-Beziehung als pragmatische Partnerschaft erwiesen. Ein bedeutender Erfolg der letzten Jahre ist die verst\u00e4rkte Zusammenarbeit im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Trotz Differenzen in anderen Politikfeldern haben sich beide Seiten immer wieder zu gemeinsamen Zielen bekannt \u2013 etwa zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Die Einrichtung neuer Plattformen f\u00fcr den gr\u00fcnen Wandel, Investitionen in saubere Energien und die F\u00f6rderung nachhaltiger Technologien sind sichtbare Resultate dieser Kooperation.<\/p>\n<p>Auch im Bereich Wirtschaft und Handel blieb der Austausch trotz globaler Krisen stabil. China ist weiterhin einer der wichtigsten Handelspartner der EU, und umgekehrt. Das bilaterale Handelsvolumen betrug im vergangenen Jahr mehr als 832 Milliarden US-Dollar und stand damit nur geringf\u00fcgig hinter dem US-europ\u00e4ischen Handel (865 Milliarden US-Dollar). Unternehmen wie BYD sind l\u00e4ngst auch in Europa keine unbekannten Begriffe mehr, sondern sind vertraute Begleiter im Alltag vieler europ\u00e4ischer B\u00fcrger. Gleichzeitig l\u00e4dt China Europ\u00e4er und Europ\u00e4erinnen mit der Visafreiheitspolitik zu sich ein \u2013 die EU-L\u00e4nder machen einen gro\u00dfen Anteil aller L\u00e4nder aus, deren Staatsangeh\u00f6rigen eine Transitreise ohne Visum in China machen k\u00f6nnen. Auch Unternehmen aus Europa, vor allem Deutschland, bekennen sich regelm\u00e4\u00dfig zum chinesischen Markt und implementieren eine &#8222;in China, f\u00fcr China&#8220;-Strategie, um somit mit kurzen Entscheidungswegen mit dem rasanten &#8222;China Speed&#8220; Schritt halten zu k\u00f6nnen. Wie J\u00f6rg Wuttke, ehemaliger Leiter der Europ\u00e4ischen Handelskammer in Beijing, zu sagen pflegte: China ist ein &#8222;Fitnesscenter&#8220; f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen \u2013 immer ein bisschen schneller, ein bisschen besser.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt haben auch Wissenschaft und Bildung an Bedeutung gewonnen, seitdem 1998 ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet und 2009 das &#8222;Science and Technology Partnership Scheme&#8220; zwischen Chinas Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Technologie und der EU-Kommission (CESTYS) geschlossen wurde. Gemeinsame Forschungsinitiativen, etwa im Rahmen von HORIZON Europe, Universit\u00e4tskooperationen und der Austausch von Studierenden tragen dazu bei, gegenseitiges Verst\u00e4ndnis zu f\u00f6rdern und globale Innovationspotenziale zu nutzen. Im Bereich Klimaschutz haben sich beide Seiten ehrgeizige Ziele f\u00fcr die Erreichung der Klimaneutralit\u00e4t gesetzt und arbeiten hier eng zusammen, wie zuletzt im Rahmen der COP29 deutlich wurde. Mit seiner F\u00fchrungsrolle im Bereich der E-Mobilit\u00e4t ist China zudem ein unverzichtbarer Partner, damit die EU das geplante Verbot von Verbrennerautos bis 2035 einhalten kann.<\/p>\n<p>Das Jubil\u00e4um in diesem Jahr erinnert daran, dass konstruktiver Dialog, gegenseitiger Respekt und multilaterales Engagement die Basis f\u00fcr nachhaltige Partnerschaft bilden. 50 Jahre EU-China \u2013 das ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, sondern ein diplomatischer Kraftakt, der zeigt, dass trotz aller Unterschiede gemeinsame Interessen und globale Verantwortung verbinden k\u00f6nnen. Dieses Jubil\u00e4um sollte nicht nur Anlass zur R\u00fcckschau, sondern auch Impuls f\u00fcr eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit sein.<\/p>\n<p>Wie Pr\u00e4sident Xi Jinping sagte: &#8222;China hat die EU stets als tragenden Pfeiler in einer multipolaren Welt betrachtet.&#8220; Wenn Br\u00fcssel im Gegenzug stets das Gleiche tut, ist es nat\u00fcrlich auch der ganzen Welt recht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend die Welt als Ganzes zunehmend von Unsicherheiten gepr\u00e4gt ist, hat sich die Zusammenarbeit zwischen Europa und China&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":132680,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[49149,331,332,227,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-132679","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-50-jubilaeum","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-china","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114555830002777341","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132679","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=132679"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132679\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/132680"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132679"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132679"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132679"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}