{"id":13299,"date":"2025-04-07T14:52:43","date_gmt":"2025-04-07T14:52:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/13299\/"},"modified":"2025-04-07T14:52:43","modified_gmt":"2025-04-07T14:52:43","slug":"media-for-europe-kuendigt-uebernahmeangebot-fuer-prosiebensat-1-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/13299\/","title":{"rendered":"Media for Europe k\u00fcndigt \u00dcbernahmeangebot f\u00fcr ProSiebenSat.1 an"},"content":{"rendered":"<p>29,99 Prozent an ProSiebenSat.1 h\u00e4lt der Berlusconi-Konzern bereits, einen Kredit \u00fcber 3,4 Milliarden Euro f\u00fcr eine m\u00f6gliche \u00dcbernahme hat MFE schon Ende 2024 klargemacht (<a href=\"https:\/\/meedia.de\/news\/beitrag\/18363-mfe-bekommt-kredit-fuer-moegliche-prosiebensat-1-uebernahme.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MEEDIA berichtete<\/a>). Insofern war es nur eine Frage der Zeit, bis die Italiener \u201eeinen Gang h\u00f6her schalten\u201c, wie es MFE-CEO Pier Silvio Berlusconi formuliert. Diese Zeit sei nun gekommen, hei\u00dft es in einer am Mittwochabend ver\u00f6ffentlichten langen Stellungnahme, die nicht an Eigenlob spart. Man glaube, dass \u201eProSiebenSat.1 einen starken Aktion\u00e4r braucht, der Expertise und Branchenerfahrung bieten kann und damit aktiv zu seinem Wachstumskurs beitr\u00e4gt\u201c. Ziel sei es, einen \u201eMehrwert f\u00fcr alle Aktion\u00e4re schaffen, bevor es zu sp\u00e4t ist\u201c. Mit einer ProSiebenSat.1-\u00dcbernahme wolle man \u201eeine medien- und l\u00e4nder\u00fcbergreifende, paneurop\u00e4ische Gruppe\u201c erschaffen, \u201edie als Alternative zu den digitalen Schwergewichten fungiert und das ehrgeizige Ziel erreicht, wettbewerbsf\u00e4hig zu sein und zu wachsen\u201c.<\/p>\n<p>Die Frage ist nur: Spielt ProSiebenSat.1 da mit? Mit Blick auf den Angebotspreis, der voraussichtlich nur dem gesetzlichen Mindestpreis entsprechen wird, kann da durchaus ein Fragezeichen dran gemacht werden. MFE will laut P7S1-Mitteilung den dreimonatigen Durchschnittskurs (5,75 Euro je Aktie) zahlen. 78 Prozent sollen die Aktion\u00e4re in bar erhalten, 22 Prozent entfallen auf neu auszugebende MFE-A-Aktien. Damit w\u00fcrde man unter dem derzeitigen Aktienkurs von 6,53 Euro (Stand 26.3.2025) liegen. Der B\u00f6rsenwert von ProSiebenSat.1 liegt bei 1,5 Milliarden Euro. Bei P7S1 kommentierte man die MFE-Offerte zun\u00e4chst recht n\u00fcchtern: Vorstand und Aufsichtsrat w\u00fcrden \u201edas Angebot nach Ver\u00f6ffentlichung der Angebotsunterlage sorgf\u00e4ltig pr\u00fcfen\u201c und danach ihre \u201evorgeschriebene begr\u00fcndete Stellungnahme abgeben\u201c.<\/p>\n<p>Dass MFE jetzt ein freiwilliges Angebot noch vor Erreichen der kritischen 30-Prozent-Schwelle vorlegen will, geschieht offenbar nicht ohne Kalk\u00fcl: Laut dem \u201eManager Magazin\u201c hat sich \u201eein nicht genannter ProSiebenSat.1-Aktion\u00e4r\u201c dazu verpflichtet, \u201eMFE einen Teil seiner Papiere anzudienen\u201c. Damit w\u00fcrde die 30-Prozent-H\u00fcrde \u00fcberschritten und die Italiener m\u00fcssten ein Pflichtangebot abgeben, das wom\u00f6glich teurer ausfallen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Berlusconi schw\u00e4rmt in seinem Pressestatement davon, dass MFE in Zeiten des Abgesangs von klassischem TV \u201eeiner der wenigen Sender in Europa\u201c sei, \u201eder tats\u00e4chlich Wert geschaffen\u201c habe. Und weiter: \u201eWir haben stets eine klar definierte Strategie verfolgt mit der Fokussierung auf das Kerngesch\u00e4ft und dem Verkauf von Werbung \u00fcber ein l\u00e4nderspezifisches, ansprechendes und modernes Fernsehen, das auch auf allen anderen Plattformen verf\u00fcgbar ist.\u201c Genau auf diese Fokussierung auf das Kerngesch\u00e4ft Entertainment hatte MFE die P7S1-F\u00fchrung um Bert Habets immer wieder gedr\u00e4ngt und kritisiert, der Umbau gehe zu langsam voran. Das \u00e4ndert sich allm\u00e4hlich. Erst vor wenigen Tagen hatten die Unterf\u00f6hringer den <a href=\"https:\/\/meedia.de\/news\/beitrag\/18955-prosiebensat-1-verkauft-verivox-an-moltiply.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verkauf seines Vergleichsportals Verivox<\/a> an die italienische Holdinggesellschaft Moltiply offiziell gemacht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/9afdf6dff3f14eda987a7ca1b2861407.gif\" width=\"1\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"29,99 Prozent an ProSiebenSat.1 h\u00e4lt der Berlusconi-Konzern bereits, einen Kredit \u00fcber 3,4 Milliarden Euro f\u00fcr eine m\u00f6gliche \u00dcbernahme&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13300,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,9420,9422,548,663,9424,158,3934,3935,13,9418,1946,1947,9417,62,1948,14,15,9415,9421,9416,9419,12,9423],"class_list":{"0":"post-13299","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-berlusconi-prosieben","11":"tag-bert-habets","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeisch-prosieben","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europe","17":"tag-european-union","18":"tag-headlines","19":"tag-italien-mfe-prosieben","20":"tag-kress","21":"tag-kress-pro","22":"tag-media-for-europe","23":"tag-medien","24":"tag-mediendienst","25":"tag-nachrichten","26":"tag-news","27":"tag-p7s1","28":"tag-prosieben-mfe","29":"tag-prosiebensat-1","30":"tag-sat1","31":"tag-schlagzeilen","32":"tag-tv-konzern"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114297250972955474","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13299","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13299"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13299\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13300"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13299"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13299"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13299"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}