{"id":133306,"date":"2025-05-23T12:40:08","date_gmt":"2025-05-23T12:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/133306\/"},"modified":"2025-05-23T12:40:08","modified_gmt":"2025-05-23T12:40:08","slug":"koeln-wenn-kaufen-zur-sucht-wird-hilfe-suchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/133306\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln | Wenn Kaufen zur Sucht wird: Hilfe suchen"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Zwei Klicks hier, schnell die Karte gez\u00fcckt da &#8211; und zu Hause stapeln sich Kartons, T\u00fcten und Dinge, die man gar nicht braucht. Mehr als f\u00fcnf Prozent der Deutschen zeigen Anzeichen einer sogenannten Kaufsucht, sch\u00e4tzen Forschende.<\/p>\n<p>Wann wird Kaufen richtig problematisch?<\/p>\n<p>Von Kaufsucht spreche man, \u00abwenn ein starker innerer Drang besteht, das Verhalten auszuf\u00fchren\u00bb, sagt Patrick Trotzke, Professor f\u00fcr Klinische Psychologie und Psychotherapie an der K\u00f6lner Charlotte Fresenius Hochschule. Die Betroffenen haben keine Kontrolle mehr \u00fcber Beginn und Beendigung ihres Verhaltens. Sie k\u00f6nnen ihren Konsum nicht stoppen, obwohl negative Konsequenzen wie \u00dcberschuldung oder Streit mit Angeh\u00f6rigen bereits eingetreten sind.\u00a0<\/p>\n<p>Man kauft weiter, wie unter Zwang<\/p>\n<p>Zwar haben Betroffene somit eine bestimmte Symptomatik; eine \u00abKauf-Shopping-St\u00f6rung\u00bb, so nennt es etwa die Hannoveraner Professorin Astrid M\u00fcller, die schon lange dazu forscht, ist aber bislang nicht als eigenst\u00e4ndige Erkrankung in psychiatrischen Diagnosesystemen anerkannt. Sie wird jedoch im g\u00e4ngigen Klassifikationssystem unter \u00abanderen spezifischen Impulskontrollst\u00f6rungen\u00bb aufgef\u00fchrt. Das bedeutet, dass eine Therapie unter Umst\u00e4nden von der Krankenkasse \u00fcbernommen wird.<\/p>\n<p>Wo finden Betroffene Hilfe?<\/p>\n<p>Viele Menschen mit problematischem Kaufverhalten warten jahrelang, bis sie sich Hilfe suchen ? h\u00e4ufig dann, wenn die finanzielle Not und die psychische Belastung kaum noch auszuhalten sind. Eine Spirale, in der der Leidensdruck immer gr\u00f6\u00dfer wird.\u00a0<\/p>\n<p>Eine erste Anlaufstelle k\u00f6nnen <a href=\"https:\/\/www.dhs.de\/service\/suchthilfeverzeichnis\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noopener\">Beratungsstellen<\/a> der Suchthilfe sein. In der Regel empfehlen Experten zur Behandlung eine Psychotherapie, speziell eine kognitive Verhaltenstherapie. Sie kann als Einzel- oder auch als Gruppentherapie gemacht werden. Hier geht es darum, die Motivation und die Ausl\u00f6ser f\u00fcr exzessives Kaufverhalten zu erkennen und Bew\u00e4ltigungsstrategien zu lernen.<\/p>\n<p>Hat Kaufen etwa die Funktion einer Belohnung, kann man Alternativen finden. \u00abDas ist oftmals ein schwieriger Prozess\u00bb, so Astrid M\u00fcller. Denn es geht darum, etwas zu finden, was \u00e4hnliche Hochgef\u00fchle wie das Kaufen verschafft.<\/p>\n<p>Was ein \u00absinnvolles Kaufverhalten\u00bb ist, sei schwer zu definieren, sagt M\u00fcller. Sie r\u00e4t, eine genaue \u00dcbersicht \u00fcber alle Ein- und Ausgaben zu erstellen und sich f\u00fcr jeden Kauf klarzumachen: Was war das Motiv daf\u00fcr?<\/p>\n<p>Oft werden zur Selbstdisziplin auch Ma\u00dfnahmen empfohlen wie mit Bargeld statt Karte zu zahlen, Shopping-Apps l\u00f6schen, vor jedem gr\u00f6\u00dferen Kauf 24 Stunden nachdenken und etliche mehr. Entscheidend f\u00fcr den Erfolg aller Ma\u00dfnahmen ist M\u00fcller zufolge, eine eigene innere Motivation zur \u00c4nderung aufzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Zwei Klicks hier, schnell die Karte gez\u00fcckt da &#8211; und zu Hause stapeln sich Kartons,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":133307,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[2632,29,1721,30,141,41839,49303,49301,1420,1209,13353,1620,4283,437,49302,625],"class_list":{"0":"post-133306","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-brcmj","9":"tag-deutschland","10":"tag-finanzen","11":"tag-germany","12":"tag-gesundheit","13":"tag-helpme","14":"tag-impulskontrolle","15":"tag-kaufsucht","16":"tag-koeln","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-psychologie","19":"tag-schulden","20":"tag-shopping","21":"tag-sucht","22":"tag-tmn1217","23":"tag-verbraucher"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114557198255098399","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133306","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=133306"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133306\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/133307"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133306"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=133306"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=133306"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}