{"id":133609,"date":"2025-05-23T15:23:14","date_gmt":"2025-05-23T15:23:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/133609\/"},"modified":"2025-05-23T15:23:14","modified_gmt":"2025-05-23T15:23:14","slug":"das-hat-das-stustaculum-2025-in-muenchen-zu-bieten-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/133609\/","title":{"rendered":"Das hat das Stustaculum 2025 in M\u00fcnchen zu bieten &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Weiter warten sie auf die Wei\u00dfwurscht. Das ist kein Witz, sondern eine Wichtigkeit f\u00fcrs Stustaculum. Um nichts weniger als die Goldene Wei\u00dfwurscht ging es Jahr f\u00fcr Jahr bei dem Kleinkunst-Wettbewerb auf diesem Festival, das als Deutschlands gr\u00f6\u00dftes studentisches Kulturereignis gilt. Und um die zur Zeit ihres Contest-Auftritts um die Wurst-Troph\u00e4e noch gar nicht mal so ber\u00fchmten Bewerber wie Martina Schwarzmann, Tobias Mann, Jess Jochimsen oder Claus von Wagner zu sehen, standen die Menschen Schlange vor der Hans-Scholl-Halle.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Und das ist der Grund des Problems, warum anders als voriges Jahr gedacht, auch beim Stustaculum 2025 noch immer keine Goldene Wei\u00dfwurst ausgefochten wird. Denn im Zuge der nicht enden wollenden Sanierungen, die die Bewohnerzahl der Studentenstadt von 2500 mehr als halbiert hat, ist auch der Mehrzwecksaal noch nicht rechtzeitig fertig renoviert. Und all die vielen anderen B\u00fchnenorte auf dem weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde bieten sich einfach nicht an, erkl\u00e4rt Festival-Sprecher Fabian Eckl: Das Atrium zwischen den drei gro\u00dfen Hochh\u00e4usern als gro\u00dfe Open-Air-B\u00fchne vor Hunderten Biertischen: \u201ezu wetterabh\u00e4ngig, zu unruhig\u201c; das Festzelt, wo die Rock-Shows steigen: \u201ezu gro\u00df, zu viele Hintergrundger\u00e4usche\u201c; die Dada Stage f\u00fcr die speziellen Acts und die Singer-Songwriter: \u201ezu klein\u201c; die zwei Kade-Stages f\u00fcr Subkultur und Elektro-Sounds: \u201eebenfalls Open-Air und die drinnen zu klein\u201c. Nein, mit dem ehrw\u00fcrdigen Kleinkunstf\u00f6rderpreis will man auf die ehrw\u00fcrdige Hans-Scholl-Halle warten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Wei\u00dfwurscht ist nicht wurst, aber eben bei Weitem nicht alles. So bereiten Hunderte aktuelle und ehemalige Bewohner der Studentenstadt ehrenamtlich seit Monaten ein ausladendes Programm vor \u00fcbers lange Christi-Himmelfahrt-Wochenende, von Mittwoch, 28., bis Samstag, 31. Mai. Vier Tage lang 100 Darbietungen auf vier B\u00fchnen f\u00fcr 25000 Besucher zum Ticketpreis von 15 Euro sind die Eckdaten. F\u00fcr jeden einzelnen Gast erweist sich dann der individuelle Besuch zwischen B\u00fchnen, Bars, Discos und Aktionsorten so labyrinthisch wie das Gewirr der Schlangenhaare auf dem Haupt der Medusa, die in diesem Jahr als Maskottchen auf Plakaten, Tassen und T-Shirts prangt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Die derzeit unbewohnten Hochh\u00e4user werden jedes Jahr zur Leinwand f\u00fcr spektakul\u00e4re Projektionen.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/cbf1c6e6-9c6b-407f-a63c-8e3aa88895f9.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Die derzeit unbewohnten Hochh\u00e4user werden jedes Jahr zur Leinwand f\u00fcr spektakul\u00e4re Projektionen. (Foto: Fabian Eckl)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Das Design spiele \u201ekunstvoll mit den Mythen der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Pop\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pop<\/a>-Kultur\u201c, hat sich das Kreativteam so ausgedacht; Medusa ist hier kein Schreckgespenst, sondern eine Muse, ihre Schlangenk\u00f6pfe st\u00fcnden sinnbildlich f\u00fcr die Vielfalt der Stimmen, Genres und Ideen auf dem Festival. Und sie greift selbst zum Mikro \u2013 das steht daf\u00fcr, dass auf dem Stustaculum jeder seinen Raum hat, kreativ zu werden. Da gibt es Orte namens \u201eWorkshop Theater\u201c, wo auch die G\u00e4ste in Improtheater, Poetry-Slam und Stand-up-Comedy sich ausprobieren. Bei den \u201eHandy H\u00e4ngematten\u201c kann man nicht nur abh\u00e4ngen, sondern auch T-Shirts bedrucken, seinen Body bepainten oder Blumenschmuck binden. Bei den \u201eSofa Sessions\u201c stehen f\u00fcr jeden Instrumente bereit, mit denen man spontan etwas darbieten kann. Im \u201eElysium\u201c findet man beim Yoga auf Electro-Beats zu sich. Und am \u201eProving Ground\u201c kann man sich sportlich beweisen, beim \u201eBubble Soccer\u201c wie beim Stustaculum-Klassiker, dem Biertraglklettern \u2013 wer noch mehr Nervenkitzel braucht, macht beim Schafkopfturnier mit\u00a0 (29. Mai, 11 bis 14 Uhr). So viele Action-Stationen gab es hier noch nie, da wird das Massenereignis zum ganz pers\u00f6nlichen Erlebnisraum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Sieht ein bisschen aus wie Tollwood, ist aber das Stustaculum von oben.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/51fdb1d1-9ffd-4b8a-9ea6-271ba9f4f392.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Sieht ein bisschen aus wie Tollwood, ist aber das Stustaculum von oben. (Foto: Fabian Eckl)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Es hat immer etwas Aufregendes, als Nicht-(mehr-)Student durch dieses Akademiker-Dorf zu schlendern, die witzig gestalteten Balkone zu sehen, die kleinen Ruhe- und Feieroasen, im Brotladen einen Snack oder Kaffee einzukaufen und einen Schwatz zu halten, als br\u00e4uchte man eine Pause vom B\u00fcffeln.\u00a0 Aber nat\u00fcrlich herrscht hier beim Stustaculum Ausnahmezustand. Diese neumodischen \u201eFood-Truck-Festivals\u201c \u2013 hier in Freimann scheinen sie erfunden worden zu sein, so viele Imbisswagen von Falafelei bis Creperie gibt es hier zus\u00e4tzlich zu den Pavillons f\u00fcr Cocktails (\u201eEntenzirkus\u201c und \u201eCuba Lounge\u201c), Wein, Bier und mehr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eintauchen in die studentische Lebensart k\u00f6nnen alle Besucher des Stustaculums.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/3c571df6-98c4-4417-ab4e-99ad9c3e5c78.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Eintauchen in die studentische Lebensart k\u00f6nnen alle Besucher des Stustaculums. (Foto: Oana Baciu)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Fast h\u00e4tte man die Kultur vergessen, aber \u00fcbersehen und -h\u00f6ren kann man sie ohnehin nicht. Es wird so ziemlich jede Art von Unterhaltungsmusik geboten von Akustik-Pop (Frida) und Ska (Neuland), von Soul-Pop (Danny &amp; The Shell Tones) und Neo-Klassik (Roman Nagel) bis zu Dark Metal weit nach Sonnenuntergang bei Dark Solstice und ganz viel \u201eBouncy Bitchy Beach Beats\u201c und anderen Electronica. Nicht alle Namen muss man schon kennen, einige Nachwuchsk\u00fcnstler haben der Pop-Beauftragte Oberbayerns und der bayerische Musikf\u00f6rderpool by.On vermittelt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Alle Besucher sind willkommen, auch beim Konzert von \u201eBrew Berrymore\u201c am Donnerstag, 29. Mai, 22 Uhr, im Festzelt.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1259275a-9842-417b-81f1-fed52ef4fd9a.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Alle Besucher sind willkommen, auch beim Konzert von \u201eBrew Berrymore\u201c am Donnerstag, 29. Mai, 22 Uhr, im Festzelt. (Foto: Bernhard Schinn)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Aber nicht alles ist Kunstloses Brot (wie sich eine Art-Pop-Band hier nennt), es sind durchaus Zugnummern dabei: Einige in diesem chaotischen Programm kennt man schon l\u00e4nger als Stimmungsgaranten, wie Die Arschl\u00f6cherinnen (\u201eFatherfucking Hip-Hop\u201c), die Urban-Brass-Kapelle Loamsiada, die Indie-Folk-Feingeister Saguru, das ambitionierte Electro-Pop-Duo Fliegende Haie, das beschwingte Electro-Duo Kids\u00f8, die Augsburger Multi-Instrumentalistin Ceci, Judy &amp; Cocho mit ihrem \u201eComing Of Age\u201c-Pop, und nicht zuletzt die vielpr\u00e4mierten Golden Boys des Indie-Pop Brew Berrymore, deren Motto immer auch f\u00fcr das des Stustaculum steht: \u201eKomm, wie du bist, tanz, wie du tanzt, sing, wie du singst, sei, wer du sein willst\u201c.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Seit Herbst bereiten zahlreiche Helfer ehrenamtlich das unkommerzielle Festival vor.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/90316fbf-ee93-4ad8-ac16-e5baaf56b78d.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Seit Herbst bereiten zahlreiche Helfer ehrenamtlich das unkommerzielle Festival vor. (Foto: Fabian Eckl\/David Bonello)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Anders als im ersten Jahr 1989, als das Festival mit zw\u00f6lf Theatergruppen und zwei Bands startete, ist das Nichtmusikalische l\u00e4ngst in der Minderzahl, aber es gibt noch Feuershows, Science Slam und Stand-up-Comedy \u2013 wenngleich man f\u00fcr die Goldene Wei\u00dfwurscht auf 2026 hoffen muss. Leider vergebens warten Bar-Fans auf das Manhattan: die Dachterrassen-Lounge mit dem sch\u00f6nsten Ausblick \u00fcber den M\u00fcnchner Norden auf dem h\u00f6chsten Wohnheim und der l\u00e4ngsten Schlange am Aufzug wird es wohl nie mehr geben (\u201eDie aktuelle Politik des Studierendenwerks gegen\u00fcber der studentischen Selbstverwaltung ist ja gerade nicht so, dass Angebote und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Bewohnerschaft ausgebaut werden\u201c, sagt ein Insider.)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Gleichwohl ist die studentische Veranstaltungsfreude in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> ungebrochen, denn auf das Stustaculum folgen die weiteren gro\u00dfen Festivals des \u201eTriple Live Summers\u201c: das Tunix (16. bis 20. Juni), das Garnix (30. Juni bis 4. Juni) und das Uni-Sommerfest (4. Juli).<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\"><strong>Stustaculum, 28. bis 31. Mai, Mittwoch 16 bis 3 Uhr, Donnerstag 10 bis 3 Uhr, Freitag 14 bis 5 Uhr, Samstag 14 bis 5 Uhr, Studentenstadt Freimann, <\/strong><strong><a href=\"https:\/\/www.stustaculum.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.stustaculum.de<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weiter warten sie auf die Wei\u00dfwurscht. Das ist kein Witz, sondern eine Wichtigkeit f\u00fcrs Stustaculum. 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