{"id":133611,"date":"2025-05-23T15:24:14","date_gmt":"2025-05-23T15:24:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/133611\/"},"modified":"2025-05-23T15:24:14","modified_gmt":"2025-05-23T15:24:14","slug":"muenchner-kommunalreferentin-jacqueline-charlier-wechselt-als-staatsraetin-nach-hamburg-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/133611\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchner Kommunalreferentin Jacqueline Charlier wechselt als Staatsr\u00e4tin nach Hamburg &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Erst im vergangenen August hat Jacqueline Charlier ihr Amt als Kommunalreferentin angetreten, nun wechselt sie als Staatsr\u00e4tin nach <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Hamburg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hamburg<\/a>. Die gr\u00fcn-rote Rathauskoalition verliert damit eine ihrer Stadtministerinnen. Von Mitte Juli an ist das Spitzenamt, das unter anderem die st\u00e4dtischen Immobilien, M\u00e4rkte und den Abfallwirtschaftsbetrieb verantwortet, vakant.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Das Kommunalreferat sei ihr ans Herz gewachsen, sagte Charlier in einem Statement am Freitag, umso schwerer sei ihr die Entscheidung gefallen. Das Angebot aus Hamburg, die Position der Staatsr\u00e4tin f\u00fcr Stadtentwicklung und Wohnen zu \u00fcbernehmen, habe sie aber nicht ausschlagen k\u00f6nnen. Es sei f\u00fcr sie eine M\u00f6glichkeit, in ihre Geburtsstadt zu ihrer Familie zur\u00fcckzukehren und gleichzeitig eine \u201egro\u00dfartige berufliche Chance\u201c wahrzunehmen. Sie werde die neue Stelle am 15. Juli antreten und bis dahin \u201ewie bisher mit vollem Einsatz die Interessen des Kommunalreferats vertreten\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Staatsr\u00e4te in Hamburg sind politische Beamte, die die Landesregierung beraten und unterst\u00fctzen. Das Amt entspricht dem des Staatssekret\u00e4rs in Fl\u00e4chenl\u00e4ndern. Staatsr\u00e4te sind zwar nicht Teil der Landesregierung selbst, aber sie nehmen an den w\u00f6chentlichen Senatssitzungen teil und k\u00f6nnen so direkt Einfluss auf die Politik nehmen. In der Hierarchie folgen sie direkt nach dem Senator beziehungsweise dem Ersten B\u00fcrgermeister.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Mit Jacqueline Charlier verliere <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> \u201eeine kompetente und hoch qualifizierte Juristin und weibliche F\u00fchrungskraft\u201c, sagte Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Mona Fuchs. Die Zusammenarbeit sei immer \u201egut und vertrauensvoll\u201c gewesen. Eine kleine Spitze konnte Fuchs sich indes nicht verkneifen: Dass ein so wichtiges Referat nur so kurzzeitig besetzt gewesen sei und nun zun\u00e4chst interimsm\u00e4\u00dfig geleitet werden m\u00fcsse, sei freilich \u201esehr schade, zumal auch die Vorg\u00e4ngerin f\u00fcr das Amt weiter zur Verf\u00fcgung gestanden h\u00e4tte\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Um den Posten der Kommunalreferentin hatte Charlier im vergangenen Jahr mit der damaligen Amtsinhaberin Kristina Frank (CSU) konkurriert. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-kristina-frank-stadtregierung-abschied-interview-lux.BP9jFfFxxQDmc2wvFS5hSh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frank, deren Amtszeit im Sommer auslief, h\u00e4tte gern weitergemacht.<\/a> Doch das Vorschlagsrecht f\u00fcr solche Spitzenposten haben die Fraktionen von Gr\u00fcnen\/Rosa Liste und SPD\/Volt, wie es \u00fcblich ist, in ihrem Koalitionsvertrag untereinander aufgeteilt. Das Kommunalreferat sollte eigentlich der SPD zufallen; im Zuge einer Rochade bei den Vorschlagsrechten wurde es aber auf neutral geschaltet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Frank genoss bei Gr\u00fcn-Rot und sogar bei der linken Opposition Anerkennung f\u00fcr ihre sachorientierte und \u00fcberparteiliche Amtsf\u00fchrung. Auch die parteilose Charlier, die seit 2014 als Stellvertreterin von Stadtbaur\u00e4tin Elisabeth Merk fungierte, hatte \u00fcber die Fraktionen hinweg einen guten Ruf. Wochenlang hatten Gr\u00fcne und SPD um die Besetzung gerungen. Die SPD-Fraktionsspitze wollte Frank nicht wiederw\u00e4hlen, die Gr\u00fcnen hingegen konnten sich dies vorstellen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Obwohl die SPD sich damals f\u00fcr Charlier starkgemacht hat, nimmt sie ihr den Wechsel nun nicht \u00fcbel. Die Entscheidung der Kommunalreferentin sei \u201enachvollziehbar\u201c, findet Fraktionschefin Anne H\u00fcbner: \u201eDas ist eine tolle Stelle in ihrer Stadt, da kann man ihr nur alles Gute und viel Erfolg w\u00fcnschen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">H\u00fcbner pl\u00e4dierte daf\u00fcr, die Stelle bis zur Kommunalwahl im Fr\u00fchjahr 2026 nicht neu zu besetzen. Das er\u00f6ffnet die Chance, nach dem Kulturreferenten einen weiteren Spitzenposten mit der Amtszeit des Stadtrats zu synchronisieren. Oberb\u00fcrgermeister Dieter Reiter (SPD) hat vorgeschlagen, dass m\u00f6glichst bis sp\u00e4testens 2032 alle 14 Referentinnen und Referenten \u2013 anders als bisher \u2013 unmittelbar nach der Kommunalwahl gew\u00e4hlt werden. Ihre Dienstzeit von sechs Jahren w\u00fcrde sich dann mit der Amtszeit des Stadtrats decken.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Opposition im Rathaus kritisierte den angek\u00fcndigten Wechsel von Charlier. \u201eEs ist f\u00fcr die Stadt und das Kommunalreferat schwierig, wenn die neue F\u00fchrung nach nicht mal einem Jahr wieder geht\u201c, sagte Manuel Pretzl, Fraktionschef von CSU\/Freie W\u00e4hler. \u201eH\u00f6chst bedauerlich, dass daf\u00fcr eine erfahrene und leidenschaftliche Referentin wie Kristina Frank aus dem Amt gedr\u00e4ngt wurde.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Linken-Fraktionschef Stefan Jagel bezeichnete den Weggang als \u201eweiteren Tiefpunkt der Regierungskoalition, die organisatorisch wie inhaltlich am Ende ist\u201c. Angesichts der angespannten Haushaltslage brauche man nun eine tragf\u00e4hige und verantwortungsvolle L\u00f6sung f\u00fcr den Rest der Amtszeit. \u201eDie Stadt kann sich weiteres Chaos nicht leisten.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erst im vergangenen August hat Jacqueline Charlier ihr Amt als Kommunalreferentin angetreten, nun wechselt sie als Staatsr\u00e4tin nach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":133612,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,48652,692,1268,3661,5731,149],"class_list":{"0":"post-133611","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-gruene-muenchen","12":"tag-hamburg","13":"tag-muenchen","14":"tag-politik-muenchen","15":"tag-spd-muenchen","16":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114557843158141724","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=133611"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133611\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/133612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=133611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=133611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}