{"id":133902,"date":"2025-05-23T17:56:13","date_gmt":"2025-05-23T17:56:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/133902\/"},"modified":"2025-05-23T17:56:13","modified_gmt":"2025-05-23T17:56:13","slug":"30-jahre-open-air-kino-im-akki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/133902\/","title":{"rendered":"30 Jahre Open-Air-Kino im Akki"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Mit einem Monolautsprecher, einem geliehenen Projektor (Porta Cine 35 mm) und einer improvisierten Leinwand fing alles an. Vor drei Jahrzehnten nahm im <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/biergarten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Biergarten<\/a> des Akki in Oberbilk eine Idee konkrete Formen an. Ein Open-Air-Kino w\u00e4re doch sch\u00f6n, dachte sich Udo Heimansberg. Das Urgestein der D\u00fcsseldorfer Filmkunstkinos fand in Tom Birke den richtigen Mitstreiter f\u00fcr sein Vorhaben. Der Akki-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer schlug den ein Jahr zuvor er\u00f6ffneten Biergarten f\u00fcr das Kinoerlebnis unter freiem Himmel vor. Und weil der Platz von Linden umstanden ist, war auch gleich der Name f\u00fcr das neue Lichtspiel gefunden: \u201eVier Linden\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Genau in diesem Biergarten sitzt Udo Heimansberg mit Tom Birke zusammen und schwelgt in Erinnerungen. Denn von den modernen Open-Air-Kinos waren sie damals noch weit entfernt. Schon allein, weil die Technik noch nicht so ausgereift war. \u201eWir hatten anfangs nur den Monolautsprecher des Projektors\u201c, verr\u00e4t Birke und Heimansberg erg\u00e4nzt: \u201eIch glaube, das hat niemand gemerkt. Die Leute hatten einfach Spa\u00df am alternativen Freiluftkino.\u201c Beide sind sich einig, \u201eDas Vier Linden ist das einzige Open-Air-Kino, bei dem man von allen Pl\u00e4tzen gleich gut h\u00f6rt. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als Er\u00f6ffnungsfilm lief \u201eAnimal House\u201c. \u201eWir haben auch viel Blues Brothers gespielt. Meistens waren es Filme, die wir ohnehin in den Kinos zeigt haben\u201c, schaut Heimansberg zur\u00fcck und hat gleich noch eine Geschichte auf Lager: \u201eAls wir Andy Warhols Frankenstein gezeigt haben, flogen echte Flederm\u00e4use durchs Bild, die vom Licht angezogen wurden.\u201c <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eNiemand h\u00e4tte gedacht, dass wir 30 Jahre sp\u00e4ter immer noch hier sitzen und das Programm f\u00fcr die Saison planen\u201c, stellt Birke \u00fcberrascht fest. Das Open-Air-Kino in Oberbilk hat l\u00e4ngst Kultstatus, auch wenn es in den ersten Monaten etwas holprig war und das Team immer mal wieder mit den T\u00fccken der Technik k\u00e4mpfte. Etwa, als eine zweite Rolle fehlte, um den ablaufenden Filmstreifen wieder aufzunehmen. \u201eUdo hatte die Idee, den Film einfach auf den Boden laufen zu lassen\u201c, erinnert sich Birke und Heimansberg gibt zu: \u201eIch hielt das f\u00fcr einen guten Plan \u2013 bis klar wurde, wie viel Filmmaterial da auf dem Boden landete\u201c. Das musste sp\u00e4ter wieder m\u00fchsam aufgerollt werden, was nicht so ganz ohne bleibende Spuren ablief. \u201eIch f\u00fcrchte, der Film hatte danach ein paar seltsame Streifen im Bild\u201c, res\u00fcmiert Heimansberg mit einem Augenzwinkern.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zum Kult wurde das Open-Air-Kino auch, weil das Programm immer einen guten Mix aus Klassikern, Filmkunst, Highlights des Kinojahres und Premieren bietet. \u201eDie Rocky Horror Picture Show war so ein Streifen, den wir regelm\u00e4\u00dfig wieder gezeigt haben\u201c, erz\u00e4hlt Birke. Klar, dass da so manche Besucher im passenden Outfit nach Oberbilk kamen. \u201eOder sich schnell in der Toilette umgezogen hat\u201c, verr\u00e4t der Akki-Chef. \u201eWir haben ganz wilde Sachen gemacht\u201c, gibt er zu und Heimansberg ist \u00fcberzeugt: \u201eDa k\u00f6nnen wir inzwischen auch ganz unbefangen dr\u00fcber sprechen\u201c. Da war zum Beispiel die legend\u00e4re Fortuna-Nacht \u201emit 350 G\u00e4sten f\u00fcr ein <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kino\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kino<\/a> das nur knapp 150 aufnehmen konnte\u201c, erinnert sich der 75-j\u00e4hrige Heimansberg. Zu besagten G\u00e4sten z\u00e4hlten <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/dieter-nuhr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieter Nuhr<\/a>, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/volker-pispers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Volker Pispers<\/a> \u201eund ein Typ, der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/klaus-allofs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klaus Allofs<\/a> hie\u00df. Ich hatte keine Ahnung, wer das ist\u201c, f\u00fcgt er hinzu. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bis heute hat sich das \u201eVier Linden\u201c seinen Sponti-Charme erhalten. Noch immer sitzen die Kinofans auf langen Bierb\u00e4nken oder Holzst\u00fchlen und k\u00f6nnen sogar eigene Sitzm\u00f6bel mitbringen. \u201eWir spielen bei jedem Wetter immer von Juni bis September\u201c, betonen die Herren. Doch darauf sind die Besucher in der Regel eingestellt, bringen Regenschirme und auch schon mal eine Decke mit. Denn auf den Startknopf wird erst mit Eintritt der Dunkelheit gedr\u00fcckt, und da kann es schon mal recht k\u00fchl werden. Irgendwie geh\u00f6ren auch die V\u00f6gel dazu, die immer mal wieder durchs Bild huschen, ebenso wie das Rauschen der B\u00e4ume. Zum Jubil\u00e4um startet das \u201eVier Linden\u201c am 13. Juni mit \u201eStromberg \u2013 Der Film\u201c in die neue Saison. Der beliebte Klassiker darf nat\u00fcrlich auch in diesem Jahr nicht fehlen: Am 15. August gibt es ein Wiedersehen mit dem \u201eBreakfast Club\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit einem Monolautsprecher, einem geliehenen Projektor (Porta Cine 35 mm) und einer improvisierten Leinwand fing alles an. 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