{"id":134395,"date":"2025-05-23T22:22:08","date_gmt":"2025-05-23T22:22:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/134395\/"},"modified":"2025-05-23T22:22:08","modified_gmt":"2025-05-23T22:22:08","slug":"einfach-effektiv-gratis-das-ende-von-windows-10-naht-linux-kann-uebernehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/134395\/","title":{"rendered":"Einfach, effektiv, gratis: Das Ende von Windows 10 naht &#8211; Linux kann \u00fcbernehmen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Microsoft beendet im Oktober die Unterst\u00fctzung von Windows 10. Computer, deren Hardware nicht f\u00fcr ein Upgrade auf Windows 11 geeignet sind, werden dann zu einem Sicherheitsproblem. Eine einfache, effektive und kostenlose L\u00f6sung ist der Wechsel zu Linux, wobei man erst mal zweigleisig fahren kann.<\/strong><\/p>\n<p>Am 14. Oktober beendet Microsoft die Unterst\u00fctzung von Windows 10. Das hei\u00dft, es gibt ab diesem Zeitpunkt f\u00fcr das Betriebssystem keine Sicherheitsupdates mehr. Anfang des Jahres waren laut dem Sicherheitsunternehmen ESET in Deutschland rund 32 Millionen Computer betroffen. Inzwischen d\u00fcrften es deutlich weniger, aber immer noch viele Millionen sein.<\/p>\n<p> Die einfachste L\u00f6sung f\u00fcr deren Besitzerinnen und Besitzer ist ein kostenloses Upgrade auf Windows 11. Doch viele Rechner kommen daf\u00fcr nicht infrage, da Microsoft die Hardware-H\u00fcrden f\u00fcr das neue Betriebssystem sehr hoch gelegt hat.<\/p>\n<p>Auf den Elektroschrott m\u00fcssen PCs, die ansonsten noch einwandfrei funktionieren, aber nicht. Denn mit Linux gibt es f\u00fcr sie eine sichere Gratis-Alternative, die wesentlich gen\u00fcgsamer als Windows 11 ist. Daf\u00fcr muss man Windows 10 noch gar nicht l\u00f6schen, man kann das neue Betriebssystem zun\u00e4chst parallel installieren.<\/p>\n<p>So kann man unter anderem weiter auf Programme zugreifen, die es so f\u00fcr Linux (noch) nicht gibt. Die Internetverbindung sollte dabei aber aus Sicherheitsgr\u00fcnden getrennt werden.<\/p>\n<p>Distributionen bringen Software im Paket<\/p>\n<p>Es gibt viele verschiedene sogenannte Linux-Distributionen. Dabei handelt es sich um Sammlungen von aufeinander abgestimmter Software, die man ben\u00f6tigt, um einen Computer zu benutzen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem Browser, E-Mail-Client oder Office-Programme.<\/p>\n<p> Zus\u00e4tzlich kann man zahlreiche weitere Gratis-Software installieren, mit der man nahezu alle Windows-Anwendungen ersetzen kann, die man bisher genutzt hat, solange sie keine speziellen Anforderungen erf\u00fcllen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das sind oft sogenannte Open-Source-Programme, deren Quellcode f\u00fcr jeden einsehbar und ver\u00e4nderbar ist. Das bedeutet, dass sie gew\u00f6hnlich sehr sicher sind, da viele Entwickler Fehler finden und beheben k\u00f6nnen, bevor Angreifer in der Lage sind, sie auszunutzen. Das trifft auch grunds\u00e4tzlich auf die Linux-Distributionen selbst zu.<\/p>\n<p>Eine der beliebtesten Linux-Distributionen ist Ubuntu. Es ist bekannt f\u00fcr seine Benutzerfreundlichkeit, Stabilit\u00e4t und breite Unterst\u00fctzung durch die Community. Die parallele Installation von Ubuntu zu Windows 10 ist recht unkompliziert. Hier die einzelnen Schritte, die bei anderen Linux-Distributionen gleich oder sehr \u00e4hnlich sind<\/p>\n<p> Backup<\/p>\n<p>Auch wenn Windows 10 samt Dateien bei der Installation nicht gel\u00f6scht werden soll, kann immer etwas schiefgehen. Deshalb sichert man zun\u00e4chst alle wichtigen Dateien, die man behalten m\u00f6chte, auf einem externen Medium (Festplatte, USB-Stick) mit ausreichend Speicherplatz. Das kann man manuell machen oder eine spezielle Software verwenden, etwa die kostenlose deutsche Open-Source-Software &#8222;<a href=\"https:\/\/personal-backup.rathlev-home.de\/\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">Personal Backup<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p>Platz f\u00fcr Ubuntu schaffen<\/p>\n<p>Damit Ubuntu parallel zu Windows 10 installiert werden kann, ben\u00f6tigt es eine eigene Partition auf der Festplatte des Computers, die mindestens 20 Gigabyte (GB) gro\u00df sein sollte. Dazu klickt man zun\u00e4chst mit der rechten Maustaste unten links auf das Windows-Symbol und w\u00e4hlt dann im erscheinenden Men\u00fc die Datentr\u00e4gerverwaltung aus.<\/p>\n<p> Dort klickt man zuerst mit der rechten Maustaste auf die Windows-Partition und dann auf Volume verkleinern. Die Gr\u00f6\u00dfe wird in Megabyte (MB) dargestellt, 20 GB sind 2000 MB. Am besten stellt man den maximalen Wert ein, da die Windows-10-Partition nicht mehr ausgebaut wird. Kommt man nicht auf 20 GB, l\u00f6scht man gro\u00dfe gespeicherte Dateien wie Videos, nachdem man sie auf ein externes Medium gesichert hat. Auch nicht gebrauchte Programme k\u00f6nnen entfernt werden.<\/p>\n<p>Nachdem man einen Wert eingegeben hat, klickt man auf Verkleinern. Der f\u00fcr Ubuntu zur Verf\u00fcgung stehende Speicherplatz wird danach als Nicht zugeordnet angezeigt.<\/p>\n<p>Installationsmedium erstellen<\/p>\n<p>Im folgenden Schritt erstellt man ein Installationsmedium auf einem USB-Stick, der mindestens 6 GB freien Speicherplatz haben sollte. Zuerst l\u00e4dt man die Software (ISO-Image) von der offiziellen <a href=\"https:\/\/ubuntu.com\/download\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">Ubuntu-Website<\/a> \u00fcber Download Ubuntu Desktop herunter. Dabei w\u00e4hlt man die oberste Option aus und speichert das ISO-Image unter Downloads oder an einem anderen Ort, an dem man es leicht wiederfindet.<\/p>\n<p>Um das Installationsmedium zu erstellen, ben\u00f6tigt man eine weitere Software, beispielsweise <a href=\"https:\/\/rufus.ie\/en\/\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_self\">Rufus<\/a>. Auf der Webseite des Tools scrollt man runter bis zu Neueste Ver\u00f6ffentlichungen, w\u00e4hlt die oberste Datei (.exe) und speichert sie auf der Festplatte.<\/p>\n<p> Jetzt steckt man den USB-Stick an den Computer und startet Rufus \u00fcber einen Doppelklick. Falls Windows nachfragt, ob man das zulassen m\u00f6chte, klickt man auf Ja. Im sich \u00f6ffnenden Fenster sollte der USB-Stick automatisch unter Laufwerk zu sehen sein. Falls nicht, w\u00e4hlt man ihn manuell aus, nachdem man auf das Feld geklickt hat.<\/p>\n<p>Dann klickt man auf AUSWAHL, geht zur gespeicherten Ubuntu-Software, w\u00e4hlt sie aus und klickt dann auf \u00f6ffnen. Beim Partitionsschema in Rufus steht normalerweise mit MBR die richtige Auswahl f\u00fcr \u00e4ltere UEFI-Systeme, es k\u00f6nnte aber auch GPT sein.<\/p>\n<p>Sicherheitshalber pr\u00fcft man dies in der Datentr\u00e4gerverwaltung nach. Dazu klickt man zun\u00e4chst im unteren Teil des Fensters rechts auf Datentr\u00e4ger 0 und dann auf Eigenschaften. Unter dem Reiter Volumes sieht man die gesuchte Information hinter Partitionsstil.<\/p>\n<p> Nachdem man in Rufus noch \u00fcberpr\u00fcft hat, dass bei Dateisystem FAT32 eingetragen ist, klickt man auf START und best\u00e4tigt, dass im ISO-Image-Modus geschrieben werden soll. Dann akzepiert man noch, dass alle alten Daten auf dem USB-Stick gel\u00f6scht werden, und es geht los. Der Vorgang dauert einige Minuten. Ist er abgeschlossen, schlie\u00dft man Rufus und zieht den Stick ab.<\/p>\n<p>Vom USB-Stick booten<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt bootet man den Computer vom USB-Stick. Dazu muss man nach einem Neustart das Bootmen\u00fc \u00f6ffnen. Normalerweise dr\u00fcckt man daf\u00fcr beim Start (wiederholt) eine der folgenden Tasten: F12, F2, ESC oder DEL. Manchmal wird beim Start auch ganz kurz angezeigt, welche Taste man dr\u00fccken muss. Oft findet man die n\u00f6tige Information auch im Handbuch oder auf der Website des Herstellers. Eine Websuche f\u00fchrt meistens ebenso ans Ziel.<\/p>\n<p> Wei\u00df man wie&#8217;s geht, steckt man den Stick wieder ein und startet den Computer neu, w\u00e4hrend man die Taste f\u00fcrs Bootmen\u00fc dr\u00fcckt. Dort man\u00f6vriert man \u00fcber die Pfeiltasten der Tastatur zu Boot, w\u00e4hlt dort den USB-Stick aus und dr\u00fcckt die Eingabetaste. Im Men\u00fc des Sticks w\u00e4hlt man Try or Install Ubuntu (Ubuntu ausprobieren oder installieren) und dr\u00fcckt die Eingabetaste. Jetzt startet der Computer mit Ubuntu.<\/p>\n<p>Erst ausprobieren, dann installieren<\/p>\n<p>Nach einer Weile erscheint ein Fenster zur Auswahl der Sprache. Nachdem man die bevorzugte Sprache ausgew\u00e4hlt hat, klickt man auf Weiter und macht weitere Grundeinstellungen (Tastatur, WLAN et cetera). Normalerweise muss man dann das System noch aktualisieren, was aber schnell erledigt ist.<\/p>\n<p>Man kann Ubuntu dann ausprobieren oder endg\u00fcltig installieren. Dazu findet man unten rechts im Startbildschirm Install Ubuntu XXX LTS.<\/p>\n<p>Nachdem man das Symbol doppelt angeklickt hat, w\u00e4hlt man zun\u00e4chst aus, wie man Ubuntu installieren m\u00f6chte. Hier ist f\u00fcr Einsteiger Interaktive Installation empfehlenswert. Im n\u00e4chsten Schritt w\u00e4hlt man den Umfang der Installation, am besten vollst\u00e4ndig. Im Anschluss lohnt es sich, zwei H\u00e4kchen bei Empfohlene propriet\u00e4re Software installieren? zu setzen.<\/p>\n<p>Der folgende Schritt ist besonders wichtig, denn hier entscheidet man sich daf\u00fcr, Ubuntu neben dem Windows Boot Manager zu installieren. Dann richtet man ein Benutzerkonto ein, w\u00e4hlt die Zeitzone aus und klickt auf Installieren.<\/p>\n<p>Jetzt noch ein Neustart und man ist am Ziel. Ein umfassendes Handbuch zu den ersten Schritten mit Ubuntu findet man beim <a href=\"https:\/\/ubuntu-manual.org\/downloads\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">Ubuntu Manual Project<\/a>. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Microsoft beendet im Oktober die Unterst\u00fctzung von Windows 10. 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