{"id":134590,"date":"2025-05-24T00:10:11","date_gmt":"2025-05-24T00:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/134590\/"},"modified":"2025-05-24T00:10:11","modified_gmt":"2025-05-24T00:10:11","slug":"rapper-unter-terrorverdacht-tageszeitung-junge-welt-24-05-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/134590\/","title":{"rendered":"Rapper unter Terrorverdacht, Tageszeitung junge Welt, 24.05.2025"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img209128\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/209128.jpg\" class=\"img-fluid\" alt=\"6.jpg\"\/><\/p>\n<p>Angriffslustig: Die nordirischen Rapper Kneecap halten mit ihrer Pal\u00e4stina-Solidarit\u00e4t nicht hinterm Berg (London, 22.5.2025)<\/p>\n<p>Terror Durch Kunst nennt sich eine Salzburger HipHop-Formation. Ihre Mitglieder haben ein angespanntes Verh\u00e4ltnis zur Polizei. \u00c4hnlich ist es bei ihren weltweit bekannten Kollegen aus dem irischen Belfast, Kneecap. Denn was die Salzburger Musiker im Namen tragen, wird den Belfaster K\u00fcnstlern nun von der Londoner Polizei vorgeworfen: Ein Mitglied des Raptrios ist am Mittwoch wegen einer terroristischen Straftat angeklagt worden, wie die Beh\u00f6rde bekanntgab. Dies sei nach \u00bbeiner Untersuchung der Antiterroreinheit\u00ab erfolgt.<\/p>\n<p>Liam O\u2019Hanna, der unter dem K\u00fcnstlernamen Mo Chara, irischer Slang f\u00fcr \u00bbMein Freund\u00ab, auftritt, wird beschuldigt, eine Flagge der libanesischen Hisbollah gezeigt zu haben. Er muss am 18. Juni vor dem Amtsgericht Westminster erscheinen. O\u2019Hanna soll die Flagge bei einem Konzert in der britischen Hauptstadt gez\u00fcckt haben. Die Band bezeichnete die Anklage in einer Stellungnahme als \u00bbpolitisch motiviert\u00ab und als Versuch, die Gruppe zum Schweigen zu bringen. Aufgrund ihrer offenen Unterst\u00fctzung f\u00fcr den pal\u00e4stinensischen und libanesischen Widerstand und der irisch-republikanischen IRA stand die Band bereits \u00f6fter in der Kritik. Nach ihrem Auftritt beim Coachella-Festival in Kalifornien im April sagten einige US-Veranstalter Konzerte der Band ab.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Auftritts in Kalifornien hatte die Gruppe gesagt: \u00bbIsrael begeht einen V\u00f6lkermord am pal\u00e4stinensischen Volk\u00ab, gefolgt von: \u00bbDies wird von der US-Regierung erm\u00f6glicht, die Israel trotz seiner Kriegsverbrechen bewaffnet und finanziert\u00ab. Auf einem Bildschirm war zu lesen: \u00bbFuck Israel. Free Palestine.\u00ab Ein Bandmitglied mit dem K\u00fcnstlernamen DJ Pr\u00f3vai, in Anlehnung an die milit\u00e4rische Organisation Provisional IRA, tr\u00e4gt bei Auftritten regelm\u00e4\u00dfig eine Sturmhaube in den Farben Irlands. Ein bekanntes Motiv der Band zeigt ein brennendes Panzerfahrzeug der nordirischen Polizei.<\/p>\n<p>Die politischen Stellungnahmen sind bei Kneecap mehr als performativ: Alle drei Musiker stammen aus dem nationalistischen Westbelfast, wo sie in linksrepublikanischen Kreisen aktiv waren. Ihre klare Positionierung k\u00f6nnte der Band zum Verh\u00e4ngnis werden: Die Terroranklage vom Mittwoch bezieht sich auf einen Auftritt am 21. November 2024 in Nordlondon. W\u00e4hrend des Konzerts soll O\u2019Hanna \u00bbeine Flagge in einer Weise oder unter solchen Umst\u00e4nden, die den begr\u00fcndeten Verdacht erweckten, er sei ein Unterst\u00fctzer der verbotenen Organisation Hisbollah\u00ab, gehalten haben. Bandmanager Daniel Lambert sagte gegen\u00fcber dem irischen Sender RT\u00c9 am Donnerstag, die Flagge sei aus dem Publikum auf die B\u00fchne geworfen worden. In einer Erkl\u00e4rung schrieb die Band: \u00bbWir sind uns klarer denn je dar\u00fcber, wer wir sind und wof\u00fcr wir stehen. Ein freies Pal\u00e4stina\u00ab. Die Gruppe stehe auf der \u00bbrichtigen Seite der Geschichte\u00ab. Und: \u00bbWir werden den Kampf vor Gericht aufnehmen und siegen.\u00ab<\/p>\n<p>Britische Politiker wie der Premierminister Keir Starmer und unionistische Abgeordnete aus Nordirland kritisierten die Band. Unterst\u00fctzung erhielt Kneecap derweil vom linken Abgeordneten f\u00fcr Westbelfast, Gerry Carroll: \u00bbDie Anklage sollte sofort fallengelassen werden.\u00ab Die britische Regierung versuche bewusst und unverhohlen, an Kneecap ein Exempel zu statuieren, \u00bbweil sie die westliche Beteiligung am V\u00f6lkermord ans Licht gebracht haben\u00ab, so Carroll im Belfast Telegraph.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Angriffslustig: Die nordirischen Rapper Kneecap halten mit ihrer Pal\u00e4stina-Solidarit\u00e4t nicht hinterm Berg (London, 22.5.2025) Terror Durch Kunst nennt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":134591,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,18544,5300,411,2075,7296,14,15,5384,2548,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-134590","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-hisbollah","12":"tag-irland","13":"tag-israel","14":"tag-kunst","15":"tag-libanon","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-nordirland","19":"tag-palaestina","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-uk","22":"tag-united-kingdom","23":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","24":"tag-vereinigtes-koenigreich","25":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","26":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114559911611545434","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/134590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=134590"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/134590\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/134591"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=134590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=134590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=134590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}