{"id":135333,"date":"2025-05-24T07:13:36","date_gmt":"2025-05-24T07:13:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/135333\/"},"modified":"2025-05-24T07:13:36","modified_gmt":"2025-05-24T07:13:36","slug":"wann-kommt-endlich-das-auenentwicklungskonzept-video-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/135333\/","title":{"rendered":"Wann kommt endlich das Auenentwicklungskonzept? + Video \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Nicht nur J\u00fcrgen Kasek ist ungeduldig. Er ist zwar kein Stadtrat mehr, nutzt aber im Namen der Leipziger Naturschutzverb\u00e4nde die Gelegenheit, in der Ratsversammlung Einwohneranfragen zu stellen und nachzuhaken, wenn ihm die Antworten der Verwaltung nicht gen\u00fcgen. Nur war am 21. Mai in der Ratsversammlung niemand da, der ihm fachlich h\u00e4tte Rede und Antwort stehen k\u00f6nnen. Umweltb\u00fcrgermeister Heiko Rosenthal hatte sich krankgemeldet. Aber es ging trotzdem um ein hochaktuelles Thema: das Entwicklungskonzept f\u00fcr die Elsteraue.<\/p>\n<p>Sehns\u00fcchtig warten nicht nur die Ratsfraktionen darauf, dass ihnen das Auenentwicklungskonzept endlich vorgelegt wird, damit sie wissen, was in der Elsteraue alles umgebaut werden muss, damit die Fl\u00fcsse dort wieder zu naturnahen Fl\u00fcssen werden und der Auwald wieder gen\u00fcgend Wasser bekommt.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/e7cba02aa7ca4610998519e8c1e1aa4b.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/05\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/05\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>\u201eIn der letzten Stadtratslegislaturperiode hatte der Stadtrat ein Auenentwicklungskonzept beschlossen. 2024 wurde dann der Rahmen f\u00fcr ein Naturschutzgro\u00dfprojekt beschlossen\u201c, <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2024799&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2163375\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">merkte J\u00fcrgen Kasek in seiner Einwohneranfrage an<\/a>.<\/p>\n<p>\u201eGleichzeitig wurde die Aussage getroffen, dass die Renaturierung des Elsterbeckens im Rahmen des Auenentwicklungskonzepts betrachtet werden soll und die ersten Grundz\u00fcge des AEK f\u00fcr die Nordwestaue im ersten Quartal 2025 vorliegen sollen. Dies ist auch bedeutsam, da sich derzeit auch das WTNK in Fortschreibung befindet.\u201c<\/p>\n<p>Ein Teil des Auenentwicklungskonzeptes ist sogar schon fertig, <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2024799&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2163375\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hatte das Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn und Gew\u00e4sser auf Kaseks Anfrage hin schriftlich mitgeteilt.<\/a><\/p>\n<p>\u201eIm August 2024 konnte das Auenentwicklungskonzept f\u00fcr die Elster-Luppe-Aue (Nordwestaue) abgeschlossen werden\u201c, konnte man da lesen. \u201eAm Konzept f\u00fcr den zweiten Teilraum, die Elster-Plei\u00dfe-Aue (S\u00fcdaue), wird intensiv gearbeitet. Aktuell werden L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die \u00f6kologische Entwicklung der S\u00fcdaue mit einer Vielzahl an Akteuren, wie Fachbeh\u00f6rden, Verb\u00e4nde und Nutzer, er\u00f6rtert.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse dieser Akteursbeteiligung werden in das Entwicklungsziel f\u00fcr den Teilraum einflie\u00dfen, das im n\u00e4chsten Schritt erarbeitet wird. Die Fachstellen des Landes sind eng in die Konzepterstellung eingebunden, die begleitenden hydraulischen Modellierungen werden zudem in enger Kooperation mit der Landestalsperrenverwaltung ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das Auenentwicklungskonzept f\u00fcr die Elster-Plei\u00dfe-Luppe-Aue (Gesamtaue) soll bis Ende 2025 abgeschlossen und anschlie\u00dfend der Ratsversammlung zum Beschluss vorgelegt werden.<br \/>Im Rahmen des Auenentwicklungskonzepts f\u00fcr die gesamte Elster-Plei\u00dfe-Luppe-Aue werden Entwicklungsperspektiven f\u00fcr das Elsterbecken bearbeitet.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/nahle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-585882 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/nahle.jpg\" alt=\"Tief eingegraben als k\u00fcnstlicher Kanal: die Nahle. Foto: Ralf Julke\" width=\"3888\" height=\"2592\"  \/><\/a>Tief eingegraben als k\u00fcnstlicher Kanal: die Nahle. Foto: Ralf Julke<\/p>\n<p>Was nat\u00fcrlich Kaseks Frage folgen lie\u00df, wie realistisch denn der Termin Ende 2025 w\u00e4re. Aber stellvertretend f\u00fcr den abwesenden Umweltb\u00fcrgermeister best\u00e4tigte OBM Burkhard Jung, dass der Termin wohl stehe. Dass also das Warten bald ein Ende haben wird und die \u00d6ffentlichkeit endlich erf\u00e4hrt, wie die Umgestaltung der Elsteraue aussehen kann.<\/p>\n<p>Wie steht es um die F\u00f6rderung f\u00fcr das Naturschutzgro\u00dfprojekt?<\/p>\n<p>Denn das hat ja direkt mit dem Naturschutzgro\u00dfprojekt in der Nordaue zu tun, wo die St\u00e4dte Leipzig und Schkeuditz kooperieren. Aber sie k\u00f6nnen dort auch nur das umsetzen, was auch im Auenentwicklungskonzept steht.<\/p>\n<p>\u201eDie St\u00e4dte Leipzig und Schkeuditz haben im August 2024 einen F\u00f6rderantrag f\u00fcr ein Naturschutzgro\u00dfprojekt zur Revitalisierung des Leipziger Auensystems beim Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN) und dem s\u00e4chsischen Umweltministerium (SMUL) eingereicht. Das SMUL hat die Antragsteller im Februar 2025 informiert, dass der Antrag gepr\u00fcft und zwischen den beiden Zuwendungsgebern abgestimmt wird. Die Projektf\u00f6rderung steht zudem unter dem Vorbehalt der best\u00e4tigten \u00f6ffentlichen Haushalte im Land und im Bund\u201c, <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2024799&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2163375\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erl\u00e4uterte das Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn und Gew\u00e4sser.<\/a><\/p>\n<p>Was nat\u00fcrlich die n\u00e4chste Nachfrage nach sich zog: Was passiert dann aber, wenn beispielsweise der Freistaat kein Geld gibt? Immerhin habe sich ja \u2013 so Kasek \u2013 die politische Zusammensetzung im Landtag ge\u00e4ndert. Sei die Stadt da dann wenigstens mit der zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rde, der Landestalsperrenverwaltung, im Kontakt?<\/p>\n<p>Das sei nicht nur ein Kontakt, so Burkhard Jung. Umweltdezernat und Landestalsperrenverwaltung seien im regen Austausch. Anders gehe es gar nicht.<\/p>\n<p>Kollidiert das WNTK mit der Auenentwicklung?<\/p>\n<p>Das Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn hatte noch betont, dass die Aufgabe sehr herausfordernd sei: \u201eIm Gebiet des Leipziger Auwaldes treffen vielf\u00e4ltige und zum Teil sehr verschiedene Zielsetzungen aufeinander. Ein zentraler Bestandteil der ersten Projektphase des Naturschutzgro\u00dfprojekts ist die Erarbeitung eines Pflege- und Entwicklungsplans, um die zum Teil widerspr\u00fcchlichen Herausforderungen zu identifizieren und L\u00f6sungswege zu entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>Aber Kasek hatte ja auch noch wissen wollen, ob das Auenentwicklungskonzept nicht mit einem der Lieblingsprojekte des Umweltdezernats kollidiert, dem sogenannten Wassertouristischen Nutzungskonzept (WTNK), mit dem vor allem die touristische Nutzung der Leipziger Gew\u00e4sser vorangetrieben wird.<\/p>\n<p>Aber das Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn und Gew\u00e4sser sah da kein Problem: \u201eIm Zuge der Umweltpr\u00fcfung der WTNK-Fortschreibung wurde fachgutachterlich bewertet, welche Auswirkungen die WTNK-Einzelprojekte sowie die prognostizierte Zunahme der Bootsnutzung auf den Gew\u00e4ssern im Wirkraum des AEK auf die Umsetzung der einzelnen bislang bekannten Szenarien zur Auenentwicklung haben k\u00f6nnen. Weiterhin wurde bewertet, ob dadurch die angestrebte Redynamisierung der Aue eingeschr\u00e4nkt werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Im Ergebnis der Bewertung wird eingesch\u00e4tzt, dass eine Vereinbarkeit der Fortschreibung des WTNK mit der Zielsetzung des AEK gegeben ist. Ein Konflikt oder eine Behinderung der Entwicklungsziele des AEK besteht nicht.\u201c<\/p>\n<p>Freilich k\u00f6nne es passieren, dass einige Bausteine aus dem WTNK zur\u00fcckgebaut werden m\u00fcssten, wenn sie der Auenentwicklung im Weg stehen. Das Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn und Gew\u00e4sser dazu: \u201eJe nach Umsetzungszeitpunkt und -szenario des AEK bestehen bei Bedarf Handlungsoptionen, die Einzelprojekte zur\u00fcckzubauen bzw. r\u00e4umlich zu verlegen. Im Wirkraum des AEK sind dies Kanu-Fisch-P\u00e4sse\/Umtrageeinrichtungen an Wehren, Ein-\/Ausstiegsstellen, Bootsanleger, Rast-\/BIWAK-Pl\u00e4tze. Bei der wassertouristischen Bootsnutzung werden ggf. Anpassungen von Bootskursen und von Nutzungsregelungen wie bspw. zeitliche Befahrungsverbote erforderlich.\u201c<\/p>\n<p>Ein Punkt, an dem Kasek hellh\u00f6rig wurde. Denn das war ja eine ganze Liste von Wasserbauten, die nun auf dem Pr\u00fcfstand stehen, weil sie m\u00f6glicherweise der Auenrevitalisierung im Weg sind.<\/p>\n<p>Mehr oder weniger fragte Kasek also nach, ob das ernst gemeint sei?<\/p>\n<p>Und Burkhard Jung best\u00e4tigte das.\u00a0Genaueres aber wird man wohl wirklich erst erfahren, wenn das Auenentwicklungskonzept zum Jahresende vorgestellt wird.<\/p>\n<p>Das Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn und Gew\u00e4sser wich bei der Frage zu solchen Konfliktbauten in seiner schriftlichen Antwort erst einmal aus: \u201eZu beachten ist, dass die Entscheidung, ob ein im WTNK ber\u00fccksichtigtes Einzelprojekt in die Umsetzung gelangt, nicht durch das WTNK und seine Beschlussfassung getroffen wird. F\u00fcr das jeweilige Vorhaben liegen Planung, Genehmigung, Umsetzung und Finanzierung der Einzelprojekte in der Verantwortlichkeit des jeweiligen Projekttr\u00e4gers. Im Ergebnis der WTNK-Umweltpr\u00fcfungen werden jedoch Hinweise f\u00fcr die nachfolgende Zulassungs- und Genehmigungsebene formuliert.\u201c<\/p>\n<p>Das kann spannend werden, wenn die eine oder andere wassertouristische Nutzung tats\u00e4chlich der Auenrevitalisierung im Wege steht. Wie die Stadt damit umgehen wir, ist noch nicht absehbar.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nicht nur J\u00fcrgen Kasek ist ungeduldig. 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