{"id":135687,"date":"2025-05-24T10:22:08","date_gmt":"2025-05-24T10:22:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/135687\/"},"modified":"2025-05-24T10:22:08","modified_gmt":"2025-05-24T10:22:08","slug":"anderthalb-kompakte-nikon-updates-und-historisches-fotonews-der-woche-21-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/135687\/","title":{"rendered":"Anderthalb Kompakte, Nikon-Updates und Historisches \u2013 Fotonews der Woche 21\/2025"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Anderthalb Kompakte, Nikon-Updates und Historisches \u2013 Fotonews der Woche 21\/2025<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mehr Retro hatten wir in dieser Kolumne noch nie \u2013 kein Wunder, der Sommer kommt bald, und da wollen bezahlbare Kameras f\u00fcr unterwegs verkauft werden. Und die ziehen seit Jahren besonders, wenn sie sich an Klassikern orientieren. Dabei sind einige Hersteller sogar erfrischend mutig und setzen nicht nur auf das Design der 1960er bis 1980er Jahre.<\/p>\n<p>Geradezu exotisch fallen dabei die Funktionen der X-HF1, alias &#8222;X half&#8220; von Fujifilm aus. Sie ist zwar eine Digitalkamera, hat aber einen Transporthebel, obwohl im Inneren kein Platz f\u00fcr eine Filmrolle ist. So simuliert sie die Bedienung einer analogen Kamera, wenn man den &#8222;Filmmodus&#8220; einschaltet. Dann muss man nach jedem Bild den Hebel bet\u00e4tigen und sich f\u00fcr einen Look f\u00fcr einen ganzen virtuellen Film mit bis zu 72 Aufnahmen entscheiden. Die Zahl, der Name des Ger\u00e4ts deuten es an: Die Fuji macht Bilder im Halbformat, das manche Analoge boten, um auf einem 35-Millimeter-Frame zwei Fotos unterzubringen.<\/p>\n<p>Die sind dann auch bei X half im Seitenverh\u00e4ltnis von 3:4, was grob dem Hochformat mancher Smartphones entspricht. Fuji zieht das durch, auch das Display auf der R\u00fcckseite ist hochkant ausgef\u00fchrt. Den Rest der Technik haben wir <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Fujifilm-X-half-Digitale-Kompaktkamera-im-Halbformat-vorgestellt-10393060.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bereits gr\u00fcndlich beschrieben<\/a>, daher hier der Blick auf die Einschr\u00e4nkungen, denn die sind erheblich. Mit nur JPEGs, nicht Raw-Dateien, k\u00f6nnte man angesichts des 1-Zoll-Sensors ja noch leben. Der ist zudem nicht das, was man \u00fcblicherweise als &#8222;Halbformat&#8220; bezeichnet, also die H\u00e4lfte eines Vollformat-Sensors, sondern die H\u00e4lfte eines APS-C-Sensors, wie er sonst bei der X-Serie verbaut wird.<\/p>\n<p>X half macht Analog-Feeling zum teuren Spa\u00df<\/p>\n<p>Noch schwerer wiegt jedoch der Preis von rund 800 Euro, denn damit ist die Fuji kein Einstiegsmodell mehr, das man etwa unbeschwert dem Nachwuchs gibt, damit dieser das analoge Fotografieren lernen kann. Das gilt vor allem mit Blick auf <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Teure-Z-6III-und-Pentax-analoge-Halbbildkamera-die-Fotonews-der-Woche-25-2024-9773405.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Pentax 17<\/a>, eine tats\u00e4chliche und analoge Halbformat-Kamera f\u00fcr 35mm-Filme, die mit 550 Euro zwar auch kein Schn\u00e4ppchen ist, aber 250 Euro Aufpreis f\u00fcr die digitale Fuji lassen sogar Raum f\u00fcr eine Handvoll Filme samt Entwicklung.<\/p>\n<p>So darf man wohl ruhig rechnen, denn die X half bietet au\u00dfer dem analogen Charme eben keine besondere Funktion, eingebaute Filter und 2-in-1-Kombination beherrscht auch ein Smartphone. Eine &#8222;Lernkamera&#8220; ist die Fuji also kaum, eher ein Exot, der f\u00fcr ein bisschen Entschleunigung sorgen kann. Und f\u00fcr ein Gef\u00fchl von Exklusivit\u00e4t. Ihr Look, der sich an klassischen Messsucherkameras wie denen von Leica orientiert, tut sein \u00dcbriges f\u00fcr einen Hauch von Luxusspielzeug.<\/p>\n<p>Ricoh k\u00fcndigt APS-C-Kompaktkamera GR IV an<\/p>\n<p>Zwar auch kompakt, aber mit Fotofunktionen auf der H\u00f6he der Zeit, ist <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/GR-IV-angekuendigt-Ricoh-praesentiert-Nachfolger-der-bekannten-Kompaktkamera-10393036.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Ricoh GR IV<\/a>. Sie kommt erst im Herbst auf den Markt, bis dahin soll der beliebte Vorg\u00e4nger GR IIIx weiter erh\u00e4ltlich sein. Der kostet aktuell um 1100 Euro, was Ricoh f\u00fcr die GR IV verlangt, beh\u00e4lt das Unternehmen vorerst noch f\u00fcr sich. Allzu gro\u00df sollte ein eventueller Aufpreis nicht werden, denn die Eckdaten bleiben fast unver\u00e4ndert: Ein festes 28mm-Objektiv ab f\/2.8 und ein APS-C-Sensor mit nun 25,7 statt 24,4 Megapixeln sind geboten. Durch diese Kombination zeichnete sich die GR-Serie schon immer durch ordentliche Bildqualit\u00e4t im kleinen Formfaktor aus.<\/p>\n<p>Trotz neuem Bildprozessor bleibt aber die Videoaufl\u00f6sung bei Full HD mit immerhin bis zu 60 fps \u2013 4K w\u00e4ren aber durch den Sensor wohl m\u00f6glich. Da bietet die Konkurrenz auch bei den Systemkameras im gleichen Preisbereich inzwischen mehr. So bleibt wohl auch die GR IV, jetzt mit erweiterter App-Anbindung, vor allem die Taschenkamera f\u00fcr unterwegs. Von Smartphones hebt sie sich durch den gro\u00dfen, in f\u00fcnf Achsen stabilisierten Sensor ab. Trotz der Abstriche bei Video ist es erfreulich, dass es bei den in den letzten Jahren rar gewordenen Kompaktkameras noch neue Modelle gibt. Und ein bisschen Retro ist die neue Fuji auch, denn das Design der GR-Serie hat sich nun seit 20 Jahren kaum ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Bugfixes f\u00fcr Nikons Z6 und Z7<\/p>\n<p>Szenenwechsel zu den ausgewachsenen Systemkameras. Hier hat sich in den letzten Jahren bei Modellpflege vor allem Nikon hervorgetan. Nun wird auch klar, dass das nicht nur f\u00fcr neue Kameras gilt, bei denen die kleineren Modelle oft Funktionen der gr\u00f6\u00dferen erhielten. Auch Bugfixes nimmt Nikon offenbar ernst, denn in dieser Woche ist neue Firmware f\u00fcr die ersten Vollformat-Spiegellosen Z6 und Z7 des Unternehmens erschienen. Die kamen bereits 2018 auf den Markt. Was war da so lange wohl kaputt?<\/p>\n<p>Eigentlich nicht viel: Bei gewissen Rahmenbedingungen k\u00f6nnen in den Belichtungsmodi &#8222;Time&#8220; und &#8222;Bulb&#8220; falsche Werte f\u00fcr die Belichtungszeit in den EXIF-Daten landen. Das kann vor allem bei professionellen Fotografen schon f\u00fcr \u00c4rger sorgen, wenn etwa eine Nachtaufnahme so hell aussieht, als w\u00e4re sie stark bearbeitet worden. Die folgenden Links f\u00fchren zu den Downloadseiten f\u00fcr <a href=\"https:\/\/downloadcenter.nikonimglib.com\/de\/download\/fw\/557.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">die Z6<\/a> und <a href=\"https:\/\/downloadcenter.nikonimglib.com\/de\/download\/fw\/558.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">die Z7<\/a>, bei beiden Kameras lautet die Versionsnummer der aktuellen Firmware 3.80. Dass Nikon hier beide Kameras mit der gleichen Version zeitgleich aktualisiert, deutet wieder einmal auf den vor allem bei diesem Hersteller <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Nikons-Plattformierung-und-noch-ein-Leica-Klon-Fotonews-der-Woche-14-2025-10341032.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">umgesetzten Plattformgedanken<\/a> in der Kameraentwicklung hin.<\/p>\n<p>Neuer Fotoschatz aus San Francisco<\/p>\n<p>Vor zwei Jahren machten zuvor unbekannte dokumentarische Fotos aus dem San Francisco <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Retro-Nikon-und-KI-als-Normalitaet-die-Fotonews-der-Woche-33-2023-9267849.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der 1960er Jahre Furore<\/a> \u2013 sie waren in einer Kiste auf der Stra\u00dfe gefunden worden. Der Urheber, ein ortsans\u00e4ssiger Lehrer, <a href=\"https:\/\/www.sfchronicle.com\/vault\/article\/san-francisco-photographer-name-18295556.php\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">lie\u00df sich ermitteln<\/a>. Noch ungew\u00f6hnlicher und sogar von viel h\u00f6herer Qualit\u00e4t ist ein anderer Fund, bei dem der oder die Urheberin bisher unbekannt ist. Wieder handelt es sich um Fotos aus San Francisco, diesmal aber mit Schwerpunkt auf die Gegenkultur der sp\u00e4ten 1960er Jahre. Konzerte der Band Grateful Dead, Proteste gegen den Vietnamkrieg, bunt bemalte Autos, fast schon ein Klischee. Aber: Die nun erstmals entwickelten Bilder sind von gro\u00dfem handwerklichen Geschick, sehr kreativ und einfach sch\u00f6n anzusehen.<\/p>\n<p>Statt einem einzelnen Link f\u00fcr einen Long Read zum Wochenende laden wir diesmal zum Besuch eines echten <a href=\"https:\/\/www.urbandictionary.com\/define.php?term=Rabbit%20Hole\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Rabbit Hole<\/a> ein, denn die Geschichte hat viele Aspekte. Da ist zum einen <a href=\"https:\/\/speaklocal.org\/cause\/the-future-of-the-past-the-architecture-of-experience\/#section_four\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">der Fund selbst<\/a>, und wie einige der nicht entwickelten Filme per Crowdfunding der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht wurden. Die Webseite lohnt auch weiteres St\u00f6bern. Der Kurator des Projekts, Fotograf und Filmemacher Bill Delzell, hat zudem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=c70oFiGTv90&amp;t=1s\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">CBS ein Interview<\/a> gegeben und zeigt darin auch die noch unber\u00fchrten Filmdosen, die nun professionell entwickelt werden sollen.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>Zum Anderen bleibt die gro\u00dfe Frage: Wer hat sich da von 1966 bis 1970 \u00fcberall in San Francisco herumgetrieben, so gute Fotos gemacht \u2013 und sie dann nicht einmal selbst gesehen? Die Identit\u00e4t des Fotografen oder der Fotografin ist wohl das gr\u00f6\u00dfte Geheimnis. Nur ein einzelnes Bild der bisher entwickelten Filme gibt einen kleinen Hinweis. Dort ist in einer Fensterscheibe eine Spiegelung einer Person zu sehen, die m\u00f6glicherweise eine junge Frau sein k\u00f6nnte. Die Detektivarbeit hat erst begonnen, einige noch lebende Personen haben sich auf den schon ver\u00f6ffentlichten Fotos erkannt, sodass sich vielleicht durch die Orte und Zeitpunkte der Aufnahmen herausfinden l\u00e4sst, wer sie gemacht hat.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:nico.ernst@gmail.com\" title=\"Nico Ernst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nie<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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