{"id":135691,"date":"2025-05-24T10:24:08","date_gmt":"2025-05-24T10:24:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/135691\/"},"modified":"2025-05-24T10:24:08","modified_gmt":"2025-05-24T10:24:08","slug":"un-chef-guterres-sieht-gazas-bevoelkerung-von-hungersnot-bedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/135691\/","title":{"rendered":"UN-Chef Guterres sieht Gazas Bev\u00f6lkerung von Hungersnot bedroht"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 24.05.2025 11:26 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Israel hat erste Lastwagen mit Hilfsg\u00fctern wieder in den Gazastreifen gelassen. F\u00fcr die Vereinten Nationen allerdings bei weitem nicht genug. UN-Chef Guterres spricht von einer drohenden Hungersnot &#8211; vor den Augen der Welt.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit einigen Tagen l\u00e4sst Israel wieder Hilfslieferungen der Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft in den Gazastreifen. Doch UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres sieht die Situation im K\u00fcstengebiet weiter mit gro\u00dfer Sorge. Die Pal\u00e4stinenser w\u00fcrden die wohl &#8222;grausamste Phase&#8220; des Krieges durchleiden, erkl\u00e4rte er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die gesamte Bev\u00f6lkerung Gazas ist von einer Hungersnot bedroht. Familien m\u00fcssen hungern und ihnen wird das N\u00f6tigste vorenthalten &#8211; und das alles vor den Augen der Welt\u00f6ffentlichkeit&#8220;, sagte er. Die UN h\u00e4tten alle logistischen Voraussetzungen, um die Menschen zu versorgen, sofern Israel dies zulasse, sagte Guterres. &#8222;160.000 Paletten stehen bereit, genug, um fast 9.000 Lastwagen zu f\u00fcllen.&#8220;<\/p>\n<p>    Bis M\u00e4rz gelangten 600 Lkw t\u00e4glich in den Gazastreifen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsrael hatte seit Anfang M\u00e4rz s\u00e4mtliche Hilfslieferungen nach Gaza blockiert und kurz darauf auch die Waffenruhe mit der islamistischen Hamas beendet. Damit sollte der Druck auf die Terrororganisation erh\u00f6ht werden, die im Gazastreifen weiter festgehaltenen Geiseln freizulassen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn dem K\u00fcstengebiet am Mittelmeer leben rund zwei Millionen Menschen. Anfang der Woche lockerte Israel die fast dreimonatige Blockade f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe. Am Freitag seien weitere 83 unter anderem mit Mehl und Medikamenten beladene LKW \u00fcber den Grenz\u00fcbergang Kerem Schalom in Gaza eingetroffen, teilte Israels zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde Cogat mit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor der Blockade durch Israel waren im Durchschnitt rund 600 LKW am Tag in den Gazastreifen gekommen. Nach UN-Angaben sind diese Mengen weiterhin n\u00f6tig, um die Bev\u00f6lkerung dort zu versorgen. Die 400 zugelassenen Lastwagenladungen in dieser Woche seien &#8222;nur ein Teel\u00f6ffel&#8220; der n\u00f6tigen Hilfe, sagte Guterres. Die Vereinten Nationen warnten bereits Mitte Mai, dass Hunderttausende Menschen akut vom Hungertod bedroht seien.<\/p>\n<p>    &#8222;Die Menschen in Gaza k\u00f6nnen nicht l\u00e4nger warten&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die aktuelle Hilfe ist wie eine Nadel im Heuhaufen&#8220;, schrieb der Chef des UN-Pal\u00e4stinenserhilfswerks UNRWA, Philippe Lazzarini, auf der Onlineplattform X. &#8222;Die Rettung von Menschenleben muss Vorrang vor milit\u00e4rischen und politischen Agenden haben. Die Menschen in Gaza k\u00f6nnen nicht l\u00e4nger warten&#8220;, schrieb er weiter.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsrael behauptete, es gebe keinen Mangel an Hilfsg\u00fctern. Die Regierung beschuldigt die Hamas, sie zu stehlen, um damit Geld zu machen, was die Islamistenorganisation bestreitet. Auch die UN sagen, Israel habe keine Beweise daf\u00fcr vorgelegt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Hunger, Verzweiflung und die Ungewissheit, ob noch weitere Nahrungsmittelhilfe kommt, tragen zur wachsenden Unsicherheit bei&#8220;, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung des Weltern\u00e4hrungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP). &#8222;Wir brauchen die Unterst\u00fctzung der israelischen Beh\u00f6rden, um deutlich gr\u00f6\u00dfere Mengen Nahrungsmittelhilfe schneller, gleichm\u00e4\u00dfiger und auf sichereren Routen nach Gaza zu bringen, wie es w\u00e4hrend der Waffenruhe geschehen ist&#8220;, hie\u00df es.\u00a0<\/p>\n<p>    Israels Bodentruppen r\u00fccken weiter vor<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenn w\u00e4hrend Israel vereinzelt wieder Lastwagen in den Gazastreifen l\u00e4sst, gibt es weiterhin t\u00e4gliche Luftangriffe auf dortige Hamas-Ziele. Bodentruppen r\u00fccken weiter vor. Nach pal\u00e4stinensischen Angaben gab es allein in der vergangenen Nacht mindestens 21 Tote. Laut Vereinten Nationen sind inzwischen 81 Prozent des Gebiets unter der milit\u00e4rischen Kontrolle Israels. Auch deshalb sei die Verteilung der Hilfsg\u00fcter schwierig.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsraels Premier Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch einen Plan vorgestellt, den seine Regierung f\u00fcr den Gazastreifen vorsieht. In der aktuellen ersten Phase sollen die grundlegenden Lebensmittel in den Gazastreifen reingelassen werden, um eine humanit\u00e4re Krise zu vermeiden und &#8222;den Fortbestand des Krieges zu erm\u00f6glichen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;In der zweiten Phase werden amerikanische Firmen Verteilungszentren \u00f6ffnen, die von israelischen Truppen gesichert werden&#8220;, erkl\u00e4rte Netanjahu. &#8222;Und in der dritten Phase, parallel zu der \u00dcbernahme der Kontrolle \u00fcber Gegenden im Gazastreifen, wird im S\u00fcden des Streifens ein steriles Areal entstehen, in das die Zivilbev\u00f6lkerung aus den Kriegsgebieten zu ihrem eigenen Schutz evakuiert wird.&#8220; Demnach soll an diesem Wochenende Phase Zwei beginnen.<\/p>\n<p>    Internationaler Druck w\u00e4chst<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsrael hat Beobachtern zufolge mehrere Ziele: Die Bev\u00f6lkerung im Norden Gazas soll offenbar in den S\u00fcden vertrieben werden. Nur dort soll es Hilfe geben. Es soll verhindert werden, dass Hilfsg\u00fcter in die H\u00e4nde der Hamas gelangen. UN-Organisationen, die bisher weite Teile der Bev\u00f6lkerung im Gazastreifen versorgt haben, sollen ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nOb Israel seinen Plan f\u00fcr Gaza weitverfolgen kann, h\u00e4ngt auch vom internationalen Druck ab. Mehrere Staaten hatten zuletzt heftige Kritik ge\u00fcbt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Tel Aviv<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 24.05.2025 11:26 Uhr Israel hat erste Lastwagen mit Hilfsg\u00fctern wieder in den Gazastreifen gelassen. 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