{"id":136275,"date":"2025-05-24T15:46:11","date_gmt":"2025-05-24T15:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/136275\/"},"modified":"2025-05-24T15:46:11","modified_gmt":"2025-05-24T15:46:11","slug":"gruene-in-baden-wuerttemberg-kueren-oezdemir-zum-spitzenkandidaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/136275\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne in Baden-W\u00fcrttemberg k\u00fcren \u00d6zdemir zum Spitzenkandidaten"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 24.05.2025 16:51 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der fr\u00fchere Bundesagrarminister \u00d6zdemir ist nun auch offiziell der Spitzenkandidat der Gr\u00fcnen in Baden-W\u00fcrttemberg. Er erhielt auf dem Landesparteitag 97 Prozent der Stimmen. In Umfragen zur Landtagswahl 2026 liegen die Gr\u00fcnen aktuell hinter der CDU.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Henning Otte, Mirela Deli\u0107\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Gr\u00fcnen BW haben den fr\u00fcheren Bundesagrarminister Cem \u00d6zdemir zum Spitzenkandidaten f\u00fcr die Landtagswahl im M\u00e4rz 2026 gek\u00fcrt. Der 59-J\u00e4hrige erhielt beim Landesparteitag in Heidenheim 97 Prozent der Stimmen. \u00d6zdemir soll daf\u00fcr sorgen, dass die gr\u00fcne \u00c4ra in BW nach 15 Jahren unter Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann weitergeht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn seiner Bewerbungsrede sagte der langj\u00e4hrige Bundespolitiker: &#8222;Ich bin Cem \u00d6zdemir und ich will Ministerpr\u00e4sident von Baden-W\u00fcrttemberg werden.&#8220; Zuvor hatte Kretschmann sich bei \u00d6zdemir bedankt, dass er seine Nachfolge antreten wolle. \u00d6zdemir sei sturmerprobt und erfahren, er wisse wie man ein Land f\u00fchren kann. &#8222;Er ist aus Ministerpr\u00e4sident-Holz geschnitzt &#8211; durch und durch&#8220;, lobte der 77-J\u00e4hrige, der nach drei Wahlperioden nicht mehr antreten will.<\/p>\n<p>    \u00d6zdemir warnt CDU vor Siegessicherheit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00d6zdemir sagte jedoch auch: &#8222;Ich will keine Erbe und Thronfolge antreten, wir leben schlie\u00dflich nicht in einer Monarchie. Ich will ein neues Kapitel aufschlagen.&#8220; Er setze auf &#8222;Zusammenhalt und Zukunftskraft&#8220; in BW. An den derzeitigen Koalitionspartner in BW, die CDU, richtete der Kandidat eine Warnung: &#8222;Liebe CDU, freu dich nicht zu fr\u00fch.&#8220; Manche in der CDU seien schon sehr siegessicher angesichts der Umfragewerte, die die Union gut zehn Prozentpunkte vor den Gr\u00fcnen sehen. \u00d6zdemir sagte: &#8222;Der Vogel, der morgens singt, den holt abends die Katz\u2018.&#8220;<\/p>\n<p>    Gr\u00fcne m\u00fcssten f\u00fcr Sieg \u00fcber sich hinauswachsen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00d6zdemir versprach vollen Einsatz f\u00fcr den Wahlkampf in den n\u00e4chsten Monaten. &#8222;Ich werde jeden Winkel aufsuchen und mich stellen.&#8220; Nichts sei so wichtig wie das pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch mit den Menschen. Angesichts des R\u00fcckstands in den Umfragen sagte er aber auch: &#8222;Wir werden \u00fcber uns hinauswachsen m\u00fcssen.\u201c \u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Spitzenkandidat will vor allem dabei helfen, dass die kriselnde Wirtschaft wieder nach vorne kommt. &#8222;Gr\u00fcne Transformationsprosa wird nicht ausreichen&#8220;, sagte \u00d6zdemir. Doch die Autoindustrie m\u00fcsse dringend die Elektromobilit\u00e4t in den Vordergrund r\u00fccken. &#8222;Wenn wir Autoland bleiben wollen, m\u00fcssen wir in Siebenmeilenstiefeln Batterieland werden.&#8220; Doch auch die Menschen in BW m\u00fcssten wieder st\u00e4rker mit anpacken. Es gehe um &#8222;neue Leistung und Anstrengung: Wir m\u00fcssen uns die Wirklichkeit zumuten&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00d6zdemirs Hauptgegner wird der CDU-Landes- und Fraktionschef Manuel Hagel sein. Die CDU BW hat den 37 Jahre alten Hagel <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/cdu-bw-waehlt-parteichef-manuel-hagel-als-spitzenkandidaten-100.html\" title=\"vergangenes Wochenende zum Zugpferd f\u00fcr die Wahl bestimmt\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vergangenes Wochenende zum Zugpferd f\u00fcr die Wahl bestimmt<\/a>.<\/p>\n<p>    \u00d6zdemirs Mission: R\u00fcckstand in Umfragen auf CDU aufholen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie politische Ausgangslage f\u00fcr \u00d6zdemir ist allerdings schwierig. Die Gr\u00fcnen, die bei der Wahl 2021 dank Kretschmann noch den Rekord von 32,6 Prozent schafften, liegen <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/bw-trend\/aktuelle-umfrage-sonntagsfrage-landtagswahl-2026-oezdemir-hagel-102.html\" title=\"im BW-Trend\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">im BW-Trend<\/a> nur noch bei 20 Prozent. Der kleine Koalitionspartner CDU\u00a0&#8211; auch dank Berliner R\u00fcckenwind &#8211; bei 31 Prozent. Zwar ist der Wert der Landes-Gr\u00fcnen noch immer deutlich \u00fcber dem Niveau der angeschlagenen Bundespartei von knapp 12 Prozent, doch die Sorgenfalten der gr\u00fcnen Strategen sind tief. Denn die Gr\u00fcnen auf Bundesebene haben nach der Wahlniederlage im Bund auch noch ihr Vorzeige-Personal Robert Habeck und Annalena Baerbock verloren.<\/p>\n<p>    Ist der Traum von der gr\u00fcnen Volkspartei ausgetr\u00e4umt?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUmso mehr Hoffnung setzen die Gr\u00fcnen in BW auf \u00d6zdemir, den selbsternannten &#8222;anatolischen Schwaben&#8220;. Vielleicht ist es ja ganz gut so, dass die Bundes-Gr\u00fcnen nicht so im Fokus stehen, zuletzt haben Habeck und Baerbock auch stark polarisiert. Stattdessen sollte sich der Blick voll nach BW richten &#8211; denn hier steht am 8. M\u00e4rz der erste gro\u00dfe\u00a0 Stimmungstest auch f\u00fcr Kanzler Friedrich Merz (CDU) an. F\u00fcr die Gr\u00fcnen muss eine Antwort auf die Frage her: Ist der Traum von der gr\u00fcnen Volkspartei ausgetr\u00e4umt? In BW hat Kretschmann seine Partei in drei Wahlen dort hingebracht. Nun muss \u00d6zdemir zeigen, ob er \u00e4hnliche Zugkr\u00e4fte hat wie sein 77-j\u00e4hriges Vorbild.<\/p>\n<p>    \u00d6zdemir betont schw\u00e4bische Wurzeln<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEr, der Sohn t\u00fcrkischer Eltern, die Anfang der 60er Jahre nach Deutschland kamen, sich hier kennenlernten\u00a0und in Bad Urach (Kreis Reutlingen) niederlie\u00dfen. In seinem Bewerbungsschreiben vom Oktober hie\u00df es: &#8222;Ich bin in Bad Urach, am Fu\u00dfe der Schw\u00e4bischen Alb, geboren und aufgewachsen. Unser Land hat meine Werte, meine \u00dcberzeugungen und meine Sicht aufs Leben gepr\u00e4gt. Es hat mir Chancen er\u00f6ffnet, mich gefordert und geerdet.&#8220; Wie Kretschmann ist \u00d6zdemir bem\u00fcht, seine l\u00e4ndlichen Wurzeln zu betonen, f\u00e4llt bei Vor-Ort-Terminen sofort ins Schw\u00e4bische.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd dennoch prallen beim Vergleich von \u00d6zdemir und Hagel Gegens\u00e4tze aufeinander. Denn der langj\u00e4hrige Stuttgarter Bundestagsabgeordnete und \u00fcberzeugte Berlin-Kreuzberg-Bewohner wird eher als urbaner, akademischer Kandidat wahrgenommen. Ein Vegetarier und Fahrradfahrer. CDU-Landes- und Fraktionschef Hagel kommt aus Ehingen (Alb-Donau-Kreis), war dort Filialleiter der Sparkasse und lebt auch noch dort. Er sagt gern von sich: &#8222;Bei mir ist nichts besonders, bei mir ist alles ganz normal.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer studierte Sozialp\u00e4dagoge \u00d6zdemir gilt unter\u00a0vielen Gr\u00fcnen als Idealbesetzung f\u00fcr Kretschmanns\u00a0Nachfolge. Der Mann ist bundesweit bekannt und politisch erfahren, er gilt als \u00e4u\u00dferst pragmatisch und guter Redner. Bei der Bundestagswahl gewann er seinen Stuttgarter Wahlkreis mit 40 Prozent der Stimmen und wurde Stimmenk\u00f6nig seiner Partei &#8211; kein Direktkandidat und keine Direktkandidatin der Gr\u00fcnen schnitt besser ab als er.<\/p>\n<p>    \u00d6zdemir deutlich bekannter und beliebter als Hagel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas alles wirkt sich auch im j\u00fcngsten BW-Trend aus: Wenn die Menschen in Baden-W\u00fcrttemberg ihren Ministerpr\u00e4sidenten direkt w\u00e4hlen k\u00f6nnten, w\u00fcrden sich 39 Prozent f\u00fcr den designierten Gr\u00fcnen-Kandidaten Cem \u00d6zdemir entscheiden. Nur etwa halb so viele (18 Prozent) w\u00fcrden Hagel vorziehen.\u00a0Der Vorsprung von \u00d6zdemir hat laut Infratest dimap viel mit der Bekanntheit des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers zu tun. Er wird von 48 Prozent f\u00fcr seine Arbeit gelobt. An die Popularit\u00e4t von Kretschmann reicht er aber nicht heran. Der Regierungschef erh\u00e4lt Zuspruch von 61 Prozent. Hagel \u00fcberzeugt aktuell mit 21 Prozent gut ein F\u00fcnftel.<\/p>\n<p>    Teil der CDU-Anh\u00e4nger sympathisiert mit \u00d6zdemir<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei den Gr\u00fcnen ist sehr genau zur Kenntnis genommen worden, dass die Anh\u00e4nger der Gr\u00fcnen mit 89 Prozent recht geschlossen hinter \u00d6zdemir stehen &#8211; und dass es bei der CDU anders aussieht. Nur 41 Prozent der CDU-W\u00e4hlerinnen und -W\u00e4hler geben an, sie w\u00fcrden bei einer Direktwahl Hagel ihre Stimme geben. 25 Prozent tendieren dagegen zu \u00d6zdemir. Allerdings werden der CDU in fast allen Politikbereichen die meiste Kompetenz zugeschrieben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHoffnung macht den Gr\u00fcnen die Erinnerung an die Landtagswahl 2016. Noch im Wahlkampf Ende 2015 lag die CDU mit rund 40 Prozent in den Umfragen weit vor Kretschmanns Partei. Am Ende gewannen die Gr\u00fcnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sendung am Sa., 24.5.2025 13:00 Uhr, SWR1 BW Nachrichten<\/p>\n<p>    Mehr zu \u00d6zdemir<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/oezdemir-spitzenkandidat-gruene-landtagswahl-2026-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"S\u00fcdwestrundfunk\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/lra-swr-logo-100.svg.svg+xml\" height=\"40\" width=\"40\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 24.05.2025 16:51 Uhr Der fr\u00fchere Bundesagrarminister \u00d6zdemir ist nun auch offiziell der Spitzenkandidat der Gr\u00fcnen in Baden-W\u00fcrttemberg.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":136276,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[1634,29,30,2013,13,14,15,49975,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-136275","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-gruene","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-oezdemir","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114563591992252475","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136275","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=136275"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136275\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/136276"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=136275"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=136275"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=136275"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}